Überspannungsproblem 6 Volt Kontaktzündungen: ein Workaround

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  • Überspannungsproblem 6 Volt Kontaktzündungen: ein Workaround

    So, da ich über die Kontaktzündungen immer nur abekotzt habe, weil jede blöde Birne gleich die restlichen mit in den Tod reißt, habe ich mal ein wenig im gsf gesucht und habe einen "Spannungsbegrenzer" gefunden.
    Ist von den gsf Member "bobcat" und "da huber is".

    Dort werden 5 Brückengleichrichter in Reihe geschaltet und kurzgeschlossen. Nett, aber das gibt zusammen dann schon ein kleines Paket, wofür man ähnlich einem Spannungsregler einen Platz braucht.

    Die Theorie hierzu:

    An den beiden Wechselstromeingängen eines Brückengleichrichters liegt Wechseltstrom (des Vespa Boardnetzes) an.
    Jeder der Brückengleichrichter hat eine Schwellenspannung, unter der er komplett in beiden richtungen sperrt, also nicht gleichrichtet und einfach gar nichts macht. Diese Schwellenspannung liegt wie bei anderen Dioden auch bei etwa 1,5 Volt. Werden jetzt 5 dieser Brückengleichrichter in Reihe geschaltet, dann wird erst bei 7,5 Volt an jedem einzelnen Gleichrichter etwa diese Schwellenspannung erreicht.
    Erst jetzt, mit erreichen der Leitfähigkeit, wird der + und - pol des Gleichrichters kurzgeschlossen. Die Boardnetzspannung wird bei etwa 7,5 Volt limitiert, der Rest wird auf Masse gelegt.

    Die Vereinfachung:

    wir nehmen einfache Dioden!
    5 mal die Schwellenspannung sind wieder etwa 7,5 Volt.
    Also einfach 5 Dioden (Sollten so 8A aushalten, kosten NOCH weniger als die Brückengleichrichter) in Reihe schalten, und zwischen Spannung und Masse setzen.
    Jetzt wird die eine Kurve des Wechelstroms bei mehr als 7,5 Volt auf Masse gelegt. und die andere?
    Also nochmal 5 dioden in reihe und in umgekehrter stromflussrichtung einlöten. fertig.

    Der Vorteil zu den Brückengleichrichtern: die zwei Diodenreihen kann man bequem im Lenker unterbringen, braucht also keinen extra ort, muss sich keinen halter basteln ect ect. Ich habe dieses Päckchen einfach zwischen grün am lichtschalter und schwarz am Scheinwerfer angeklemmt.

    Funktioniert sehr gut, wird auch nicht heiß.

    Hab gestern gesucht weil ich ca 12 Soffiten gekillt hab... (scheiss Wackelkontakt... :) )
    Bilder
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    Aufbau eines Rennrollers für die European Scooter Challenge

    ESC 2013+2014: K5
    ESC 2015+16: K5 + K1
    BaB-Race-Meister 2015+2016

    Die, die die, die die Plastikroller erfunden haben, verdammen, vergessen, dass Plastik für Piaggio Leben bedeutet.
    - frei nach Konrad Duden

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von chup4 ()

  • Schwellenspannung

    Hallo!

    Muss hier nochmal dieses Thema aufrollen, da ich nämlich gerade auch nach einer Lösung suche, die meine Birnen abischert.

    Auf der Seite elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201113.htm kann man die Schwellenwerte der einzelnen Dioden ablesen:

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    Schwellspannung ~ Diffusionsspannung
    Es spielt keine Rolle, in welchem Spannungsbereich sich eine Diode befindet. Die Anode der Diode muss in Durchlassrichtung nur um die Schwellspannung positiver sein als die Kathode. Die Schwellspannung ist also als Potential zu sehen.
    Die Schwellspannung ist abhängig vom Halbleitermaterial und entspricht nur einem ungefährer Wert. Ein paar Beispiele häufiger Halbleitermaterialien:
    • Germanium ~ 0,3V
    • Silizium ~ 0,7V
    • Selen ~ 0,6V
    • Kupferoxydal ~ 0,2V
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    Das bedeutet doch, dass die Rechnung oben falsch ist. Keine Diode hier hat einen Schwellenwert von 1,5 Volt. Wenn ich die Silizium-Dioden verwende, dann bräuchte ich doch nach Adam Riese 10 Dioden pro Richtung, d.h. 20 Dioden insgesamt. Und das wird dann schon ein schönes Paket.
    Oder habe ich hier einen Denkfehler drin? :wacko:

    Viele Grüße.
    Ingo
  • Ein Fehler ist hier schon drin, und zwar ein grober Denkfehler, und zwar:
    Beim Brückengleichrichter ist die Vorwärtsspannung 1,5V, da jeweils über ZWEI Dioden gegangen wird, also 2*0,7V ~= 1,5V.
    Bei der Lösung mit einzelnen Dioden, wie Pingo schreibt, bräuchte man dann eben 20 Dioden!

    Voraussetzung sind normale Siliziumdioden, auf keinen Fall Schottky oder Germanium. Empfehlenswert ist allerdings ein aktives System, dass sich aus wenigen Bauteilen, aber mit etwas Aufwand herstellen lassen würde:

    Dazu braucht man einen Brückengleichrichter, eine Z-Diode, einen Widerstand und einen p-Channel-MOSFET, und eine Anleitung wie man das zu Verbinden hat(Schaltplan), den man unten findet!

    Bei Fragen zur Schaltung bitte PN, ich kann auf Anfrage auch welche bauen!

    Bilder
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    Standing by for coordinates