Pk 50 Xl Automatik/elestart geht nach kurzer Zeit bei Vollgas aus

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    • Pk 50 Xl Automatik/elestart geht nach kurzer Zeit bei Vollgas aus

      Hallo

      Als ich vor 2 Monaten eine Pk 50 xl automatik/elestart mein eigen nennen durfte bin ich kurz darauf bei meinen Recherchen in Bezug auf Reperatur und Wartung auf dieses Forum gestoßen. Zunächst einmal hat es mir bei vielen kleinern Reparaturen sehr geholfen. Dickes Lob an dieser Stelle.
      Ich bin eher ein Hobbie-Schrauber und beschäftige mich zum erstenmal mit einem 50ccm Roller habe bis jetzt nur Kleinigkeiten an meinem Motorad gemacht. Ich bitte daher um Antworten für Hobbie-Schrauber ;) hier eine Bitte um Nachsicht :).

      Eins noch vorab: Mir geht es nicht darum das letzte km/h aus dem Roller heraus zu holen. Wichtiger ist mir das der Roller lange und "gesund" läuft :)

      Nun zum Thema ich habe:
      Motor ausgebaut und gewaschen,
      den ein oder andern Seilzug erneuert,
      Öl-Staub-Matsch entfernt,
      Batterie und Zündkerze gewechselt,
      Vergaser gereinigt( noch nicht ultraschall, aber Düsen durch gepustet) und schwimmerkammer überprüft (ob das Ventil schließt),
      Benzinfilter am Vergaser gesäubert,

      Soweit so gut und alles wieder zusammen geschraubt. Beim ersten Startversuch hat auch alles wunderbar funktioniert, Gemischschraube ca. 4 Umdrehungen raus, warm gefahren und Standgas eingestellt. Bin dann auch ein paar Kilometer gefahren, ohne Probleme.

      Ein paar Tage später das Problem:

      Starten funktioniert normal, beim Anfahren geht die Drehzahl zwar hoch, allerdings braucht die Vespa 5 sekunden bis sie sich in Bewegung setzt --> sehr wenig Kraft beim anfahren (Höchstgeschwindigkeit ist dann schwankend zwischen 30-45). Wenn ich die Füße auf den Boden stelle kann ich die Vespa ohne Mühe am Fleck halten sogar bei Vollgas( ist das normal?).

      Danach habe ich den Leerlauf eingelegt und Vollgas gegeben. Drehzahl geht hoch bleibt ca 10-15 sekunden oben und fällt dann wieder ab. Gebe ich weiter Gas geht sie aus, lasse ich den Gaszug wieder los fängt sie sich im Leerlauf wieder und bleibt an.
      Nachdem sie ausgeht habe ich die Zündkerze raus geholt und angesehn. Sie hat nicht die hier schon oft erwährte rehbraune farbe sondern schwarz und roch nicht nach Benzin.

      Genau hier hört mein Latein auf ^^.
      2 Dinge kann ich mir noch Vorstellen:
      1. Irgendwas mit dem Auspuff, da ich diesen wegen starkem Rost nicht abschrauben konnte ich ihn nicht Abflammen.
      2. Der allseitsbeliebte Kolbenfresser

      Bevor ich Schrauben aufmeißel oder Motoren auseinander nehme wollte ich es doch noch hier versuchen. Vll kann mir hier jemand weiterhelfen.

      Vielen Dank schon mal im Vorraus

      Viele Grüße Matthias
    • Vespa Fahrer Avatar

      Thiesbert schrieb:

      Sie hat nicht die hier schon oft erwährte rehbraune farbe sondern schwarz und roch nicht nach Benzin.


      Schau erstmal ob der Benzinzufluß einwandfrei funktioniert. Klingt als ob sie damit Probleme hätte. Bei Vollgas kommt nicht genug Sprit nach weshalb sie ausgeht. Bei Standgas reicht es offensichtlich gerade aus. Das Hochdrehen könnte Falschluft sein. Hast du den Vergaser wieder richtig fest drauf und auch alle Dichtungen verbaut? Ich würde den Vergaser erstmal richtig mit Ultraschall reinigen damit die Düsen nicht verklemmen können. Dann am besten neue Dichtungen.
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    • hallo,

      Zunächst mal vielen dank für die antworten,

      Also ich denke, dass die Benzinzufuhr ausreichend ist. aus dem Schlauch(vergaser) kommt es zügig rausgetröpfelt...

      Hab heute nochmal den Vergaser samt kasten rausgeschraubt. Die Dichtung schien mir auf den ersten Blick noch in Ordnung. Keine Risse oder ausfransungen. Den vergser hatte ich auch noch mal offen und habe beide düsen nochmal Kontrolliert (pusten). Beim zusammenbaun dann auf die Dichtung geachtet. Also schließe ich flaschluft ebenfalls aus, da falschlufr sowie ich das verstanden habe nur nach dem Vergaser gezogen werden kann (richtig?).

      Nun zeigt sich folgendes verhalten:

      Starten normal. Leerlauf bei warmen motor nur ohne joke (soweit noch normal) mit geht sie aus.
      Beim vollgas geben OHNE joke zeigt sich das alte Verhalten. Bei Vollgas MIT joke bleibt sie bei hoher umdrehung.
      Als ich den Gaszug wieder los lies, ging die Drehzahl mit ein paar fehlzündungen denke ich( ... Motor macht zwischendurch ungefährt : uhhmpf) runter und aus dem Auspuff kam ein kleiner Funke.. Danach habe ich den motor aus gemacht und nicht mehr angerüht .. ;( hoffentlich hat sich nichts ernsthaftes verabschiedet.

      @dark vespa was genau meinst du mit Hauptdüse? ich vermute die Düse im Vergaser ... hmm kann ich nicht beurteilen sieht für mich normal aus.
      Zündaussetzer hat sie nur bei abfallender Drehzahl... unter volllast hört sich alles normal an.

      was nun?
      War der Funke nun mein Motor innenleben?

      Grüße
    • Ich denke wir haben es mit zwei Problemen zu tun.
      Erstens , wenn du die Füße auf den Boden stellst und sie hat keine Kraft , voran zu kommen ,
      liegt es evtl. an einem verschließenden oder falschen Keilriehmen oder die Backen der Fliehkraftkupplung sind verschließen.

      Zweitens , der Auspuff sollte Ausgebrand oder ersetzt werden.
      Schon mal den Verschleiß von Kolben und Zylinder kontrolliert ?
    • Wie lange hält so ein keilriemen denn?und wie macht sich ein abgenutzter Keilriemen bemerkbar? (aktueller kilometerstand 9.800) Ich gehe mal davon aus dass er noch nicht gewechselt wurde und werde dies einfach nachholen...

      Den motrot selbst hatte ich noch nicht offen. Möchte da auch nur als letzten ausweg ran.

      Grüße Matthias

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Thiesbert ()

    • Ich kann da noname nur zustimmen. Du hast ein mindestens zweischichtiges Thema:

      1. Zündung prüfen - und dazu zähle ich auch, ob die Kerze richtig fest verschraubt ist. (Stichwort Fehlzündungen)

      2. Variorollen schmieren. Wird meistens unterschätz. Auf dem Lüfterrad sitzt die Vario. Raus damit, reinigen, mit Fett schmieren und wieder einbauen.

      Meine Erfahrung. Bringt immens viel im Abzug.

      Bin gespannt auf die Berichterstattung.

      Beste Grüße,

      Automatix
      "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde
    • okey nochmal danke für die antworten:

      @ Automatix

      zu 1. Zündung so weit ich das beurteilen kann okey:

      Zündsple ist okey, Zündkabel liefert Funken, und zündkerze liefert Zündfunken. Habe ich die Richtige (ngk B6HS)?.

      zu 2. Hab ich richtig verstanden das die "Variorolle" das das obere Rad ist (Bild). Mit schmieren meinst du dass sie leichter aus einander gehen soll?
    • Hallo Thiesbert,
      1. Die Zündkerze falsch. Die hat ein Kurzgewinde, du brauchst ein Langgewinde. Entweder Bosch W4CC oder NGK B8ES
      Kann natürlich sein dass du die mit Langgewinde nciht mehr reinbekommst weil dein Gewinde im Zylinderkopf zugerußt ist.

      2. Nein, die Variorollen (7 an der Zahl) findest du wenn du die Vordere Riemenscheibe demontierst und die hintere(einfach abziehen, auch Variator genannt, weil der für die andere Übersetzung sorgt indem er vom Motor her gesehen nach außen geschoben wird (von den Variorollen) und somit der Keilriemen weiter aussen läuft) und da sind dir Rollen drin wenn sie dir nicht schon alle auf den Boden gepurzelt sind - sind nämlich lose.

      Gruß Cylox

      PS: Bevor du fragst wie du die Mutter an der äußeren Riemenscheibe aufkriegen sollst:
      Wenns nicht mit Schraubenschlüssel, leichten Hammerschlägen und festhalten der Riemenscheibe geht versuchs mit nem Schlagschrauber( eventuell in die nächste Werkstatt fahren und fragen ob sie dir die Mutter schnell öffnen, wieder zuziehen lassen und zurückfahren, danach solltest du sie von selbst wieder aufbekommen). Weniger förderlich sind Methoden mit dem Kolbenstopper (Kurbelwelle verzieht sich evtl.) oder Schraubenschlüssel im Lüfterrad( Schaufeln brechen ab).
      oberkluger Halbwissender...
    • Die Variomatik befindet sich am oberen Riemenrad, auf dem Lüfterrad. Die Schraube kriegst Du mit dem Schalgschrauber ganz einfach auf (SW 22). Ansonsten musst Du versuchen das Ritzel am Lüfterrad mit einem flachen Schraubenzieher auf Zylinderhöhe zu verkeilen, um dann die Schraube zu lösen. Hammerschläge haben m.E. an der Kurbelwelle / den Kurbelwellenlagern nichts zu suchen. Hier kann man zwar anderer Meinung sein, aber ich halte davon nichts. Die Variorollen rausnehmen, reinigen und mit einem Maiskorngrossen Fettklümpchen in der Variomatik fixieren und wieder zusammenbauen.

      Beste Grüße,

      Auotmatix
      "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde
    • Vespa Fahrer Avatar

      Cyloxx schrieb:

      Hammerschläge nicht auf die Kurbelwelle, sondern auf den Schlüssel der in die Mutter greift....was soll es denn schon bringen auf die welle zu schlagen?? ;)
      Lesen hilft weiter: Ich hatte von Hammerschlägen "an der Kurbelwelle" gesprochen. Also bitte nicht einfach drauflosplappern, wenn man den Text nicht richtig gelesen hat. :-4 Bleibt bei Deinem Vorschlag immer noch die Frage, wie Du die Riemenscheibe "feststellen" willst.
      "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde
    • Also ich persönlich benutz dazu eine Hand :)
      Ich weiß, das ist bei den meisten, die die Schraube aufbekommen wollen zu wenig, aber meine geht auch wenn ich sie vorher ordentlich zugezogen habe so wieder runter. Schraubenschlüssel ansetzen, Riebemscheibe festhalten, mit Hammer auf Schrubenschlüssel hauen und gut.
      Frage: wieso sollte ich da nicht mit mit dem Hammer (in dieser Weise) zu Werke gehen? Ein Schlagschrauber macht auch nichts anderes als mit gewaltvollen Schlägen die festgegammelte Schraube zu lösen. Und die werden auch oft erstmal auf die Kurbelwelle übertragen wenn die Schraube hartnäckig ist.
      oberkluger Halbwissender...
    • Mit der Hand, aha! Dann war die Mutter allerdings auch nicht mehr mit dem von Piaggio empfohlenen Drehmoment von 45 Nm angezogen. Ansonsten brauchst Du eine Hand wie ein Schraubstock, um das obere Lüfterrad festzuhalten. Also nicht besonders praxistaulich dieser Vorschlag.

      Und der Unterschied zwischen einem gezeilten Schlag auf eine Schraubenschlüssel und dem Schlagschrauber ist die Impulslänge mit der der Schlagschrauber die Mutter losrüttelt. Beim Hammerschlag kommt die Krafteinwirkung nur einmal mit Hebelwirkung auf die Welle. Aber was erkläre ich denn, wenn Du eh gescheiter bist und anscheinend alles mit der Hand aufriegst.

      Zum fixieren der Kontermutter rate ich übrigens dringend davon ab, den Schlagschrauber zu verwenden. Hier hilft entweder Mechanikergefühl in den Händen oder der klassische Drehmomentschlüssel.
      "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde
    • Also zunächst mal der "Tipp" :D mit der Zündkerze war schon mal gut ^^ hab die richtige besorgt und eingesetzt. Hatt trotz ein paar Rußpartikelnoch wunderbar reingepasst. Danke hier für.
      Leider hat dies das Symptom des "Ausgehens" nicht verbessert. Nach wievor bleibt das Ausgehen nach erreichen der Höchstdrehzahl (ohne Joke).
      Hinzu kommt: Lasse ich den Gaszug nach dem Erreichen der Höchstdrehzahl wieder los fängt sie sich wieder im Leerlauf (soweit nichts neues), allerdings nimmt der Motor dann kein Gas mehr an. Das spiel lässt dich erst nach erneuten anlassen wiederholen.

      Das mit den Variorollen wird leider bis zum WE warten müssen. Werde dann schon sehen, ob ich der Schraube Herr werde ;) .
      Kann mir aber nicht richtig vorstellen wie das Schmieren dieser Rollen meinem Hauptproblem lösen könnte? Kann mir da jemand noch ein paar Grundlagen(Zusammenhang) erklären???
    • OK. Die Symptome deuten deutlich auf ein defektes Pick Up hin. Wie man das wechselt findest Du hier in der SuFu zigfach beschrieben.

      Beste Grüße,

      Automatix
      "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde
    • Soo noch ein Kurzer Bericht:

      Ausmangelder Zeit konnte ich am We die Schraube nicht auf bekommen... Habe aber den "Pick up" durch gemessen. Er hat die 110 Ohm (ist der wert richtig?).
      Habe mich dazu entschlossen den Vergaser einmal von einer Fachstelle begutachten(reingen) zu lassen, da das Phäomen nur bei "nicht" gezigenem Joke auftritt.

      Kann der Pick up trotz der gemessen 110 ohm defekt sein?
    • Ja, das Pick Up kann trotz der gemessenen 110 Ohm defekt sein. Aber der eingeschlagene Weg - professionelle Gaserreinigung im Ultraschallbad - ist der vermeindlich zunächst günstigste. Müsste mit 2 Euro (Kaffeekassenversion) oder mit 15 bis 20 Euro (Profi-Apothekenversion) erledigt sein.

      Viel Erfolg
      Automatix
      "Erfahrung ist der Name, den die Menschen ihren Irrtümern geben." Oscar Wlde