Cosas sind zwar ein im Vergleich zu anderen Modellen günstiger Einstieg ins Vespafahren, aber das hat auch seinen Grund. Erstens sagt die Optik nicht jedem zu, zweitens ist dieses Modell als ehemaliges Topmodell mit reichlich technischen Spielereien ausgestattet, die irgendwann für Probleme sorgen.
Da ist zum einen das hydraulisch betätigte Integralbremssystem - die Bremszylinder erfordern unbedingt regelmäßige Wartung und Pflege. Der Motor ist zwar weitgehend baugleich mit dem bewährten PX Motor, allerdings hat die Cosa einen zusätzlichen Plattenluftfilter, der die Leistung ein wenig beschneidet. Des weiteren werden Choke und Benzinhahn im Gegensatz zur PX nicht manuell, sondern elektrisch betätigt, auch das sorgt gelegentlich für Schwierigkeiten. Zu guter letzt funktioniert auch der Drehzahlmesser meist nicht ewig korrekt.
Wenn man sich dieser mitgekauften potentiellen Fehlerquellen bewusst ist und bereit ist, sich bei Bedarf damit auseinander zu setzen, ist die Cosa sicher kein schlechter Roller. Allerdings finde ich 700 Euro für den beschriebenen Zustand schon so ziemlich am allerobersten Rand dessen, was man für eine Cosa 200 ausgeben sollte.
6 Vorbesitzer kommen halt in fast 20 Jahren schon mal vor, Cosas sind nicht zwingend Liebhaberfahrzeuge, die man für immer behalten möchte. Allerdings sollte man sich fragen, ob vielleicht der ein oder andere Vorbesitzer (siehe oben beschriebene Fehlermöglichkeiten) mal die Nerven verloren hat und das Ding loswerden wollte.
Mischbereifung ist nur auf ein und derselben Achse unzulässig. Da ein Zweirad aber auf einer Achse sowieso nur ein Rad hat, ist es zulässig, vorne und hinten unterschiedliche Reifenfabrikate zu verwenden.