ACMA V54 ziehe Kupplung - Motor heult auf !

  • Hallo Leute,


    ich habe seit gestern das Problem bei meiner ACMA V54, dass sobald ich die Kupplung ziehe der Motor aufheult und auf vollen Touren dreht.
    Das ist im 1. und 2. Gang ziemlich nervig und für die Kupplung auch bestimmt nicht gut.
    Ich vermute, dass es der Simerring sein könnte. Was meint Ihr - hatte jemand schon einmal dieses Problem?


    Danke schon mal für Eure Hilfe! ;)


    Grüsse,


    Martin

    Vespa ACMA V54
    IWL Wiesel SR56
    Simson Schwalbe KR51/1
    Jawa 355 (125ccm)


    P.S. Hauptsache meine Frau hat Arbeit und ich bin gesund! 8o

  • Wie ist es im Standgas beim Leerlauf?
    dreht sie dann auch hoch?
    Geht sie wieder zurück auf normal sobald die Kupplung losgelassen wurde?


    Gurtner vergaser?

    Ob das Normal ist?
    Na ich hoffe nicht!


    Es ist so herrlich wenn mein Glück andere unglücklich macht.

  • Hallo Viechs,


    die ACMA hat noch den originalen Gurtner Vergaser.
    Ich habe mir die Sache heute mal genau angeschaut und meine das Problem erkannt zu haben.
    Es scheint ganz banal zu sein.
    Und zwar scheint die Feder am Gaszug der am Vergaser eingehängt ist ausgeleiert zu sein. Wenn man den Gasgriff dreht, dann spreizt die Feder nicht mehr entgegen und der Schieber vom Vergaser bleibt geöffnet, auch wenn man das Gas weg nimmt.
    So bekommt der Motor vollen Saft und dreht auf vollen Touren.
    Das ergibt auch mit einer anderen Beobachtung die ich bei meiner Vespa gemacht habe Sinn, immer wenn sie warmgefahren war und ich sie ausgemacht habe, ist sie nicht mehr angesprungen (abgesoffen) musste sie dann anschieben um zu starten.


    Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung: wo bekomme ich die passende Feder her!!!!!!


    Grüsse,


    Martin

  • Überleg dir ob du nicht lieber auf einen 19.19er Shb umrüsten willst. Die Ersatzteile sind schwer bis gar nicht mehr zu bekommen beim Gurtner. Klingt halt so als wäre es bei deiner Acma ein typisches Vergaser Problem.

    Ob das Normal ist?
    Na ich hoffe nicht!


    Es ist so herrlich wenn mein Glück andere unglücklich macht.

  • ..oder halt alternativ zum SHB 19.19 den CP 21 (die nächste Generation ;) )



    dann ersparst du Dir auch die notwendigen Anpassarbeiten am Dellorto


    wie es Vechs eh auch schon gesagt hat, sind die Ersatzteile für den Gurtner Vergaser äußerst rar, mit viel
    Glück auf e-bay.fr bzw. könnte auch die Feder eines anderen Vergasers passen (Dellorto TA18,Bing etc....)
    Meistens sind dann aber auch noch andere Teile des Vergasers in Mitleidenschaft gezogen (Nadel, Schieber, Schwimmer etc)
    und funktionieren nur noch sporadisch....und das Spielchen beginnt von vorne


    Habe mich auch lange Zeit gewehrt gegen einen Austausch der orig. Vergaser´s an solchen Fahrzeugen, aber nachdem ich es
    das erste Mal gemacht habe, wandern die orig. Vergaser ins Regal und werden durch Gaser neuerer Bauart ersetzt....das sind
    einfach Welten dazwischen....und abgesoffene Motoren oder schlecht einstellbare Vergaser sind somit Schnee von gestern.


    das bei dem Vergaser zwei Federn sind ist Dir eh bekannt?



  • Hallo Vechs und 125vnb6,


    ich denke auch, dass sich ein neuer Vergaser lohnt, dann hat man Ruhe und die Kiste läuft!
    Meine ACMA hat einen Gurtner RN V18 Vergaser (Bj.V54-55) - bist Du dir sicher, dass der 19.19er Shb passt, müsste es nicht ein 18ner sein?
    Wo gibt es den Vergaser zu kaufen?


    Danke und Grüsse,


    Martin

    Vespa ACMA V54
    IWL Wiesel SR56
    Simson Schwalbe KR51/1
    Jawa 355 (125ccm)


    P.S. Hauptsache meine Frau hat Arbeit und ich bin gesund! 8o

  • der shb 19 passt schon (das wäre der von den Smallframes ) und den bekommst du in jedem Rollershop. Allerdings
    muss halt auch ein wenig umgearbeitet werden, damit der auf das Ansaugrohr passt. Die Ansaughülse muss gekürzt
    werden und bei der Ansteuerung (Gasseil) musst dich auch ein wenig spielen und natürlich auch ein Ansaugrohr neu
    gebrutzelt werden (Ende von einem 19er Ansaugstutzen am originalen WF aufschweißen)


    Problem bei den SHB Vergaser ist halt nach wie vor die Geschichte mit dem beschissenen Filzring und ggf. Falschluft am
    Ansaugrohr. Ist aber sicher die günstigste Methode.


    ...wenn es ein wenig mehr sein soll, dann geh den Weg in Richtung Polini CP21 für den wurden speziell bei Einbau in
    Wideframes bereits fertige Komponenten in P & P Version entwickelt...Der Vergaser lässt sich halt vielfältiger und genauer
    abstimmen als der SHB


    zu beziehen über´n Zini von Stoffis Garage oder eben die von mir sehr geschätzte Variante von Ralph Bollag mit dem CP21 (für die
    125er Motoren) Vergaser und Adapter für Blechluftfilter (die schönste Lösung momentan am Markt)


    da hättest die Variante (Zini) für WF mit CP23 und Marchard Filter



    der Ralph wäre im Übrigen ein Landsmann von Dir ;)


    bzw. lese dich da mal ein wenig im GSF ein, da wird auch die ACMA gut abgehandelt


  • Könnte es nicht auch sein das der Gaszug zu doll gespannt ist? Das sieht ja wie ein Schraubnippel aus am Zug.

    Die Brachialen 2 PS eines DR75 brauchen weder Verstärkte Federn, noch 4 Scheibenkupplungen.
    &
    RMS ist mehr als Kacke.

  • Könnte es nicht auch sein das der Gaszug zu doll gespannt ist? Das sieht ja wie ein Schraubnippel aus am Zug.

    dann wäre die Einstellschraube aber nicht auf dem Vergaserdeckel sondern würde immer abstehen ;)

    Ob das Normal ist?
    Na ich hoffe nicht!


    Es ist so herrlich wenn mein Glück andere unglücklich macht.

  • dann wäre die Einstellschraube aber nicht auf dem Vergaserdeckel sondern würde immer abstehen ;)


    Haste recht !

    Die Brachialen 2 PS eines DR75 brauchen weder Verstärkte Federn, noch 4 Scheibenkupplungen.
    &
    RMS ist mehr als Kacke.

  • So wie ich das auf dem Bild sehe steht die Anschlagschraube nicht am Deckel auf. Wenn also bei der Aufnahme der Gasgriff sich in Leerlaufstellung befunden hat, lässt das doch meines Erachtens nur den Schluß zu, das entweder der Zug zu stark gespannt ist oder der Gasschieber irgendwo hängt.

  • Also jetzt habe ich den Fehler gefunden!
    Es lag am Gaszugkabel.
    Nach mehrmaligen probieren den Vergaserregelmechanismus gängig zu machen ist dann der Gaszug im Lenker gerissen.
    Und auf ein mal hat am Vergaser nichts mehr geklemmt.
    Wahrscheinlich war da das Kabel verdreht oder schon aufgerissen.
    Ich werde aber trotzdem auf einen modernen Vergaser umsteigen um zukünftige Reparaturen und Pannen zu vermeiden.
    Noch mal Danke für alle die mich mit Rat und Tat unterstützt haben.


    Grüsse,


    Martin :thumbup:

    Vespa ACMA V54
    IWL Wiesel SR56
    Simson Schwalbe KR51/1
    Jawa 355 (125ccm)


    P.S. Hauptsache meine Frau hat Arbeit und ich bin gesund! 8o

  • Hallo an alle,


    ich bin eigentlich eher der stille Leser, da Laie und nicht wirklich mit Wissen zur Vespa im Detail. Aber allein die zahlreichen kundigen Beiträge helfen schon oft ein ganzes Stück weiter! Habe im Sommer zu meiner 50 Special (Bj.71) eine ACMA erstanden (unverbastelt!) und würde sie gerne wieder auf die Straße bringen! Außer vor 15 Jahren neuer Lack sind keine Teile jünger als 61 Jahre!


    Möchte gern den Beitrag noch einmal ausgraben, habe ein ähnliches Problem und hätte gerne eure Meinung.


    Meine ACMA V55 hat auch noch einen Gurtner RN V18 Vergaser (Bj.55) der nun wohl so langsam meinen letzten Nerv kostet!


    Bei warmen Motor säuft die Maschine regelmäßig im Standgas ab, ein reinigen des Gasers brachte (erwartet) nichts. Dabei ist mir aufgefallen das an der Nadel vorn minimal Grat ist..... sicher nicht normal? Zum anderen hatte ich mir das Foto weiter oben (von "ACMA V54") mal genauer angesehen.... ist die Feder zwischen Gaszug und Gestänge original? Bei mir ist sie nicht vorhanden!


    Die Leistung der Vespa ist auch nicht ganz das was ich erhofft habe, mehr als 50 ist nicht drin. Den dritten Gang kann man eigentlich nur bergab verwenden. Kann dies auch am eventuell fehlerhaften Vergaser liegen? Will keine Rennen fahren, aber in die Nähe von 70 km/h schon gern.


    Habe schon eine Mail an Bollagmotos mit einer Anfrage auf den Weg gebracht, derzeit aber noch keine Antwort. Diese Version würde auch mir am besten gefallen.



    Seit dem letzten Beitrag ist schon gut ein Jahr vergangen.... gibt es eventuell neue Möglichkeiten?

  • ...na ich würde sagen bei Dir summiert sich mehreres zusammen, wodurch die Endgeschwindigkeit nicht
    mehr erreicht wird.


    1.) .....der uralt Gurtner Vergaser ......wodurch keine ordentliche Gemischeinstellung mehr möglich ist
    2.)......die originale Auspuffanlage und der Zylinderauslaß , die ggf. auch schon einige Ablagerungen intus hat und
    nicht mehr ordentlich ziehen
    3.)......verschlissenen Kolbenringe (Kolben) wodurch der Zylinder auch nicht mehr ordentlich komprimiert


    Beim Rest kommt es halt drauf an wo du hin möchtest. Die einfachste Variante um wieder in Richtung 70km/h
    und ein wenig mehr zu kommen.


    Neuer Ansaugstutzen vom Ralph (der lässt sich jetzt auch leicht verdrehen bzw. hat einen O-Ring) inkl.
    neuen Vergaser (Dellorto oder CP21) mit Luftfilteradapter.
    Je nach dem wie der Zylinder und Kolben ausschaut......entweder nur neue Kolbenringe oder das sogenannte
    Stage 1 Paket (GS Kolben bzw. Ringe und neuen Zylinderkopf). Da muss aber der Zylinder auf Mass gehont
    werden. Beim Auspuff gibt es dann auch wieder mehrere Varianten zur Auswahl.
    Beim Vergaser würde ich beim Belassen der 125ccm, nicht größer werden als CP21.

  • Danke dir für die schnelle und ausführliche Antwort!


    Wenn ich es richtig verstehe steht mir eine komplette Restauration bevor?
    Würde ganz gern klein beginnen... wenn es dann so wird, wie oben beschrieben... dann halt ein Winterprojekt!


    zu 1.) Mittlerweile hat mir der Ralph auch geantwortet, er bietet einen CP19 an mit seinem Blechluftfilter. Dies allerdings durch meinen Wunsch möglichst wenig zu ändern.
    Bin jetzt am überlegen ob doch der CP21 die bessere Lösung ist, wenn man oben genannte eventuell folgende Arbeiten im Auge behält???


    zu 2.) Da ist es natürlich denkbar das Ablagerungen das Teil schon im laufe der Zeit dicht gemacht haben.... früher haben wir die dann ausgebrannt und alles war (wieder) gut.... was spricht gegen diese Methode? Der Auspuff als solcher sieht noch richtig gut aus....


    zu 3.) Die Maschine ist meines Wissens nicht mehr als 10tsd. Kilometer gelaufen (Wenn die Angaben des einzigen Vorbesitzers denn auch stimmen!?!?) Kann es hilfreich sein erstmal die Kompression zu messen und dann gegebenenfalls das weitere Vorgehen davon abhängig zu machen?


    Mein Ziel wäre schon eine gut laufende Vespa mit möglichst vielen O-teilen....



    Wünsche jetzt aber erst mal allen ein 1A Wochenende!

  • nein wieso ? ;)


    Das was du machen möchtest machst halt, der Motor läuft ja so halb!


    Den CP 19 würde ich mir vielleicht noch überlegen, da dich der sicher einschränkt bei Lust auf mehr.
    Den CP21 sehe ich als Mittelding mit Luft nach oben (den bietet er auch mit Adapterhülse für den alten
    Ansaugstutzen und mit Adapter für den Blechluftfilter an. Wenn du wirklich nur die Vergasertechnik
    optimierst reicht allerdings sicher auch der CP19.


    Das Ausbrennen ist halt so eine Sache , wenn du es mit deinem ökonomischen Gewissen vereinbaren kannst
    spricht nichts dagegen. Außer du wohnst innerstädtisch, dann lynchen dich bei dem Vorgang deine Nachbarn ;)
    Die momentan angebotenen Töpfe für WF haben allerdings u.a. auch den Vorteil des Leistungszuwachses. Von
    daher wären sie halt eine Überlegung wert.


    Ich würde mit dem Vergaser anfangen und vielleicht hast dann eh schon alle Probleme im Griff. Danach Auspuff
    bzw. Auslass annehmen und zuletzt halt dann noch den Kompressionsdruck messen.
    Wie gesagt der GS Kolben in Kombination mit dem neuen Zylinderkopf optimiert den Verbrennungsvorgang.
    Die GS Kolben Ringe sind schmäler und aus einem höherwertigeren Material.



    Um den Vergaserwechsel kommst allerdings meines Erachtens nicht herum, da verlierst du mit der Zeit sonst die
    Nerven. Die wandern bei mir alle seid geraumer Zeit ins Regal ....sind ja nett anzuschauen :)

  • Im Internet gibt es einen netten Film der heißt kalte Motoren laufen immer gut.
    Wenn ein Motor warm ist undie läuft dann ist alles okay.
    Wenn er warm ist dehnt sich einiges aus dann kann es ein Falschluftproblem geben, was bei kaltem Motor/Metall noch dichtet kann bei Ausdehnung Falschluftprobleme geben. Zum Beispiel Simmerringe. Falls das Zeug auch schon alt ist.

  • Hatte ähnliches Thema mit meiner V56 lag nicht am Vergaser sondern an der Gaszugaufnahme bzw dem Gasgriffmechanismus. Ist beim Gas geben einfach hängengeblieben und Gas ging nicht mehr zurück. Alles zerlegt gereinigt aweng Ballistol dran etz gehts wieder.
    Gruß Stefan

  • Soooo, jetzt hab ich mir ein Wochenende lang Gedanken gemacht, hier und da mal gelesen und bin jetzt doch der Meinung ich sollte was tun!!!


    Leider war und ist das Problem nicht der Gaszug.... den Post hatte ich schon gelesen und auch gleich kontrolliert.... nööö, passt wie es ist!


    Falschluft könnte sicher auch ein Thema sein, nur wirklich prüfen dürfte schwieriger werden.... alles in allem sieht der Motor extrem gepflegt aus, ist wenig gelaufen und das Problem tritt ja auch bei kaltem Motor auf? Eigentlich läuft er sehr gut..... nur bißchen Leistung fehlt.


    Hatte heute mal von einem Mechaniker die Kompression messen lassen.... hier das Ergebnis:


    Was sagt mir aber der Wert? Zu wenig????


    Zum Vergaser: Der Vorschlag das Teil ins Regal zu stellen ist gut!
    Es wird definitiv nun ein CP21 werden mit den Adapter für Filter aber neuen Ansaugstutzen.....


    und der Auspuff wurde heute ausgebaut. Sorry, ich wohne schon sehr weit in der Provinz und ausbrennen von selbigen betrachte ich nicht als sooooo schlimm! (Haben wir früher auch nie anders gemacht!)



    Hier mal noch zwei Fotos...... die muß wieder auf die Straße!!!





  • Nur mal drei Filme zur Informationen.