Ich vermute mal, dass Du mit einem gebrauchten 200er merklich günstiger wegkommst. Was Du innen ersetzen musst, ist natürlich immer eine Wundertüte.
Einen Motor in den Geschwindigkeiten dauerhaft zu betreiben, die Dir vorschweben, bedarf meines Erachtens sorgfältigster Arbeit Deinerseits beim ZZP und dem Abdüsen, bedarf eines perfekt vorbereiteten Vergasers (erweiterte Bohrung unter dem Düsenstock) und am besten den Fastflow von BGM mit gekürztem Innenrohr. Die Kurbelwelle ist laserverschweisst und gewuchtet.
Dein Fahrstil spielt eine wichtige Rolle. Gnadenlos bergauf Gas geben vermeiden, vorausschauend fahren und nicht auffahren und zack runter vom Gas, gutes Gehör und Gespür für den Motor schadet auch nicht.
Ich baue meine Motoren gerne so, dass die Ziel-Reisegeschwindigkeit in einem akzeptablen Drehzahlbereich ist, auch wenn das zu Lasten des Abzugs geht. Kolbenspiel messen, exaktes Drehmoment beim Anziehen des Zylinders, hochwertiger GS-Kolben und -ringe.
Mein 177er Polini lässt sich so ohne Murren 120 Kilometer über die Autobahn bei Tempo 110 prügeln. Meine 50s hat einen 130er Evo, sanft am Auslass angepasst mit 28er PHBH und Banänchen, läuft bislang knapp 5.000km, davon mehrere Male München-Bozen übers Timmelsjoch. Keine davon ist angstbedüst, keine wird geschont, aber auch keine nur getreten.