Du solltest zur Beurteilung der Qualität einer Restauration schon ziemlich genau wissen, wie das betreffende Modell im Originalzustand ausgesehen hat. Dann kannst du auch die restaurationsbedingten Abweichungen erkennen.
Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Klar ist auch, dass die meisten Leute, die jetzt im Sommer mit locker sitzendem Portemonnaie am besten gestern schon eine "alte 50er Vespa" haben wollen, nicht über dieses Wissen verfügen. Deshalb fallen auch nicht wenige beim Kauf eines vermeintlich restaurierten Rollers für teures Geld auf die Schnauze. Viel wichtiger als ein laufender Motor ist ein guter Blechzustand, auch wenn der typische Laie das genau andersrum einschätzt, weil er sich im Geiste erstmal den Sommer mit dem unvergleichlichen Vespa-Feeling genießend durch die City cruisen sieht (blablubb).
Am besten ist es, wenn jemand mit Fachkenntnis zur Besichtigung mitgeht. Wenn das nicht möglich ist, sollte der Kaufinteressent zumindest Bilder mit Detailansichten vor allem des Trittbretts von unten und diverser anderer Stellen (siehe die verschiedenen umfangreichen generellen Kaufberatungen) verlangen und hier zur Diagnose veröffentlichen.
Grob gesagt erkennt man Pfusch schon von weitem an überlackierten Schrauben, Motorgehäuse, Seilzügen und dicken Lackierungen, die serienmäßige Kanten und Sicken der Karosserie nahezu verschwinden lassen.
Am sichersten vor Pfusch ist man aber beim Kauf eines Fahrzeugs im unrestaurierten Originalzustand. Trotz Kratzern und ggf. leichtem Rost sind solche Fahrzeuge wesentlich wertbeständiger als der x-te in cremeweiß mit brauner Sitzbank und Weißwandreifen "restaurierte" Mistkübel, wie sie schwer in Mode sind.