Mein Ziel: Teilrestauration 50 N (V5A1T)

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    • Mein Ziel: Teilrestauration 50 N (V5A1T)

      Moinsen !

      So, ich wollt mal meine Vespa 50 N - Gestellnummer V5A1T 904329 vorstellen. Baujahr 1978, gestanden von 1984 - 1999 und wieder von 2001 - 2008... zwischendurch ab und zu mal gefahren, gecheckt ob der Motor noch dreht. Ist insgesamt 23469km gelaufen, ca. 2500 km im Zeitraum 1999 - 2001.

      Als ich sie damals 1999 erstmalig aus der Scheune geholt habe lief sie nicht, ging zur Werkstatt. Zündkabel erneuert, neuer Satz Reifen. Ebenso wurde die Trittbremse erneuert. Darüber hinaus habe ich in Eigenregie nicht nennenswerte Schönheitsreperaturen vorgenommen ( Lüfterradabdeckung, Felgen usw. abgeschliffen und mit Dose neu lackiert ).

      Gelaufen ist sie immer gut, habe sie heute das erste Mal seit 3 Jahren glaube ich wieder zum Laufen bekommen. 1:50 Mischung drauf, Luftfilter gereinigt und weiteres hatte sie aber dennoch nicht zum Laufen bekommen. Dank der Tips & Tricks hier im Forum habe ich zunächsten den Zündfunken dann überprüft, sowie direkt ein wenig Mischung in den Zylinder gegeben, woraufhin sie auch drehte. Also habe ich dann gegen 18h begonnen den Vergaser komplett auszubauen und zu reinigen, was aufgrund der Beschreibungen hier im Forum auch nicht das große Problem war. Einmal gut alles mit Luftdruck durchgeblasen, wobei beim Benzinansaugstuzen auch ordentlich Dreckraus kam, Schwimmergehäuse gründlich gereinigt wo sich ordentlich Grind angesammelt hatte, ebenso im Benzinfilter. Nach dem etwas hakeligen wieder Einbau des Vergasers hat sich dann ne 7er Mutter leider in den Holm des Trittbettes verabschiedet, den ich dann trotz meiner schlanken Finger nicht wieder rausbekommen habe, tut der Funktion des Gashahns jedoch keinen Abbruch.

      Dannach ist sie auch direkt auf den ersten Kick angesprungen, nur musste ich Standgas & Gaszug neu einstellen... danach mal ab auf die Straße und - siehe da, die alte Banane dreht sauber und macht immernoch locker ihre 50 km/h.

      Dann will ich euch mal Ihren derzeitigen Zustand nicht vorenthalten :




      Wie man sie hat sie einen verzogenen Frontkotflügel sowie Flugrost, sowie einige Bohrungen ( Notradhalter, Gepäckträger ) wo Rost ansetzt, ebenso ist der Lack am Lenker im Mitleidenschaft gezogen ( Windschutz ), der Trittbrettdurchstoß für die Fussbremse rostet usw. Kratzer und Schrammen an den Backen hinten. Felgen müssen wohl neu, neuer Satz Reifen ist obligatorisch. Das würde ich gerne alles beheben und die Vespa weitestgehend im Origninalzustand belassen. An den Motor würde ich mich derzeit nicht rantrauen, als ich sie damals wieder einmottete war u.A. permanente Ölleckage einer der Gründe, ebenso streckenweise Motoraussetzer an Ampeln und Skepsis bzgl. der eigenen Bremsanlage.

      Ich schätze es wäre sinnvoll einmal die ganze Möhre auseinanderzunehmen und zumindest alle Verschleisteile wie Dichtungen o.ä. auszutauschen. Würde aber eben an den mangelnden Erfahrung und dem erforderlichen Werkzeug scheitern.

      Ggf. kommt ne Monositzbank drauf, sowie ein kleineres Rücklicht. Das sollte es aber an optischer Veränderung gewesen sein. Neues Schloss muss her... Schlüssel futsch...

      Weiß noch nicht ob ich sie selber sandstrahle ( schätze der Kompressor hier hat zu wenig Leistung in Bar ), was gegen den Rost tue ( was macht man da am besten ? ) und später selbst lacke, Kompressor wäre ja da.

      Ich würde mir nur gerne mit euch austauschen, ggf. was von euren Erfahrungen hören, und mir dann wenn ich das Projekt endgültig ins laufen bringe ( erst noch meine Abschlussarbeit :huh: ) vielleicht mal euren Rat einholen.

      Aber zunächst möchte ich mich erstmal bei denjenigen bedanken die dieses Forum hier angestossen haben und besonders bei denen die hier bereits fleißig Tips & Tricks gegeben haben, denn ohne diesen Erfahrungschatz hätte ich die Möhre wohl heute nicht wieder zum knattern gebracht !

      Also,

      rollen, nech !
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    • Tu uns einen Gefallen, lass das mit dem Lackieren sein.
      Das scheint der Originallack zu sein, den Du auf jeden Fall erhalten solltest - Wertsteigerung.
      Mach was gegen den Rost, eventuell auch ein wenig nachlackieren und fertig.

      Zum Motor: Wenn sie wirklich Öl verliert, sollte der Motor schleunigst gemacht werden, auch die Kilometerleistung spricht dafür.
      Wende Dich an Forummitglied Restaurations, der bietet Motorrevisionen für Smalframes sogar in seiner Signatur an.

      Rücklicht ist original und würde ich ebenfalls lassen.

      Natürlich kann jeder entscheiden, was er aus seiner Vespe macht, aber Tipps sollte man sich anhören,
    • Ja, das ist Originallack. Bis auf die Ersatzteile ( Trittbremse, Auspuff ) ist an der Vespa alles original. Dennoch ist er nur auf Distanz, wie eben auf dem Bild zu sehen, in einem guten Lackzustand. Und bevor ich da mit Lackstiften Oberflächenkosmetik betreibe würde ich persönlich es vorziehen das Kernproblem zu bekämpfen - und das ist nunmal der Rost. Schätze mal nachlacken würde da nicht genügen - Trittbleche sind zwar nicht durch, aber in der Summe mit den anderen Roststellen usw. würde ich es vorziehen das alles in einem Rutsch komplett zu machen ...

      Aber dank dir schonmal für deinen Tipp bzgl. der Motorrevision !
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    • rost sieht immer mehr aus als es ist. was ich dir vorschlagen würde wäre die roststellen abzuschleifen, zu grundieren, vllt noch spachteln davor wenn sie tief sind was ich nicht glaube, dann da den lack mischen lassen und ganz leicht drüber sprühen, vllt kannst du dir auch ne airbrush spritze ausleihen. da kannst du dann ganz geziehlt drüber lacken. ich würde es erst so probieren.

      glaub uns wenn wir des sagen.

      mfg milan
      Suche:
      v 50 spezial tank, seitenklappe v50 spezial, lack egal
    • Vespa Fahrer Avatar

      keinnamefrei schrieb:

      rost sieht immer mehr aus als es ist. was ich dir vorschlagen würde wäre die roststellen abzuschleifen, zu grundieren, vllt noch spachteln davor wenn sie tief sind was ich nicht glaube, dann da den lack mischen lassen und ganz leicht drüber sprühen, vllt kannst du dir auch ne airbrush spritze ausleihen. da kannst du dann ganz geziehlt drüber lacken. ich würde es erst so probieren.

      glaub uns wenn wir des sagen.

      mfg milan


      naja...ich würd das selber gar nicht mal machen. ich hab sowas auch schon oft probiert, es wird nie perfekt als laie. und kleine roststellen bei einer lackiererei auszubessern ist wesentlich sinnvoller. der lack wird viel besser aussehen, dazu hat er noch die gewissheit, dass es gut ist und lange hält.
    • Stehe gerade auch vor derselben Entscheidung (siehe auch hier: zeigt mal eure "schätzchen" ) allerdings steht für mich fest, dass alles an dieser vespa original bleiben soll. das bisschen lack, was ich ausbessern lassen muss, werde ich bei einem "spot-repair" machen lassen. die vespa einfach wieder etwas "hübschen" - aber es kommt für mich absolut auf originalität an!

      gruß

      miles
      Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand - jeder meint, er hätte genug davon!
    • auch wenn die vespa auf den bildern besser aussieht als in echt lohnt es sich auf jeden fall den originallack zu erhalten. in "tollen" bunten lacken überlackierte vespen gibt es wie sand am meer. originallacke sterben jedoch beinahe aus.

      mach doch mal detailfotos der roststellen und fahr z.b. bei nem guten lackierer oder einem spot repair betrieb vorbei. denen musst evtl klar machen, dass es sich nicht um ne alte schrottmühle handelt bei der sich das nicht mehr lohnt. dann können die aber einiges retten.

      solltest wirklich ernsthaft neu lackierer wollen tausch ich gerne deine "schlechte" vespa gegen eine top lackierte mit laufendem und trockenen motor :whistling:
    • Hallo nochmals,

      erstmal danke für euer Feedback. Freut mich!

      Ich bin halt nur davon ausgegangen, dass aufgrund der kaum entschlüsselbaren Piaggio Farbtabelle ( müsste hier Farbnummer 908 sein ? ) einfaches nachlackieren nicht funktionieren würde ?

      Ich werde es auf jeden Fall in Erwägung ziehen den Orginiallack zu erhalten, würde ja auch diese Farbe wieder haben wollen...

      Nichtsdestotrotz, ob nun Erhaltung des Originallacks oder neu lackieren - ich schätze mal in beiden Fällen sollte man die komplette Karrosserie zerlegen - d.h. die Anbauteile wie Zierblenden etc. wäre in beiden Fällen neu zu besorgen, oder ?

      Das ich die alte Sitzbank durch eine Mono ersetze, sowie ggf. ein anderes Rücklicht verbaue sehe ich nicht als Verschandelung an, kann man beides rückbauen ... und ich tu einen Teufel das ich irgendwas wegschmeiße ! Ersatzradhalter, Gepäckträger... usw. alles noch da...

      Ich mach die Tage mal "Rostfotos" und tiger damit mal zu nem Nachbarn der ne Lackiererei hat und frag nach nem Kostenvoranschlag.

      Wie schaut es denn aus, hat jemand von euch mal eine rostig / verkratze Vespa in dieser Art und Weise "ausbessern / aufpolieren" lassen ?

      Ich schätze mal wenn ich frage ob ich nicht auch nen ET3 Motor druntersetzen könnte würdet ihr mich lynchen, oder ? :D
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    • So lassen alles andere ärgert dich nur wen du den Preis für kpl O-Lack Karren siehst.Setz die so wie sie da steht bei ebay ein mit einem Mindestpreis von 10000€ und schau dir an was dabei raus kommt :)
      und das mit dem tauschen der O-teile schlag dir mal aus dem Kopf das sieht meistens gebastelt aus
      Ach Motor ist egal so lange du den orginalen behälst.

      Aus welchem Oldenburg kommst du ?
    • Jupp, wollte nur Originalteile austauschen, wo es unumgänglich ist. Die Zierleisten bzw. den Rahmenschutz würd ich ja nicht mehr ranbekommen, oder ? Die alte Sitzbank könnte man neu mit Schaumstoff unterfüttern... tendiere aber stark zu ner Mono, da mir die alte einfach viel zu unbequem ist und ich zwar die Front liebe, aber das Heck finde ich mit ner Mono ästhetischer, das wird mir wohl keiner Ausreden können ;)

      Mein Traum wäre ja eigentlich ne ET3 Primavera. Könnt mich schwarz ärgern, damals um 2000 rum konnte man die noch aus Japan importieren lassen, die wurde da noch für den Nostalgikermarkt produziert.

      Das Oldenburg in Niedersachsen... bzw. nen Kuhdorf davor, da komm ich her.
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    • Ach, noch eine Sache, die ich schon fast wieder vergessen hatte.

      Ich habe ja gestern mal den kompletten Vergaser ausgebaut und gereinigt.
      Dazu hatte ich natürlich den Benzinhahn und den Chokezug ausgebaut.

      Nachdem ich nun alles wieder eingebaut habe ( ganz schöne Frickelei wenn der Tank drin bleibt ... ) ist mir nur aufgefallen, dass der Choke auf Spannung ist, d.h. ich ziehe ihn und er zieht sich wieder zurück. Kannte es eigentlich nur, dass man ihn ganz rauszieht und dann nach dem starten selbst wieder reindrücken musste. Wollt mich nur vergewissern was der Normalzustand ist.
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    • Wo ist das Problem, den Tank auszubauen, um sehr viel leichter an den Vergaser dran zu kommen? Sind ziemlich genau 2 Schrauben, der Sitzbankdorn und der Benzinhahnhebel zu großer Aufwand?

      Damit der Chokehebel in gezogener Position bleibt, müsstest du nur die Mutter an dem innen im Rahmen liegenden Teil (wo der Zug eingehängt wird) etwas stärker anziehen. Lässt sich damit ziemlich genau justieren, so dass der Hebel bei Bedarf gezogen bleibt, aber immer noch leicht zurück zu schieben ist.
      Deine Mudda erkennt Geschlechtskrankheiten am Geschmack.
    • Dank dir ! Da hätte ich auch selber drauf kommen können ;)

      Muss ja eh noch die im Holm verschütt gegangene 7er Mutter des Gaseinstellhahns ersetzen.

      Und warum ich den Tank nicht ausgebaut habe ? Weil ich nunmal schlanke Fingerchen habe und keine Lust auf ne sauerei hatte. Habe ich halt noch nie gemacht und als Laie baut man nunmal ungerne einen Benzintank raus.
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