Laut Erfahrungen der User im weltweit größten Vespa- und Lambrettaforum (nicht dieses hier) ist der "Monsterzylinder" von ebay sein Geld nicht wert. Ziemlich dünne Zylinderwand durch das Aufbohren und eher zweifelhafte Verarbeitungsqualität und Leistungssteigerung. Mit einem Malossi oder Pinasco wärest du sicher besser bedient, zumal der Polini auch etwas Nacharbeit erfordert, bevor er standfest wird. Böse Zungen behaupten, dass ein Polini erst 2-3 mal klemmen muss, bevor er zuverlässig läuft.
Beiträge von pkracer
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Da wird normalerweise ein sog. Hakenschlüssel mitgeliefert, den es aber auch einzeln gibt:
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Geht aber mit ein wenig Kraft auch mit der Hand oder alternativ mit einer Rohrzange, dann solltest du aber etwas unterlegen, um die Pulverbeschichtung des Dämpfers nicht zu beschädigen.
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Mit einer guten gebrauchten kpl. Ankerplatte für um die 20 Euro wärest du sicher am besten bedient und der Roller am schnellsten wieder fahrbereit.
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Würde einfach mal behaupten wollen, dass durch die lange Standzeit bedingt die Kupplungsbeläge verklebt sind, weshalb die Kupplung nicht mehr trennt. Neue Beläge und frisches Getriebeöl rein und gut.
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Wasser im Motor ist gar nicht gut, genausowenig wie der dadurch entstehende Rost an Teilen, die sich eigentlich bewegen sollten.
Zur Kupplung: Ich vermute, dass der Zug nicht vorgespannt ist und du nur die Rückholfeder des Hebels am Kupplungdeckel (wo der Zug eingehängt wird) betätigt hast. Die geht immer sehr leicht, allerdings betätigst du damit noch nicht die Kupplung selbst. Wenn du den Hebel am Kupplungdeckel über den leichtgängigen Teil hinaus betätigst (z. B. mit einem passend verkeilten Schraubenzieher), merkst du, dass der Widerstand größer wird.
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Du könntest dir im Motorradzubehör Fußrasten für Rohrbefestigung besorgen und diese an den Sturzbügel schrauben. Ich weiß allerdings nicht, ob der Rohrdurchmesser des Sturzbügels dafür nicht zu klein ist.
Sowas in der Richtung:
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Ansonsten vermute ich, dass ihr mit der beschriebenen Besatzung trotz Vollgas nicht in Konflikt mit der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h gekommen seid.

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Richtig, im Normalfall befindet sich auch im Betrieb das Getriebeöl schwerkraftbedingt deutlich unterhalb der Kurbelwelle und hat somit kaum eine Chance, durch den defekten Simmerring hindurch angesaugt zu werden. Wohingegen die Luft "von oben" durch die Getriebeentlüftungsschraube auf dem Kupplungsdeckel eintritt.
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Laut Papieren heißen die 80er Modelle meines Wissens immer P 80 X. Es gibt nur den Unterschied zwischen "alt" und "Lusso". Alt hat eine dünnere Gabel mit 16 mm Achse, bei der Lusso ist der Durchmesser des Gabelrohres größer und die Achse hat einen Durchmesser von 20 mm sowie schwimmend gelagerten Bremsnocken und mit Rändelschraube nachzustellenden Vorderradbremszug, Bremswirkung der vorderen Lussobremse ist deutlich besser als bei PX alt. Am leichtesten erkennbar an der glatten bzw. geriffelten Schwinge unter der Plastikabdeckung.
Dann gibt es Unterschiede in der Kaskade, runder bei PX alt, eckiger bei Lusso. Gleiches gilt für den Lenkerkopf, bei der PX alt kleiner Tacho ohne Tankanzeige mit externen Kontrolleuchten, Zündschloss im Lenker. Bei PX Lusso kombiniertes Zünd- und Lenkschloss am Tunnel über dem Gepäckfach. Lussogepäckfach ist etwas eckiger und größer. Handgriffe mit unterschiedlichem Muster bei PX alt und Lusso. Sitzbank der Lusso ist ebenfalls anders geformt. Bei der Lusso sind alle 3 Schlösser gleichschließend.
Elektrik bei der Lusso ist einfacher, da Stecksystem unter der Kaskade, bei dem die Stecker nur am vorgesehenen Platz passen. Aufgrund der dickeren Stecker hat das Lussolenkerunterteil innen etwas größere Kabeldurchführungslöcher. Die Birnenhalterung des Scheinwerfers unterscheidet sich auch leicht, keine Standlichtfunktion bei der Lusso. Die deutsche PX alt hatte immer Batterie, aber keinen Elektrostarter. Bei der Lusso gab es Batterie nur bei Modellen mit Elektrostarter.
Frühe PX alt hatten Backen mit Außenverschluß. Späte PX alt und Lusso immer Innenverschluß mit Verriegelungshebeln unter der Sitzbank. Die Lusso hat Getrenntschmierung mit separat zu befüllendem Öltank unter der Sitzbank mit Schauglas im Durchstieg, Chokehebel sitzt tiefer als bei der PX alt, Lusso hat wegen Tankanzeige keine Reservestellung am Benzinhahn, nur "auf" und "zu". Bei der Lusso gibt es eine Ölpumpe in der Vergaserwanne, Antrieb drehzahlabhängig über die Kurbelwelle. Späte Lussos (ca ab Bj. 96) haben die sog. Cosakupplung, betrifft allerdings nicht die 80er, die wegen geänderter Führerscheinregelungen da schon nicht mehr produziert bzw. nur noch abverkauft wurden.
Das Lussogetriebe ist stabiler, es gibt Unterschiede bei der Abdichtung der Hauptwelle zur Trommel (innen- vs. außenliegender Simmerring) sowie ein anders geformtes Schaltkreuz. Das Rücklicht ist bei den beiden Typen unterschiedlich, Spritzschutz hinten am Rahmen teilweise auch.
Weiterhin unterscheiden sich die Rahmen minimal im Bereich des Tunnels, der Lussorahmen ist etwas stabiler durch einen etwas breiteren Tunnel. Mitteltunnelabdeckungen sind auch unterschiedlich, bei der PX alte eine Gummimatte, bei der Lusso eine Plastikmatte.
Das dürften soweit die meisten Unterschiede gewesen sein, natürlich gibt es keine Regeln ohne Ausnahmen, z. B. haben frühe Lussos teilweise noch PX alt Getriebe verbaut. Des weiteren gibt es "Zwittermodelle" der PX alt mit 20 mm Gabel und Getrenntschmierung, wenn diese auch nicht unbedingt 80er und auch nicht für den deutschen Markt waren.
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Ich würde aber dem pkracer widersprechen was den Kupplungsseitigen Simmerring angeht. Wenn der undicht ist, wird ja Öl "geschluckt" und keine Luft, dadurch würde der Motor nie im Leben hochdrehen sondern eher absaufen. Ausgenommen natürlich du hast schon nur noch sehr wenig Getriebeöl da, so dass am Simmerring kein Getriebeöl sondern nur noch Luft ist, das sollte sich aber natürlich vorher durch starkes Qualmen und nen ziehmlich bescheiden laufenden Motor bemerkbar gemacht haben.
...Sorry, aber dieser Äußerung entnehme ich, dass du anscheinend keinerlei praktische Erfahrungen mit den Folgen defekter kupplungsseitiger Kurbelwellensimmerringe hast. Bei Bedarf kann ich gerne Bilder derartig bedingter und nicht ganz billiger Abraucher zur Verfügung stellen
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... und die Öffnungen der Kolbenringe beim Einbau an den entsprechenden Pins in den Nuten des Kolbens sitzen. Die sind extra dafür da, um die Ringe so zu positionieren, dass sie nicht in Kanäle ausfedern können, um die oben gesehenen Ergebnisse zu vermeiden.
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Dann hast du vermutlich das falsche Werkzeug. Das originale sieht so aus (2. und 4. Teil von oben):
[Blockierte Grafik: http://www.sip-scootershop.com/upload/images/abbildungen/00016727_003.jpg]
Oder so:
[Blockierte Grafik: http://scooter-center.com/catalog/images/products/big6960.jpg]
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Nö, einfach Seitendeckel aufklappen (Zughebel zur Entriegelung ist unter der aufgeklappten Sitzbank zu finden, neben den hinteren beiden der 4 Schrauben zur Befestigung des Sitzbankscharniers) und mit passendem Zündkerzenschlüssel (normalerweise Bestandteil des Bordwerkzeugs im grauen Plastikfach vorne unter der Sitzbank) nach Abziehen des Zündkerzensteckers die Kerze lösen und rausdrehen. Ist aber eigentlich DER simpelste Handgriff an der Vespa überhaupt und am lebenden Objekt völlig selbsterklärend.
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Unterlegscheiben (keine Federringe) benutzen, Schrauben vorsichtig festziehen, sodass sie sich nicht mitdrehen. Vermutlich hat der Lackierer auch zu dick Füller und/oder Lack aufgetragen. Wenn schon Lack abgeplatzt ist, hilft nur noch mit dem Pinsel Lack nachtupfen.
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Bzgl. Flugrost: Abschleifen mit Schleifpapier. Nochmal sandstrahlen würde ich nicht machen, da dabei immer auch Material abgetragen wird. Der originale Silberton für die Felgen (und Gabel etc.) heißt Piaggio alluminio met. 983. Nein, es gibt dazu keinen entsprechenden RAL Code, wobei RAL weißaluminium (Nr. ist über die Suchfunktion zu finden) dem Originalfarbton am nächsten kommt.
Als Vorbereitung fürs Verchromen ist Sandstrahlen denkbar ungeeignet, da dadurch eine extrem rauhe Oberfläche erzeugt wird, das Gegenteil wird benötigt. Wenn du keine fertig verchromten Felgen kaufen willst, würde ich neue lackierte Felgen kaufen, diese chemisch entlacken (lassen) und dann auf Höchstglanz polieren. Dann kommen die polierten Felgen in diverse galvanische Bäder, wobei als letztes eine hauchdünne Chromschicht kommt. Das Teure am Verchromen ist die Handarbeit des Polierens der Teile, bevor die eigentliche galvanische Beschichtung kommt.
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Idee wäre, den Auspuff spannungsfrei zu montieren, dann reißt da auch nichts.
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Suchbegriff in der Bucht: beer towel (internationale Suche).
Sind vor allem in angelsächsischen Ländern verbreitet als Thekenauflage und Bierdeckelersatz und wurden ursprünglich durch britische Scooterboys zur Demonstration ihrer Vorliebe für alkoholische Getränke zweckentfremdet und auf BoJas genäht. Vielleicht schreibst du mal die hiesige Userin "Rita" an, sie hat glaube ich noch einen größeren Posten verschiedener derartiger Handtücher im Angebot. Ob auch mit Vespa-Schriftzug, wird sie dir sagen können.
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Suchbegriffe: Falschluft, Simmering.
Bau mal das Polrad ab (Abzieher nötig, ca. 6-9 Euro), dann schaust du, ob an der Kurbelwelle Öl raussifft und unter der Zündgrundplatte der Schwerkraft folgend nach unten läuft. Wenn dem so sein sollte, hattest du Glück, weil man den limaseitigen Kurbelwellensimmerring in 10 min ohne Motorzerlegung tauschen kann. Wenn es der kupplungsseitige Simmerring ist (weiteres Symptom dafür wäre Sprit im Getriebeöl, dementsprechender Geruch des Getriebeöls und Dünnflüssigkeit desselben) hast du leider die Arschkarte gezogen, weil dann kein Weg an einer Motorzerlegung vorbeiführt, wenn dir das Leben deines Zylinders lieb ist. Durch die zusätzliche Ansaugung von Luft durch einen defekten Simmerring magert das Gemisch ab, was zu mangelnder Schmierung des Kolbens im Zylinder führt mit der Folge, dass ersterer klemmt oder frisst, was u. U. noch weitere kapitale Schäden an Kurbelwelle und Motorgehäuse nach sich zieht.
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Mach eine längere Primärübersetzung rein und schmeiß das Kack-Pinascoritzel raus. Dann sollten auch 70 km/h mit dem Polini drin sein. Ohne für die Banane am Rahmen rumschnippeln zu müssen. Die angeblichen 10 km/h, die durch das Pinascoritzel mehr an Endgeschwindigkeit rauskommen sollen, sind reines Marketing, 3-5 km/h sind da deutlich realitätsnäher.
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Müsste in der Tat ein seeeehr früher PK-Prototyp sein mit dem Baujahr. Dann solltest du deinem Bruder die Fresse polieren, weil er so ein seltenes Stück mit der Flex bearbeitet hat.

Ansonsten wäre es vermutlich höchst unwirtschaftlich, einen Karosseriebauer mit dem Dengeln neuer Backen zu beauftragen. Entweder suchst du dir einen kompletten neuen Rahmen mit Papieren, oder einen rottigen Schlachtrahmen, bei dem die Backen noch brauchbar sind, um diese an deinen Rahmen anzuschweißen.
Wenn es tatsächlich eine PK ist, lohnt die Instandsetzung des alten Rahmens überhaupt nicht, weil es gute gebrauchte Rahmen mit Papieren schon unter 100 Euro zu kaufen gibt. Dafür startet kein Karosseriebauer das Schweißgerät. V50 Rahmen, worum es sich handeln müsste, wenn das Baujahr korrekt wiedergegeben ist, sind etwas teurer, aber sicher auch günstiger als Reparatur des alten Rahmens.
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Wie schon erwähnt, bezieht sich die 60 km/h Angabe auf Ex-DDR Fahrzeuge wie Schwalbe und Konsorten. Das wurde nach dem Beitritt der DDR zur BRD so aus Bestandsschutzgründen geregelt.
Ansonsten darf dein Roller so schnell sein wie er will, wenn sämtliche technischen Daten (Vergaser, Bedüsung, Auspuff, Zylinder etc.) denen in der Betriebserlaubnis entsprechen, d. h. der Roller komplett original ist. Wenn er schneller als 40, 45 oder 50 km/h ist (je nach Baujahr/Angaben in der Betriebserlaubnis), fällt das unter Serienstreuung bei der Produktion, für die du als Fahrer nicht verantwortlich bist.
