Beiträge von jack o'neill

    Sorry Cardoc fürs Korrigieren...
    muss heißen: KEIL vom Polrad noch heil (dazu muß das Polrad demontiert werden)


    Einen Zündfunken zu haben ist schön...aber ist der auch stark genug...? Der Funke muß mindestens 7-15 mm Luftstrecke überspringen und stark bläulich leuchten.
    Wenn es jedoch nur schwach knistert und der Funke gerade so wahrnehmbar ist, läßt das auf einen Defekt in der Zündung schließen, ein solcher Funken wäre viel zu schwach.


    Auch sollt man bedenken, daß Benzin "zündunwillig" wird, wenn es zu lange im Tank steht - dazu ein zu schwacher Zündfunke und es kann schon mal sein, daß der Roller dadurch schlecht anspringt.

    noch'n Tip... Ich verbaue gern die neueren Sätze von Piaggio. Vorteile:

    - die dünne Staubschutzscheibe, die am Lenkrohr unter das untere Lager kommt (war eigentlich nur ein grober Schutz, da ein offener Spalt
    verblieb), hat neuerdings einen integrierten Wellendichtring aus Gummi. Das obere Lager hat einen Kugelring geänderter Konstruktion, 1 Kugel mehr und etwas dickere Kugeln. Insgesamt läuft der Piaggio-Steuerlagersatz ruhiger, was Komfort, Strassenlage und Haltbarkeit entgegenkommt.


    Fett kommt nur dorthin, wo es muß: auf die Kugelrollflächen der Lagerschalen + auf die Kugelringe. Dort entsprechend reichlich. Nirgends auf Gewinde. Hier muß man oben am Lenkrohr aufpassen, sonst ruiniert man entweder das Gewinde am Lenkrohr oder das Lager lockert sich zu schnell. Es eignet sich "Wälzlager-Universalfett" (Tube von Liqui-Moly, Nigrin etc im Baumarkt um die 8,- EUR). Ob man teurere blau oder rosa gefärbte Produkte aus dem Mountain Bike Zubehör-Shop braucht? Muß man selbst entscheiden (Blick ins Portemonnaie!)


    Ein in der Praxis wichtiger Punkt ist das "gekonnte Kontern" der Kontermutter (mancher nennt ihn auch Stellring) und daß man auf keine Fall die Nasenscheibe zwischen obererer Lagerschale und der Kontermutter vergißt. Wer irgendwie Problem mit der Reihenfolge hat (Prozedere beim Ausbau nicht fotografiert?), kann sich entweder gedruckte Reparaturanleitungen besorgen oder in die interaktiven Explosionszeichnungen der großen Ersatzteilonlineshops schauen.


    Alt: 18 Jahre altes Original"fett", oder sollte man "klebrige Masse" sagen, die als Insektenfalle diente?


    Wir haben uns in Unkosten gestürzt (blau gefärbtes PTFE-pulverhaltiges Fett aus dem Mountainbikeshop):


    Die schwarze Kante unter dem Kugelring ist der Gummiteil der Staubschutzscheibe:

    Der gefräste Einlaß... sieht so aus, als ob hier diese flache "LML-Type" Membran zum Einsatz kam, die man unter die Vergaserwanne schraubt.
    Ich nenne sie der Form und der mangelhaften Funktion wegen "Flachwichser-Membran", weil das blöde an ihr ist, daß sie viel zu früh zu flattern anfängt - die Membranblättchen liegen nämlich genau horizontal im Gasstrom und das ist extrem ungünstig...wirkt wie eine Drossel...die macht ca. 6000 rpm, dann riegelt der Motor ab...selbst schon erlebt...


    Da hat der "Meister" schon die Wahrheit gesagt, er hat nix getunt! Denn Tuning bedeutet ja, daß der Motor danach besser läuft. Mit der "F.-W.-Membran tut er das aber nicht... es wurde nur versucht, das ganze von aussen billig wieder instandzusetzen, damit man das Ding verhökern kann.
    Die F.W.-Membran taugt nur bei langsam laufenden Motoren etwas, also bei den 4-5 PS Zylindern wie sie in VNB/VBB etc... verbaut sind.


    Bei dem abgekackten Kolbenbolzenclip würde ich vermuten, daß hier jemand die falsche Sorte eingebaut hat, denn die DR's brauchen ja die Drahtring mit rundem Querschnitt...wenn da nun der normale Seegerring aus flachem Stanzblech drin war, ist der dann wohl rausgerutscht...wenn's da irgendwo noch Brocken gibt, wäre das witzig rauszufinden, ob es so war.

    Nix abknipsen bitte.

    Ganz wichtig: Fotos machen, in welcher Anordnung/Reihenfolge sämtliche Züge und Kabel vom Rahmenkopf in den Lenker gehen.
    Die Kombistecker lassen sich in der Regel (etwas knifflig) durchfädeln.
    Zur Not kann man mit einem Zahnarztwerkzeug o.ä. auch jeden einzelnen Steckstift aus dem Plastikgehäuse des Kombisteckers lösen und herausziehen - dann lässt sich der Kabelast auf jeden Fall durch die Engstelle fädeln und nachher wieder zusammensetzen (vorausgesetzt man notiert sich die Positionen der Steckstift bzw. Steckbuchsen).

    Ich mache das in manchen Fällen erfolgreich und problemlos so... ohne irgend etwas zu zerstören/durchzuknipsen.

    Schrauben ist kein Problem, ist zwar etwas mehr Arbeit und die Wahl der Schrauben ist wichtig.
    Manche Baumärkte haben bei uns in der Gegend eine schöne Auswahl an Schrauben mit flachen Köpfen, die sich dafür eignen.


    Praxistips...

    ...U-Scheiben unter den Muttern nicht vergessen.

    ...Keine Edelstahlschrauben- und Muttern verwenden, sonst rostet das Blech drumherum (Bimetallkorrosion). Verzinkt muss es sein.

    ... Schrauben nicht zu lang wählen, sonst stehen sie zu lang heraus an der Unterseite.
    ...nicht jede Schraube einzeln schon festknallen, sondern alle reinstecken, handfest anziehen, Leisten ausrichten, dann nach und nach festziehen.

    Zitat

    Dabei wird es ja auch gerade da interessant wegen der Nachrüstpflicht für die Blinker....

    Nö. Der Roller überschreitet die Baujahres- und Hubraumgrenze definitiv und unterliegt der Blinkerpflicht. Da gibt es kein wenn oder aber.

    Und ich finde es auch gut so.


    Ich persönlich fahre nicht gerne im Pulk mit solchen Anarchisten, die glauben, ihr Hintermann könne ja hellsehen lernen und ahnen, wann sie plötzlich bremsen und abbiegen möchten...mal abgesehen von den vierrädrigen Vollpfosten, die trotz Vorhandensein einer funktionsfähigen Blinkanlage psychisch nicht in der Lage sind, sie zu benutzen...also...was du nicht willst, was man dir tu', das füg auch keinem andren zu.


    Leute, wir sind doch nicht allein auf der Welt. Sicher wird einem das Blinken nichts nutzen, wenn ein Eisbrocken sich von der Tragflächenkante eines in 30.000 Fuß Höhe befindlichen Airbus A380 löst und einem auf den Kopf fällt... aber bei allem anderen muß man das Schicksal doch nicht herausfordern

    OK...eindeutig: Das ist dann also keinesfalls ein italienischer Rahmen.


    Ich denke Indonesien-Lizenzbau, daher das Piaggio-Sechseck.

    Der Stern begrenzt den Präfix, da kann kein "T"hinten am Präfix gewesen sein.

    Ist eigentlich egal, der Roller muß also den deutschen Zulassungsvorschriften gerecht ausgerüstet sein (Blinker nachrüsten!), dann wird er zur § 21 vorgestellt und dann spricht nichts dagegen, daß du damit legal hier herumrollern darfst.
    Falls du damit irgendwelchen Streß haben solltest (TÜV Prüfer, der keine Ahnung hat), dann wende dich an einen Schaltroller-Shop in deiner Nähe...woher bist du denn eigentlich?

    Weitere Bilder von Details des Rollers wären sicher sehr interessant...

    Warum schickst du es mir nicht einfach hier über's Forum als PN (private Nachricht) ? Da gehen auch Bilder...


    Im übrigen ist ein Motor nicht fest mit dem Rahmen verbunden, man kann auch einen Asienrahmen nehmen und dort einen Italienmotor einbauen.
    Wir werden schon sehen, was in deinem Fall Sache ist :thumbup:

    Hm, also so eine Standard M10er Schraube mit einer Steigung von 1,5 mm hält an der Stelle nicht lange... da greifen doch wenn überhaupt nur 2 Gewindegänge und man kann sie gar nicht fest genug anziehen (besonders wenn das Gewinde ölig ist), ohne daß es recht bald komplett kaputt ist


    Das hat schon seinen Sinn und Zweck, warum Erstausrüster-Ölablaßschrauben für Autos bzw. Motorräder ein Feingewinde M10 x 0,75 mm aufweisen - Feingewinde haben eine höhere Selbsthemmung, was das nötige Drehmoment verringert, mit denen man solche Gewinde festdrehen muß.


    Um das Gehäuse dauerhaft und professionell zu reparieren, sollte man eine Reparaturbuchse drehen lassen und reinschweißen lassen (Profiarbeit!)
    Gehäusedichtmasse wird durch Öl unterkrochen und ist somit keine nachhaltige Reparatur. Schraubensicherung löst sich irgendwann auch wieder, denn man wird auf Ölwechsel nicht verzichten wollen. Helicoil ist auch keine dauerhafte Lösung.


    Die geschweißte Buchse gilt meiner Erfahrung nach für den Fall, wenn man ein für allemal Ruhe haben will und der Roller intensiv genutzt werden soll.

    Da ich gefragt wurde, hier meinen Senf abzugeben, will ich das gerne tun...

    Könnte vom Anschein her durchaus eine Lizenzbau der V150 Super aus Indonesien sein, die in den 1980er Jahren gebaut wurden - laut Tante Guugel hatten die nicht das FIN und Motor-Identnummersystem mit dem "T" und dem "M"...
    Und Sherlock Holmes sagt, daß es zwischen den Niederlanden, wo du den Roller gekauft hast, und Indonesien einiges an Verbindungen gibt.


    Das ist aber rein spekulativ. Ich würde erstmal die FIN zweifelsfrei identifizieren, die wird ja für die §21 Vollabnahme und für die KBA-Abfrage benötigt.
    Du bekommst da eh neue Papiere, und da wird die vorhandene FIN eingetragen.



    Ich würde, wenn die FIN von vorne nicht gut lesbar ist, mal von hinten schauen: da sind FIN's oft noch lesbar, weil dort die von der Vorderseite hineingeschlagenen Zeichen erhaben hervorstehen... es ist einen Versuch wert, da sehr vorsichtig mit feinem Schleifpapier drüberzugehen und sie hervorzuholen - wenn man Glück hat, wurde von hinten nicht herumgeschliffen und man erkennt von hinten mehr als von vorne...


    Bin gespannt!


    Übrigens, die Kiste hat keine Blinker. Der Roller ist auf jeden Fall nach Baujahr 1961 und hat mehr wie 125 ccm Hubraum.

    Zitat


    Beim Wechseln der Sicherung die zwischen Batterie und Bordnetz liegt hab ich mal die Spannung gemessen, dabei kamen -1,38 V DC raus. Das kann doch irgendwie nicht sein.


    Doch.

    EIn Gleichrichter bzw. Laderichter gibt hier getaktete Gleichspannung ab, die man mit einem "Feld-,Wald- und Wiesen"-Multimeter

    nicht korrekt messen kann.

    Man benötigt dazu ein (anspruchsvolleres) "true-RMS"-fähiges Multimeter, welches den Effektivwert derart messen kann, daß der Wert überhaupt irgendeine Aussagekraft hat.

    Andere Feder nehmen. Die ist blöd. Ich schmeiss die immer weg.
    (das war die Kurzversion).


    - Das ist ne unbrauchbare Billigfeder aus dem Zubehör, die es einzeln zu kaufen gibt (ist geraten. Stimmt's?).

    - Man sieht deutlich, daß diese Feder nicht planparallel aufliegt. Das gibt Probleme mit dem Kuppeln, die Kupplung "rupft" dann.

    - Die Feder ist nicht wirklich "echt" verstärkt, sie ist nur in einer höheren Steigung gewickelt. OK, dadurch braucht's mehr Kraft um sie zusammenzudrücken.
    Aber gut ist das nicht.
    Ich nehme in solchen Fällen eine bessere Feder, aus einem besseren Material (ich gebe lieber 5-10 Euro mehr für einen guten Scheibensatz mit Feder aus). Die lange, die du da hast, passt kaum rein...und am Ende hast du nur noch sehr wenig Ausrückweg, weil die Feder in der Kupplung ja auch Platz wegnimmt.
    -Die Feder nicht einbauen, lieber zurückschicken oder" Federweitwurf in die Elbe" damit spielen.


    Die besseren Federn sind eigentlich gerade. Eine verchromte oder verzinkte Feder ist nicht nötig. Ich glaube, die billigen sind deshalb krumm, weil sie sich im Galvanik-Bad verziehen.

    Hm also ich geb jetz' keine Tips mehr.


    Wenn ich Zeitung lese, wird da auch schon wieder vom Ungeheuer von Loch Ness berichtet und vom bayerischen Wolpertinger, dem thüringer Mutz oder dem australischen Bunyip.


    Also wohlan, du junger Bursch'!

    Pack des Getriebe in's Sacker'l, hock dich auf's Rad'l und mach ne Tour auf's Land. Mögen fesche Maderl'n dir zum Abschied winken, und der Kinderchor der Grundschule dir eine fröhliche Weise singen (das Fanfarenkorps des örtlichen Dackelvereines geht auch).
    Als Ziel schlage ich den Rollerladen in Mallersdorf vor. Der ehrwürdige Jorge (oh Mist, falscher Film!), ich meine den Karl-Heinz, wird dir, oh kühner Wandersmann, eine kühle Erfrischung reichen und dir bezüglich der falsch herum montierten Zahnräder oder sonstwelchem Unfug auf die Sprünge helfen.


    Sag ich mal so, weil irgendwann muß ja mal Schluß sein. :-8

    Ich schlage vor, zuerst die aussenliegenden, leicht erreichbaren Teile der Zündung zu prüfen& ggf. zu ersetzen; um auszuschließen, daß der Defekt keine einfachere Ursache hat. Gleich eine ZGP mit Spezialwerkzeug auszubauen und zu revidieren ist für Einsteiger vielleicht doch etwas heftig.


    Habe das Bild mal ergänzt um bunte Pfeile. Blau sind die Verbindungen des Zündkabels mit Kerzenstecker + Blackbox. Das Zündkabel ist nur geschraubt: im Stecker und im vorgesehene Platz in der Blackbox ist dafür so eine Art Spaxschraubengewinde angebracht, in die man das Kabel hineindreht.


    1) Prüfen von Zündkabel, Kerze, Kerzenstecker

    a. sitzt das Kabel fest oder wird es nur noch durch die Gummischutztülle gehalten?

    b. ist das Kabel mit weichem Silikon isoliert? Dann raus damit & gegen PVC-isoliertes Kabel tauschen. Kein Fett beim Einbau, auch wenn's schwer geht.
    c. Zündkerze tauschen, Keine Kerze verwenden mit "R" in der Kerzenbezeichnung.

    d. Kerzenstecker tauschen gegen vorgeschriebene Version mit 5 KOhm-Funkentstörung (z.B. NGK LB05F für 5 Euro im Motorradzubehör).

    -> Wenn das geschehen ist und es tut sich nix, weitermachen mit Punkt 2.


    2) Prüfen der ZGP ohne Abbau des Polrads bzw. Ausbau der ZGP:
    Gelbe Pfeile zeigen auf's Verteilerkästchen & die Gummikappe an der Blackbox (aka "Elektronikzentrale"). Zuerst den Klappdeckel des Verteilerkästchens aufschrauben & aufklappen. Dann Foto machen! Unter der Gummikappe gibt's 4 Kabel, die an die Blackbox gesteckt sind: rot, weiß, 2x grün.
    Die Kabel alle abziehen. Uns interessieren 3 von den 4 Kabeln, und zwar die, die aus dem Loch im Verteilerkästchen aus dem ZGP-Gehäuse kommen.


    a. Sind die Kabel in gutem Zustand oder bröselt bereits deren Isolierung weg? Nahaufnahme machen!
    -> Ist die Isolierung beschädigt, sind die Kabel auch hinter der Zündgrundplatte vergammelt und müssen getauscht werden.


    b. An den Steckerenden messen wir den elektrischen Widerstand mit einem Multimeter wie folgt:
    - weiß gegen grün (d.h. Masse gegen Speisepule) muß 500 - 540 Ohm ergeben.

    - weiß gegen rot (d.H. Masse gegen Pickup) muss 105-115 Ohm ergeben.
    -> sind die Werte ausser Toleranz, jeweiliges Bauteil tauschen.


    Nach diesen Prüfungen sind wir einen Schritt weiter und haben Erkenntnisse gewonnen, die das für oder wider sprechen, die ZGPauszubauen.

    Gleichzeitig sind es alles Maßnahmen, die auch ein Einsteiger mit etwas Konzentration leicht durchführen können sollte (meine ich).


    3) Austausch der Elektronikzentrale gegen ein funktionierend bekanntes Teil. Sollte man bei diesem Altteil ohnehin tun, da es ein Verschließteil ist.




    Is keine Worklauberei. Ich erlebe genug Leute, die rennen rum und glauben eine Elektronische Zündung enthält keinen Kondensator.


    Die am einfachsten zu handhabende, im Werkstatthandbuch empfohlene und in der Praxis akzeptierteste Methode und nichtzuletzt die von mir selbst vernünftigerweise praktizierte Methode ist das probeweise dranklemmen einer anderem Elektronikzentrale.


    Bitte nix verkomplizieren.

    Kondensatoren kann man zwar durchmessen, aber nicht mit dem Standardmultimeter.
    Schnapp dir einfach ne E-Zentrale, schraub Zündkabel und Kerzenstecker dran, steck die Stecker dran (dranschrauben ist erstmal unnötig) und tritt den Roller an und fahr ne Runde. Dann siehste, ob die alte EZ. zerschossen ist.
    :-7

    Bitte nicht vergessen: Bei elektronischen Zündungen ("CDI") ist der besagte Kondensator in der Elektronikzentrale.


    CDI heißt "Capacitor Discharged Ignition (..."über Konensator entladene Zündung").
    Ein Tausch der Elektronikzentrlae (aka black box oder blue box) gegen eine neue oder als einwandfrei funktionierend bekannte Gebrauchte bringt Klarheit.