Erfahrungsberichte

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    • Erfahrungsberichte

      Hallo!
      Ich bin 20 Jahre alt und werde bald studieren und suche eine möglichst zuverlässige Vespa um über Schnellstraßen ca 15km zur Uni zu kommen..

      Ich bin in sachen Reparaturen recht erfahren durch jahrelange Mopederfahrung (mehrere Simson Restaurationen, tuning und Motorrad aufbereitungen)

      Ich kenne mich jedoch bei vespaspezifischen Problemen noch nicht aus und wollte ddaher versuchen hier im Forum einen Überblick zu bekommen.

      Es sollte auf jedenfall eine Vespa mit mehr als 125ccm sein...
      Ins Auge gefasst habe ich grob die PX 150 / 200 Baureihe (habe einen Motorradführerschein)

      Ich erhoffe mir durch das Thema hier ein wenig klarheit über die Zuverlässigkeit von vespas.
      Ausserdem kenne ich mich mit den verschiedenen modellen noch nciht so ganz aus und erhoffe ein wenig aufklärung;D

      Gruß Alex
    • Verschoben nach Kauf- und Verkaufsberatung.

      Zuverlässig sind eigentlich alle Vespas, solange man nicht ohne irgendwelche Sachkenntnis daran herumschraubt, weil man der Meinung ist, dadurch irgendwas optimieren zu können. Nicht umsonst wurde die PX 30 Jahre lang ohne größere Änderungen (die einschneidendste war wohl 1998 die Einführung einer Scheibenbremse vorne) von Piaggio gebaut und wird heute noch als Lizenzprodukt von LML weiter produziert.

      Eine PX 200 wäre daher sicher eine gute Wahl, allerdings sind auch diese Modelle durch den allgemeinen Vespaboom recht teuer geworden, d. h. für ein gutes gebrauchtes Fahrzeug legst du inzwischen mindestens 1.500 Euro hin.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • Einmal gut gemacht und dann etwas pfleglich behandelt halten Vespas eigentlich ewig! Die beste einfachste und günstigste Variante dürfte eine Vespa PX 80 sein. Natürlich umgerüstet auf DR 135 oder Malossi 139 (mit 22Zähne-Kupplung). Die sind immer noch sehr günstig zu finden, etwa genauso schnell wie ne 150er (etwa Tacho 100), spottbillig im Unterhalt und verbrauchen auch nicht viel (auf jeden Fall weniger als ne 200er). Und Langstreckentauglich sind die Dinger auch! :-7
    • Hallo!
      Es wird wohl eine 200er werden....


      nun steht noch zur Auswahl: ne Lusso von BJ 91... oder eben die "vor" 89 modelle...

      Vorteil: Änderungen am Motor bei älteren Modellen vor 89 eintragbar, richtig?

      Würdet Ihr mir von Lusso modellen mit getrenntschmierung abraten? ich weiß nciht wie das bei vespa funktioniert, irgendwie trau ich der Sache nicht so ganz.. und ein Ausfallen der Ölpumpe.........wäre ja nen blödes Ding!
    • Die Ölpumpen sind weitaus zuverlässiger als ihr Ruf, der durch die im Internet ständig wiedergekäute Geschichte des Bruders eines Bekannten des Schwagers der Ex-Freundin, dem irgendwann mal die Pumpe abgeraucht sein soll, gelitten hat. Geschichten über problemlos funktionierende Ölpumpen wären ja auch langweilig.

      Die Pumpe wird durch die Kurbelwelle angetrieben und fördert dementsprechend drehzahlabhänig, wobei die Mischung eher etwas fetter als 1:50 ist, ich glaube irgendwer hat mal anhand des Verbrauchs 1:43 errechnet. Stilllegen der Ölpumpe ist aber schnell erledigt, wenn du trotzdem kein Vertrauen hast.

      Lussomodelle wären aufgrund des gegenüber den Vorgängermodellen etwas stabileren Getriebes zu bevorzugen. Auch nach EZ 1989 sind Eintragungen von Motortuning nicht unmöglich, wenn man einen verständigen Prüfer hat.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • Vielen Dank für den Beitrag!


      Die Suche ist natürlich nicht ganz leicht, aber ich werde schon was passendes finden... leichte umbaumaßnahmen werde ich sowieso durchführen, vorallem am Fahrwerk und optik. Den Motor werde ich original lassen, die 12Ps Variante ist da ja dann von Vorteil....


      Ich denke über Fahrwerk (Federbeine und Reifen) kann ich mich hier im Forum zur genüge informieren.......


      Eine wichtige Frage hätte ich trotzdem...

      wie siehts mit der Laufleistung aus, ist es unproblematisch eine vespa mit 30 000km zu kaufen, oder sollte ich schon darauf achten dass es deutlich weniger km sind?
      --fahre jeden tag 30km zur uni--

      gruß Alex
    • Moin

      Eine Vespa mit 30.000 km zu kaufen ist ok. Man muss nur auf einige Sachen achten.

      Blechkleid:
      - da wo das Trittblech rund wird, also nach hinten umbiegt, ein wenig höher als die Fussbremse, mittig. Dort sollte keine Welle oder ein Knick zu sehen sein. Musst dich schonmal drunter legen. Wenn doch, war es ein Auffahrunfall oder ein dicker Bürgerstein der mitgenommen wurde.

      - allgemeiner Zustand, ruhig unter die Fußmatten gucken

      - bei Riffelblechen wäre ich ganz vorsichtig, dass ist eine herliche Stelle vor Wasser und Rost. Aber Riffelblech willst eh nicht fahren, oder?

      Motor:
      - bei der Probefahrt testen wie gut die Gänge drin bleiben. Springen sie raus ist das Schaltkreuz am Ende. Und lass dir nicht erzählen die Schaltzüge müssen eingestellt werden. Massnahme bei verschliessenen Schaltkreuz = Motor spalten, ist aber auch nicht die Welt

      - drauf achten, ob die Kiste von alleine hochdreht. Wenn ja = Falschluft. Dann sich die Zeit nehmen und mal ein, mit einem Taschentuch ein wenig Getrieböl "rausholen" und mal schnüffeln, riecht es nach Sprit, ist ein Simmering hin. Maßnahme = Motor spalten. Man kann natürlich auch etwas Getriebeöl ablassen.. Sollte das Öl ok riechen, kann es irgendwas anderes hinüber. Die entsprechenden Maßnahen zur Abhilfe sind dann aber nicht mehr so aufwendig.

      - wie sieht der Motor aus. Nicht abschrecken lassen von leicht Öligen Motoren. Aufgrund von Papierdichtungen wird Öl zwngsläufig nach aussen gefördert. Das ist normal. Tropfen sollte er nicht.
      - wie alt sind die Reifen. DOT Nummer kontrollieren.

      - elektrische Anlage. Funktioniert alles so wie es soll?

      - Beim Bremsen darf der Lenker nicht ruckeln. Wenn doch. Lenkkopflager im Eimer.

      - Wie schauen die Züge aus, allgemeiner Zustand


      Wenn mir noch was ein fällt, hänge ich es dran. Am besten ausdrucken und mitnehmen.

      Grüße von der Küste

      Holger

      Nebenbei. Frag doch mal hier im Forum "Dickesmensch" der verkauft vieleicht immer noch eine PX 200 zum fairen Preis. Und von dem bekommst du keinen Mist angedreht.
      wer rechts dreht, wird Sturm ernten
    • HAllo!
      Ich bedanke mich vielmals für die (vorallem Vespa spezifischen) Dinge auf die ich beim Gebrauchtkauf achten sollte....


      Einige standard dinge kenne ich ja schon vom Motorradgebrauchtkauf...und vom ewigen basteln, jedoch den "knick" im Fußbrett kannte ich noch nicht!

      Ich habe mich auch direkt mal an den genannten User gewand.....

      Hier hab ich ein Angebot in meiner Nähe, sehe ich da auf der linken Seite schon vom Bild aus einen "knick"?

      cgi.ebay.de/Vespa-PX200-P200X-…räder?hash=item2c519fc226



      Gruß und Danke!!
      Alex
    • Das nach oben gebogene Trittbrett auf der linken Seite deutet auf einen irgendwann mal montierten Seitenständer hin. Wenn man sich auf den auf dem Seitenständer stehenden Roller setzt, biegt sich das Trittbrett so durch wie auf den Bildern zu sehen.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • Hallo!
      Achso.. verstehe und klingt logisch....! (aber genau die stelle meinte ich)


      Eine weitere Frage:

      Was diese Vespa wohl wert? (natürlich könnt Ihr auch nur die Anzeige lesen und nix genau untersuchen), aber rein vom Zustand usw usw.. so Erfahrungswerte was da gezahlt wird!

      cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?V…38994&_trksid=p2759.l1259




      gruß Alex

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von AlexxR ()

    • Ist halt ebay, da wird immer mehr als anderswo gezahlt. Der Roller aus dem Link dürfte am Ende schätzungsweise irgendwas zwischen 1.600 und 1.800 Euro bringen.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.