Membranstutzen an 50n

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    • Membranstutzen an 50n

      Hallo zusammen,

      Hab mal ne Frage zu meiner 50n, die im Moment noch Komplett zerlegt ist, ich habe neben dem originalen, Noch einen Membranansaugstutzen in der Kiste gefunden, die ich erworben habe. :)

      Kann mir jemand erklären :

      1. wie genau so ein Membranansaugstutzen funktioniert,bzw. was genau er bewirkt

      2. Was bringt er mir an Leistung, bzw. Endgeschwindigkeit ?

      Vielen Dank im Voraus! 8)
    • wenn deine fuffi ansonsten ori ist, bringt dir das teil wenig bis nix.

      membranstutzen fährt man normalerweise nur in verbindung mit einer entsprechenden membranwelle oder mit bearbeiteter ori welle.
      soll heißen der zylinder bekommt nicht über den drehschieber sondern direkt über den membranansauger das gemisch. dazu muss auch das
      motorgehäuse im bereich der drehschieberdichtflächen bearbeitet/gefräst werden, damit das gemisch direkt den weg zu den überströmern nimmt.
      deshalb wird meist auf membran umgebaut, wenn die dichtflächen beschädigt sind und ein betrieb mit drehschieber nicht mehr möglich ist...

      wenn all diese arbeiten zum membranumbau (penibelst) gemacht sind, ist eine deutliche leistungssteigerung zu erwarten.
      allerdings natürlich auch in abhängigkeit des hubraums vom verwendeten zylinder.
    • Durch den Membranansaugstutzen hat man den Vorteil, den Einlaßkanal wesentlich weiter öffnen zu können, weil die Erweiterung bei Drehschiebersteuerung des Einlassvorgangs ansonsten durch die Breite der Wangen der Kurbelwelle bzw. der Drehschieberdichtfläche innen im Kurbelgehäuse begrenzt ist.

      Wie schon erwähnt, macht ein Membranansaugstutzen nur Sinn, wenn der Rest des Motors mit der größeren Gemischmenge, die durch den vergrößerten Einlaß strömen kann, auch was anfangen kann. D. h. mehr Hubraum und ggf. Resonanzauspuff.

      Der Membranansaugstutzen funktioniert wie ein Rückschlagventil: Beim Kolbenabwärtsbewegung entsteht ein Unterdruck im Zylinder, der sich durch die Überströmkanäle ins Kurbelgehäuse fortsetzt, da der Ansaugstutzen ans Kurbelgehäuse geschraubt ist, öffnen sich durch den Unterdruck die Membranklappen und Gemisch strömt übers Kurbelgehäuse durch die Überströmkanäle in den Zylinder, wo es bei Aufwärtsbewegung des Kolbens verdichtet und gezündet wird. Wenn der Unterdruck während des Verdichtungsvorgangs aufhört, schließen sich die Membranklappen wieder, es kann deshalb auch kein Gemisch durch den Ansaugstutzen zurückgedrückt werden, wie es bei Drehschiebereinläßen gelegentlich vorkommt, wenn die Kurbelwelle zu stark bearbeitet wurde (Rennwelle), d. h. die Einlaßzeit zu lang ist, als dass das ganze eingeströmte Gemisch verdichtet und verbrannt werden könnte.

      Wenn du einen Membranansaugstutzen auf einen originalen Motor baust, dessen Drehschieberdichtfläche noch intakt ist und daher die Steuerung des Ansaugvorgangs über die Kurbelwellenwange geschieht, macht der Membranansaugstutzen keinen Sinn. Mehrleistung ist dann nicht zu erwarten, unter Umständen sogar eher weniger, weil da quasi 2 konkurrierende Einlasssysteme vorhanden sind.
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