SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Menzinger

    Die DRT-Schaltklaue treibt mich in den Wahnsinn. Welle gerade, sauberst ausdistanziert, Zahnräder ohne Abnutzung, trotzdem lässt sich der Leergang nicht sauber einlegen bzw. bleibt nicht sauber drin. Im Grunde bin ich selbst schuld, hatte sie noch rumfliegen und war zu bequem mir eine neue O-Klaue zu holen. Sowas büßt man meistens schnell. Wenn ich mir angucke, dass aktuell über 80 Flocken dafür aufgerufen werden, habe ich Fragezeichen im Gesicht.

    Schön, dass sie endlich läuft top-). Den Rest wirst Du auch noch hinbekommen.

    6-7 Liter sind viel zuviel. Das ist aber eigentlich auch so viel, dass für mich eine Ursache wie zu große Hauptdüse oder Drehschieber ausscheiden. Dein Vergaser steckt zwar zwei drei Größen zuviel noch weg und ölt Dir zum Dank Kerze und Auspuff voll, aber dann wäre es ein halber Liter zuviel und nicht drei bis vier. Dein Drehschieber würde Dir den Vergaserraum vollölen.

    Wie sieht es denn mit Benzinverlust am Tank, Benzinhahn oder Benzinschlauch aus? Spuren auf dem Boden des Vergaserraums und auf dem Auspuff?

    Ich glaube, dass das schwierig zusammenzufassen ist, weil viele Variable mitspielen. Beitragen könnte ich folgende Erfahrungswerte:

    Auf O-Felge habe ich noch keinen Reifen gefunden, der irgendwo anging. Heidenau K58 und 80, Michelin S83, Conti Dingsbums, passt alles. Die Flanke geht knapp an der oberen Nase des Kuludeckels vorbei, die Führung der Züge geht nur an, wenn verbogen.

    Das reicht aber bei weitem nicht, um einen Überblick zu formulieren, weil fünf V50 und vier Reifenhersteller keine valide Basis hergeben. Ich würde aber trotzdem folgendes stark vermuten ohne es beweisen zu können:

    Sobald auf Reprofelgen, einteiligen Schlauchlosfelgen o.ä. gefahren wird, kommt mehr oder weniger Versatz ins Spiel und der 90/90-10 beginnt zuerst an der Flanke wo beschrieben, dann an der breitesten Stelle des Reifens an der Schwinge zu schleifen. Ersteres lässt sich mit etwa 1mm Abtrag an der oberen Nase des Kuludeckels beheben.

    Die Gründe für meine 90/90-10-Spielereien liegen in der besseren Verfügbarkeit in diesem Format bei lokalen Reifenhändlern und den Münchner Straßenbahnschienen, die meinen Arbeitsweg pflastern. Die Eintragung ist gut vorbereitet kein Problem. Herstellertabelle (https://www.conti.nl/wp-content/upl…ooterbanden.pdf) einpacken und eine Viertelstunde später hält man ein Gutachten mit etwa folgendem Text in Händen: A.Gen.VUH 90/90-10 M/C 50J a.Orig.Felge 2.10-10


    Im Netz wird in ähnlichen Threads auch die geänderte Übersetzung thematisiert bzw. dem ganzen eine ähnliche Wirkung wie Umritzelung auf 16Z zugeschrieben. Kann ich so nicht wirklich bestätigen. Das liegt aber auch daran, dass ich weitestgehend original fahre und den Motor ohnehin nicht brüllend bei Tacho 65 irgendwo bergab runterjage, um neue Geschwindigleitsrekorde aufzustellen.

    Für die Zukunft, wenn’s mal trotz heiß-kalt nicht will:

    Das untere Teil ist vom Sip-Innenlagerauszieher, dann die Distanzscheibe von der Bremsankerplatte hinten und die Wellenmutter. Macht knackknackknack und schonend drin. Das ist so ein Selbstbauwerkzeug wie jack o‘neill schreibt.

    Sorry für die schmutzigen Finger :-3

    PS: Das gilt natürlich nur, wenn die Welle prinzipiell reingeht. Wenn sie ungenau gefertigt sein sollte (ist mir zum Glück noch nie passiert), löst das nix.

    Kann man ohne Zweifel. Deshalb habe ich weiter oben geschrieben, was das kostet und eine Empfehlung abgegeben.

    Zwischen ein paar Mini-Riefen im Drehschieber mit Flüssigmetall machen und Lagersitze oder Simmerringsitze derartig „reparieren“ ist ein Unterschied. Davon war nicht die Rede. Unsachlich.

    Ich kann und will Deine Ausführungen zu den Materialien und Ihren Beständigkeiten mangels geeignetem Studium bzw. Ausbildung in keinster Weise infrage stellen und habe fast ein Jahrzehnt lang immer brav nach reiner Lehre ausbessern lassen, weil ich an Sicherheit keinen Cent spare.

    Im Freundeskreis haben einige dann angefangen mit Flüssigmetall und moderatem Ausbacken zu arbeiten in solchen Fällen. Und das mit dauerhaftem Erfolg bzw. ohne Ablösen des eingebrachten Materials, wie sich nach erneutem, Jahre späterem Öffnen des Motors gezeigt hat.

    Irgendwann habe ich das erste Mal selbst damit gearbeitet und festgestellt, dass das Ergebnis haltbar war bzw. bis heute ist. Jetzt mag ich nicht über stochastische Einzelereignisse räsonieren und den Thread zuspammen, aber es scheint ja doch haltbare Ergebnisse zu geben.

    Vielleicht kann man das an anderer Stelle nochmal diskutieren, weil ich durchaus neugierig bin, warum das auch in Expertenkreisen derart kontrovers gehandhabt wird.