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Beiträge von prometheus0815

    Könnte es vielleicht auch einfach daran liegen, dass Du die Leistungsfähigkeit einer '76er Fuffi unterschätzt? Mit zwei Personen beladen pfeifen die kärglichen zweieinhalb PS aus dem letzten Loch. Mehr Gas, später einkuppeln, nicht untertourig rumcruisen!

    Falls wirklich ein Fehler vorliegt und Du in die Werkstatt fährst, frag dort doch nach einer Leihvespa für die Zeit der Reparatur. ;)

    Ist das ein Exemplar für deutschen Markt? Dann könnte eine Anfrage bei Piaggio Deutschland unter Nennung der Rahmen- und Motornummer Dir eine Freigabe bescheren, die Du beim TÜV vorlegen kannst. Die Eintragung ist dann nur noch Formsache. Das Ganze läuft beim TÜV unter "Gutachten zur Erlangung einer Betriebserlaubnis". Mit dem Gutachten gehst Du dann zur Zulassungsstelle und lässt es zur Betriebserlaubnis stempeln. Achte schon beim TÜV darauf, dass das korrekte Erstzulassungsdatum erhalten bleibt wegen evtl. späterer [lexicon='Eintragungen',''][/lexicon]!

    Bei der Zulassungsstelle wird Deine bisherige BE vermutlich eingezogen oder entwertet. Selbst eine entwertete Original-BE solltest Du aufbewahren, um die Geschichte des Fahrzeugs zu dokumentieren. Neben der neuen 50er-BE einfach so gültig zu Hause behalten wirst Du die alte BE vermutlich nur, wenn Du behauptest, sie verloren zu haben. So könntest Du zwar jederzeit zulassungstechnisch zur 80er "zurückrüsten", aber ob das legal ist, steht auf einem anderen Blatt. ;)

    ca. 100-1000 €, ca. 1 Tag - mehrere Monate.

    Im Ernst: Was genau willst Du? Selber machen oder Profi beauftragen? Einschicht oder metallic mit Klarlack? Perfekt oder "Hauptsache wasserdicht"? Mit Vorarbeiten oder ohne?

    Und schau mal ganz oben rechts auf diese Website. Die Suchfunktion ist eine mächtige Waffe! ;)

    Die überwiegende Meinung ist, dass man von allen Felgen, die nicht von Piaggio sind, die Finger lassen sollte. Wenn Du unbedingt Chrom willst, kauf sie halt und behalte sie genau im Auge, ob sie sich verziehen oder die Stehbolzen abscheren oder sonstwas.

    Und denk dran, generell normale verzinkte Muttern der Festigkeitsklasse 8.8 zu verwenden. Edelstahl ist Mist.

    Physik ist selten eine Glaubensfrage. ;)

    Zitat

    Es werden doch beim Einfahren nur die Maße geändert bis sie besser zusammenpassen.


    Korrekt, aber bei dem, was Du unter "Einfahren" verstehst, nämlich mehr Öl und weniger Drehzahl, funktioniert das halt nur suboptimal. Und von zu großem Laufspiel redet ja auch niemand.

    Ich fahr bei Graugusszylinder immer fast 500km mit niedrigen Drehzahlen und 1:25 Gemisch


    Wenn Einfahren aus dem aufeinander Einschleifen von Kolbenringen und Zylinderlaufbahn besteht, warum um alles in der Welt sollte man diesen Prozess durch die doppelte Ölmenge behindern wollen? Bessere Kühlung und damit verminderte Klemmergefahr erreicht man auch nicht durch mehr Öl. Moderne Zweitaktöle sind mit den originalen 1:50 ohnehin schon reichlich dosiert. Zum Thema niedrige Drehzahlen: Die Funktionsweise von Kolbenringen habe ich ja weiter oben schon erklärt. Wenig Gasdruck --> wenig Anpressdruck --> weniger Einschleifen --> weniger gute Abdichtung. Und das Laufspiel kann man übrigens messen. ;)

    Wo siehst Du denn da liegt der Vorteil Deiner Methode?

    Wenn Zylinder und Kolben geeignetes Laufspiel aufweisen und das Gemisch stimmt, klemmt prinzipiell nix. Woher denn auch? Und Kolbenringe dichten nun mal nicht durch Feder- sondern durch den Gasdruck, der während der Explosion hinter ihnen in die Ringnut knallt. Und nur dann schleift sich da auch was ein (außer, wie gesagt, bei beschichteten Zylindern). Natürlich heizt man nicht sofort Dauervollgas, sondern nimmt den Motor für eine gewisse Strecke immer schön durch alle Drehzahlbereiche, einschließlich Vollgas.

    Nach Veränderungen am Motor (Luftfilter, Vergaser, Kurbelwelle, Zylinder/-kopf/Kolben, Auspuff) solltest Du grundsätzlich den Vergaser neu abstimmen. In Deinem Fall sollte es reichen, die Hauptdüse anzupassen. Reinigen kann man den Vergaser bei der Gelegenheit natürlich auch gleich. ;) Wie beides geht, wurde für die hier im Forum schon etliche Male beschrieben. Wirf mal die Suchfunktion an. Auch Anhaltspunkte, mit welcher HD-Größe Du beginnen kannst (immer von eher zu groß nach klein abdüsen), findest Du zahlreich.

    Erst danach lohnt es sich, auf die Suche nach anderen Faktoren zu gehen. Welchen Zylinder hast Du denn genau drauf? Wenn der einfach nicht höher drehen will als der originale, hilft Dir die beste Leistung nicht weiter. Das Untersetzungsverhältnis von Zylinderhub auf Radumdrehung ist ja gleich geblieben. Wenn Du nicht allein mit der besseren Beschleunigung und mehr Dampf am Berg zufrieden bist, kannst Du eine längere Primäruntersetzung verbauen. Damit erreichst Du bei gleicher Drehzahl mehr Endgeschwindigkeit, was natürlich zu Lasten der anderen beiden Faktoren geht. Außerdem muss dafür der Motor gespalten werden. Wenn Du die Maschine dann eh aufmachst, könntest Du natürlich gleich eine noch längere Primär für einen noch größeren Zylinder nehmen und einen größeren Vergaser, und wenn schon noch größer, dann doch gleich Langhub mit entsprechender Kurbelwelle ... und das Tuningkarussell beginnt sich zu drehen. :D

    Edith meint, ich sei viiiiiel zu langsam. Und den Kniff mit dem Choke hab ich auch vergessen.

    Schließe mich dem rally an, ich weiß auch nicht was die Einfahrerei bringen soll.


    Du hast ja auch nen beschichteten Zylinder, da schleift sich eh nix ein. :P

    Aber wer ernsthaft kapiert hat, wie Kolbenringe funktionieren, kann eigentlich nicht guten Gewissens dazu raten, mit weniger Dampf und mehr Öl rumzugurken. Ich empfehle sowieso einen Blick hier hinein, wenn es um die Funktionszusammenhänge in Zweitaktmotoren geht. Liest sich recht locker.