Gewinde im Motorblock Einlassstuzen ist durch

  • Hab mich auf die Suche nach Falschluftproblem gemacht, da bei meinen periodischen Winterfahrten die Vespa in letzter Zeit selbstsändig hochgedreht hat.

    Dabei habe ich leider feststellen müssen das die untere Schraube des Einlassstuzen nicht mehr festgezogen werden kann. Das Gewinde im Motorblock ist wohl durch.

    Es dürfte sich auch um die Falschluftquelle handeln, da erstens der Bereich um den Stutzen mit Gemisch verschmiert war und beim Betätigen des Kickstarters Blasen an der Einlassdichtung zu erkennen sind.

    Wer hat einen Reparaturtipp für mich?

    Wissen ist Macht. Nichts wissen macht den Geldbeutel leer!

  • Je nach dem wie durch das Gewinde ist, würde ich versuchen mit nem Stehbolzen und loctite was zu erreichen. Evtl sogar gucken ob man das Gewinde wieder frei/nachschneiden kann.

    Oder gleich aufbohren, neues Gewinde schneiden und ne größere schraube benutzen. Gibt es nicht auch so Einsätze, dann könntest du auch wieder ausgleichen und die originalen verwenden.

    Wenn man ehrlich ist: Im Winter fahren ist nur cool wenn man im Sommer von erzählt!!!!!!!

    2 Mal editiert, zuletzt von m0ritz ()

  • Die Einsätze gibt's auch einzeln.


    Nur wer öfter schraubt kann schon Mal in einem solchen Satz investieren. 😁

    Geht nicht gibt`s nicht!


    Special V 50N 102ccm 19.19 Vergaser
    Cosa 1 200ccm BJ:89
    Px 150 Lusso mit 200er Motor Bj: 86


    und ne Zündapp Bella 203 :P

  • Diese Gewindereparaturkits enthalten spiralförmige Gewindeeinsätze (eine Art scharfkantige Spiralfeder) ähnlich der, die original "Helicoil" heissen-
    Das ist die schlechteste und am wenigsten dauerhafte Lösung.

    Mein erster Vorschlag wäre, zuerst die nächstgrößere Gewindegröße reinzuschneiden.

    Original für den Ansaugstutzen ist ein M6 drin.
    Die nächste Größe ist M7. Das sollte von der Materialstärke und der Kernlochbohrung her passen (so ist das Gehäuse eigentlich konstruiert und so haben die Leute, die die DIN Normen für Gewindedurchmesser entwickelt haben, sich das gedacht.)


    Sollte das nicht gehen, empfehle ich (mache ich selbst seit 30 Jahren so) stählerne Gewindeeinsätze des Typs ENSAT oder MUBUX von der Kerb-Konus GmbH.
    Ich habe Ende der 80er Jahren als Lehrling tausende (SIC!) dieser Einsätze in Alugußgehäuse (Schwenkarme von Industrierobotern, KFZ Zylinderköpfe und Ultraschallweißwerkzeuge) verbaut und sie danach wenn nötig danach in Vespamotoren und Rundlenkerköpfe reinimplantiert.


    Vergiß das Helicoil Gedöns.

    Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forest Hill.
    Grün gespenstisch glänzt ein Irrlicht. Es ist Nacht in Baskerville.
    Cindy und Bert, 1970

  • Ich denke,in diesem Fall sollte ein einfacher Helicoil reichen; was hier an Kräften wirkt, ist wohl zu vernachlässigen.

    Interessant wäre für mich der preisliche Unterschied. Was kostet so ein ENSAT Gewindeeinsatz? Die Einsätze vom Typ Helicoil sind ja "relativ" günstig

  • Preisliche Relevanz ist nebensächlich. Ob der jetzt einen Euro mehr kostet ist doch wurscht.
    Bei ebay finde ich spontan Kleinmengen oder ein Kit 40 Einsätze M6 + Einziehwerkzeug für 17 Euro.

    Für mich ist ausschlaggebend, wie dauerhaft und zuverlässig die Reparatur ist.


    Eins sollte man bedenken:
    Helicoils wollen zwingend, daß man ihnen ein größeres Gewinde SAUBER fluchtend reinschneidet (inkl. vorbohren mit dem passendem Kernlochbohrer), und danach braucht man das spezielle Einziehwerkzeug.

    Ensats bekommt man sofern man ohne Spezialwerkzeug in der Taklamakan unterwegs ist, auch mit einer Schraube und einer Kontermutter rein. Ein bisschen Schraubensicherung hochfest passt. Bei heiklen Anwendungsfällen schadet es nichts, wenn man das Gewinde mit dem Vorschneider eines Gewindeschneidersatzes vorschneidet.
    Die Ensats lassen sich im Extremfall auch wie ein Dübel mit etwas Epoxidharz einzementieren.
    Das kannste ja mal mit deinem geliebten Helicoil versuchen.

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    Einmal editiert, zuletzt von jack o'neill ()

  • ...der größte Scheiß am Helicoil ist, wenn unterwegs mal was ist, jede Wette das der Müll mit ausdreht und du kriegst ihn nie wieder eingeschraubt! Deshalb professionell Flicken...

  • Glück gehabt. Bin um eine Gewindebuchse nochmal rumgekommen. Ich weiß nicht ob die Schrauben beim Einlass im Original nur 15 mm sind, aber die Gewindetiefe reicht leicht für eine 22mm langen Schraube. Somit Schraube entsprechend abgelängt eingeschraubt und gut war's.

    Der Einlassstutzen dichtet wieder ab!

    Aber vielen Dank für eure Tipps.

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  • Wenn ich das jetzt richtig verstanden hab hast du die verbleibenden 7mm Gewinde genutzt.

    Das wird nicht lange halte.

    Ich weiß nicht ob du schon mal was von einer Mindesteinschraubtiefe gehört hast.

    Bei Aluminium-Gusslegierungen beträgt diese 2,2xd das ergibt 13,2mm.

    Ich drück dir die Daumen das sich der ansaugstutzen vor der Haustür verabschiedet.

  • Dann können die Schrauben nicht mehr die original gewesen sein, sonst hätte die kann 9 mm Einschraubtiefe 34 Jahre gehalten. Wie lange sind die Original bei einer PK 50 s Baujahr 83?

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