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Beiträge von pkracer

    Genauso gut kann man dann auch gleich einen 125er Motor nehmen und sich über Mehrleistung und günstigere Versicherung freuen. Der nötige Führerschein ist der gleiche wie für 80 ccm.

    Falls die Frage auf einen Umbau mit 75er DR auf 50er Motor abzielte - dafür gibts keine Unbedenklichkeitsbescheinigung, also Einzelabnahme im Ermessen des Prüfers. Billiger wird das voraussichtlich auch nicht. Details bitte mit dem TÜV selbst klären, weil niemand den Prüfer deiner Wahl und dessen Anforderungen kennt.

    Am Rande bemerkt: Ein PX 80 Motor passt nur mit großem Aufwand in eine PK, Legalisierung ist zwar grundsätzlich ebenfalls möglich, aber vermutlich wesentlich schwieriger. Unbedenklichkeitsbescheinigung gibts dafür garantiert nicht von Piaggio.

    Das Ziehen des Kupplungshebels um den Elektrostarter betätigen zu können ist nur nötig aufgrund eines Schutzschalters am Kupplungshebel. Wenn man den Hebel nicht zieht, tut sich nichts beim Druck auf den Starterknopf, weil der Strom unterbrochen ist. Das ist eine Sicherheitsmaßnahme, damit der Roller nicht bei versehentlich noch eingelegtem Gang und gleichzeitigem Betätigen des Starters ungewollt nach vorne springt. Wenn die Kupplung gezogen ist, kann das auch bei eingelegtem Gang nichts passieren.

    Oben steht doch schon mit Quellenangabe, dass es sich bei Zweirädern über 50 und unter 125 ccm/max. 11 kw um Leichtkrafträder handelt. Und diese brauchen nun mal per genannter Vorschrift KEINE Fahrtrichtungsanzeiger. Für Selbstverständlichkeiten (da bereits gesetzlich geregelt) braucht man auch keine Ausnahmegenehmigung. Diese wird erst AB 125 ccm nötig und ist möglicherweise schwierig zu bekommen. Ein originaler Piaggio 125er Smallframe Zylinder hat nur echte 121 ccm, deshalb sind keine Blinker nötig.

    Wenn du also irgendwann tatsächlich mit dem Vorhaben einer Umrüstung eines Mokicks auf Leichtkraftrad auf einen TÜV Prüfer treffen solltest, kannst du ihm den § 54 Abs. 5 StVZO vorhalten, dann sollte sich das Blinkerproblem erledigt haben.

    Der Schutzschalter sitzt im Schaltrohr am Kupplungshebel, ich meine, das zugehörige Kabel wäre rosa. Der Startknopf lässt sich nur erfolgreich betätigen, wenn der Kupplungshebel gezogen ist, weil ansonsten der Stromfluss unterbrochen ist. Sinn des Schutzschalters ist, dass der Roller im Falle eines versehentlich noch eingelegten Gangs und gleichzeitigem Betätigen des Starterknopfs einen unbeabsichtigten Satz nach vorne macht. Wenn die Kupplung gezogen ist, kann auch bei eingelegtem Gang nichts passieren, deshalb der "Zwang" zum Auskuppeln.

    Was für einen Schlüssel meinst du?

    Das ist halt das Rahmennummernpräfix der PX 125 Lusso - ob es da einen tieferen Sinn gibt bzw. was sich Piaggio bei der Buchstabenkombination gedacht hat, bleibt wohl deren Geheimnis. Das Bestimmungsland des Rollers und damit die technische Ausstattung lässt sich anhand des Präfixes in diesem Fall nicht feststellen. Das T am Ende steht jedenfalls für telaio = Rahmen. Die Motornummern hingegen enden immer auf M.

    Nochmal was anderes zu der Kupplung:

    Ich bin gestern 53km am Stück gefahren. Wenn die Kupplung schleifen würde, hätte das nicht dermaßen gestunken nach heißer Kupplung? :+1

    Kenne das von der Fahrschule mit den Vollprofis die die ganze Zeit die Kupplung nur am Schleifpunkt halten. Schööön heiße glühende Kupplung. klatschen-)

    Ihr wisst was ich meine? Liege ich da richtig? hehe-)

    Nein, liegst du nicht. Die Vespa hat im Gegensatz zu den allermeisten PKWs eine Ölbadkupplung, deshalb riecht man da wenig bis gar nichts von verbrannten Belägen. Erst wenn du das Getriebeöl ablässt, würdest du etwas riechen.

    Die Sito Dinger haben gelegentlich ziemlich italienische Fertigungstoleranzen und sind nur mit Unterstützung eines dicken Hammers zu montieren.

    Nichtsdestotrotz hast du der Werkstatt einen klaren Auftrag erteilt, den sie nicht ordnungsgemäß ausgeführt haben. Also solltest du für den Fehlversuch auch nicht zahlen. Vielmehr müsste sich die Werkstatt an den Lieferanten des fehlerhaften Auspuffs wenden und von dort ein einwandfreies Teil verlangen. Ggf. könnten sie diesem auch den Mehraufwand in Rechnung stellen.

    Falls es sich bei der Werkstatt allerdings um die Fa. Scholz aus Berlin handeln sollte, kannst du dich unter Umständen schon auf einiges Theater einstellen, such mal nach Erfahrungsberichten mit diesem Laden im Internet, da wirst du sicher fündig... :rolleyes:

    Das ist nicht neuerdings so, sondern seit 1962. Jüngere Fahrzeuge über 125 ccm wurden seitdem immer nur mit vom TÜV befürworteter Ausnahmegenehmigung der Zulassungsstelle ohne Blinker zugelassen, z. B. wenn die Blinkernachrüstung nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich war.

    Auch heute ist weniger der TÜV als die Zulassungsstelle das Problem, die sich aus Sicherheitsgründen und wegen des technischen Fortschritts (weniger Aufwand für die Umrüstung) häufig bei der Ausnahmegenehmigung querstellt. Ich glaube, in Bayern entscheidet beispielsweise nicht die lokale Zulassungsstelle über die Ausnahmegenehmigungen, sondern eine übergeordnete Behörde.

    Kann natürlich trotzdem klappen, aber die Bedingungen haben sich in letzter Zeit verschärft.

    Die Versicherungen für 50er unterscheiden sich normalerweise nicht vom Deckungsumfang her. Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die Haftpflichtversicherung, Kaskoversicherungen kannst du gegen Aufpreis dazu buchen.

    Sicherlich hast du schon mal von Versicherungsvergleichsportalen gehört, wenn nicht hilft Google da gerne weiter. Grundsätzlich scheint es aber so zu sein, dass die WGV die niedrigsten Beiträge in der Haftpflichtversicherung hat. Wenn das zu versichernde Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt ist, ist der Oldtimertarif der Allianz mit 25 Euro jährlich für die Haftpflicht mit Abstand am günstigsten.

    Ansonsten bleibt es dir überlassen, ob du Wert auf einen Vertreter vor Ort legst, oder das Kennzeichen über Internet bestellen möchtest. Letzteres ist meistens etwas günstiger.

    Die verbaute Elektrik kann sich trotz gleichen Modells und Baujahres abhängig vom Land der Erstauslieferung unterscheiden, da verschiedene Länder teilweise auch unterschiedliche technische Anforderungen haben/hatten.

    So hatten z. B. deutsche Versionen eine mit Gleichstrom betriebene Hupe statt einer Wechselstromschnarre, was einen Gleichrichter erforderte. Ähnliche Unterschiede gibt es auch in anderen Punkten.

    Und ich wiederhole mich gerne nochmal: Selbst wenn deutschlandweit nur eine einzige PX 200 mit Scheibenbremse und unter 20.000 km bei mobile für 3.000 Euro inseriert wäre, wäre das für mich weder ein Indiz dafür, dass so ein Roller besonders selten oder der Preis realistisch ist.

    Aber gegen Beratungsresistenz bin ich (und einige andere offensichtlich auch) machtlos. Biete deinen Roller halt zu deinem Wunschpreis an und warte auf den Käuferansturm. Beleidigt sein alleine bringt dich nicht so richtig weiter.

    Ich wage die Behauptung, dass du trotz Wertgutachten beim Verkauf bei weitem keine 4.200 Euro dafür bekommen würdest. So ist das halt mit Hobbies, wirtschaftlich denkend braucht man gar nicht erst damit anzufangen.

    Ergänzend: Ein PX 200 von 2001 ist keine besondere Rarität oder ein gesuchtes Sammlerstück. Deshalb ziehen da irrationale Preisvorstellungen nicht, wie man sie bei anderen Modellen beobachten kann. V50 werden z. B. je nach Zustand deutlich über den ehemaligen Neupreisen verkauft. Zwischen solchen Fahrzeugen und der hier behandelten PX 200 liegen aber ca. 20 Jahre, d. h. man muss realistischerweise immer noch von einem normalen Gebrauchsfahrzeug ausgehen. Neupreis der Kiste waren schätzungsweise 5.800 DM, d. h. 2.965 Euro. Über noch nicht mal 100 Euro Wertverlust pro Jahr würden sich Besitzer anderer Fahrzeuge freuen.

    Ehrlich gesagt sind 6.500 Euro ein absoluter Witz für eine PX 200, sowas zahlt kein Mensch. Auch bei 2.800 wird die Luft schon äußerst dünn. Von den Mondpreisen bei mobile und Konsorten solltest du dich nicht blenden lassen, zwischen Wunschvorstellung der Verkäufer und der Realität liegt eine Menge Geld. Tatsächlich verkauft werden die Mopeds zu den Preisen aber ziemlich sicher nicht.

    Ich würde sagen, dass du mit 2.000 Euro schon ziemlich zufrieden sein müsstest. Zum Vergleich mal ein Verkaufsangebot aus dem GSF, allerdings ist da noch jede Menge hochpreisiges Zubehör/Tuning dabei: Klick.

    Ist dir sicherlich zu wenig, weil eine zum Verkauf stehende Vespa ja grundsätzlich gleichbedeutend mit der Lizenz zum Gelddrucken sein muss. :rolleyes: Daher mein Vorschlag: Stell das Moped ab 1 Euro, aber mit Mindestpreis nach deinen Vorstellungen bei ebay ein, dann siehst du schon, was das Publikum zu zahlen bereit ist und du gehst nicht das Risiko ein, dass der Roller unter deiner Preisvorstellung verkauft wird. Wenn er dann nicht weg geht, wirst du wohl den Preis korrigieren müssen. Mehr als bei ebay wird eigentlich nirgends bezahlt.