SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Menzinger

    Dein Versicherungsmann macht was ? Er verkauft Versicherungen - und lebt davon, nicht von falschen Auskünften, für die er nicht haftet.

    Den Versicherungsmann würde ich gerne hier in Schutz nehmen wollen.

    Er/sie haftet für sein/ihr Verhalten. Jeder Vorgang wird in einem Beratungsprotokoll dokumentiert und jeder Vermittler muss eine Vermögensschadenhaftpflicht haben, um für Beratungsfehler haften zu können. Der Vermittler ist auch keine Prüfinstanz und sicherlich auch nicht in diesem Fall zwingend am Verkauf interessiert. Die Vergütung für ein Versicherungskennzeichen dürfte mittlerweile bei einem symbolischen Euro oder so liegen.

    Entweder oder. Der Vergaser sagt Dir, was er will. Ist eine Nut da, benötigst Du einen Dichtring, ist keine da, einen Filzring. Beides zusammen führt häufig zu Falschluftproblemen.

    Die Schelle kann, wenn sie deformiert ist, den Vergaser nicht mehr festhalten. Dann steht meistens ein Teil leicht über die Hülse und der Vergaser wird nicht gleichmäßig festgezogen. Die Schelle darf nur gut handfest angezogen werden.

    Manchmal ist auch das Gewinde an der Schelle unten ausgenudelt. Dann dreht die Schraube durch.

    Wenn man eine Vespa, die ursprünglich nicht für den deutschen Markt bestimmt war, in Deutschland bewegen möchte, benötigt man eine Betriebserlaubnis dafür. Das gilt auch für die 50er, auch wenn nicht wenige mit irgendwelchen Papieren aus dem Ausland womöglich jahrelang unbehelligt in Deutschland unterwegs sind. Wird man erwischt, sind 50 Euro Bußgeld fällig (Stand 2020) und bei Gefährdung des Straßenverkehrs legt die Pozilei für den Fahrer auch ein Konto in Flensburg an und schreibt einen Punkt gut.

    Es ist nicht schwer, seinen Import mit einer Betriebserlaubnis versehen zu lassen. Piaggio stellt dafür allerdings keine aus - das machen sie nur, wenn die Vespa in D erstmals zugelassen wurde. Man muss seine Vespa in verkehrssicherem Zustand (das sollte sie ja ohnehin sein ;)) zu einer Prüforganisation seiner Wahl bringen und dort eine Vollabnahme nach Par. 21 StVZO durchführen lassen. Das ist nichts anderes, als eine etwas erweiterte Hauptuntersuchung.

    Nachdem außerhalb Deutschlands bei 50ern häufig weder Tacho noch Spiegel vorgeschrieben waren, muss man den Tacho, die Tachowelle und einen Spiegel links nachrüsten. Bei Vespas mit mehr als125ccm sind auch Fahrtrichtungsanzeiger und bereits ab 50ccm ist ein Bilux-Scheinwerfer erforderlich. Das ist häufig bei den LF-Oldies wie VBB usw. erforderlich, da diese 150ccm haben und in ihren Herkunftsländern keine Blinker benötigten. Auch ein Bremslicht ist vorgeschrieben, wenn die Vespa mehr als 50ccm hat.

    Es kann passieren, dass der Prüfer ein Typenschild mit den Daten der Vespa verlangt. Man kann es entweder in den einschlägigen Shops kaufen und die Daten einschlagen (lassen —> Schrauberhilfe), zwei kleine Löcher in den Durchstieg rechts bohren und mit zwei Kerbnägeln das Typenschild originalgetreu befestigen, ein Klebetypenschild in Absprache mit CD-Marker beschriften und auf den Tank kleben, oder aber den Prüfer bitten in sein Vollgutachten einen Satz wie FIN hinten rechts/links eingeschlagen aufzunehmen. Meistens klappt das.

    Entgegen aller Legenden greifen Prüfer dabei auf ihre Datenbank zurück, in der sie die technischen Daten in eine Schreibvorlage für die Zulassungsstelle eintragen - das Vollgutachten. Es ist nicht erforderlich eine Kopie von irgendwelchen Papieren mitzubringen, nur die originalen aus dem Ausland. Dabei wird die FIN an der Vespa mit den Papieren aus dem Ursprungsland abgeglichen, die Bremsen, die Beleuchtung und die Verkehrssicherheit der Vespa als ganzes überprüft.

    Sollte der Prüfer Kopien von Betriebserlaubnissen ähnlicher Fahrzeuge verlangen, ist das meistens ein Zeichen dafür, dass er nicht wirklich mit der Materie alte Vespa vertraut ist. Das sollte Fluchtreflex auslösen und ein Hinweis darauf sein, dass man sich besser nach einem anderen Prüfer umsieht.

    Die Bremsprüfung erfolgt im Fahrversuch. Es schadet also nicht, wenn neue Bremsbeläge verbaut sind, die gut eingestellt sind. Die Prüfer kommen allesamt aus dem Motorradbereich und sind nicht immer an kleine Trommelbremsen gewöhnt. Die sollten dann zumindest sehr gut funktionieren, sonst ist an dieser Stelle schonmal Endstation. Es ist empfehlenswert in diesem Zusammenhang auch für sich selbst die Frage zu beantworten, ob man bei der häufig in Italien anzutreffenden 9-Zoll-Bereifung bleiben will, oder vor der Vollabnahme auf 10-Zöller umrüstet. Das hat den Vorteil, dass die Reifenauswahl viel größer ist und das Fahrverhalten wird auch positiv beeinflusst. Die Endgeschwindigkeit ändert sich wegen der größeren Gesamtübersetzung nicht großartig. Der Motor drückt größere Übersetzungen nur mit langem Anlauf.

    Mit dem fertigen Vollgutachten geht man nun zur Zulassungsstelle. Für Fahrzeuge bis 50ccm kommt ein Stempel drauf und damit ist die Vespa einzelgenehmigt. Dieses Blatt führt man dann als Betriebserlaubnis mit.

    Alternativ dazu ist es auch möglich, die Vespa freiwillig zuzulassen (Freiwillige Zulassung 50 ccm und <= 125 ccm).

    Vespas mit mehr als 50ccm erhalten eine Zulassungsbescheinigung Teil 1, Vespas über 125ccm auch eine Zulassungsbescheinigung Teil 2 ausgehändigt. Die originalen Papiere aus dem Ausland zieht die Zulassungsstelle ein. Nachdem diese Papiere aber Teil der Geschichte der Vespa sind, macht es Sinn zu sagen, dass man sie nach 6 Monaten wiederhaben möchte. Die alten Dokumente werden dann ungültig gestempelt und meistens wird eine Ecke abgeschnitten.

    Wenn man sich nicht die Mühe machen will, die Servicehotline der Prüforganisation solange zu quälen, bis man einen Termin bei einem kundigen Prüfer erhält, kann man sich auch vor Ort an eine Werkstatt für alte Vespas wenden. Dort kommt normalerweise einmal in der Woche ein Prüfer vorbei und die Werkstätten freuen sich, wenn sie einen Auftrag für den Prüfer erhalten, da der dort nach Stunden bezahlt wird. Deswegen wird das nicht teurer, sondern manchmal sogar billiger. Insgesamt sollte man aber für die Papiere um die 200 Euros einkalkulieren. Danach steht sorgenfreiem Fahren aber nichts mehr im Weg. Auch der Wert der Vespa verbessert sich, da viele wissen, dass Vespas mit italienischen, griechischen, spanischen oder englischen Papieren nicht legal im deutschen Straßenverkehr bewegt werden dürfen.

    Der eine oder andere hat vielleicht schon die Erfahrung gemacht, dass der Versicherungsagent um die Ecke trotz italienischer Dokumente ein Versicherungskennzeichen ausstellt. Das dürfte er eigentlich nicht. Letztlich ist es ihm und der Versicherung aber egal, denn die Versicherungsbedingungen enthalten eine Klausel, die den Versicherungsnehmer verpflichten eine gültige Betriebserlaubnis für die Vespa zu haben und stellen andernfalls trotz Prämienzahlung den Versicherungsschutz infrage im Fall der Fälle. Es ist nicht die Aufgabe der Versicherung die Fahrzeugpapiere auf Gültigkeit zu überprüfen, sondern die des Besitzers.

    Meine Versicherung hat mir gesagt dass kann man einfach meine Vespa versichern auch mit diese Papiere dass auf der Bild ist.

    Vielleicht besser bei Polizei fragen.....

    Es ist Deine Vespa. Wir werden uns jetzt nicht abmühen Dich zu überzeugen. Du findest auch bestimmt irgendjemand, der Dir bestätigt seit 10 Jahren ungestraft so durch die Gegend zu fahren.

    Diese Diskussion gibt es pro Jahr zig Male, such einfach etwas im Forum.

    Ja. Volle Zustimmung. Leider habe ich noch kein anderes, ähnlich erfolgreiches Verfahren zur Erlangung von ausreichend Kohle gefunden. Ich wäre für Adoption, Erbe, Lottogewinn u.ä. offen.

    Der User unter mir hat die entscheidende Idee.

    Dann musst Du deutsche Papiere erstellen lassen. Du darfst in Deutschland, wie in den allermeisten Ländern auch, nur mit einer in Deutschland gültigen Betriebserlaubnis fahren.

    Bei italienischen Vespas muss man dafür in aller Regel einen Tacho nachrüsten. Danach fährst Du mit Deiner Vespa zu einer Prüforganisation (TÜV, Dekra, GTÜ usw.), lässt eine Vollabnahme zur Erlangung einer Einzelbetriebserlaubnis durchführen, gehst damit zur Zulassungsstelle, lässt das gültig stempeln und dann passt alles.

    Ich freu mich gerade über ein schönes Wiener Schnitzel in Begleitung meines Wichtel-Biers.

    Ich habe zum Hieronymus eine besondere Beziehung, weil ich da in der Nähe mal einige Wochen zur Einarbeitung war. Konnte mein Wichtel nicht wissen, hat mich umso mehr gefreut. Das erzähl ich meinem Wichtel bei Gelegenheit mal persönlich :-2:+2

    Ich strahle den Motor mit dem Hochdruckreiniger ab und befreie ihn vom meisten Dreck. Den Rest popel ich mithilfe von WD40, einem Holzspatel und Lappen runter. Das Gehäuse hat dann noch Oberflächenverfärbungen, ist aber zu 99 Prozent sauber.

    Man kann es auch mit Walnusschalen strahlen. TomV50 hat immer toll gestrahlte Gehäuse. Das schau ich mir immer sehr gerne an, aber zu meinen Olack-Vespas passt so ein dunkel angelaufenes Gehäuse besser.

    Ich nehme an, dass das beim direktgesaugten SS-Motor eine Möglichkeit ist, wie die Schmierung des Lima-Lagers sichergestellt ist. Ich bin aber nicht tief genug in den GS/SSdrin, um Dir da im Brustton der Überzeugung Auskunft geben zu können. Die zwei Direktsauger, die ich hatte, habe ich wieder abgestoßen, weil mich die permanente Sauerei hinten genervt hat und ich nicht den Arsch in der Hose hatte, das Gemisch zu verändern.

    Wenn Du nach dem NU205E Lager beim SC suchst, dann wird Dir dort auch ein passendes Hochleistungsfett angeboten.

    Ursprünglich war mal Mehrbereichsfett vorgeschrieben. Die Mengenangabe war glaube ich in Zentimeter angegeben.

    Ich habe vor vielen Jahren einen direktgesaugten Motor unter gelegentlicher Anleitung gemacht. Damals ist mir von meinem Helfer eingeschärft worden das Lager vorher gründlich zu entfetten und dann gründlich mit sogenanntem Hochleistungsfett zu versorgen, weil das mit den Temperaturen viel besser umgehen kann, als die Fette aus dieser Zeit.