Mit der Smallframe zum Gardasee

  • Hallo Vespisti,


    mein Cousin und ich planen für nächsten Sommer eine Tour zum Gardasee und drumrum über den Timmelsjoch Pass hinzus und Rückweg über den

    Reschenpass. Wir beide fahren eine Smallframe. Ich eine special von 74 und er eine V50 von 68.

    Wir haben beide einen 75er Satz mit 19er Vergaser von dellorto.


    Wir werden das zum ersten mal machen.

    Daher die Frage an euch die die Erfahrung schon gemacht haben.

    was benötigen wir an Ersatzteile bzw. Werkzeuge

    Wie sieht es mit dem Gepäck aus...Reicht ein Zelt, Sack und Isomatte?


    Bin so scharf gerade drauf das ich am besten sofort losfahren würde :hurra:

  • mono

    Hat den Titel des Themas von „mit der Smallframe zum Gardasee“ zu „Mit der Smallframe zum Gardasee“ geändert.
  • Zahnbürste reicht :P


    Nein im Ernst jetzt bewährt haben sich bei solchen Touren immer:


    Werkzeug:

    - Bordwerkzeug, Schraubendreher, Maulschlüsselsatz

    - Ratschenschlüsselsatz

    - Polradabzieher, Klemmwerkzeug

    - Zange, Spitzzange


    Teile

    - Gas-, Brems, Kupplungszüge

    - Kerzenersatz

    - Halbmondkeile Lüfterrad

    - Ersatzschlauch 3.00-10

    - Sicherungssplinte

    - Ersatzbirnen

    - Teilerreiniger

    - Pumpe


    Jetzt hast eh nur noch Platz für ne Zahnbürste


    Viel Spaß und viel Erfolg bei der Ausfahrt!!

    Wir brauchen eine Handvoll Narren, seht her wohin uns die Vernünftigen gebracht haben!

    2 Mal editiert, zuletzt von Braver ()

  • Habe gerade diesen Thread für entdeckt:

    Auf der alten V50R zu zweit nach Italien


    Da gibt es aber noch einen, wo drei oder vier Leute auch mit ihren Smallframes runtergefahren sind.

    Finde ich nur nicht mehr.

    Ich meine, daß wäre die Jungs aus der Dormagener / Grevenbroicher / Kempener Ecke gewesen.


    Mußt Du mal nach suchen.


    Ich würde probehalber mal 3-4 Tage wegfahren, mit Gepäck etc.

    Und dann auch mal ausprobieren, nach wieviel km am Tag Euch der Hintern wehtut und die Hände wegen Vibrationen komplett taub sind ... ;-)


    Viel Erfolg auf jeden Fall bei dem Abenteuer!!

  • Ja, das Erlebnis hab ich schon hinter mir: 2011, ist das schon wieder lange her:

    Mit der Vespa über die Alpen

    War ein grandioses Erlebnis, eigentlich steht alles da drin.

    Kurze Zusammenfassung: Rund 350km einfach, ging gut mit einer Übernachtung, originales Setup (!!), einzige Panne:Ein platter Reifen...

    Bei weiteren Fragen: Gerne! Mann, da krieg ich auch schon wieder Lust...

  • Wenn Du über das Timmelsjoch, und damit fast zwangsläufig den Jaufenpass möchtest, solltest Du Dir sicher sein, dass Dein Setup für lange Touren taugt und hält. Zwei 120km-Touren vorab schaden nicht, am besten im bergigen Gelände. Von Deinem Wohnort aus schätze ich etwa 450km auf Nebenstraßen bis St.Leonhard in Passeier. Davon alleine 250km im Gebirge.


    Deine größten Herausforderungen sind Benzin und Sitzfleisch. Bei zweiterem wird Dir die 120km-Tour einen Anhaltspunkt geben. Empfehlung: ET3-Bank, Streamline. Bei ersterem hilft nur ein Kanister mit 5l extra. Zwischen Sölden und St.Leonhard verbrauchst Du mehr, als im Tank ist.


    Auch musst Du Deine Reifenwahl gut durchdenken. Der Asphalt ist zwischendurch recht grob und zugleich glatt. Mit dem Auto kein Problem... aber mit einem S1 von Michelin spaßig. Heidenau K58 wäre meine Wahl. Und eine Handvoll Ersatzschläuche.


    Wichtigster Tipp: die Papiere müssen in Ordnung sein. Keine italienischen Papiere bitte, sondern beizeiten um Abnahme und so weiter kümmern. Ihr seid Exoten mit Versicherungskennzeichen auf der Strecke und gerade Carabinieri können sich herrlich an sowas festbeißen.


    Ansonsten noch aus der Hüfte geschossen:


    - Anti-dive-Kit hilft

    - Ersatzbremsbeläge einpacken (Feile auch)

    - Passfahren üben, abwechselnd vorne und hinten bremsen mit gezogener Kupplung

    - eine Ersatzfelge hätte ich auch dabei (Schlaglöcher)


    Jo, so in etwa.

    Da ich Laktose und Gluten hervorragend vertrage, nehme ich mir im zwischenmenschlichen Bereich einige Intoleranzen heraus rotwerd-)

    2 Mal editiert, zuletzt von Menzinger ()

  • Hey Menzinger,


    mein Setup hab ich seit ca. 1.200 km.

    Verteilt Kurzstrecke, Langestrecke, Berg hoch und wieder runter (auch wenn es kurze Abschnitte waren) vllt sagt euch Glemseck was..


    Reifen muss ich mal schauen was ich da hab, nie drauf geachtet *grins* sind aber definitiv keine Michelin.


    Meine Papiere puuhh keine Ahnung schon lange her als ich da druf gschaut hab hehe-)

    was meinst du genau mit Abnahme? meinst du Setup, Auspuff etc eintragen lassen?

    Ich hab mal iwo hier im Forum gelesen das die Carabinieri dich nur auseinander nehmen wenn man n deutscher ist.. Ausserdem habe ich nie in meinem Leben Cops in Italien gesehen das die Kontrollen machen.

    Wer Carabinieri sucht bzw. braucht dann ab in die BAR die trinken da ihren Espresso haha

    nein jetzt mal im ernst..


    Da war auch einer mit dem kleinen Versicherungskennzeichen und hatte n 100er satz meine ich oder täusche ich mich ?

  • Ich meine nicht die Eintragung. Die ist kaum möglich. Ich spreche von deutschen Papieren, weil viele mit italienischen rumfahren. Dein Zylinder tut nicht viel zur Sache.


    Meine Wahrnehmung ist ähnlich: deutsches Kennzeichen ist für die Carabinieri eine Einladung. Ich spreche als zweite Muttersprache Italienisch, das hilft dann danach. Aber zuerstmal bist Du dran.


    PS: Die Zeiten mit nem Espresso und so sind ne Weile vorbei ;). Das ging vor 20 Jahren in Lecce...

    Da ich Laktose und Gluten hervorragend vertrage, nehme ich mir im zwischenmenschlichen Bereich einige Intoleranzen heraus rotwerd-)

  • Die Carabinieri machen viele Kontrollen und stehen immer mal in versteckten Haltebuchten. Gerade auch im Südtiroler Raum. War gerade erst vor 2 Monaten unten mit dem Motorrad und hab sämtliche Pässe in den Dolos und am Lago abgeklappert. Rausgewunken noch nie, aber schon einige Kontrollen gesehen. Ob das aber jetzt speziell deutsche betrifft denke ich nicht. Der Motorradtourismus nimmt immer mehr zu und es gibt täglich mehrere tödliche Unfälle, gerade Touris,deshalb vielleicht auch mehr Kontrollen. Ich bekomme es oft mit,ich bin von dort.

    Nichts desto trotz, geile Idee mit der Vespa die Alpen zu erkunden, das werde ich im nächsten Jahr auch machen.

    Gruß Mario

  • Francospecial : Du weißt aber schon, das Glemseck und das Leonberger Flachland nichts mit Alpenpässen zu tun hat. Das was Du vom Glemseck zum Frauenkereuz hoch oder in die andere Richtung runter hast, sind in den Alpen Kilometer statt hier nur ein paar hundert Meter.

    Aber sonst ne geile Idee, ich möchte das ganze irgendwann mit meiner Ape 50 erledigen. Ich finde kein Plan ist verrückt genug um Ihn nicht umzusetzen.

  • Francospecial : Du weißt aber schon, das Glemseck und das Leonberger Flachland nichts mit Alpenpässen zu tun hat. Das was Du vom Glemseck zum Frauenkereuz hoch oder in die andere Richtung runter hast, sind in den Alpen Kilometer statt hier nur ein paar hundert Meter.

    Aber sonst ne geile Idee, ich möchte das ganze irgendwann mit meiner Ape 50 erledigen. Ich finde kein Plan ist verrückt genug um Ihn nicht umzusetzen.

    Das die Alpenpässe nicht mit dem Glemseck zu vergleichen ist das ist mir natürlich auch klar...


    Aber gut das du es ansprichst, kennst du da eine Strecke die ich hoch sägen kann.?

  • Da ich häufig in ITALIA und der Landessprache weitgehend mächtig bin, will ich auch meinen Senf dazugeben:

    Carabinieri/Polizia di stato haben mich in über 30 Jahren noch NIE kontrolliert. Auch am "posto di blocco" -fliegende Kontrollstelle an der Landstraße -immer durchgewunken. Die haben überhaupt keinen Bock, sich ohne Not mit einem "Krukko" zu verständigen. Unauffällige Fahrweise vorausgesetzt...


    Wieso willst Du die halbe Werkstatt mitnehmen? Nur das nötigste Verbrauchsmaterial für schnelle Reparatur am Straßenrand: Seilzüge etc. Wenn Du richtig Defekt hast, findest du immer einen Mechaniker, der gerne aushilft. Bei der Mühle schon gleich. Jeder Italiener freut sich, wenn einer auf "made in Italy" zumal "stile antico" aus dem fernen Ausland dahergefahren kommt. Da ist Hilfe Ehrensache! So kenne und mag ich die Italiener.


    Gruß Robert

  • Ich habe die beschriebene Tour wahrscheinlich schon über 20 mal gemacht. Ich hatte zwei Platten kurz hintereinander, habe meine mitgeführten Kolbenringe einem liegengeblieben Kollegen gespendet, habe mit einem Komplettrad ausgeholfen, weil einMitfahrer mit defekter Felge nach einem Schlagloch geplagt war, und und und. Deswegen nehme ich in aller Regel das mit, was ich beschrieben habe. Zugegeben: ich habe kein Zelt usw. mit, da ich viel zu viele nette Bleiben da kenne.


    Wo Du zwischen Sölden und dem Sarntal Ersatzteile herbekommst, ist mir rätselhaft - bei aller Freundlichkeit der Italiener, die ich zu hundert Prozent unterschreibe.


    Meine Geschichte mit den Papieren hat auch einen wahren Hintergrund. Eine Gruppe von Fuffifahrern hat im Sarntal am Straßenrand pausiert. Die Herren mit den schwarzen Autos haben zwei Fahrzeuge wegen der Papiere stillgelegt und ließen nicht mit sich reden. Dass die Carabinieri in Italien wegen ihres stellenweise stumpfen Verhaltens eine der Lieblingswitzfiguren sind, ist Dir dann ja sicher auch bekannt. Für die Polizia municipale gilt das nicht. Die leben ja in ihrer Dorfgemeinschaft.


    Wegen mir muss niemand was mitnehmen, ich fahre ja nicht mit. Ich gebe meine Erfahrungen weiter. Wenn Deine besser sind, Glückwunsch top-)

    Da ich Laktose und Gluten hervorragend vertrage, nehme ich mir im zwischenmenschlichen Bereich einige Intoleranzen heraus rotwerd-)

    Einmal editiert, zuletzt von Menzinger ()

  • Meine Geschichte mit den Papieren hat auch einen wahren Hintergrund. Eine Gruppe von Fuffifahrern hat im Sarntal am Straßenrand pausiert. Die Herren mit den schwarzen Autos haben zwei Fahrzeuge wegen der Papiere stillgelegt und ließen nicht mit sich reden.

    Irgendwo hier im Forum gibt es dazu ein etwas angegrautes Thema.

  • Wenn ich das alles so lese braucht ihr ein begleitfahrzeug oder einen anhänger.

    ERSATZFAHRZEUG!

  • ERSATZFAHRZEUG!

    Piitt : Moin Peter, ja richtig am Besten Trailer und Ersatzfahrzeug.


    Wir (meine LAB und ich) fahren seit Jahren (2003) nach Italien, mit Trailer und zwei Vespen.


    - Wir sind in Italien noch nie kontrolliert worden, lediglich die deutschen Zöllner wollten mal auf dem Heimweg wissen wo die Vespen herkommen


    - Stinkig werden die italienischen Polizisten bei "kein Helm" oder "Braincap" und so ein Mist. Da bist du sofort vorne!!!!


    - Ersatzteile, habe mal einen Platten gehabt, mal Leuchtmittel defekt, CDI, Kerze und Spannungsregler habe ich dabei. Sonst nix, wir fahren auch nur ca. 600km je Vespa in den zwei Wochen.


    - Hatte einmal einen Sturz, Kupplungsgriff über VC Carrara innerhalb von zwei Stunden ersetzt.


    - Ich hatte jetzt zwei Jahre (drei Urlaube) eine PX in Italien stehen lassen, außer Luft auf die Reifen haben die nichts gbraucht.


    - Fahre aber alle in Original-Zustand, also ungetunt.


    Nicht so viel nachdenken, Kiste daheim gut durchchecken, gut ölen und ab geht es. Man kann die Vespen auch kaputt schrauben.

    Ich würde mir auf jeden Fall mal Clubs und/oder Werkstätten raussuchen. Vielleicht schon mal bisschen Facebook Kontakt mit Clubs aufbauen, die sind immer hilfsbereit.

  • Wie siehts denn eigentlich aus mit Navigation?

    Ich habe sehr oft die Route auf google maps eingegeben aber komme immer auf Bundesstraßen..

    auch wenn wir Bundesstraßen fahren dürfen wollen wir sie trotzdem wenn möglich vermeiden wir fahren wirklich lieber von Dorf zu Dorf.


    Hat da vllt einer eine idee?

    Navigationsgeräte an sich ja, aber die Akkulaufzeiten sind auch nicht die besten..