SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    So die Damen,

    Union hat gewonnen und ich mache heute nix mehr. Den Karton habe ich noch geschnitten.

    Nicht nur wegen euch, sondern auch für mich. Im CAD habe ich ja das Gehäuse nicht, deshalb ist es ganz gut zu sehen, wie die Aluplatte zur Gehäuseaußenwand zum Liegen kommt.

    Also so würde das jetzt mal passen. Als Lagerung für die Zwischenwelle habe ich mir eigentlich ein Kugellager ausgesucht, aber das ist noch offen.

    Die Lagerhülse aus Stahl im Zentrum der Aluglocke wird ja relativ groß im Durchmesser werden.

    Da muß man mal sehen, wie groß dann die Lagerhülse für die Zwischenwelle noch werden darf.

    Ich bleibe wo es geht bei Lagerhülsen aus Stahl, die ich auf der Drehbank fertig mache. Das sind die genauen Durchmesser und Einstiche für Seegerringe einfacher zu fertigen wie mit dem Ausdrehkopf auf der Fräsmaschine.

    Auf der Fräsmaschine muß ich dann nur noch Bohrungen herstellen mit einer Übergangspassung, in die ich dann die Lagerhülsen nur noch einkleben muß. Das ist wesentlich einfacher für mich.

    Ob die Methode für die Lagerung der Zwischenwelle im Getriebedeckel funktioniert, weiß ich noch nicht.

    Da muß ja die Lagerstelle wesentlich tiefer gesetzt werden. Unter Umständen muß ich da bei einer Nadelhülse direkt im Alu bleiben, kann aber eventuell den Sitz mit einer Reibahle auf der Fräsmaschine setzen. Mal sehen.

    Aber dazu muß ja erst noch die Platte ausgefräst werden, damit ich den Getriebedeckel von unten anschrauben kann.

    Ich habe das mal grob angezeichnet:

    Eigentlich brauche ich nur den "rund" eingekreisten Bereich, um den Lagersitz zu bearbeiten. Mal sehen, wie groß ich das tatsächlich mache. Es wird tief runter gehen und je größer die Platte ausgespart wird, desto besser sehe ich an den Ort des Geschehens. Das ist mir angenehmer. Schon alleine um die Späne besser absaugen zu können.

    Wie tief wirklich weiß ich ja erst, wenn im CAD alles stimmt. Dazu brauche ich ja noch die Meßdaten, um das Ganze zu finalisieren. Dann weiß ich es exakt.

    Bleibt schon noch etwas Fleißarbeit, bis sich die Zahnräder wieder in dem doch mittlerweile stark geänderten Gehäuse wieder drehen.

    Aber ich bin da zuversichtlich. Alles eins ums andere ohne Hektik, dann geht da hoffentlich auch nix schief...

    Dran bleiben, Männer...:-)

    Gruß Paddy.

    So Mädels,

    ich komme einfach zu nix. Aber wenigstens mal etwas Platz gemacht im Getriebe. Hab das Ganze mal auf so etwas größer als 85 mm runtergespindelt. Nachdem das Lager außen 68 hat und die Stahlhülse ja auch eine Wandstärke und einen Bund, haut das ganz gut hin so.

    Viel weiter könnte ich ohnehin nicht, sonst breche ich irgendwann durch in dem Bereich, wo die Aluglocke außen ihr Fenster hat.

    Ich war ja gestern zuhause, aber mir wurde versichert, daß die Achsabstände des Getriebedeckels am Freitag zwischendurch gemessen werden.

    Ergo sollte ich nächste Woche eine Aluplatte fertigen können mit zwei Bohrungen im Abstand der Eingangswelle und der Zwischenwelle. Im CAD habe ich derzeit die Stärke 12 mm drin, glaube ich.

    Eine Bohrung werde ich vielleicht auf so 25 ausspindeln, die andere auf den Innendurchmesser in der Aluglocke.

    Dann kann ich die Aluplatte schonmal um einen Dorn in der Bohrung der Aluglocke drehbar fixieren.

    Ergo muß ich dann die Platte nur noch an die richtige Stelle einschwenken und festschweißen.

    So mal der Plan.

    Ich habe dann mal die erste Stufe des Sekundärgetriebes im Gehäuse positioniert, damit man sich das vorstellen kann:

    Jetzt müßt ihr euch nur noch eine Aluplatte unter der Verzahnung und auf dem Glockenboden vorstellen, die wie ein Langloch aussieht und zwei Bohrungen im richtigen Achsabstand hat.

    Wenn die mal drin ist, ist die gestorbene Lagerstelle der Zwischenwelle wieder intakt, halt axial um 25-30 verschoben.

    So der Plan.

    Jetzt kuck ich den Rest von Union gegen Köln an und wenn ich dann noch Lust habe, fräse ich den dreieckigen Aluklotz, den ich außen noch einschweißen muß.

    Das große Loch in die Vorrichtung mache ich wohl mit einem Kernbohrer grob fertig. Da müßte es was im Geschäft haben. Oder hab ich sogar einen hier, ich muß mal schauen.

    Dann muß ich nicht soviel zerspanen.

    Vielleicht schneide ich mir zur Orientierung nachher noch so einen Aluplattendummy aus Karton.

    Wenn ich das mache, stell ich nochmal ein Bild ein, dann wird es auf jeden Fall klar, wie ich die Lagerstelle wieder rekonstruiere.

    Gruß Paddy.

    Danke lieber Kollege für die Einschätzung.

    Aus dem Bauch heraus fand ich den Preis nicht so verkehrt für die alte Dame. Aber wie gesagt ohne jegliche Erfahrung.

    Das hat sich hiermit bestätigt.

    Auch wenn dem Verkäufer selber nicht ganz soo bewußt ist, daß beim Endrohrdurchmesser viel hilft viel nicht ganz zielführend ist...:-)

    Gruß Paddy.

    Oh Kollegen,

    hatte heute Sitzungsmarathon und absolut keine Zeit mehr. Bilder der Konstruktion folgen nächste Woche.

    Aber ich hatte zwischendurch mal die Gelegenheit, mir Gedanken auf einem Blatt Papier über die Lagerung der Eingangswelle zu machen.

    Ich tendier zu einem Nadelkäfig innerhalb des Eingangsrades. Hab schon etwas gefunden im Netz. Da bleiben dann für die Eingangswelle, auf der der schwere Wandler hockt noch 17 mm Durchmesser übrig, wenn man die Lagerhülse als Lauffläche abzieht.

    Mein Problem ist ja, daß ich neu gefertigte Welle nicht härten und schleifen werde, das wäre der Supergau bezüglich Aufwand.

    Ich muß für jede Rollenlauffläche oder Dichtlippenfläche eine Lagerhülse von einem Kulahersteller vorsehen, was mir den Durchmesser verringert. Nicht immer einfach...

    Das sollte es aber solide genug sein. Größer dimensioniert als das Original und die Scooter an der Stelle.

    Das wird robust werden. Wedi dazu zwischen Wandlerwelle und dem ersten Rad habe ich auch gefunden, langsam steht die Lagerung.

    Muß ja irgendwas berichten, wenn ich schon keine Bilder habe. Die gibt es dann Samstagabend, völlig egal, womit ich mich da dann beschäftigt haben werde...:-)

    Gruß Paddy.

    Bloß mal so in die Runde als Unwissender bei LF.

    Ich meine, der Verkäufer geht im Text und anhand der Bilder recht ehrlich mit dem Zustand der Kiste um.

    Ist der Preis so in Ordnung eigentlich?

    Ich habe da absolut keine Orientierung...

    Nicht, daß ich eine PX wöllte, hätte mich nur so interessiert.

    Gruß Paddy.

    Ich habe mittlerweile ganz gute Erfahrung mit der Wiederholgenauigkeit beim Spannen auf dem Konus.

    Die Anfertigung meiner Komponenten für mein Spezialpolrad für die Automatik mit Standardkomponenten haben unzählige Aufspannungen erforderlich gemacht.

    Man hat bei jedem Lösen, Abziehen und wieder Festschrauben Planschlagabweichungen von +/- 0,05 mm bei einem Durchmesser von 40 mm.

    Und mein Konus auf dem gedrehten Dorn war mit Tusche auf meinen Polradkonus abgestimmt. So genau wird keine willkürliche Kurbelwelle/Polradpaarung sein, besonders nicht, wenn die eine oder andere Komponente nicht mehr ganz neu ist.

    Deshalb bin ich bei der großen Masse des gesamten Polrads und dem großen Durchmesser auch ähnlich entspannt wie Michi.

    Du wuchtest auf der Wuchte irgendwas, schraubst es runter und auf die KW und denkst, jetzt ist aber alles bella.

    Völliger Quatsch. Da kommt irgendwas raus vom Wechsel von der Wuchte zur KW.

    Kein grober Unfug und gut.

    Bloß mal drüber nachdenken, was eine kleine Schiefstellung der Kurbelwange für Konsequenzen am Konus hat.

    Nimm mal als Extrembeispiel eine KW auf der Primärseite in die Spannzange und mach eine Uhr auf den Konus...harhar...

    Nicht umsonst sind die KW-Lager einigermaßen geräumig...

    Das Polrad einer Ape/Vespa ist und bleibt ein grober Gullydeckel, der seine Vorteile und seine Nachteile hat...

    Für einen Klotz tut es das aber...

    Gruß Paddy.

    Mich würde es ja schon interessieren, wie versiert da unsere Zulassungstellen hier sind.

    Vermutlich würde sich eine Einzelabnahme meiner Ape oder gar von meinem etwas kaputtem Umbau an der Automatik einfacher gestalten...:-)

    Jetzt, wo ich so darüber nachdenke, ich will es doch nicht wissen...:-)

    Gruß Paddy.

    Voll geil!

    Fett nei mit dem Schweißzusatz! SO kommt man vom hundertsten ins tausendste...

    Aber dann weiß du, was du getan hast...:-)

    Gruß Paddy.

    P.S.: Keine AHnung, was eine Synergieinstellung ist. Ich muß alles manuell einstellen.

    Bei Blech punkte ich aber auch lieber. Durchschweißen wird nicht wirklich gehen ohne durchbrennen. Zumindest bei meinem Schweißgerät nicht.

    Ich punkte mit etwas höherem Strom, damit es durchgeht. Aber ganz ehrlich, sah doch nicht so schlecht aus!

    Hallo Kollegen,

    kein Bild zur Hand, war aber trotzdem abends fleißig. Hab Montag zwei Kunststoffbolzen gedreht, die in die beiden Nadellager des Getriebedeckels satt reingehen.

    Damit ausgestattet wird mir ein Kollege auf einem KMG die Positionen zueinander messen.

    Wenn ich die Koordinaten zueinander dann habe ausgerichtet zur Dichtebene, habe ich alles, um die Koordinaten des gestorbenen Lagersitzes der Zwischenwelle im Gehäuse zu ermitteln.

    Ich muß halt einen der noch vorhanden Sitze auffangen auf der Fräsmaschine, abnullen und dann den anderen erhalten gebliebenen.

    Mit den Koordinaten und CAD kann ich dann die Koordinaten des Lagersitzes der Zwischenwelle rekonstruieren.

    Dann wäre das mal geklärt.

    Parallel dazu habe ich nahezu alle relevanten Bauteile im CAD positioniert (von Wandler über Kupplung, Aluglocke bis zur Abtriebswelle).

    Mit den Meßdaten dann wird das ganze Zeug dann richtig im Raum positioniert.

    Dann kann ich Getriebegehäuse und Deckel ebenfalls stilisieren mit den wesentlichen Geometrien.

    Dann sieht man automatisch, wo noch etwas bearbeitet werden muß und wo alles zum Liegen kommt.

    Damit wird die Konstruktion der neuen Drehteile relativ einfach, weil man ja alles direkt im CAD vor der Nase hat.

    Die Zeichnungen kann ich dann direkt ableiten, dann wird das nicht so ein Gebastel, wo garantiert irgendwas schiefläuft.

    Immerhin tauchen die ganzen Teile ja jeweils in die eine und andere Gehäusehälfte ein, da vergißt man schnell mal was.

    Hört sich jetzt vielleicht für einen außenstehenden etwas kompliziert an, aber ist nur etwas Fleiß, der sich auszahlt. Ich mach morgen abend mal ein zwei Bilder vom Bildschirm, dann dürfte man grob erkennen, wie ich das meine. Der Getriebedeckel wird bis dahin noch nicht vermessen sein, aber die Achsabstände habe ich grob rausgeschätzt und das mal so übernommen.

    Die drei Achsen hängen halt im Raum und können dann per Doppelklick an die finale Position geschoben werden. Die Bauteile ziehen dann mit und alles ist wie in der Realität.

    Ich muß also nicht warten, bis ich die Meßergebnisse habe, um vorzuarbeiten.

    Ende nächster Woche dürften dann die fehlenden Teile fertig konstruiert sein, hoffe ich mal.

    Das Zeug ist dann konventionell herstellbar und ich bin nicht mehr abhängig von der CNC-Drehbank.

    Was ich dann am Wochenende mache, werde ich dann sehen. Die Platte von der Vorrichtung ist noch nicht ausgefräst, damit ich den Getriebedeckel aufnehmen kann, vielleicht mach ich ja das. Oder verblödel mein restliches Argon mit Schweißen, damit ich die nächste Flasche holen kann. Im Prinzip ist es egal, was ich mache, habe einiges zur Auswahl, das mich weiterbringt...:-)

    Gruß Paddy.

    Der Toni hat schon recht,

    du wirst nur glücklich werden, wenn du dich mit dem Schaltplan vertraut machst. Es ist glaube ich illusorisch, wenn du glaubst, hier wird dir einer sagen, mach gelb auf grün und so weiter.

    Piaggio hat ein paar Konstanten in der Verkabelung, aber weit aus mehr Variable.

    Versuche anhand des Schaltplans zu verstehen, was wo hingehört und du kommst weiter.

    Ich habe letztes Jahr meine Ape auf die deutlich bessere Cross-Lima umgebaut. Dafür gibt es keine Anleitung im Netz, geht nur, wenn man verstanden hat, was wo hingehört. Das ist die Grundvoraussetzung bei Piaggio aus meiner Sicht.

    Gruß Paddy.

    Bevor du mit Hebeln an das Polrad rangehst, setze das Polrad nochmal mit dem Seegerring unter Spannung und klopfe mit einem Kunststoffhammer rings um den Konus auf das Polrad. Ruhig auch etwas fester. Das kann eigentlich nix beschädigen und der Versuch lohnt sich. Gerne auch ringsum mit zunehmenden Radius, um etwas Biegung einzubringen.

    Meist hilft das. Auch bei einer Abziehmöglichkeit mit einem Innengewinde bevorzuge ich diese Methode, um nicht mit brachialer axialer Kraft eine Verbindung zu lösen, die sich schon von der rein geometrischen Verbindung in eine Mischverbindung von Kohäsion, Adhäsion, Korrosion und sonstigen übergegangen ist.

    Das hört sich jetzt trivial an, aber das hilft oft bei solchen Dingen. Du kannst auch den russischen Hebel mal probieren mit leichten Schlägen, aber immer nur unter einer Zugspannung über den Seegerring.

    Gib Dampf drauf und klopfe an alle mögliche Stellen.

    Viel Glück,

    Gruß Paddy.

    Hallo Jules,

    du hast aber Glück, daß die lieben Kollegen mit ihrer Erfahrung bei den Schalt-Wespen deine Frage auch sehen hier im Automatik-Bereich...:-)

    Ich hoffe, du findest die Ursache und deine Kiste wird schnell wieder flott.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Vielen Dank für die Blumen, ich werde rot...

    Und schön, daß du mitliest. Es freut mich, daß es den einen oder anderen interessiert, auch wenn keine Kommentare kommen.

    Einfach zu wissen, daß es nicht nur ein Monolog ist, bereitet mir Freude.

    Viele Grüße und weiter so mit deinem "großen Rahmen",

    Paddy.