Beiträge von jack o'neill

    Tip...
    Problem ist bekannt und wurde ab Werk behoben.

    ...bei den späteren Modellen wurde dann an diese Stelle eine Strebe aus Profilblech eingeschweißt (Punktgeschweisst).
    Das ist einfach und funktioniert langfristig sehr gut, wie die damals so modifizierten Modelle heute zeigen.

    Zu einem Draht würde ich dir nicht raten. Der dämpft die Vibrationen an der Stelle gar nicht ab.
    Schweißnähte sind Sollbruchstellen...


    Habe leider kein Foto davon parat, viellecht ist hier jemand so nett und zeigt's ihm?

    Dein Wort in Gottes Ohr, aber ich wär doch ein wenig vorsichtiger damit, jedwedem Aspiranten zu erzählen, daß das alles einfach aus dem Ärmel geschüttelt werden kann und jeder es selbst machen kann. Mir selbst ist zwar noch kein Echtglas kaputtgegangen, aber das geht nicht jedem so.

    Das Überholen von T5 Tachos ist übrigens, (das solltest du der Vollständigkeit halber doch erwähnen) lediglich von der Ersatzteillage abhängig.
    Es existieren leider keinen brauchbaren Reprogläser (die im Original Kunststoffspritzgußteile aus schlagzähem Polycarbonat sind).
    Ich habe mit der Elektronik des Drehzahlmessers kein Problem, es mit neu verlöteten Bauteilen nicht mal zu versuchen, und die flexiblen Leiterplatten an der Aussenseite sind ebenfalls kein Akt wenn hier mal Risse drin sind.

    Danke für die Info.
    Da liegt also der Hund begraben. Das passt leider definitiv nicht und ist mindestens eine der Ursachen für deine Probleme.


    Zitat


    Wo sollte ich nach dem defekt suchen? Zündschloss?

    Gute Frage, kann ich dir nicht beantworten mangels Kristallkugel.
    Du schreibst, du hast einiges, inkl. Verkabelung, in Eigenregie repariert (so klingt es jedenfalls). Jetzt kann ich nur im Dunkeln tappen...die ZGP hast du selbst neu verkabelt wie es aussieht...mit den falschen Kabelfarben und so wie's aussieht mit irgendeinem Netz-Gerätekabel, das du auseinandergepfriemelt und hierfür verwendet hast...

    Ich rate mal: Ist der Kabelstrang am Regler auf der Batterieseite ähnlich repariert udn angschlossen wie die ZGP?
    Mögliche Falschanschlüsse: du hast am Regler das graue Kabel irgendwie mit dem Anschluß B+ verbunden (oder einem mit B+ ordnungsgemäß verbundenen Kabel).
    Oder du hast an einer der Steckerleisten unter der Hupenkaskade eine elektrische Verbindung zwischen einem der weißen Kabel (verteilt die Batteriegleichstromverssorgung) mit dem grauen/violetten Stromkreis (Wechselstromkreis für Scheinwerfer + Rücklicht) vertauscht/verbunden.
    Irgendwo. Möglicherweise auch irgendein Kontrollbirnenanschluss vertauscht.

    Höchste Obacht ist geboten: Blindes rumprobieren kann hier zu Kurzschlüssen führen und Bauteile killen. Sei ausdrücklich gewarnt, eine falsch angeschlossene Bleibatterie kann explodieren und verteilt dann stark ätzende Schwefelsäure in der Umgebung - so kann blindes rumprobieren zur Erblindung führen.

    Viel Spass beim Suchen. :( Den Schaltplan hast du doch vorliegen....
    Nochmal den Tipp: Hol dir Hilfe vor Ort.
    ZGP kann ich dir mit korrekten Farben und passenden Kabeln neu verkabeln...

    Zitat

    Das rote Kabel geht aber zur cdi ?

    Soll ich das rote Kabel den einfach noch mit an den kabelbaum klemmen?

    Dein Roller hat gar keine CDI (Capacitor discharged Ignition) aka "elektronische Zündung", sondern eine "elektromechanische Kontaktzündung" mit aussenliegender Zündspule.



    Das rote Kabel geht von der ZGP demnach ins Motorkabelkästchen; dort ist es mit zwei weiteren verbunden: mit einem roten Kabel, das hinten am Motor an die Zündspule führt, und mit einem anderen roten Kabel , das durch den Bordkabelbaum an den Motorkilltaster am Lichtschalter führt - ist letzteres Kabel unterbrochen/defekt, bekommt man einfach nur den Motor über den Killtaster nicht mehr aus. Umgekehrt, springt der Motor mangels Zündfunken nicht an, entfernt man probeweise eben dieses Kabel unten am Kabelkästchen...springt der Motor nun an, liegt in der Kabelverbindung ein Kurzschluß wegen defekter Isolierung...


    Merke: Motorzündkreis und Lichtspeisekreis sind auf der ZGP voneinander getrennt. Damit der Motor läuft, ist nur das rote Kabel der ZGP mit dem roten zur Zündspule anzuschließen. Wichtig hier, daß die Zündspule gut auf Masse sitzt (Man kann sie von Zeit zu Zeit mal abschrauben und sowohl die Stelle wo sie verschraubt ist, metallisch blank machen)

    Zitat

    Gemessen wurde mit einem Alcron AC-9075. Ich denke nicht das es zu den schlechtesten Messgeräten gehört

    Dieses Meßgerät ist nicht mit der true-RMS-Funktion ausgerüstet, die du hier brauchst. Das Gerät ist aber für normale Aufgaben gut genug. Ausserdem scheint das Gerät das selbe Innenleben zu besitzen, wie es millionenfach in Asien hergestellt wird und das sich dann auch in den günstigen Geräten von Conrad Elektronik (Handelsname "Voltcraft") verbirgt. Diese Geräte kann man sich ab Stückzahl 1000 in China bestellen, sie werden dir dann in deinem gewünschten Gehäuse/Farbe/Aufdruck hergestellt.


    Zitat

    Als ich die Karre vor Jahren schonmal am Wickel hatte, war die voll geladene Batterie nach 10km Fahrt mit Licht immer so weit am ende, das kein Blinken mehr ging und auch das Licht immer dunkler wurde, während der Fahrt.

    Das klingt schon mal komisch, denn Scheinwerfer und Rücklicht werden gar nicht durch die Batterie gespeist (im übrigen bei keiner Vespa!).
    Scheinwerfer/Rücklicht werden durch den separaten Wechselstromkreis gespeist und funktionieren nur bei laufendem Motor.
    Wenn der Scheinwerfer angeht bei Umdrehen des Zündschalters (aber ohne den Motor zu starten) wäre das falsch verkabelt.
    Das würde dann erklären, warum die Batterie nach 10 km leer ist und dir auch der Laderegler abschießt.
    Ich denke es scheint ratsam, zu überprüfen, ob es in der Verkabelung durch vergammelte oder beschädigte Isolation irgendwo Kriechströme gibt oder etwas verbastelt wurde.


    Anscheinend laborierst du da schon recht lang daran herum. Ich würde dir wärmstens empfehlen, mal jemanden mit Vespa Erfahrung drübergucken zu lassen. Fotos von deiner Elektrik und der relevanten Verkabelung hast du ja leider auch keine hier reingestellt...

    Nochn Tip...
    Das Problem mit den Tacho"gläsern" ist...die aus Kunststoff sind oft von schlechter Qualität... besonders für die alten Tachomodelle...hier habe ich entweder schlecht spritzgegossenen Teile vorgefunden, aber sogar auch schon welche, die aus Kunstharz in Silikonformenen gegossen waren... (belegt durch Flammtest).


    Man weiß bei den entsprechenden Lieferanten nie, was sie gerade vorrätig haben - sie legen einem auch trotz Anruf oft einfach das in die Schachtel, was sie gerade dahaben, und wenn man das moniert, bekommt man ebendiese Auskunft.

    Es gibt wie mein Vorredner bemerkte, für die PX/PK auch welche aus Echtglas... die würde ich vorziehen...hier muß man aber beim wiederaufbördeln des Zierringes extrem vorsichtig sein, denn die Dinger sind aus einfachem Glas und können schon mal brechen. Hier gibt es keine passenden "Bördelgeräte" o.ä., es existieren aber Techniken, das bei entsprechender Geschicklichkeit mit einfachen Mitteln durchzuführen (ohne Klemmen, Zwingen o.ä.)


    Auch werden die Zierringe nicht einfach "umgebogen", sondern "definiert" aufgebördelt - damit es hübsch aussieht und auch wieder in die im Lenkerdeckel gelegene Aussparung passt! Wichtig ist hierbei, auch eine passende Dichtung zu haben (Vor der Anwendung von Dichtmasse sei ausdrücklich gewarnt), den sonst dringt von oben Feuchtigkeit ein.

    PX und PK Tachos macht ja wie ich gelesen habe, nicht jeder.

    Hast du mit einem True-RMS-tauglichen Multimeter gemessen?

    Ein Laderegler enthält zwar einen Gleichrichterschaltkreis mit Glättkondensator, die Gleichspannung, die der abgibt, ist aber getaktet. Normale, vor allem sehr günstige Multimeter können hier oft zu wenig anzeigen.

    Der Ladekreis am Roller ist geregelt, daß heißt die abgegebene Spannung richtet sich nach dem Ladezustand der Batterie. Ergo muß der
    Ladestrom, den eine gut geladene Batterie zieht, überhaupt nicht so hoch sein wie du meinst glauben zu müssen...


    Die Batterie hat eine Leerlaufspannung, die bei neuen Batterien durchaus 14,4 V erreichen können (gemessen an abgeklemmter, frisch geladener Batterie). Sobald ein Verbraucher aktiv ist (auch der Laderegler ist ein solcher Verbraucher), sinkt die an der Batterie gemessene Spannung auf geringere Werte (z.B. 12.2 V).

    Tips:

    ...ich würde aufhören, am laufenden Roller irgendeine Spannung zu messen und das alternativ mal in der Praxis testen.
    ... Neue Batterie kaufen + mit Netzladegerät vollladen (Das Ladegerät muß über eine Ladeschlußabschaltung und Erhaltungsladungsfunktion verfügen.
    ... Batterie ausgebaut messen, Wert notieren
    ... Batterie einbauen, damit fahren (2-3 Wochen lang), dann erneut ausgebaut (abgeklemmt) messen.

    Wichtig: werden nur Kurzstrecken gefahren (Zum Kippen oder Brötchen holen) und der Anlasser sehr oft betätigt, entlädt das die Batterie stark...wird dann
    nicht entsprechend lang gefahren (> 1 h), kann sich die Batterie gar nicht mehr genug laden.

    Ein Entstörwiderstand von 5 KOhm ist heutiger Stand der gesetzlichen Vorgabe der StVZO.
    Beste Lösung: Kerzenstecker mit 5 KOhm, z.B. die von NGK (LB05F oder die analoge Referenz von NGK als Silikonausführung).
    Dazu eine normale unentstörte Zündkerze.

    Vorsorgliche Bemerkung, interessant für Leute bei denen normale NGK usw. Kerzen nicht lange genug halten...

    Es gibt auch Entstörkerzen, die einen integrierten 5 KoHm Widerstand haben, der segnet aber meiner persönlichen Erfahrung nach besonders bei Tuningmotoren zu schnell das zeitliche. Diese Kerzen nennt man auch Resistorkerzen und meist tragen sie ein "R" in der Referenz" (Z.B. BOSCH WR 4 CC).
    Ich verzichte grundsätzlich auf diese Dinger.

    Oldschool Zündkerzen (man kennt noch das alte Bosch Plakat aus den Autowerkstätten "BOSCH, die Zündkerze mit dem Kupferkern!") halten am längsten.
    Die aktuell produzierten BOSCH Kerzen made in Russia oder in India tun das leider nicht mehr...

    Ich persönlich treibe dann NOS-BOSCH-Kerzen "made in Germany" (aus Altlagerbeständen) auf oder nehme die neu produzierten "BLITZ"- Kerzen, die chinesische Kopien der OLDSCHOOL Bosch sind... die bekommt man bei Händlern, die Zubehör für Vorkriegs- und Nachkriegs-BMW-Motorräder verkaufen.

    ...noch ne Bemerkung:
    ob das Ritzel mit 22Z (statt dem 20Z) auf dem 125 ccm Zylinder gut zieht oder du doch lieber "nur" ein 21er Ritzel nehmen solltest, hängt im wesentlichen davon ab, was du mit dem Roller vorhast...soll ein anderer Auspuff drauf, hast du häufig Steigungen zu bewältigen, welches Verhalten möchtest du bei Gegenwind auf der Strasse oder fährst du oft zu zweit oder mit schwerem Gepäck...
    ...du verstehst?

    Bitte bedenke, du machst mit dem 125 ccm Zylinder (der technisch 121 ccm hat...) einfach nur 40 Kubikzentiketer Hubraum mehr drauf...ansonsten bleibt der Motor ja der gleiche...Wunderdinge solltest du damit nicht erwarten

    Zitat

    Passt dann auch die Kupplung der PX200 mit 23 Zähne?

    Nein.

    Nicht ohne weiteres.

    Die 200er Kupplung fällt zum einen größer aus - du müsstest entweder den eingebauten PX80-150 Kupplungsdeckel gegen ein 200er Modell austauschen oder den alten modifizieren; ebenfalls im Motorgehäuse gibt es eine Art Sperre, die es verhindert, daß man nicht einfach eine größere Kupplung einbauen kann.
    Entgegenen anderslautenden "Tips" darf man im Deckel und im Gehäuse diese herausragenden Rippen nicht einfach willenlos total wegknipsen oder gar komplett wegfräsen, da sie eine wichtige weitere Funktion haben; es sind Ölleitfinnen.


    Zum anderen passt ein 23Z Kupplungsrad nicht zu dem in deiner PX80 verbauten Vorgelegezahnrad mit 67 oder 68 Zähnen.
    (Die PX 200 hat ein Vorgelegerad mit 65 Z).
    Ausgehend davon hast du bei der PX 80 "von aussen" nur die Möglichkeit, zwischen einem 20,21 oder 22 Z Kupplungszahnrad zu wählen.
    Ein 23er passt platzmäßig nicht zu den Rädern mit 67/68 Zähnen.


    Rein informatorisch:

    Nur durch komplettes zerlegen des Motors kann man die Primärübersetzung komplett austauschen und damit stehen einem ganz andere Zahnradkombinationen zur Wahl (schließt auch die Abstufung der 4 Gänge ein)

    Zitat

    Dazu sage ich nur: Setz dich mit dem Chemischen eigenschaften von PTFE auseinader.

    Ich füge dieser Aufforderung "augenzwinkernd" mal hinzu:
    Man setze sich auch mal mit den Methoden zur Prüfung von chemischen Beständigkeiten aus...

    Wenn jemand behauptet, ein Werkstoff sei chemisch beständig gegenüber Substanz "X", dann frage ich als erstes: "mit welchem Testzyklus habt ihr das geprüft, für welchen Zeitraum validiert die Prüfung die Beständigkeit, und bei welcher Temperatur und für welche Umgebungsbedingungen gilt die Beständigkeit?".

    Und ganz richtig, lieber DXR85... eine irgendwie geartete Beständigkeit toleriert Abweichungen bis zu einem gewissen Maß, die durch die Prüfmethode definiert sind.
    Oder konkret: Ein Teflonprobekörper gilt dann bei 10 % Volumenzunahme als chemisch beständig, weil die Prüfmethode das akzeptiert.

    "Chemischen Beständigkeitstabellen" muß man mit Vorsicht genießen.
    Wenn mir die lieben Kunden mit so etwas gekommen sind, mußte man sie dringend darauf hinweisen, daß solche Tabellen "orientierend" sind und der Kunde für seine konkrete Anwendung eigene Prüfungen unter Realbedingungen durchführen muß (oder bei entsprechenden Voraussetzungen dies unsere eigenes Prüflabor für ihn getan hat).

    Soviel zu den Tabellen...


    Teflonspray...ja das ist eine Art Balistol, das Teflonpulver enthält. Harmlos.

    Silikonspray/-öl dagegen ist ein böses Zeug. Schon mal was von Silikonvergiftung gehört?
    Hier reden wir nicht davon, daß du tot umfällst -medizintaugliches Silikonöl ist schließlich auch als Gleitbeschichtung auf Kondomen und als Schaumverhüter in deiner morgendlichen Erdbeermarmelade...

    ...sondern daß das Zeug überall hinkriecht und hingeschleppt wird und dort übles tut. Schon kleine Mengen davon reichen aus , um eine Lackierwerkstatt ausser Betrieb und fällig für eine Sanierung zu machen...genauso kotzt der Pulverbeschichter...und erst recht der Galvaniseur, dem du ein silikonverseuchtes Metallteil zum Verchromen gibst und er danach das schweineteure und hochgifte Bad entsorgen muß.

    Versuch mal ne Dose Silikonspray in ein Autowerk zu schmuggeln. Wenn sie dich damit erwischen, wurdest du in der Vergangenheit noch gehenkt. Heute bekommst du nur Hausverbot.

    Besser ein 16/16er oder ein 19/19er Vergaser




    Jetzt bitte nur weiterlesen wenn ihr Zeit und Lust für so ein Geknobel habt...

    Warum also lieber den größeren Vergaser?

    Ein Verbrennungsmotor erzeugt mechanische Energie durch Verbrennung. Je mehr er verbrennen kann, desto mehr Brennstoff muß ihm zugeführt werden. Ausserdem enthält der Brennstoff bei den Zweitaktern auch den Schmierstoff für die Zylinderlaufbahn...kleiner gaser=wenig Schmierstoff.Logo.


    Ja aber was macht es denn aus, so als Orientierung?

    Unterschiede zwischen dem SHB15er und dem SHB16er (rein rechnerisch):
    Hauptluftöffnung Vergaser mit 15 mm Durchmesser: 177 mm2 Durchlaßfläche
    Hauptluftöffnung Vergaser mit 16 mm Durchmesser: 201 mm2 Durchlaßfläche
    Unterschied: der 16er Vergaser hat (obwohl nur 1 mm mehr Durchmesser) ca. 15 % mehr Durchlaßquerschnitt.

    Ähnlich sieht es mit der zu schmierenden Zylinderlauffläche aus (Rechnung bei 43 mm Hub und 100 mm Zylinderhöhe).
    Zylinder 50 ccm, Durchmesser 38,4 mm: 12063 mm2
    Zylinder 75 ccm, Durchmesser 47 mm: 14765 mm2
    Unterschied: Der 75 ccm Zylinder hat eine um 22% größere zu schmierende Zylindermantelfläche als der 50 ccm Satz.
    (Überstromöffnungen habe ich wegggeschummelt)


    Merkt ihr was?

    -> Sicher lassen hier einige den 75 ccm Satz mit dem kleinen Vergaser laufen...schöner geht das aber mit dem größeren (besonders wenn er mit einem Rennauspuff gekoppelt wird.


    Abdüsen immer individuell bitte, bei einem 75 ccm DR und dem 16/16er Vergaser sollte es irgendwas um die HD 72-74 sein.

    PE-Züge (Aussenzüge mit Polyethylen-Innenrohr) oder PTFE-Züge (Aussenzüge mit Tefloninnenrohr) bitte auch nicht mir Silikonöl einsprühen.
    Es reicht, wenn der Innenzug aus möglichst geflochtenem und nicht verdrilltem Edelstahl ist (die Züge halten dann Jahrzehnte sofern sie richtig verlegt sind ).

    Beachtet man alles, sind die PE oder PTFE Züge das beste was man machen kann


    Zitat

    WD 40 sollte verboten werden !

    Besser Balistrol oder Caramba nehmen

    Ist gehuppt wie geduppt. Alle Produkte basieren auf der selben Grundsubstanz. Balistol enthält grüne Farbe und einen Duftstoff, der es von den Konkurrenten abheben soll.

    Is scho klar.


    Zuerst sollte man bei einer 3 Gang PK von 1990 mal klären, ob es nicht eine aus Italien mit einem der schönen Aluzylinder ist...
    Das würde den Wunsch nach einem Tuning 50ccm Zylinder etwas relativieren.

    50 ccm sind eben nur 50 ccm, und wenn man da Leistung rausholen will, dann nur über die Drehzahl. (sach ich mal so als Abreißkalenderspruch)

    Mal etwas zum Hintergrund und zur Anregung:

    Du hast vor, den Roller schneller zu machen, in dem du lediglich einen Zylinder "aufsteckst" und ansonsten den Motor nicht fit für die Höherleistung machst ("stecken" nennen wir das, wenn man den Motor nicht zerlegt, kein anderes Primärgetriebe einbaut und komplett hochrüstet - was bei der Vespa 50 sehr gut geht).


    Das bedeutet, daß du nur einen Geschwindigkeitszuwachs erhälst, der daraus resultiert, daß der Tuningzylinder ohne andere Getriebeübersetzung brutal höhere Drehzahlen erzielt.

    Oder anders gesagt:
    Ist dein Motor z.B. mit 40 km/h eingetragen (das bedeutet, es ist ein dafür passendes, lang untersetztes Primärgetriebe eingebaut), und du willst damit echte 60 km/h fahren, so ist das sicherlich möglich, aber eben nur, weil man hier den armen Tuningzylinder dann im roten Drehzahlbereich bewegt.
    Das heisst: der Motor kreischt in höchsten Tönen, alles vibriert, und weil der arme Motor vielleicht 30 Jahren alt ist und noch nie revidiert wurde, besteht das Risiko, daß dir die in Würde gealterten Wellendichtringe und altehrwürdigen Dichtungen flöten gehen.
    Diese Tuningzylinder (besonders die günstigen) sind aus dem selben Material (Grauguß") wie die Originalen - mit der Konsequenz, daß sie eigentlich "auf Dauer" auch nur die gleichen Drehzahlen aushalten wie die Originalzylinder.
    Wie gesagt, viele fahren damit rum, aber gehe mal davon aus, daß solche "steckgetunte" Motoren nie die Haltbarkeit mancher ungeöffneter Originalmotoren erreichen (ich kann freilich nur von den Motoren ausgehen, die ich in den Fingern hatte).


    Fazit: Tuningzylinder nur "stecken"?
    Meine persönliche Ansicht (sic!): Sicher, kann man machen, machen auch einige, aber für mich ist das ein Fahrerlebnis, das einen eher an die Pubertät in den früheren 1980er Jahren und an aufgebohrte kreischende Mofaauspüffe erinnert...

    ansonsten haben dich die lieben Kollegen ja auf einen Thread hingewiesen, der die gleiche Fragestellung hatte.