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Beiträge von pkracer

    Ändert alles nichts an der Tatsache, dass eine Kurbelwelle mit Gleitbuchse für Tuningzwecke ebenso untauglich ist wie fast 30 Jahre alte Lager und sonstiger Kleinkram im Motor. Auch eine längere Primärübersetzung ist bei 102 ccm dringend nötig, egal ob du dich mit Plastikrollerfahrern abgibst oder nicht.

    Vorschlag wäre, dass du dich erstmal grundsätzlich zum Thema einliest (die Suchfunktion ist dein Freund), bevor du möglicherweise in blindem Aktionismus irgendwelche Teile zusammenschraubst und am Ende ordentlich Lehrgeld zahlst.

    Wie gesagt wird bei Bj. 1970 noch eine Bronzebuchse anstelle eines Nadellagers für den Kolbenbolzen vorhanden sein. Das kannst du in Verbindung mit dem Zylinder vergessen.

    Auch würde ein Wechsel der Lager und sonstigen Kleinteile im Motor nach fast 40 Jahren sicher nicht schaden, wenn du den Hubraum um 100 % aufstockst und die Leistung um geschätzte 400-500 %. Eine längere Primärübersetzung solltest du auch verwenden. Auch wenn du vermutlich nur mehr Anzug willst, um die Kollegen mit den Plastikrollern an der Ampel zu versägen. Sonst haben die dich ziemlich schnell wieder überholt.

    Ich vermute fast, dass die Gewinde in der Trommel schon ziemlich gelitten haben und die originalen Stehbolzen da keinen richtigen Halt mehr finden werden.

    Die sauberste Lösung wäre daher die Trommel komplett zu ersetzen. Entweder eine gute gebrauchte oder eben neu. Wenn du neu kaufst, achte darauf dass du ein Piaggio Originalteil kaufst. Die Nachbauten sind leicht erkennbar am günstigeren Preis und an der glänzend abgedrehten Oberfläche. Leider sind da die Stehbolzen aber eingegossen und nicht verschraubt - nicht gut. Wer billig kauft, kauft zweimal.

    Am günstigsten wäre sicher, einen 133er Polini zu bearbeiten, mit entsprechendem Vergaser und Auspuff sind damit sicher die angestrebten Leistungsregionen machbar. Problematisch bei Parmakit, Quattrini, Fabrizi und Falc wäre, dass es sich um nikasilbeschichtete Aluzylinder handelt. Da wird ein Klemmer direkt mal richtig teures Lehrgeld kosten.

    Deshalb für den Anfang lieber einen Graugußzylinder wie den Polini oder meinetwegen auch Malossi wenns direktgesaugt sein soll, die kann man im Fall der Fälle relativ kostengünstig honen und/oder auf Übermaß schleifen lassen und mit neuem Kolben weiterverwenden.

    Schließe mich den bisherigen Meinungen an. Nur durch zusammenstecken und ohne weitere Bearbeitung bringen auch edle Komponenten nicht viel, daher halte ich die 95 km/h für realistisch und angemessen.

    Mit einem größeren Vergaser, Bearbeitung von Einlaß, Überströmern, Höherlegen und Abdrehen des Zylinders sowie Auslassbearbeitung und natürlich vernünftig eingestellter Zündung (Blitzpistole) sollte da schon deutlich mehr gehen, 15-18 PS am Hinterrad wären sicher drin. Damit dann auch ca. 120 echte km/h.

    Die Leisten sind sicher ausreichend flexibel, um sie auch an die Rundung der PX Backen anpassen zu können. Fraglich ist nur, wie die Leisten von der Länge her mit der Sicke in den PX Backen harmonieren, d. h. ob man sie anbringen kann, ohne dass der nach unten gerichtete Teil der Leiste in die Sicke hineinsteht. Löcher für die Montage wären auch erforderlich, wenn du nicht kleben willst.

    Optisch ist es natürlich sowieso Geschmackssache, eine PX mit Hilfe von Schwingsattel und Zierleisten älterer Modelle künstlich auf alt trimmen zu wollen. Aber da Geschmäcker verschieden sind, muss das glücklicherweise jeder für sich entscheiden.

    Normalerweise kann die Scheibe nicht ins Kurbelgehäuse gelangt sein, wenn du nicht vor Bemerken des Fehlens den Gasgriff betätigt hast. Dann hätte sich der Schieber geöffnet und den Zugang zum Kurbelgehäuse frei gemacht. Wenn die Scheibe nicht noch irgendwo in einer dunklen Ecke der Vergaserwanne liegt, kann sie im Kurbelgehäuse verheerende Schäden anrichten, die auch ziemlich schnell auffallen sollten.

    Am einfachsten wäre daher, den Vergaser nochmal auszubauen und nachzusehen, ob sie sich noch in der Vergaserwanne befindet. Wenn sie sich nicht dort wiederfinden sollte, würde ich vorsichtig das Polrad von Hand bewegen um festzustellen, ob sie sich doch im Kurbelgehäuse befindet und irgendwann die Kurbelwelle blockiert. Zur Sicherheit nochmal den Zylinder abziehen und auch von dort ins Kurbelgehäuse schauen.

    Eigentlich gehören da Stehbolzen in die Trommel und keine Schrauben. Die Schrauben werden wohl irgendwann mal als Ersatz für kaputte Stehbolzen montiert worden sein. Hätte man sicher schöner lösen können - hoffentlich ist der Rest des Mopeds nicht mit ähnlichen Tricksereien fahrbereit gehalten worden.

    Gerade an diesen lebenswichtigen Teilen würde ich nicht mit Edelstahl rumexperimentieren, da sollte schon Material mit der Festigkeitsklasse 8.8 dran. Sowas gibts m. W. nicht aus Edelstahl und schon gar nicht im Baumarkt.

    Das wäre zumindest theoretisch die einfachste Lösung, da leise, einigermaßen leistungsstark und zuverlässig weil original.

    Praktisch wird es an der Verfügbarkeit bzw. dem Preis eines solchen Motors scheitern. Im großen Auktionshaus kostet ein wirklich kompletter PK 125 Motor mit Zündung, Auspuff und Vergaser -also einbaufertig- gerne mal 350-600 Euro. Außerdem wäre da ja noch das Problem der bösen großen Zylinderhaube, die eventuell einem Polizisten ins Auge stechen könnte.

    Der 102er DR ist von außen genauso auffällig wie 50, 75 oder 85 ccm, da er unter der gleichen Zylinderhaube steckt.

    Ob du damit in der Stadt mehr auffällst als mit 75 ccm, wird dir hier wohl niemand sagen können, weil dafür einzig und allein deine Fahrweise entscheidend ist. Wenn du nicht an dich halten kannst und jedem 45 PS Corsa mit Heckscheibentribal oder Plastikroller an der Ampel beweisen musst, dass deine PK schneller ist, solltest du dich nicht wundern, wenn es irgendwann die Kelle zu sehen gibt.

    Wenn aber schon eine 3.00er Primär montiert ist, würde ich auf jeden Fall den 102er DR mit 19er Vergaser wählen. Mit Originalauspuff oder Banane ist das auch vom Klang her nicht übermäßig auffällig. Für 75 oder 85 ccm halte ich die 3.00er Übersetzung schon für zu lang. Bergauf oder mit Gegenwind wäre der 4. Gang damit nicht richtig nutzbar.

    Die Feder wird innen im Handschuhfach "über Eck" gespannt, wobei ich jetzt nicht mehr auswendig weiß ob rechts oder links. Diese Feder hatten auch nicht alle PXen serienmäßig. Zweck wäre -wie schon erwähnt- Werkzeug oder irgendwas anderes dahinter einzuklemmen, damit es nicht lose im Handschuhfach herumfliegt.

    Ja, müsste die linke der beiden 3-stelligen Nummern unter "nichtamtliche [lexicon='Eintragungen',''][/lexicon]" sein.

    Bin mir allerdings ziemlich sicher, dass türkis 1983 kein Originalfarbton war. Da du ja selbst schon erkannt hast, dass der Roller schon mal lackiert wurde, würde ich einfach mal einen Blick ins Handschuhfach oder in den Rahmen (beim Vergaser) werfen, meistens werden diese Stellen bei nachträglichen Neulackierungen nicht mitlackiert und tragen deshalb zumindest noch Farbnebel der ursprünglichen Lackierung. Meine Vermutung wäre, dass dein Roller original weiß, rot oder dunkelblau war.

    Geh doch mal raus und schau es dir am lebenden Objekt an.

    Das sind je nach Gepäckträger maximal 4 Schrauben, sollte also auch ohne allzu großes technisches Verständnis zu schaffen sein. Natürlich müsstest du dazu erst die Sitzbank hochklappen.

    In Brauweiler gibts die .

    Ich wage die Behauptung, dass eine Reparaturrechnung der in Köln ansässigen Piaggiohändler Lodomez oder Richter einem wirtschaftlichen Totalschaden sehr nahe käme. Beispiel sind 6 Euro für einen Kupplungsseilzug (wohlgemerkt nur der Innenzug) bei Richter, kostet anderswo 2 Euro.