PX80 Vorderradbremse schlecht

  • Hallo ihr,


    ich habe bei meiner PX80 jetzt Gott sei Dank den TÜV erhalten. Trotzdem schockt mich die extrem schlechte Vorderradbremse etwas. Wenn ich die bei der Fahrt nutze, ist das, naja, fast wirkungslos. Gibts da irgendwie noch nen Trick, außer jetzt den Zug nachstellen, was ich ja schon gemach habe?


    Neue Züge? Beläge sind noch echt gut, habe ich überprüft!


    Gruß
    Thomas

  • Die ist halt einfach echt schwach.
    Hauptbremskraft mittels Hinterradbremse und vorausschauend fahren..


    Ansonsten Umbau auf Lusso-Gabel und/oder Scheibenbremse.

  • Einfach mal alles sauber machen, Zug und Hebel fetten, und dafür sorgen, dass sich der Nocken frei bewegen kann, kann schon eine ganze Menge bringen. Besonders, wenn es eine 30 Jahre alte Kiste ist, bei der noch nie jemand sowas gemacht hat.
    Aber es ist halt eine schlappe Bremse, damit muss man leben, wenn man nicht umbauen will...

  • Nein, man muss und darf nicht mit einer schlechten Vorderbremse leben. Auch meine P80X war nach 30 Jahren kein "Bremswunder". Die Bremsbeläge altern schließlich auch, sie werden "glasig" und greifen dann nicht mehr so gut. Nach Einsatz neuer Bremsbacken und Reinigung der Trommel mit Schmierung der Backen-Aufnahmen kann ich Heute die Bremswirkung als gut bezeichnen.

  • Danke für eure Tips erstmal!


    Also ich habe die Backen überprüft, die sehen noch echt gut aus. Die Trommel habe ich allerdings nicht gereinigt, das wäre noch ein gute Ansatz. Ebenso die Schmierung der Backen Aufnahmen.

  • Hatte auch Hoffnung mit neuen Backen und entfetteter inkl. angeschmirgelter Trommel das Bremsenproblem bessern zu können -leider negativ


    Die Bremse ist ein Witz, wundert mich dass der Zug das Martyrium so lange mitmacht


    Bist Du der Krouch ausm Cupra-Forum?

    was Du nicht willst was man Dir tu, dass tu auch nicht, was willst denn Du???

  • Meine alten Beläge hatten auch noch recht gut ausgesehen und nach dem Ersatz war die Bremswirkung extrem besser. Die Dinger altern tatsächlich und deshalb lässt die Bremswirkung nach. Neue Beläge sind doch keine große Investition.

  • hatte auch hoffnung mit neuen backen und entfetteter inkl. angeschmirgelter trommel das bremsenproblem bessern zu können -leider negativ


    die bremse ist ein witz, wundert mich dass der zug das martyrium so lange mitmacht


    bist du der krouch ausm…


    nein, ich bin bisher nur hier angemeldet!



    @peter p. kraus


    ich habe auch neue beläge, werde diese ebenfalls tauschen.



    plan ist jetzt: beläge tauschen, zug tauschen, trommel reinigen.
    und dann schauen wir mal weiter^^

  • Wie gesagt, so richtig gut wird die nie bremsen, auch wenn alles wieder wie neu ist. Die Hinterradbremse reicht locker, um den Reifen zum Quietschen zu bringen, die vordere ist längst nicht so stark. Ich denke mal, Piaggio wollte damals einfach keine giftigen Vorderradbremsen an den Rollern haben. Vermutlich hielt man es für sicherer, ein paar Meter Bremsweg zu verschenken, als das die Kunden mit blockiertem Vorderrad stürzen.
    Wenn du wirklich mehr Bremskraft haben willst, solltest du auf die Lusso-Trommel umbauen oder eine Scheibe nachrüsten.

  • Hallo zusammen,
    ich muss das mal hier ausgraben weil meine Bremse nun sehr gut geht und es sicher einigen helfen kann.
    Ich habe selber seit kurzem eine PX 125e von 1982 und das Vergnügen mit der Vorderbremse gehabt. Gehabt, denn sie bremst nun richtig gut.
    Anfangs war die Wirkung wie vom Themenersteller beschrieben, nämlich quasi nicht vorhanden. Nachdem ich folgende Arbeiten gemacht habe:
    die Welle und das Gleitlager der Bremsnocke mit 600er Nasspapier und Gelserol poliert
    neuer Zug
    neue Beläge
    deren Kanten angeschrägt
    Trommel ausgeschmirgelt
    Alle Auflagepunkte mit HT Fett dnn bestrichen
    Bremszug eingestellt...


    war die Bremswirkung fast genauso schlecht :-(


    Nach x km Einfahren wurde es minimal besser, hätte aber noch nicht mal für ne Blockade im Schnee gereicht.


    So:
    ich habe die Trommel abgenommen, den Staub rausgepült mit Bremsenreiniger und dann die beiden Backen auf der Reibfläche dünn mit weißer WANDFARBE bestrichen (nicht Latexfarbe oder Kunstharz), alles montiert und paar Runden um den Block und vorsichtig, später stärker gebremst. Wobei stärker eher auf den Zug am Hebel gemeint ist, gebremst hat ja nix :-)


    Trommel wieder ab und was habe ich gesehen? Richtig, die Kontaktflächen der Backen an der Trommel, diese waren nun schön schwarz-der ungenutzte Bereich der Flächen weiß.


    Dabei fiel auf: Die ablaufende Bremsbacke, die max. 20 Prozent der Bremswirkung überträgt war komplett schwarz, die wichtige Auflaufende (wegen ihrer Selbstverstärkung) war noch ganz weiß. Also hatte ich nur mit der unteren Backe gebremst, was natürlich die Bremsleistung von fast Null erklärt. Wären es nur einige weiße Stellen, könnte man nun die schwarzen etwas runterfeilen. Hier müsste die komplette ablaufende Backe runtergeschliffen werden oder derer Auflage am Bremsnocken.


    Dieser nicht schwimende Nocken verursacht dann ja auch diesen Effekt. Sind die Backen auch nur minimal unterschiedlich dick, bremst nur jene welche, welche zuerst an der Trommel anliegt.
    In meinem Fall half einfach der Tausch beider Backen, da eine 0,2mm dicker war. Ansonsten muss man sehen, das die auflaufende Backe gut die Farbe abbremst, also öfter mal pinseln und bremsen, schleifen und pinseln.


    Zur Bremswirkung meiner PX alt Bremse: Auf trockener, sehr griffiger Strasse ist ein Blockieren fast möglich (!), man hört den Reifen singen und quaken (Heidennau, fast neuwertig)
    Mehr soll meine Bremse auch gar nicht leisten, bin 100% zufrieden.


    Hoffe, einige können damit auch endlich diesen Unsegen beseitigen :-)


    Gruß Martin


    Allzeit gute und unfallfrei Fahrt