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Beiträge von pkracer

    Kommt auf das Modell an. Wenn es eine deutsche PX alt ist (erkennbar am Zündschloss im Lenker und Gemischschmierung, d. h. du musst selbst Öl in den Benzintank schütten), dann ist eine Batterie vorhanden und die Blinker funktionieren normalerweise auch ohne laufenden Motor. Wenn es eine deutsche PX Lusso ist (kombiniertes Zünd-/Lenkschloss am Rahmentunnel, Getrenntschmierung, d. h. separater Öltank, Tankanzeige im Tacho), dann hat sie nur in der Ausführung mit Elektrostarter eine Batterie. Dann müsste unter dem Lichtschalter auch ein kleiner roter Starterknopf sein. Bei diesen Modellen funktionieren die Blinker und die restliche Beleuchtung nur bei laufendem Motor, nur die Hupe funktioniert baujahresabhängig evtl. auch ohne laufenden Motor.

    Man kann nicht zwingend elektrische Erfahrungen aus der Motorradwelt auch auf eine Vespa übertragen, z. B. gibt es bei Modellen mit Trommelbremse vorne keinen Bremslichtschalter fürs Vorderrad, d. h. Bremslicht leuchtet nur bei Betätigung des Bremspedals. Muss man vielen TÜV-Prüfern auch erst erklären, ist aber so.

    Stimmt, hier gehts nochmal um die gleiche Geschichte. War aber tatsächlich auf einer Liste mit Presse-Aprilscherzen 2010 zu finden. Krass, für was für einen Unsinn offensichtlich Geld übrig ist. 8|

    Aber immerhin gelten die Teilnehmer dann während der Dauer der Maßnahme nicht als arbeitslos, Hauptsache die Statistik wieder ein wenig geschönt. :thumbdown:

    Bei den Zylindern weiß ich sicher, dass die Gutachten nicht mehr gültig sind, [lexicon='Eintragungen',''][/lexicon] aber je nach Prüfer trotzdem möglich sind. Bezüglich der Düse solltest du die Frage sinnvollerweise an AlphaTech und/oder den TÜV richten.

    Die Eintragung eines kompletten 125er Motors hingegen wäre unproblematisch mit der Bescheinigung von Piaggio.

    Generell: Ich verstehe ja, dass du versuchst Informationen zu deinem Vorhaben zu sammeln und dich möglicherweise vor dem Aufwand einer persönlichen Nachfrage beim TÜV scheust. Nur nützt es dir wie gesagt wenig, wenn du hier im Forum eine Information bekommst und für bare Münze hältst, der TÜV Prüfer als Entscheidungsträger aber was anderes sagt. Deshalb die wiederholte Bitte, diese Fragen mit dem TÜV direkt zu klären, damit du dich darauf beziehen kannst. Es wird nämlich keinen Prüfer interessieren, wenn du als Argument bringst: "Im Forum XY haben aber alle gesagt, dass ...".

    Da sämtliche eventuell mal existent gewesenen Gutachten für Zylinder bei diesem Baujahr bzw. Erstzulassung ungültig sind und es sich deshalb um eine Einzelabnahme handeln würde, solltest du das für letztgültige Klarheit mal mit dem Prüfer besprechen, der die Eintragung vornehmen soll.

    Einzelabnahmen liegen immer im Ermessen des Prüfers. Deshalb nützt es wenig bis gar nichts, wenn dir hier jemand voraussagt, dass das auf jeden Fall klappen müsste, dein Prüfer aber im Rahmen seines Ermessensspielraums da keinen Bock drauf hat und die Eintragung deshalb nicht macht.

    Was genau meint der Händler mit Kupplungskorb? Den eigentlichen Kupplungskorb oder den an der Primärübersetzung angenieteten Korb? So oder so kosten die Teile je vielleicht 25 Euro (Kupplungskorb neu/Primär gebraucht in gutem Zustand). Wenn es nur um den Kupplungskorb geht, dann ist ist das in ca. einer halben Stunde erledigt. Wenn die Primärübersetzung getauscht werden soll, dann muss dazu der Motor komplett zerlegt werden, das macht dann vermutlich den hohen Preis in der Werkstatt aus.

    Allerdings kann dir keiner sagen, welche Teile du brauchst, wenn nicht der genaue Schaden bekannt ist. Bilder wären deshalb gut. Aber günstiger als 500 Euro wird das allemal in Eigenleistung.

    Also ich stelle fest hier sind nur Ober-Lehrer Online ich wollte eine richtige Antwort von einem Schrauben und nicht Bürohängsten mit dicker Tasche die alles in der Werkstatt machen lassen. Ich wollte nur paar Tipss was ich am Kopf zB verändern kann damit mehr Kraftstoff hineingeht.

    Aber trozdem vielen Danke für eure Mühe ihr wisst es ja nicht besser.

    Sorry, aber alleine diese Meldung zeugt davon, dass du überhaupt keine Ahnung davon hast, wie so ein Motor funktioniert. Wenn du den Kopf veränderst geht da nicht mehr Kraftstoff rein, der kommt nämlich durch den Vergaser und den Einlass. Diese Erkenntnis hat auch nichts mit der Dicke des Portemonnaies zu tun, sondern dass man sich einfach mal mit der Materie beschäftigen sollte.

    Dann würde man nämlich erkennen, dass -wie schon erwähnt- ein Vespamotor absolut nicht mit dem Apriliamotor vergleichbar ist. Nur mal als kleine Anhaltspunkte, an denen du Unterschiede erkennen könntest: Aprilia: wassergekühlter Aluylinder mit membrangesteuertem Direkteinlass und modernem Kanaldesign/Steuerzeiten, Vergasergröße wohl so um die 28 mm oder größer, leichtes Polrad, 6 Gänge, Resonanzauspuff, Drehzahlen locker im 5-stelligen Bereich. Vespa: luftgekühlter Graugußzylinder mit Drehschiebereinlass mit ca. 40 Jahre altem Layout, Vergaser 20 mm, schweres Polrad, 4 Gänge, Auspuff nur mit Schalldämpferfunktion, Drehzahlen max. 7.000 U/min, eher weniger.

    Ohne da massive und kostenintensive Änderungen durch Austausch von Teilen vorzunehmen, wirst du nicht in Leistungsregionen der Aprilia kommen. Teuer sind die Teile und nicht die Werkstatt, die hier wohl die wenigsten in Anspruch nehmen.

    Noch Fragen? :love:

    Ebenfalls @ Arni und in die gleiche Kerbe: Nicht böse gemeint, aber nicht alles unter 1.500 Euro für ein mehr als 30 Jahre altes Fahrzeug ist wirklich ein Schnäppchen. Und der Motor ist auch eher kein Schnäppchen, sondern ausnahmsweise angemessen und nicht völlig abgehoben, weil der Verkäufer einfach mal schauen will, ob nicht doch irgendein Trottel 200 Euro dafür hinlegt.

    Wobei auch schon mehrfach festgestellt wurde, dass die hartnäckig wiedergekäute Empfehlung des Ideals einer rehbraunen Zündkerze bei Verwendung von modernem Synthetiköl nicht mehr haltbar ist. Deren Ursprünge liegen in der Zeit, als auch noch mit SAE 30 Motoröl (!) im Verhältnis 1:25 als Spritzusatz gefahren wurde, weil es nichts anderes gab. In etwa gleiche Liga wie Auspuffausbrennen oder einen extra Schluck Öl in den Tank in der Einfahrzeit.

    Naja, wenn das alles so leicht wäre, wären Zweiradmechaniker, Karosseriebauer und Lackierer wahrscheinlich keine Lehrberufe. Kommt aber natürlich immer auf deinen persönlichen Anspruch an so eine "Restauration" an.

    Schau mal, wieviele Topics es hier alleine mit der gleichen Fragestellung "Hilfe, meine [lexicon='Vespa springt nicht an',''][/lexicon]!" gibt. Und in deiner Preisklasse wird es wohl eher auf so ein Exemplar hinauslaufen. Aber jeder wächst mit seinen Aufgaben. :thumbup:

    Zu meiner Zeit gabs sogar Spezialisten, die schon in den Herbstferien vor dem Abi Panik verbreitet haben. Von solchen Vögeln sollte man sich nicht anstecken lassen. Die haben deswegen auch keinen besseren Schnitt erzielt.

    Ich glaube, die als restauriert angebotenen Roller von diesem Händler werden nur noch "von privat" verkauft. Ich erinnere mich da z. B. an eine ET3, die letztens bei ebay stand und nach diesem Anbieter aussah. Wenn das mal nicht aus Gründen des Gewährleistungsausschlusses geschieht. Ist ja auch grundsätzlich nicht verwerflich, hinterlässt aber einen merkwürdigen Eindruck, wenn man den eigenen angebotenen Fahrzeugen anscheinend nicht traut. Oder die Dinger lassen sich einfach nicht teuer genug verkaufen, um als gewerblicher Anbieter nicht schon bei der 2. in Anspruch genommenen Reparatur auf Gewährleistung draufzuzahlen.

    Naja, es gibt auch ausreichend groben Pfusch, der in Deutschland entstanden ist und als "Restauration" angeboten wird.

    Wenn trotz aller negativen Erfahrungsberichte weiterhin der Wunsch nach einer Asia-Kiste besteht, sollte aber auch gesichert sein, dass der Händler für seine Gewährleistungspflichten einstehen wird (bei Gebrauchtfahrzeugen auf 1 Jahr einschränkbar) und er dies auch schriftlich zusichert. Also nicht irgendwelche Mauscheleien, wonach dann plötzlich seine Frau als Verkäuferin im Vertrag steht, die als Privatanbieterin die Gewährleistung ausschließt und du bei irgendwelchen Schäden dumm dastehst.

    Handelt es sich bei dem Anbieter um jemanden mit Erfahrung im Zweirad- oder besser noch Vespabereich und entsprechender Werkstatt, oder ist das irgendein Kaufmann, der einen Container voll Roller aus Asien hat kommen lassen, weil er damit den schnellen Euro verdienen will? Falls letzteres, sehe ich für die Durchsetzbarkeit von Gewährleistungsansprüchen schon ziemlich schwarz. Die tolle Geschäftsidee könnte aber auch für den Kaufmann nach hinten losgehen, z. B. gibt es einen Anbieter, der früher solche Fahrzeuge im Programm hatte, jetzt aber nur noch Ersatzteile anbietet. Wird wohl irgendeinen Grund gehabt haben.

    Zur eigentlichen Frage: Wenn du maximal 300 Euro für das ganze Zulassungsverfahren einplanst, solltest du auf der sicheren Seite sein. Eine Garantie, dass es mit indonesischen Papieren leicht wird, kann dir aber hier keiner geben. Deshalb solltest du dich vielleicht auch schon vor dem Kauf an die Zulassungsstelle wenden und dort nachfragen, die müssten es ja schließlich am besten wissen.

    Ed.: Bezüglich der Preisfrage hat Diabolo evtl. auch andere praktische Erfahrungen sammeln können, daher sind die 300 Euro nicht als zwingend bindend anzusehen. Beim TÜV können wie gesagt noch einige Unwägbarkeiten auf dich zukommen.

    Mal generell: Abgesehen von den Zulassungsproblemen weißt du über die z. T. gravierenden Qualitätsmängel asiatischer "Restaurationen" Bescheid?

    Es gibt bei manchen TÜVs die Regelung, dass § 21 Abnahmen nur nach entsprechender Erteilung eines Auftrags durch die örtlich zuständige Kfz-Zulassungsstelle gemacht werden. Diesen Auftrag erteilt die Zulassungsstelle aber nur, wenn die Papiere vorher klar sind. Ich habe selbst keine Erfahrung mit Reaktionen der Sachbearbeiter auf handschriftliche indonesische Zulassungspapiere, könnte mir aber vorstellen, dass das größere Probleme gibt, als wenn du mit Papieren aus dem europäischen Ausland aufläufst.

    Die VBB 150 gabs nie offiziell in Deutschland, deshalb brauchte sie auch keine Blinker. Alle in Deutschland nach dem 01.01.1961 zugelassenen Zweiräder über 125 ccm brauchen per Gesetz Blinker. Ist nunmal so. Wie gesagt bestand die Möglichkeit der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung, wenn die Umrüstung auf Blinker unverhältnismäßig aufwendig oder teuer wäre. Es gibt aber inzwischen Umrüstsätze, mit denen so ein Umbau nicht besonders aufwendig ist. Daher könnte es sein, dass die Ausnahmegenehmigung für "mit ohne Blinker" verwehrt wird. Und selbst wenn der TÜV die Ausnahemgenehmigung erteilen würde, ist die Zulassungsstelle daran noch lange nicht gebunden. Beispiel derselben Kategorie ist die Zulassung von US-Fahrzeugen mit kleinem Kennzeichenausschnitt in den Stoßstangen/Heckklappen. Auch da ist es schon vorgekommen, dass die Zulassungsstelle kleine Kennzeichen verweigert hat, obwohl Ausnahmegenehmigung des TÜVs vorhanden und Grund bzw. die Notwendigkeit offensichtlich ist. Der Kollege fährt jetzt schick an den Seiten überlappende lange H-Kennzeichen an seinem 66er Charger spazieren.

    Bietet der Verkäufer des Rollers nicht an, deutsche Papiere zu beschaffen? Falls er das nicht anbietet - warum nicht? Würde ihm doch sicher den Verkauf der Fahrzeuge erheblich erleichtern. Schon mal darüber nachgedacht?