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Beiträge von pkracer

    PX gibts erst ab 80 ccm und auch nicht umrüstbar auf 50 ccm, fällt also aus.

    In deinem Preisrahmen wird es vermutlich auf eine PK rauslaufen. Da gibt es 3 Baureihen, PK S (1983-1985), PK XL (1986-1990) und PK XL 2 (1991-1996). Wobei auch die PK XL 2 laut Papieren nur PK XL heißt. Wenn keine Bilder zur Verfügung stehen, ist das Baujahr ein Unterscheidungskriterium. Ab ca. 1991 ist alles PK XL 2. Ohne Schraubererfahrung oder den Willen, es auf die harte Weise zu lernen, solltest du auch nicht auf die Idee kommen, dir eine PK Automatik zu kaufen. Automatik mag zwar verlockend klingen, weil dann auch die Frau mal fahren kann, und billiger als die Schaltmodelle sind sie meist auch, aber dann hören auch die Vorteile schon auf.

    Bilder:

    PK S

    PK S

    PK XL

    PK XL

    PK XL 2

    PK XL 2

    Den Otto-Schrott vergisst du besser mal ganz schnell. Kostet zwar neu weniger als so manche gebrauchte Vespa, ist aber alles der gleiche China-Müll, egal ob da Jack Fox, Baotian, Bondini oder Feng-Shui draufsteht. Wenn du überlegst, wieviele Leute da bei einem Verkaufspreis von ca. 800 Euro schon dran verdient haben, kannst du dir vorstellen, dass das nicht unbedingt die hochwertigsten Fahrzeuge sind. Auch wenn sie toll Bling-Bling und Retro und "fast wie eine Vespa" aussehen. Leider nur fast und insgesamt so erotisch wie Hartz IV.

    Wenn du ein modernes Automatikfahrzeug willst, auf dem aus Marketinggründen Vespa-Logos angebracht wurden, wird man dir im sicher besser helfen können.

    Die Banane entspricht der Charakteristik des Zylinders am ehesten und dürfte daher in Lautstärke und Optik erste Wahl sein. Ein Auspuff, der seine Wirkung erst in Drehzahlregionen jenseits der 7.000 entwickelt, nützt dir beim DR gar nichts, weil der Zylinder derartige Drehzahlen gar nicht erreicht. Im Gegenteil wäre das sogar kontraproduktiv, weil du Drehmoment im unteren Drehzahlbereich einbüßen würdest.

    Einzige Optimierungsmöglichkeit für die Banane wäre ein Krümmer mit größerem Durchmesser, wie er im GSF vom Mitglied BastiMoeters SC angeboten wird. Ansonsten wäre noch Mehrleistung durch Bearbeitung von Zylinder, Kurbelwelle und Motorgehäuse zu holen.

    Je nachdem ob gerade die Sonne scheint und damit die Leute besonders scharf auf sowas sind, würde ich bei ebay irgendwas zwischen 900 und 1.200 für erzielbar halten.

    Wenn du den Roller mit entsprechendem Mindestpreis einstellst, gehst du kein Risiko ein, weil nur bei erreichtem Mindestpreis ein Verkauf stattfindet. Die Leute bieten aber lieber (und verfallen eher in einen Bietrausch) bei Auktionen ab 1 Euro als bei einem hohen Startgebot.

    Fragwürdig, da du den als Basis dienenden Roller anscheinend vorher nicht zu sehen bekommst. Und wenn jemand eine PK inkl. professioneller Neulackierung in Wunschfarbe für 899 Euro anbieten kann, dann ist das schon so günstig, dass irgendwas faul sein muss.

    Ausgenommen natürlich, der Typ macht das als Beschäftigungstherapie, ist echt christlich eingestellt und möchte deshalb keinen Cent Gewinn machen, geschweige denn für seine Arbeit entlohnt werden.

    Geht auch mit Heidenau K58, wenn du dir eine Freigabe des Herstellers ausstellen lässt, allerdings muss dann bei höherer Geschwindigkeit auch ein niedrigeres zulässiges Gesamtgewicht des Rollers eingetragen werden, was dann wiederum zu Problemen mit Soziusbetrieb führen könnte:

    [Blockierte Grafik: http://www.vespa-blog.de/wp-content/uploads/2007/03/heidenau_k58_freigabe.jpg]

    Alternative wären Schwalbe Raceman mit Freigabe bis 150 km/h, allerdings ein eher sportliches Profil, was bei Nässe dem K58 sicher unterlegen ist.

    Das breiteste was ohne großen Aufwand hinten montierbar ist, ist ein 3.50-10er Reifen, wie ihn z. B. die PX serienmäßig hat. Da müsstest du noch mit Unterlegscheiben zwischen Felge und Trommel hinkommen. Zu bedenken ist, dass damit die Übersetzung verlängert wird, weil der 3.50er Reifen einen größeren Abrollumfang hat. Dementsprechend erhöht sich auch die Endgeschwindigkeit ein wenig und die Beschleunigung leidet etwas.

    Legal ist eine Änderung der Reifengröße nicht, wenn nicht vom TÜV abgenommen und in den Papieren eingetragen. Wenn die Ordnungshüter auch in der Regel von Vespatuning keine Ahnung haben mögen, so sind sie aber meist doch in der Lage, Reifengrößen abzulesen. Das gäbe dann Ärger.

    Breitere Reifen sind nur mit erheblichem Aufwand montierbar. Dazu muss ein Distanzring her, der die Felge vom Motorblock weg distanziert. Das bedingt zur Montage natürlich den Ersatz der Stehbolzen in der Trommel durch längere Schrauben. Dann würde der Reifen aber außermittig nach links versetzt sitzen, also nicht mehr mit dem Vorderrad in einer Spur laufen. Das ist gar nicht gut fürs Fahrverhalten.

    Um das zu beheben, muss der Motor nach rechts versetzt werden, dazu muss die Motorschwinge rechts gekürzt werden und links entsprechend unterlegt werden. Dann kann es sein, dass der Seitendeckel nicht mehr passt, weil die Lüfterradabdeckung daran schleifen würde. Je nach Auspuff passt der Reifen auch nicht mehr am Krümmer vorbei.

    Also alles nicht ganz einfach umzusetzen für ein bißchen optische Poserei.

    Vorne rechts (in Fahrtrichtung gesehen) am Beinschild gehört ein Schriftzug aus Metall "vespa" hin, oben an der Kaskade ein blaues Piaggio-Sechseck (Aluminium, selbstklebend), in die Mitte der Kaskade ein Piaggio-Schriftzug mit schwarzer Schrift auf grau-weißem Grund (Aluminium, selbstklebend), auf den in Fahrtrichtung linken Seitendeckel ein Schriftzug aus Metall "PK 80 S", darunter evtl. noch ein grün-schwarzer Aufkleber "electronic".

    Die allermeisten Antworten auf deine Fragen, insbesondere zur Vergaserbedüsung und -einstellung, lassen sich mit der Suchfunktion oder einfach nur durch Stöbern in diesem Unterforum finden. Momentan tauchen täglich mindestens 3 Topics zu dieser Fragestellung auf, dementsprechend viele und ausführliche Antworten solltest du finden.

    Fehlende Kopfdichtung ist normal, Dichtmasse nicht erforderlich, wenn die Schrauben über Kreuz mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden. Die DR Zylinder neigen schonmal zu Undichtigkeiten am Kopf, daher würde ich den Kopf auf einem auf einer planen Fläche (z. B. Glasplatte) aufgelegten Schleifpapier (Körnung irgendwas zwischen 200 und 300) in kreisenden Bewegungen etwas planschleifen. Dabei auch mal in der Hand drehen, damit der Abtrag gleichmäßig wird. Auf diese Weise kannst du auch die Quetschkante verringern, aber eine Fußdichtung würde ich trotzdem verbauen.

    3-Scheibenkupplung mit härterer Feder ist völlig ausreichend für dein Setup, die 4-Scheibenkupplung neigt dazu, nicht vernünftig zu trennen.

    Primärübersetzung 3.72 wäre empfehlenswert. Der Einbau bedingt die Zerlegung des Motors. Es gibt ein kleines und großes Primärrad, auf das große ist ein Korb aufgenietet, in dem die Kupplung sitzt. Bezüglich des festgestellten Spiels zwischen den beiden Primärritzeln solltest du die Zähne zählen und hier mitteilen, dann kann man feststellen, welche Übersetzung verbaut ist und ob das so zusammenpasst.

    Zündeinstellung alleine mit [lexicon='Gradscheibe',''][/lexicon] geht nicht zuverlässig. [lexicon='Abblitzen',''][/lexicon] ist äußerst einfach und braucht nur eine Stroboskoplampe aka Blitzpistole, die es für 20 Euro bei ATU gibt. Anleitungen gibts auch massig im www.

    Gangspringen kann an schlecht eingestellten Schaltzügen oder einer ausgelutschten Schaltklaue liegen.

    Kolbenstopper zur Motorblockade ist eine absolut schlechte Idee, damit läufst du große Gefahr, den Kolben zu beschädigen. Um die Kupplung bzw. das kleine Primärritzel zu lösen solltest du lieber ein Stück Holz zwischen die beiden Primärritzel stecken, um die Polradmutter zu lösen kannst du die Lüfterschaufeln z. B. mit einem Hammerstiel blockieren. Alternativ gibts auch ein spezielles Haltewerkzeug, was aber eigentlich nur ein passend geformtes Stück dickes Blech ist. Zur Polrad- und Kupplungsdemontage brauchst du jeweils passende Abzieher, kosten je ca. 8 Euro.

    Mir scheinen die Köpfe der Inbusschrauben, mit denen du die Platte befestigt hast, etwas hoch zu sein. Könnte mir vorstellen, dass das Polrad da später ansteht, sich also nach dem Festziehen nicht mehr drehen lässt. Würde ich mal kontrollieren.

    Dann schlag doch der Nachbarin deiner Mutter oder deren Sohn bei derartigen Preisvorstellungen vor, die Kiste bei ebay reinzustellen. 800 halte ich selbst dort für dieses Fahrzeug für utopisch. Die Riffelbleche sind sicher nicht drauf, weil das Trittbrett in super Zustand ist, die Kante ist teilweise abgesägt (sieht man da, wo das Riffelblech übersteht), die Lackierung insgesamt für den Allerwertesten.

    300 - maximal 500 (wenn man unbedingt eine Special sucht) wären angemessen. Jedenfalls würde ich bei der momentanen Preisvorstellung nicht auf Biegen und Brechen versuchen, das Ding zu ergattern.

    Dafür sollte sich eine brauchbare PK oder PX 80 finden lassen, je nachdem welcher Führerschein vorhanden ist.

    Wenn dein Budget aber von vorneherein auf 900 Euro begrenzt ist - womit willst du dann die Restauration bezahlen? Wie gesagt, da fließt nochmal mindestens der 1,5 fache Kaufpreis rein, wenn es ordentlich gemacht werden soll. Natürlich kannst du auch die Sitzbank mit Klebeband reparieren, die Karosserie mit der Dose lackieren und den Motor völlig ignorieren und stattdessen in so wichtige Teile wie Chromgriffe oder -felgen und Weißwandreifen investieren, aber dann tu mir bitte den Gefallen und nenne das Unterfangen nicht Restauration. Grober Pfusch wäre in dem Fall treffender.

    Ed.: Schon wieder zu langsam.

    Lass dir dennoch gesagt sein, dass du bei einer vernünftigen Restauration nochmal 1.500 - 2.000 Euro auf den Kaufpreis des Basisfahrzeugs für Teile und Auftragsarbeiten wie Lackieren draufschlagen kannst. Das ist auch bei weitem nicht die Obergrenze, sondern ein Mittelwert aus der Erfahrung heraus.

    Deshalb nochmal der Rat, dass du dir besser als erste Vespa ein fahrbereites und weitgehend mängelfreies Exemplar ohne Durchrostungen etc. zulegen solltest, das ist letztendlich trotz höheren Anschaffungspreises der günstigere Kauf und nervenschonender. Schrauben lernst du daran sowieso früher oder später notgedrungen. Wenn dann irgendwann ausreichend Erfahrung gesammelt ist, kannst du über die Anschaffung eines Restaurationsobjektes nachdenken.

    Richtig, der Zeitfaktor ist neben dem Geld auf keinen Fall zu unterschätzen. In beiderlei Hinsicht wird eine "Restauration" schnell zum Fass ohne Boden, vor allem dann, wenn man "Restauration" nicht nur mit Neulack und einem Sitzbankbezug gleichsetzt.

    Wenn es vernünftig gemacht werden soll, wäre der Motor auszubauen, zu reinigen, zu zerlegen und sämtliche Verschleißteile zu ersetzen. Gleiches gilt für die Gabel, Seilzüge und Elektrik. Sitzbänke gibts übrigens neu und fertig bezogen für fast alle Modelle zu kaufen, da sollte also nicht das Hauptaugenmerk drauf gelegt werden.

    Häufig kaufen unerfahrene Personen absolute Grotten für teures Geld, bei denen sich dann bald herausstellt, dass auch noch mehr oder weniger aufwendige Karosseriearbeiten (wie z. B. neues Trittbrett einschweißen) erforderlich sind. Da ist man dann schnell mit dem Latein am Ende und muss diese Arbeiten in Auftrag geben, was am Ende wesentlich teurer wird, als gleich ein besser erhaltenes Fahrzeug zu kaufen.

    Wenn es auch Rennsport abseits von VCVD-Veranstaltungen sein darf, ist die Szene so lebendig wie selten zuvor: ESC, DBM. Außerdem gibt es einen Rollersonderlauf auf der GP-Strecke bei der Veranstaltung "Kölner Kurs" am Nürburgring und einiges mehr.

    Daneben gibt es regelmäßig Crossrennveranstaltungen, wo allerdings der Spaß deutlich im Vordergrund steht, d. h. keine Punktabzüge bei Bodenkontakt der Füße oder so.

    Hast du schon mal mit einer Airbrushpistole einen ganzen Roller lackiert? Da wärest du wohl eine Weile mit beschäftigt...

    Scheinbar sind aber durch den aktuellen Vespa-Hype jede Menge Leute der Ansicht, dass sie ja mal eine alte 50er Vespa restaurieren könnten, obwohl ansonsten schon der Reifenwechsel beim Fahrrad eine größere Herausforderung darstellt.

    Es kommt immer auf deine Ansprüche an die Qualität der Arbeiten an. Natürlich sollte der Roller zum lackieren komplett zerlegt werden. Wenn du dir die Arbeiten als Laie (hat mit leihen nichts zu tun) nicht zutraust, lässt du es besser ganz bleiben. Auch wenn eine Vespa recht simpel konstruiert ist, scheitern genug selbsternannte Restaurateure bzw. werden genug Fahrzeuge einfach aus Ahnungslosigkeit kaputtgeschraubt und dann irgendwann verkauft, nachdem sie wegen Projektabbruch jahrelang in der Garage Platz weggenommen haben.

    Also besser ein guterhaltenes fahrbereites Fahrzeug kaufen, damit tust du dir und dem Fahrzeug einen Gefallen. Selbst wenn das Fahrzeug in der Anschaffung einige 100 Euro teurer sein sollte, ist das sicher ein besserer Kauf als ein günstigeres Fahrzeug mit Mängeln, deren Dimensionen du nicht abschätzen kannst.