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Beiträge von pkracer

    Durch den kurzen 4. Gang verbessert sich der Anschluss vom 3. in den 4. Gang beim Beschleunigen deutlich. Ohne kurzen 4. Gang kann es unter ungünstigen Bedingungen wie Gegenwind oder Steigungen vorkommen, dass die Karre im 4. Gang verhungert, weil der Motor nicht mehr ausdrehen kann.

    Der Motorblock unterscheidet sich nur durch die Nummer von V50 Motorblöcken, d. h. er kann nichts besser oder schlechter. Du hast zwar schon eine Kurbelwelle mit dem passenden Hub (51 mm) für 133er Geschichten verbaut, bei der geplanten Leistung würde ich aber dann doch über ein optimiertes Neuteil nachdenken.

    Für die geplanten 12-15 PS würde ich folgendes vorschlagen:

    133er Polini Grauguß (Racing Version mit dem verbesserten Kopf),
    2.56er Primärübersetzung,
    Polini Superstrong (oder so ähnlich) Kupplungskit mit 3 Belagscheiben,
    kurzer 4. Gang,
    Mazzuchelli ETS Rennwelle,
    24er oder 25er Drehschieberansaugstutzen,
    24er oder 25er Dell´Orto Vergaser,
    PM 40 (bzw. irgendein Derivat) oder LTH Road Auspuff,
    PK XL Polrad und Zündgrundplatte.

    Damit sollte die Wunschleistung locker machbar sein, ggf. noch mit etwas Luft nach oben je nach Feintuning.

    Ich meine mir ziemlich sicher zu sein, dass die originale PK 50 XL Primär (4.irgendwas) keine Ruckdämpferfedern hat.

    Das vom TE beschriebene Verhalten/Geräusch meine ich zu kennen, aber wie gesagt nur in Verbindung mit runterschalten bei unangemessen hoher Geschwindigkeit. Solange aber die Gänge beim Beschleunigen nicht springen, liegt auch (noch) kein Getriebedefekt vor. Mit dem Rest muss man sich halt konstruktionsbedingt abfinden oder auf Gummiband-Roller umsteigen.

    Die Stoßdämpferfrage ist ein ähnlich viel Diskussionsspielraum bietendes Feld wie die berühmt-berüchtigten Fragen nach dem besten Reifen oder dem besten Öl. Frag 3 Leute und du bekommst 5 Meinungen.

    Wichtig wäre das zur Verfügung stehende Budget und was du für Fahreigenschaften wünschst. Dann noch die Frage, ob du Wert auf Zulässigkeit im Straßenverkehr legst oder nicht.

    Und eben aus diesen Gründen fände ich für die ersten Gehversuche eines Anfängers eine PX 80 am ehesten geeignet. Die sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung und man ruiniert in der Regel (noch) kein im Originalzustand erhaltenswertes Kulturgut. Wenn man dann etwas tiefer in der Materie steckt und gewisse Dinge zu schätzen gelernt hat, kann man immer noch was älteres/schöneres anschaffen und erspart sich dann vielleicht auch manch teuren Anfängerfehler, der bei selteneren Fahrzeugen umso ärgerlicher gewesen wäre.

    Das mit den 30 km/h und dem 1. Gang war bewusste Übertreibung, um einen häufigen Anwenderfehler zu verdeutlichen.

    Dann versuche es doch mal mit meiner vorgeschlagenen Methode des Runterschaltens bei Schrittgeschwindigkeit. Wenn es dann immer noch knallen sollte, könnte man einen Defekt vermuten, der aber ggf. durch ausreichend lange vorherige Fehlbedienung hausgemacht ist. Ein Vespagetriebe ist nunmal in keinster Weise mit der Funktion moderner Auto- oder Motorradgetriebe vergleichbar. Sowohl in der Bedienung als auch in der Geräuschentwicklung.

    Du solltest auch nicht schon bei 30 km/h den 1. Gang reinhauen. Aufgrund der schon erwähnten Bauart des Getriebes ist es völlig normal, dass es dann kracht. Tut dem Getriebe auf Dauer auch nicht gut. In dem Fall ein ganz klarer Anwendungsfehler - oder anders ausgedrückt: Das Problem ist nicht im Motor, sondern auf der Sitzbank zu suchen.

    Beim Annähern an eine rote Ampel erst bei Schrittgeschwindigkeit Richtung 1. Gang zu schalten, würde das "Problem" beheben.

    Es gibt je nach Modell schon technische Unterschiede, vor allem aber im Wert eines Fahrzeugs (Anschaffungspreis und Wiederverkaufswert vor und nach einer Restauration als Erstlingswerk - damit meine ich, dass manch einer schon viel Geld in eine "Restauration" gesteckt hat, der Wiederverkaufswert des Fahrzeugs aber nachher geringer war als vorher) sowie in der Verfügbarkeit von Ersatzteilen und deren Preisen.

    Dass teilweise sehr fragwürdige "Restaurationen" aus diesem Ort kommen (manche würden ihn auch als "Home of glänzend lackiertem Schrott" bezeichnen), ist ja nun keine Neuigkeit. Vor dem Kauf hier im Forum nachzulesen bzw zu fragen, hätte vermutlich Geld und Ärger gespart.

    Dafür brauchst du eigentlich keine große Hilfe. Schau dir die Mechanik des Gasgriffs im Lenker bzw. am Vergaser an, dann sollten dir da schon Ideen kommen. Z. B. könnte man die Seilzugrolle im Lenker quer durchbohren und einen Stift durchstecken, so dass der Griff nicht mehr vollständig drehbar ist bzw. die dann verkürzte Drehung den Vergaser nicht mehr vollständig öffnet. Oder du nimmst den Vergaserdeckel ab und steckst Unterlegscheiben auf die Stange, die den Gasschieber führt, so dass dieser aufgrund des durch die Unterlegscheiben begrenzten Weges nicht mehr vollständig öffnet.

    Dabei natürlich zwischendurch immer testen, welche Höchstgeschwindigkeit noch erreicht wird.