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Beiträge von pkracer

    die leistungsmessung sollte zumind unter zeugen stattgefunden haben.
    bisher hat man mir erzählt das die rund 42 von ERNST-Motorsport die höchste in deutschland gemessene leistung am hinterrad war.
    Sollte nicht unbedingt ein eigenbauzylinder sein, den kein anderer haben kann.

    welche leistung vermutet ihr den bei: malossi bearbeitet mit 30 mikuni und membran und S&S puffer. Glaub nicht das der 30 oder 32 pferde erreicht.

    Ich verstehe jetzt nicht so ganz den Sinn einer Leistungsmessung unter Zeugen und insbesondere nicht, wozu das Wissen um den Standort des Leistungsprüfstandes, auf dem die höchste Hinterradleistung einer 200er Vespa in Deutschland gemessen wurde, nützlich sein könnte. Hat für mein Empfinden so ein bißchen was von Schwanzvergleichen wie "ich kenne aber jemanden, der kennt jemanden, auf dessen Prüfstand der stärkste Roller Deutschlands stand". Mag für bierselige Gespräche am Tresen ganz unterhaltsam sein, aber ansonsten ähnlich wichtig, wie der dickste Sack Reis, der jemals in China umgefallen ist.

    Der S&S Motor, dessen Diagramm oben steht, ist sicherlich reproduzierbar für jemanden, der das nötige know how sowie die technischen und finanziellen Voraussetzungen hat, insofern kein Eigenbauzylinder, den kein anderer haben kann. M. W. handelt es sich dabei um einen Husqvarna Zylinder, der durchaus in größeren Stückzahlen produziert wurde oder wird.

    Die Angaben, die deiner 2. Frage zugrunde liegen sind etwas dünn. Interessant wäre auch der Rest des Motors, d. h. welcher Membrankasten, welche Membran, welche Kurbelwelle, Zylinderbearbeitung usw.. Grundsätzlich würde ich 30-32 PS mit 30er Mikuni, Membran und S&S Auspuff nicht ausschließen wollen, es kommt eben entscheidend auf den Rest an.

    Da gibt es z. B. die Primavera als großen Bruder. Leistungssteigerung eintragen lassen ist kein Problem mit einem aufgeschlossenen TÜV-Prüfer, der nicht stur auf irgendwelchen Gutachten (die es sowieso nicht gibt) beharrt. Und da kommen wir dann auch zur Kostenfrage - da es sich um Einzelabnahmen handelt, kann der Prüfer die Gebühren nach Aufwand berechnen. Wenn du einen Vespa-erfahrenen Prüfer hast, weiß der was geht und was nicht, dann ist sein Aufwand und damit auch die Gebühr geringer.

    Wenn du beispielsweise einen 125er Primaveramotor bei einer V50 eintragen lassen willst, gibt es dafür eine kostenlose Unbedenklichkeitsbescheinigung von Piaggio, wo alle relevanten Daten für den Prüfer drinstehen. Wichtig ist aber, dass es sich um einen kompletten 125er Motor handelt, der anhand der Motornummer als solcher identifizierbar ist. Bei selbst auf 125er umgebauten 50er Motoren wird es da schon schwieriger. Die Eintragung anhand Unbedenklichkeitsbescheinigung dürfte inkl. neuer Papiere etc. um die 100 Euro kosten.

    Das größere Problem bei diesem Beispiel dürfte die Beschaffung eines Primaveramotors zu akzeptablem Preis sein.

    Angesichts der Laufleistung kein Schnäppchen, aber günstiger wohl auch kaum zu kriegen. Die "Eerie Dess" Lackierung hat vor ca. 15 Jahren bestimmt mal richtig Geld gekostet bzw. sieht sie nach fachmännischer Arbeit aus.

    Ich strahl meine Motoren immer mit Glasperlen. Das verdichtet die Oberfläche, macht das ganze glatt sodass sich Dreck nichtmehr so leicht festsetzt. Ab und zu mal mit nem Lappen drüberwischen und die Mühle ist sauber.


    :thumbup:

    ...- hab mal beim Strahler hier gefragt (150€) fürs Galsperlen strahlen von nem Motor ?( ne Danke

    Sicher, dass das Glasperlen sind? Für den Preis würde ich mindestens Zuchtperlen erwarten. Ich gehe mit zu strahlenden Sachen immer zu einem Felgeninstandsetzer, da kann man für 40 Euro/Stunde seine Teile selbst strahlen. So ein Motorgehäuse dauert nicht länger als eine Viertelstunde, dementsprechend der Preis... :D

    Das Phänomen wird in späteren Generationen mit Sicherheit auch angesichts von PK 50 XL2 mit Antikrücklicht, Riffelblech und Garelli oder "top-restaurierten" V50 in cremeweiß mit brauner Sitzbank und Weißwandreifen auftreten...

    Edith meint: Weils grad so schön passt, Klick :D

    Wenn ich mir die rostigen Wangen der Kurbelwelle ansehe, hat das Ding in der mindestens halbjährigen Standzeit ganz gut gelitten. Halte es deshalb -auch angesichts der popelartigen Ablagerungen- für nicht ganz ausgeschlossen, dass Öl und oder Sprit nicht mehr so ganz frisch waren und das Öl vielleicht deshalb einen Teil seiner Schmiereigenschaften eingebüßt hat, wenn der Roller beim Vorbesitzer auch schon länger stand.

    Hast du nach Kauf bzw. vor Inbetriebnahme Öl und Sprit gewechselt? Falls nicht, wäre es jetzt wohl an der Zeit.

    Da ist nix PK dran. Montage einer PX Kaskade an V50 war in den frühen 80ern in Italien weit verbreitet, quasi um dem Fahrzeug ein Facelift angelehnt an die Ende der 70er herausgekommene PX (auch bekannt als "nuova linea"/neue Linie) zu verpassen. Blinker gabs auch als Nachrüstset. Für damals zeitgenössisches Optiktuning sprechen auch das Handschuhfach mit Boxen und der Hartgummirammschutz hinten. Eigentlich sollte man sowas fast schon in dem Zustand erhalten.

    Ich glaube, du verwechselst Elektrostarter mit elektronischer Zündung. Eine elektronische Zündung (wie sie alle PK Modelle bereits serienmäßig haben) macht bei hochdrehenden Zylindern Sinn, weil es daran keine mechanischen Teile gibt, die den Zündfunken auslösen müssen.

    Die Kontaktzündungen der älteren Modelle waren nicht darauf ausgelegt, Drehzahlen bis an die 10.000 U/min auszuhalten, die mit dem Malossi durchaus erreichbar sind. Dann gerät der Unterbrecherkontakt schonmal aus dem Takt und fängt an zu "flattern", weshalb der Zündfunke nicht mehr zum richtigen Zeitpunkt ausgelöst wird, was sich in Leistungsverlust oder gar Motorschäden bemerkbar macht.

    Ein dreckverkrustetes Motorgehäuse ist völlig normal, wenn man den Motor nicht regelmäßig saubermacht.

    Da ist auch nicht zwingend eine defekte Dichtung dran schuld. Es bildet sich immer (aus mehrfacher eigener Erfahrung auch bei nagelneuen Rollern) ein Ölfilm auf dem Gehäuse. Einerseits durch das konstruktionsbedingte "Sprayback" aus dem Vergaser, dass dann mit der Zeit aus der Vergaserwanne rausläuft, wobei der Spritanteil aus dem Gemisch verdunstet und den Ölanteil zurücklässt. Andererseits "schwitzt" auch Getriebeöl zwischen den Hälften und aus der Entlüftungsschraube am Kupplungsdeckel raus.

    An dem so eingeölten Motorgehäuse haftet Staub und Dreck hervorragend und baut sich mit der Zeit zu einer dicken Kruste auf. Da wirst du dich dran gewöhnen müssen, oder eben den Motor regelmäßig saubermachen.

    750 sind dafür zu teuer. Kein O-Lack mehr, dafür ein derber Vibrationsriss in der Backe, die Bremshebelaufnahme sieht auch eher rustikal aus.

    Sind deutsche Papiere vorhanden (weil es kein deutsches Modell ist, die hatten immer 10" Räder)?

    Schnäppchen würde ich es nicht unbedingt nennen. Steckt noch eine Menge Arbeit drin und vermutlich wirst du noch einen Haufen Kohle für Teile versenken, wenn ich mir alleine das Motorpuzzle im Eimer ansehe. Bis das Fahrzeug neu lackiert und komplett fahrbereit mit Papieren vor dir steht, hast du insgesamt locker 2.000 Euro investiert (hängt natürlich auch vom individuellen Anspruch des selbsternannten Restaurators ab). Zu dem Kurs hätte es aber auch eine fahrbereite top O-Lack Rundlenkerfuffi mit Papieren gegeben.

    Du hast bereits ein 3-seitiges Topic zu exakt dem gleichen Thema laufen, außerdem hast du auch in deinem Topic unter "Suche" schon jede Menge Tipps bekommen. So langsam nervt deine Unentschlossenheit ein wenig. Such dir doch erstmal ein paar Angebote raus, die preislich für dich in Frage kämen, stell diese vor und lass dich dann beraten.

    Hier ist deshalb Schluss, da kann es weitergehen.

    Wieviel ist "nicht allzu viel Geld"? Wenn du keinerlei Erfahrung mit Vespa hast und auch noch eine längere Reise vorhast, sollte der Roller schon technisch top sein. Am günstigsten in gutem Zustand wäre eine PK 50 XL 2, aber selbst da müsstest du für ein für dein Vorhaben geeignetes Fahrzeug mindestens 600 Euro einplanen, eine Garantie für Pannenfreiheit gibts aber trotzdem nicht. Sich vor der Reise ein wenig Schrauberfahrung anzueignen wäre sicher nicht verkehrt, ich stelle es mir nämlich ziemlich blöd vor, abends oder am Wochenende im August (wenn ganz Frankreich Urlaub hat) irgendwo in der Pampa liegenzubleiben und nicht auf fremde Hilfe hoffen zu können.

    Mag zwar eine romantische Vorstellung bzw. ein klassischer Jugendtraum sein, so eine Reise mit der Vespa zu machen, aber ich schätze, dass dir/euch eine Durchschnittsgeschwindigkeit von vielleicht 30 km/h (wenn man Pausen zum Tanken, Pinkeln, Rauchen, Essen etc. berücksichtigt) früher oder später ziemlich auf die Nerven gehen wird. Wenn dann noch Pannen dazu kommen, ist die Urlaubsfreude schnell im Eimer. Würde daher ernsthaft darüber nachdenken, mir statt eines Rollers ein Bahnticket zu kaufen.