SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    Zur Ergänzung noch, Fantine.

    Ein Kollege von mir bastelt viel an RDs rum, auch mit anderen Gasern. Da hatte er mal japanische Düsen dabei, deren Zahlenangabe laut seiner Aussage nicht für den Durchmesser stehen, sondern irgendwie für die Querschnittsfläche.

    Da wird es mit der Formel natürlich schwierig....:-)

    Naja, letztlich gilt diese Formel, die ja nichts weiteres als Stöchiometrie ist, für einen einigermaßen ausgewogenen Motor, bei dem der Volumenstrom im Gaser in einem vernünftigen Bereich landet.

    Abweichungen davon sind letztlich nur fluidmechanische Einflüsse.

    Extrema wie ein 50 Kubik Ape Motor oder eine extrem hochdrehender Renner weichen davon ab.

    Wobei der Renner näher dran liegt als die Ape.

    Für 50 Kubik und moderate Drehzahlen ist ein Durchmesser von 16 mm eher zu groß. Deshalb ist dort gepaart mit dem doch etwas astmathischen Ansaugtrakt im Original etwas um die 60 drin oder gar 58.

    Bei meinem 19er auf der Ape mit meinem etwas auf weniger Widerstand getrimmtem Ansaugsystem harmoniert die 95 ganz gut, einen Tick zu fett und ich fange die Drehzahl etwas ein.

    92 läuft perfekt.

    Die alten deutschen Mofas mit ihren 10er Gasern kamen im Original oft mit Düsen um die 60 daher.

    Deshalb auch der Spruch für die erste Tuningmaßnahme: "Ich habe eine kleiner Düse reingemacht".

    Die 60er HD in einem 10er Zylinderschiebergaser ohne Nebengemischaufbereitung war ein zuverlässiges Drosselmittel für die Drehzahl.

    Jetzt habe ich ganz diplomatisch viel offen gelassen, warum meine Formel nicht immer hinhaut bei entsprechender Komponentenauswahl...:-) Aber es bleibt letztlich Physik, und die gilt einfach immer.

    Viele Grüße Paddy.

    Ich habe jetzt mal gegoogelt und eine 26er Polini gefunden.

    So wie der aussieht, mischt der auch noch über eine Nebendüse zu, was die 105er HD im Auslieferungszustand (zumindest bei dem 26er Polini, den ich auf die Schnelle gegoogelt habe) erklärt.

    Ich kenne jetzt deinen Lufi nicht, aber sicher wirst du dir bei den anderen Komponenten keinen rausgesucht haben, der der Luft unnötig viel in den Weg stellt.

    Da 26 mm für 100 Kubik doch etwas groß ist, sofern du nicht gerade mit 12.000 1/min unterwegs bist, würde ich mal so mit 115 Größenordnung anfangen und schauen, wie der Motor reagiert.

    So mal als Empfehlung.

    Gruß Paddy.

    D-Luft einfach der Durchmesser des Vergasers in dem Bereich, in dem der Sprit zerstäubt wird.

    D-Benzin der Durchmesser der Hauptdüse.

    Für einen Vergaser mit 19 mm also 19 x 0,05 = 0,95 mm, ergo eine 95er HD.

    Wenn ein Vergaser oval ist, muß man sich einen äquivalenten Durchmesser ausrechnen.

    Wenn ein Vergaser wie der SHB sein Gemisch noch zusätzlich über Umwege anreichert oder abmagert, stimmt das nicht ganz, weshalb bei den SHBs gerne etwas kleinere HDs letztlich richtig hinhauen.

    Baut man der Luft vor dem Gaser viel in den Weg, wird die HD tendentiell auch etwas kleiner, aber das kennst du ja.

    Auch bei kleineren Hubräumen und gleichem Gaser wird die HD eher kleiner, weil der Volumenstrom durch den Gaser kleiner wird und die Formel nicht mehr in ihrem normalen Bereich liegt.

    Das ist der Grund dafür, warum bei Stecktuning immer etwas größer bedüst werden muß. Die HD-Empfehlungen bei Stecktuning mit größerem Hubraum nähert sich dieser Formel.

    Ergo 26er Gaser bedeutet für den ersten Wurf mal 130er HD, sofern der Gaser nicht auf ganz komische Weise sein Gemisch aufbereitet.

    Wenn da noch ein Lufi davor ist, würde ich mal mit Mitte 120 anfangen und magerer werden.

    Die Formel haut übrigens auch ganz gut selbst bei meinem Drosselklappen FHBB hin. Ein völlig anderer Gaser.

    Gruß Paddy.

    Lustig, wenn ich so sehe, was du dir da so zusammenstellst und deine einzige Frage ist, wer eine Idee zur Bedüsung hat.

    Und das ohne jedwede Details, was denn so der Luft auf dem Weg zur Verbrennung im Weg steht.

    Also, ich kenne diesen Vergaser nicht und ich habe keine Ahnung, wie er sein Gemisch aufbereitet.

    Sollte er jedoch einigermaßen an einem ganz normalen Vergaser angelehnt sein und sein Gemisch nicht wie manche Dellorto über gefühlt 17 Wege abhängig von diversen Schieberstellungen zubereiten, gilt grundsätzlich:

    D-Benzin = D-Luft x (0,05...0,053)

    So, das gilt ohne Luftfilter. Mit jedem Hindernis für die Luft vor dem Gaser wird es ein klein wenig magerer, aber nicht wirklich viel.

    Wenn der Gaser irgendwie oval ist, mußt du dir über die Querschnittsfläche einen Ersatzluftdurchmesser ausrechnen.

    Und dann langsam in Richtung magerer abdüsen.

    Also mal als Überschlag würde ich mal bei deinem 26er Gaser eine 130er HD einsetzen und schauen, was der Motor macht und ob er drosselt. Wenn er drosselt, magerer.

    Zum Einfahren ruhig etwas fetter unterwegs sein, das schadet nicht.

    Ich fahre grundsätzlich was den ZZP angeht etwas später ein, aber daran scheiden sich die Geister.

    Bei mir klemmt auch nie was, komisch, gell? Irgendwie scheint es doch einen kausalen Zusammenhang zwischen Verbrennungstemperatur und Klemmen eines noch sich einschleifenden Motors zu geben...

    Was genau hast du eigentlich bisher so an Motoren zusammengebaut, wenn deine erste Frage bei dem Setup von der Düsengröße handelt?

    Nicht soviel, oder?

    Gruß Paddy.

    Immer, wenn ich mal ein paar Schritte voraus denke, laß ich euch ja daran teilhaben.

    Heute abend habe ich nach dem Essen mal den SHB 19.19 dran gehalten und auch den Platz in der Wespe selber gecheckt. Eigentlich ist das etwas doof.

    Einen geraden ASS kann ich mir abschminken, weil ich sonst sehr schnell dort ablande, wo bei den Schaltwespen der Gaser sitzt, irgendwo in der Karosserie.

    Also muß ich ihn tatsächlich abwinkeln wie befürchtet und so ähnlich wird er dann stehen, wie im Original.

    Das hat Vor- und Nachteile:

    Vorteile:

    Ich breche mir nicht die Finger wie in einer normalen Smallframe, wenn ich an den Gaser muß, das wird sehr bequem.

    Nachteil:

    Er saugt seine Luft nicht aus dem Rahmen, es sei denn, ich kriege eine Verbindung wie im Original zwischen Lufi-Kasten und Karosse hin.

    Das ist alles nicht so wild, wenn man aber weiter denkt, wäre der normale SHB mit seinem komischen Umlenkhebel perfekt ist die Anbringung des Gaszugs, der von unten kommt.

    Aber der normale SHB hat halt eine bescheidene Abdichtung gegen Umwelteinflüsse.

    Weiter ist das mit dem Chokezug so eine Sache. Keinen blassen Schimmer, ob ich da was einigermaßen vernünftiges finde, den angelenkt zu kriegen.

    Deshalb denke ich gerade, obwohl ich eigentlich einen fast neuen SHB 19.19 habe, darüber nach, auch hier auf Massenware aus dem Piaggio und Konsorten Bereich für Roller räubern soll.

    Die haben zwar keinen Umlenkhebel am Gas, sondern nur ein Umlenkrohr um 90 Grad, aber dafür könnte ich einen elektrischen Choke verwirklichen, der mir viele Probleme ersparen würde mit dem Chokezug.

    Also konkret einen Gaser der PHVB-Reihe, 17,5 oder 20,5. Der 17,5 wäre ein Schnäppchen, der 20,5 deutlich teurer.

    Mal unabhängig davon, wie ich den ASS und den Anschluß des PHVBs gestalten würde, könnte ich das Loch für den Schlauch zum Lufi im Original einfach mit einem Stopfen verschließen, den Spritschlauch aus dem Stopfen ausleiten und fertig.

    Gaszug kommt von unten und Choke elektrisch. Sauber wäre das schon. Und natürlich wieder Massenware wie geplant.

    Ich fasse das mal so ein bißchen ins Auge.

    Einzig der Anschluß an den ASS würde dann etwas komplexer. Da müßte dann irgendwie eine Gummimuffe dazwischen.

    Luftfiltermäßig müßte man dann auch mal schauen, was es gibt, aber für Scooter ist die Auswahl ja nicht klein und die Lufis sind alle dafür ausgelegt, im Freien anzusaugen.

    Einzig das Ansauggeräusch der Membran wäre dann etwas ungefilterter, wenn es nicht über die Karosse kommt.

    Soweit mal die Gedanken zum Gaser, das Problem wird auch auf mich zukommen.

    Weiter bin ich am Grübeln bezüglich des Puffs. Der Auslass des DRs ist ja komplett anders als im Original.

    Der Plan sieht gerade vor, einen Sito Plus nochmal zu kaufen für die Automatik und den Krümmer aus einem normalen Krümmer für die Vespa und einem ET3 Krümmer zusammen zu basteln. Da wären dann genug Flansche und Biegungen am Start, um irgendwie den Sito zu treffen. Bißle trennen und schweißen halt, aber alles zu moderaten Kosten.

    In der Ape fahre ich auch Sito und DR 133 und die beiden harmonieren als Traktorauslegung ganz gut miteinander.

    Mehr soll es ja hier auch nicht werden, also das wird der Plan. Und zum Sito plus für die Automatik gibt es eine ABE, die ich aktuell auch im Handschuhfach spazieren fahre. Zumindest mal kein Fehler, wenn der Trachtenverein sich über den sonoren Sound wundern sollte.

    O.K., da schwimmt jetzt die Hoffnung mit, gebe ich zu. Aber immer noch besser, wie eine Tröte unter der Kiste, die da garnicht hingehört und zu deren Anwesenheit man nur leise stammeln kann...:-)

    Soweit mal die Gedanken an noch weit entfernte Schritte...

    Gruß Paddy.

    So liebe Kollegen,

    nachdem ich ja nicht weiter komme mit dem Polrad, habe ich heute mal etwas gemacht, das ja ohnehin noch getan werden muß.

    Also insofern keine Zeit verschwendet, das kommt mir irgendwann zugute.

    Ich das große Gehäuse auf die Vorrichtung gepackt, das Kurbelwellenlager aufgefangen und das Ganze auf 88,4 ausgespindelt:

    Danach habe ich nochmal das kleine Gehäuse auf seine Vorrichtung genommen, ebenfalls aufgefangen und auch auf die 88,4 nochmals vergrößert:

    Das Kleine hatte ich schonmal auf einem Dorn in der Spannzange auf 88,1 oder so ausgedreht.

    Bei der Vollwangenwelle mit 51 mm Hub und 105er Pleuel, die ich mir ausgesucht habe (BGM glaub, müßte nachschauen), gibt SC an, daß das Gehäuse auf 88 ausgespindelt werden muß, ohne Angaben zu dem Wangendurchmesser zu machen.

    Jetzt bin ich halt um 0,4 im Durchmesser größer, dann sollte es auf jeden Fall passen.

    Ich glaube, die verlorene Vorverdichtung kann ich verkraften...:-).

    Das sieht dann so aus:

    Ein weiter Arbeit, die ja auch in jedem Fall nochmal auf mich zukommt, ist eine funktionierende ZGP umzuhäkeln.

    Also bin ich ins Lager und habe die geholt, die mal ca. 2 Jahre in der Ape drin war, fast neu.

    Das Kabel zur CDI umgestrickt und ab auf den Teilapparat:

    So, jetzt wäre das auch fertig:

    Wenn ich dann mal den Konus soweit habe, daß ich die Bohrungen am Polradtopf anzeichnen kann, bekommt die dann noch neue Markierungen und in den Adapter mache ich ebenfalls eine Markierung.

    Dazu kommt dann der letzte Einsatz des Ape-Motorgehäuses, mit dessen Hilfe ich die Position dann irgendwie festlegen werde.

    Soweit mal so gut.

    Sollte es tatsächlich nächste Woche wieder nichts werden mit der Hülse für den Konus auf der CNC, besorge ich mir Dichtungspapier und fertige eine neue Dichtung für das Kurbelgehäuse nächsten Samstag an in aller Ruhe. Da werde ich definitiv im Membranbereich von der originalen zu weit abweichen und ich muß eine eigene Anfertigen.

    Tusche habe ich noch zuhause, die entsprechenden Locheisen zum die Bohrungen ausstanzen leihe ich mir vom Geschäft aus. Dann kann ich das in aller Ruhe machen.

    Auch so ein Geschäft, das auf jeden Fall mal gemacht werden muß. Und wenn der Motor weiter fortgeschritten ist, werde ich bestimmt ungeduldig und lasse mir nicht soviel Zeit.

    Unter Umständen mache ich gleich zwei oder drei Stück, dann habe ich Reserve. Die für das Getriebegehäuse kann ich ja von der Stange nehmen.

    Von dem Dichtungssatz für die Automatik werde ich wahrscheinlich ohnehin kaum etwas brauchen, ist ja alles komplett anders.

    Sämtliche O-Ringe fallen weg, Membrandichtung ist von der Stange für Sfera und Co.

    Wir werden sehen....

    Gruß Paddy.

    Wir hatten das Thema bei Ape-Fans auch schon.

    Mir war das bis dato völlig neu. Hatte ich noch nie vorher gesehen in meiner Umgebung.

    Ich fände es super, wenn meine Ape und die Kleine sowas hätten, aber ich scheu mich echt vor diesem Exotenstatus in meiner Gegend.

    Das Schild ohne TÜV-Stempel wäre schon auffällig, wenn das sonst keiner hat. Und naja, die eine oder andere Schraube ist halt nicht mehr originalverzinkt aus Pontedera...:-).

    Und wenn hier keine andere 50er so ein Schild ohne TÜV-Stempel hat, wird man zum bunten Hund. Und ich bin so froh, mittlerweile einen gewissen Altersbonus erreicht zu haben, mit dem man nicht ständig gefilzt wird wie zu Mofas-Zeiten.

    Außerdem habe ich ohnehin nie Papiere dabei und dann erkläre mal dem interessierten Wachtmeister, daß das alles so seine Ordung hat inklusive etwaiger Auffälligkeiten...Mir haben die drei Jahre schweißtreibende Jugend mit Outlaw-Status von 15 bis 18 auf dem Kreidler Flory gereicht, wo man bevorzugte Beute eifriger Grünjacken war...

    Deshalb habe ich die Idee wieder verworfen, mich zu dem Thema bei der örtlichen Zulassungstelle schlau zu machen.

    Aber seid euch meines Neides um ein richtiges Schild sicher und ich lese mit Spannung diese Beiträge...

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Der Lochabstand sollte reichen, glaube nicht, daß der Polini da noch weiter auseinander ist als der DR.

    Und zumindest M8 am Auslaß hat der DR auch gehe also davon aus, daß der Polini auch mit 8 unterwegs ist.

    An der Ape mußte ich die Langlöcher des Sito auch lediglich auf 8 vergrößern, der variable Abstand hat gereicht. Größer als die 56 ist das sicher nicht, denke ich.

    Gruß Paddy.

    Externer Inhalt www.sip-scootershop.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Der vielleicht?

    Aaah, Mist, jetzt weiß ich, was ich vergessen habe, zu fotographieren!

    Ich habe in einen Probedummy aus Edelstahl für die Lagerhülse des PX-Lagers limaseitig verschieden große Kanäle für das Öl ausprobiert!

    Ich habe glaub schon erwähnt, daß ich einen Kanal mit T-Nuten-Fräser vorgesehen habe. Mit drei verschieden Durchmesser an T-Nuten-Fräsern ergeben sich unterschiedlich große Kanäle.

    Je kleiner der Fräser, desto kleiner der Sickerkanal, aber dafür desto größer die verbleibende Mantelfläche für den Lagersitz.

    Also Ziel, so klein wie möglich. Ergebnis: von den 3 Fräsern (10,5 bis 16,5) reicht der kleine aus, daß Hydrauliköl darin zuverlässig durchsickert.

    Also wird es der werden.

    Ich darf jetzt nicht vergessen, nächste Woche Bilder zu machen, sorry.

    Ich bin zufrieden mit der Lösung, obwohl das Öl mit den ganzen Umlenkungen echt langsam ein Navi braucht, bis es zwischen Lager und Wedi landet...:-)

    Gruß Paddy.

    Kannst du ohne Schwimmerkastendeckel mit dem Finger am Schwimmer innerhalb plausibler Grenzen den Zufluß zu und aufmachen?

    Unabhängig davon, ob die Kiste vorher gelaufen ist oder nicht, bin ich bei einem fast 40 Jahre alten Gaser schon dazu verleitet zu sagen, daß ein neuer kein Fehler ist.

    Ich bin da an der Stelle ein gebranntes Kind und man kann dadurch schonmal viel ausschließen.

    Wenn das ein Oldtimer wäre, wo man mit dem Ori-Gaser irgendwie zurecht kommen müsste, OK, aber bei den moderaten Preisen für einen Neuen wäre es mir das wert.

    Den alten auf Lager und gut. Dann kannst die Fehlerquelle einfach mal ausschließen. Nur so als Tip.

    Wenn ich bei einer Wespe den Vergaser nach mehrmaligen (äußerst "ergonmischen") Abschrauben keinen Erfolg habe, habe ich die Schnauze voll. Man kommt da ja im Vergleich zu einem Moped einfach beschissen dran.

    Meine Meinung...

    Gruß Paddy.

    Liebe Kollegen,

    nachdem es natürlich auch diese Woche nicht geklappt hat mit meiner Hülse auf der CNC, habe ich wenigstens mit dem Varioadapter angefangen mit der Seite, auf der die Variohülse sitzen wird.

    Bilder gibt es, wenn mal die andere Seite gedreht ist und die Bohrungen für die 6 Zylinderkopfschrauben und die beiden Paßstifte, die die verdrehfeste Verbindung zwischen dem Adapter und der Riemenscheibe gewährleisten, nächste Woche.

    Aaaber der Riemen der XL2 ist gekommen. Etwas breiter wie der von der XL1 und gleichlang, aber etwas länger als der Derbyriemen.

    Gerade habe ich ihn mal auf die Vorrichtung gezogen, wieder ein völlig anderes Ergebnis:

    Spreizung von 0,9 bis 2,4 (zur Erinnerung Derby 0,8 bis 2,2).

    Auf der Vorrichtung liegt zum Vergleich der Derbyriemen.

    Tja, was soll ich nun sagen. Mal abgesehen davon, daß ich mittlerweile ordentlich Geld in Riemen gesteckt habe, ohne daß auch nur einer davon sich mal am Motor gedreht hat, ist das zumindest mal eine Alternative.

    Die Primärübersetzung würde zwar kürzer werden dadurch, also zunächst mal nicht so ideal.

    Aber er gefällt wegen der geringeren Höhe und der kleineren Innenverzahnung, die ihn weicher werden läßt und etwas weniger Walkverluste bedeutet.

    Jetzt würde der 1:1 mit dem Ori-Getriebe natürlich eine geringere V-max bedeuten, im Prinzip auch nicht schlimm.

    Da es aber gerade noch etwas offen ist, ob das Ori-Getriebe Sinn macht, könnten die Karten neu gemischt werden. In diesem Falle müßte ich auf Standard-Scootergetriebe zurückgreifen und da habe ich viele Optionen für eine Sekundärübersetzung.

    Es wäre also theoretisch möglich, dort eine längere zu wählen. Auf jeden Fall ist der XL2 Riemen mal eine Alternative, der eine brauchbare Spreizung auf den Variokomponenten erreicht und von der Übersetzung her nicht komplett daneben ist.

    Fantine hat auch noch einen Punkt angesprochen, der mich auch beschäftigt: Die künftige Ersatzteilsituation für Riemen. Das könnte auch noch die Riemenwahl beeinflussen, wenn man herauskriegen könnte, welcher der beiden Riemen zukunftssicherer ist, Derby oder XL2.

    Aber komplett kriegsentscheidend wird es nicht sein, weil man sich Riemen offenbar gegen Geld auf Maß machen lassen kann.

    Aber eine längere Überlegung ist es in jedem Fall wert. Über die Sekundär könnte ich die Riemenauswahl ja steuern...

    Ich kann nur sagen, daß es jetzt wirklich Zeit wird, das Polrad inklusive Varioadapter fertig zu kriegen und zu wissen, wo ich axial hinten im Getriebe ablande. Ich muß das nächste Woche forcieren.

    Ein Kollege hat mir schon angeboten, das M28x1 konventionell zu drehen, wenn ich keine Lücke auf der Maschine kriege. Ich selbst kann das nicht, habe ich noch nie gemacht. Eventuell müßte ich noch etwas umkonstruieren, damit das Gewinde nicht in einem Sackloch endet, aber da bin ich noch frei.

    Nächste Woche bin ich auch Freitag wieder im Geschäft, habe also am Freitagnachmittag auch noch Möglichkeiten.

    Jetzt muß ich mal kucken.

    Für Samstag bleibt mir nicht viel zu tun. Ich werde wohl endlich das große Gehäuse im Kurbelhaus auch auf die 88,2 ausdrehen, aber dann bleibt nicht mehr viel zu tun, mir geht also die Arbeit aus und das Projekt steht.

    Naja, jetzt kucken wir mal, vielleicht packt mich ja noch die Lust und ich kucke, warum sich meine Ape beim Christbaumkauf an Pfützenwasser verschluckt hat. Das ist auch noch anhängig. Seither steht sie und wartet auf Pflege.

    Da ich eine gute Heizung gebaut habe, könnte ich ja auch zu der Jahreszeit fahren. Mal sehen...

    Ich berichte,

    Gruß Paddy.

    Ich bin auch bei Knipex. Set in verschiedenen Größen, innen/außen, abgewinkelt und gerade.

    Im Prinzip ist die Belastung für das Gelenk ja nicht hoch. Ein gutes Gelenk zeichnet ja unter anderem eine gute Zange generell mal aus.

    Bei Seegerringzangen ist das gefährdete Teil der Pin, der in die Ösen der Ringe greift.

    Bei billigen ist der gerne entweder zu weich (wird rund an der Kante und greift nicht mehr vernünftig) oder zu hart/spröde und bricht/splittert gerne.

    Deshalb habe ich auch an der Stelle das Markenprodukt. Damit kann man auch mal etwas anderes wie einen einfachen Sprengring rausmachen, ohne daß die Pins gleich die Grätsche machen...

    Gruß Paddy.

    Eine Seite vorher hatte ich ein Bild eingestellt. Dort war noch das nicht richtig eingepaßte Röhrchen zu sehen, das beide Kanäle verbindet:

    Es ist jetzt zugekleistert. Mehr schlecht als recht...:-). Aber im Prinzip, wenn es solide und dicht von der ZGP-Seite befestigt ist, erfüllt es genau seinen Zweck.

    Ich habe das Problem halt immer genau vor der Nase und bin vielleicht manchmal etwas sparsam mit Bildern. Ich hoffe, jetzt wird es deutlicher:

    Das sind so die geometrischen Nebeneffekte, wenn man den Sitz des Zylinders komplett auf den Kopf stellt und gleichzeitig axial in Richtung ZGP wenig Platz hat...:-)

    Gruß Paddy.

    Als überzeugter Automatikfahrer finde ich es toll, wenn die Kleinen Automaten etwas aus ihrer Ecke herauskommen und jemand wie du soviel Zeit investiert und daraus solch ein Schmuckstück machen.

    Interessanterweise liest und hört man zu locker 80% als Argument, daß die Kiste für die Frau ist, weil sie es bequemer haben will, durch alle Berichte durch.

    Selbst in Australien hat einer eine alte Schaltwespe auf einen 125er PK Automatikmotor wegen der Frau umgebaut, interessanter Bericht, inklusive Blecharbeiten und seine Bestellungen bei SIP-Deutschland.

    Ein bißchen vermute ich ja, daß die Kollegen trotz allem doch dieses mittlerweile etwas seltene Modell reizt, weil es doch etwas anders ist und trotzdem eine Vespa...:-).

    Schon irgendwie verblüffend, wie schon fast unheimlich uneigennützig sich Ehemänner für ihre Frau in diese Schlangengrube "Automatik" begeben...:-).

    Wenn dadurch die eine oder andere Automatik ein zweites Leben kriegt, bin ich glücklich. Das bringt auch die Ersatzteilsituation indirekt auf Trab. Es gibt jetzt schon Nachbauten der Riemenabdeckung bei SIP. Ein Zeichen dafür, daß es einen Markt gibt.

    Wer weiß, vielleicht ist mein Umbau auf Standardteile garnicht notwendig...

    Und an dieser Stelle auch noch mein dickes Lob an das Forum, das einen eigenen Bereich für die Automatik bietet! Das ist klasse und würdigt die Kleine ohne Vorurteile wie an vielen anderen Stellen im Netz.

    Deshalb vielen Dank!

    Ich kenne ja beide Seiten. Durch die Ape indirekt die normale Smallframe und durch die Wespe die Automatik. Missen möchte ich keine von beiden...

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Im Prinzip ist ein Drehmomentschlüssel ein Meßmittel. Ein Meßmittel ist am unteren Ende seiner Skala ungenauer als am oberen Ende.

    Im Idealfall wählt man sein Meßmittel so aus, daß man im letzten Drittel seines Meßbereichs mißt. Im Idealfall, wohlgemerkt.

    Übertragen auf Drehmomentschlüssel sollte man einfach mindestens zwei haben. Einen für die kleinen Drehmomente und einen für die Großen.

    Und geh nicht zwingend nach Bewertungen bei Onlineplatformen, kauf nach dem Bauchgefühl, daß der preis auch zur angegeben Leistung paßt. Ich denke auch mal, daß du mit Proxxon nicht viel falsch machen wirst. Und Drehmoment bleibt eine schwammige Sache....

    Hauptsache du ziehst keine M6 Schrauben mit einem Prügel für LKW-Radmuttern an, das wird nix.

    Gruß Paddy.

    Er meint denke ich einen ganz normalen Bohrschrauber und keinen Schlagschrauber.

    Die Drehmomentstufen eines solchen Bohrschraubers sind tatsächlich einigermaßen wiederholgenau im Neuzustand. Letztlich funktioniert das über eine in ihrer Vorspannung verstellbaren Rastkupplung.

    Das Drehmoment steigt an, bis die Rasten überspringen, das erreichte Drehmoment wird nicht mehr überschritten.

    Teilweise verzichten modernere Schrauber auf die Rastkupplung und schalten elektronisch ab. Da wird die Sache nicht besser, eher weniger wiederholgenau.

    Aber wie der Kollege schon erwähnt hat, woher willst du wissen, welche Stufe welches Drehmoment hat?

    Tu dir einen Gefallen und leg dir einen Drehmomentschlüssel zu.

    Wobei man dazu sagen muß, daß das zwar prinzipiell das Beste für das Anziehen von Verschraubungen ist, aber die eigentliche Vorspannung auf die Verschraubung stark schwankt, obwohl das Auslösemoment gleich ist. Die Reibung im Gewinde und der Anlageflächen fressen unterschiedlich viel vom eingebrachten Drehmoment auf.

    Aber es bleibt die einfachste und wiederholgenaueste Möglichkeit für den Hobbyschrauber.

    Gruß Paddy.

    Männer,

    die gute Nachricht zu erst, beide Lote funktionieren.

    Ich habe mit dem größeren Brenner beide Lote an einem Stück Alu ausprobiert, funktioniert einwandfrei.

    Es lag also echt nur an der mangelnden Hitze des Grundmaterials. Leider habe ich vergessen, ein Infrarotthermometer vom Brötchengeber mitzunehmen, um sehen zu können, wann die Temperatur erreicht ist. Es braucht ja stolze 390-400 Grad.

    Also das kleine Kurbelgehäuse angeschraubt und das Gehäuse im Heizraum auf einen Ziegel gelegt.

    Gib ihm, angefangen bei dem Messingröhrchen für die Sickerbohrung.

    Tja, was soll ich sagen. Zum Schluß saß ich im T-Shirt im Heizraum nach 1,5 h und das Gehäuse blieb bei gefühlt 20 Grad vor der Schmelztemperatur des Lots in Beharrung.

    Daß das Gehäuse die Wärme gut in sich weiterleiten wird, war mir klar. Ist ja schließlich Alu.

    Aber daß das Gehäuse ein derart guter Kühlkörper ist und durch seine große Oberfläche ab einer gewissen Bauteiltemperatur exakt die gleiche Energie abstrahlt, die ich mit dem Brenner Vollgas zuführe, hätte ich nicht gedacht.

    Es war schlicht und ergreifend unmöglich, die zu lötende Stelle eine Idee über die Schmelztemperatur des Lots zu bringen. Zumindest mit der Leistung des Brenners.

    Zu allem Übel war das so knapp, daß das Lot dann doch so pastöß geklebt hat und das Messingrohr jetzt fest ist, aber sicher alles andere als dicht. Zumindest nicht zuverlässig:

    Ich laß den Scheiß jetzt so, wie es ist, bis ich die Glocke für die Kupplung in das Getriebegehäuse geschweißt habe.

    Zwischenzeitlich werde ich mich für ein Kaltmetall entscheiden, das in seinen Eigenschaften mir für die diversen Stellen zusagt und nach Beendigung aller hitzeeintragenden Arbeiten einfach damit die Löcher verschließen.

    An dem Messingröhrchen werde ich halt etwas drum herumfräsen und den Hohlraum fühlen, falls es nicht beim Strahlen herausfällt. Gewaltsam hole ich es nicht mehr raus, es sitzt so schön.

    Aber jetzt warten wir mal ab.

    Nach der Aktion war ich dann doch etwas gefrustet und ich habe nichts mehr gemacht.

    Eigentlich wollte ich die große Hälfte noch auf 88 ausspindeln für die neue Kurbelwelle, aber ich mache heute nix mehr.

    Jetzt konzentriere ich mich auf den Varioadapter nächste Woche und schiebe diese Röhrchen und Lunkergeschichte bis auf Weiteres.

    Ob das jetzt mit einem anderen Brenner geklappt hätte, weiß ich nicht. Es gibt bestimmt welche für ein paar Euro mehr, die dann etwas mehr Leistung haben, aber jetzt ist gut.

    Jetzt bin ich im Besitz eines Lötbrenners und zweierlei Alulot, die 11kg-Flasche hat endlich nach fast 15 Jahren eine Bestimmung gefunden und ich kann jetzt jederzeit auch Hartlöten.

    Das hat mir schon einige Male gefehlt.

    Jetzt lassen wir es gut sein für heute und ich berichte, wenn es mit dem Varioadapter weitergeht.

    Falls ihr je mal vorhattet, ein Motorgehäuse zu Löten mit Alu-Lot, laßt es bleiben.....

    Gruß Paddy.