lackierung selbst gemacht

  • hallo leute!


    da ich drauf und dran bin meine vespa selbst zu lackieren, wollte ich gerne mal von den Leuten wissen, die schon erfahrung in dem bereich haben, was ich denn jetzt alles brauche! ich dachte da an einen 2k ral-ton.


    bisher brauche ich glaub ich folgendes:


    farbe 1 ltr.
    härter + verdünnung
    grundierung


    evtl. füller.


    meine frage daher:


    benötige ich bei komplett blank geschliffener karosse füller? oder nur wenn grobe unebenheiten drin sind? wäre schön, wenn mir jemand n paar tips geben könnte.

  • Hallo,


    ich bin gerade auch dabei meine Vespa zu lackieren , jedoch nur die Innenteile !


    Füller brauchst du wirklich nur an unebenen Flächen !!


    Meine Vespa hatte auch kleine Unebenheiten, jedoch ist das durch die Zinkstaubfarbe und durch die Grundierung nicht mehr zu sehen !


    Aber es kommt immer darauf an wie uneben die Stellen sind...das meiste habe ich sonst auch mit 80er Schleifpapier eben bekommen !!


    Viel Spaß beim Lackieren wünscht


    cLady

    *+* The American Way Of Drive *+*


    Sei was Du bist, gib was Du hast

  • danke schonmal...


    aber was genau ist zinkstaubfarbe? und bei mir kann ich ja nicht mehr viel schleifen... wie gesagt, karosse ist blank!

  • Hallo!
    Also ich habe schon 2 Vespen und eine Kreidler komplett restauriert. Hier meine Tipps:


    Hatte die Teile jeweils mit der Flex und nem entsprechenden Drahtbürstenaufsatz entlackt. Da man nicht überall hin kommt (in die Ecken), habe ich dann gesandstrahlt. Damit es dann NIE wieder zu Rost kommt, 85%ige Phosphorsäure drauf. Die bildet in Verbindung mit dem Eisen einen "passiven" / "inaktiven" Rost und schützt so vor Korrosion und bildet gleichzeitig ne gute Grundlage zum lackieren. Aber Achtung: Schutzbrille und SÄUREFESTE Handschuhe tragen!!!
    Dann bin ich nochmal mit Stahlwolle drüber, um die oberste (dann schwarze und bröselige) Schicht zu entfernen. Wer der Sache nicht traut, einfach mal googlen.


    So - dann kam Epoxi-Grundier-Füller (meist als EP-Füller bezeichnet) drauf. Den kann man mit 600er Schleifpapier schleifen und dann lackieren ohne nochmal zu Grundieren.


    Danach nen 2K-Acryl-Lack drauf und fertig.


    Wer möchte, kann auch nochmal Klarlack drüber lackieren.


    Gruß,
    Peter

  • Gerngeschehen. Eins habe ich aber noch vergessen: Nach dem Auftragen der Phosphorsäure 24Stunden warten. Wenn die Oberfläche schwarz und trocken ist kann man mit der Stahlwolle rangehen.

  • Laß das mit der Säure.
    Damit schadest du nur.
    es reicht absolut aus rostschutzgrundlack zu lackieren.und füllern ist nie verkehrt.Umso sauberer wird die lackierfläche.Scleif mit 600 erter dann mit 800 dann mit 1000ender Nasschleifpapier ab je feiner umso schöner das ergebnis.

  • also das mit der säure hätte ich erlich gesagt sowieso nicht vor gehabt! aber du meinst füller sollte auf jeden drauf? oder kann ich da dann auch diese kombination aus füller und grundierung nehmen? und wie sieht das eigentlich mit nem kompressor aus? hatte mir gedacht, ich leih mir das zeug beim baumarkt oder so!

  • Wer es nicht glaubt, der lässt die Phosphorsäure halt runter. Selbst Schuld.


    Ich wollte es dmals auch nicht glauben, aber jetzt gibt es nichts anderes mehr.


    Übrigens: Phosphrsäure ist in jedem handelsüblichen Rostumwandler!


    Gruß,
    Peter

  • nichts für ungut pin... aber mir ist die sache dann doch n tick zu aufwendig... und hab erlich gesagt auch n bischen schiss mit 85%er Säure zu hantieren...

  • Naja - wie du meinst. Normalerweise sind solche Sachen mit Handschuhen und Schutzbrille kein Ding. Selbst wenn du mal den Finger in die Säure halten würdest, wäre der nicht sofort ab. Brennt leicht und dann muss man das schnell mit Wasser abspülen.


    Aber gut. Muss jeder selbst wissen. Ich weiß nur, dass es aus rostschutztechnischer Sicht absolut top ist!


    Gruß,
    Peter

  • was mich aber da noch interesserieren würde:


    löst die säure denn dann auch die restlichen farbrückstände ? oder wie muss ich mir das vorstellen?

  • das sagt sich so einfach... wenn man denn das nötige equipment hat... aber mir blaibt da nur die variante mit der flex. aber ich geb mir mühe

  • Vor dem Sandstrahlen habe ich das auch mit der Flex und nem Drahtbürstenaufsatz gemacht. Ist besser für das Blech (weniger Spannungen). Aber in den Ecken und Kanten wird es eng. Daher habe ich diese anschließend gestrahlt.


    Wenn ich mal Lack in der Lackierpistole hatte, kamen die Teile 15min in Ameisensäure und dann konnte man den Lack unter Wasser abbürsten.
    Weiß aber nicht, wie sich das bei stahlblech verhält. Müsste man mal versuchen auf nem Probeblech.

  • Hallo mein Tipp ist Fertan,
    es bildet auf angerostete Stellen eine gute Verbindung.
    Gut geeignet auch fuer Hohlraueme.
    ...und voellig ungefaehrlich.


    Gruss
    Schusterbix

  • wie ist es eigentlich? sollte ich eigentlich überhaupt den kompletten alt-lack entfernen oder kan ich diesen auch nur anschleifen? wenn ja, wie am besten?