Mädels,
jetzt habe ich mal die Innereien auf das Wesentliche reduziert und mal genauer betrachtet, auch in Hinblick auf meine ca. 30 mm Verschiebung der ganzen Verzahnung in Richtung Hinterrad:

Das schräg verzahnte Stirnrad mit dem Flansch mit Gewinden dran ist quasi der Eingang vom Wandler später. An dem Ding ist normalerweise die Kupplungsglocke montiert und es trägt innen den Freilauf, den ich nicht mehr haben werde. Der ist ohnehin ein Alleinstellungsmerkmal der PK Automatik.
Moderne Roller haben den nicht.
Von da aus geht es auf das große schräg verzahnte Stirnrad mit dem kleinen gerad verzahnten Ritzel direkt daneben (den ausgefransten Zahnkranz mit den kleinen Zähnen nicht beachten, der gehörte mal zum Kickstart und entfällt).
Dann halt auf das große Stirnrad, das auf der Abtriebswelle sitzt und in der PK mit dem Schiebeblock (liegt darauf) und seinen Klauen eingekuppelt werden kann. Diese Funktion entfällt ja auch künftig und ist bei normalen Rollern ebenso nicht zu finden.
Wenn man das ganze Gelumpe mal geistig so 3 cm im Getriebe verschiebt, ist das zunächst mal nicht so tragisch, es hat genug Platz.
Der Lagerdom der Zwischenwelle hinterradseitig kann sogar ohne Probleme um 4 cm zurückgesetzt werden, so hoch ist der im Getriebedeckel.
Der ganze Käse fängt an, wenn man das große Stirnrad auf der Abtriebswelle verschieben will.
Ich hätte gerne die Verzahnung erhalten, weil die auch bisher das Drehmoment gut mitgemacht hat. Aber die Verzahnung ist vielleicht gerade mal 4 cm lang, heißt, sie würde nur noch 10 mm tragen.
Das ist Käse.
Drehe ich das ganze um und vertausche Position von Klauenhülse und letztes Stirnrad, habe ich zwar wieder die volle Überdeckung mit der Wellenverzahnung, dafür stößt das schräg verzahnte große Rad der Zwischenwelle auf die Klauenkupplung.
Mache ich nun das große schräg verzahnte Zwischenrad auf die andere Seite der Zwischenwelle, sterben Versteifungsrippen im Getriebedeckel.
Alles etwas ungeschickt in Summe und es drängt sich nicht sofort eine Lösung auf....
Ich bin an dieser Stelle mal wieder gefangen mit meinem Varioadapter. Solange der nicht fertig ist, kann ich nicht die finale Position der Kupplungsglocke bestimmen und somit die finale Verschiebung der Innereien im Getriebe.
Unter Umständen lande ich ja so ab, daß ein Kompromiß von verbleibender Verzahnungslänge auf der Abtriebsachse und nur leichtem Kürzen von Versteifungsrippen gemacht werden kann. Wenn sich das Ganze nur 20 mm verschiebt, sieht die Welt eventuell wieder ganz anders aus. Ich bin mal vom geschätzten "worst case 30 mm" ausgegangen.
Ist echt doof, wenn man von etwas abhängig ist, das man nur bedingt beeinflussen kann.
Im Prinzip kann ich es mir auch sparen, die Getriebeingangswelle anfangen zu konstruieren. Ich habe noch keine Ahnung, an welcher Stelle auf der Welle das Ritzel zum Liegen kommt stand jetzt. Ergo macht es wenig Sinn, sich über den Aufbau der zweiteiligen Welle zu machen.
Am liebsten würde ich es direkt an der Lagerstelle im Getriebedeckel positionieren, dann habe ich eventuell die größtmögliche Überdeckung der beiden Wellenteile, je nachdem wie das Ritzel auf der Welle befestigt wird.
Das wird noch lustig.....:-).
Das Gute ist, ich komme garnicht drum herum, eine Aluglocke als Vertiefung in das Getriebegehäuse zu schweißen.
Auch die Lagerung ist mehr oder weniger fix. Ich lehne mich an die Lagerung moderner Scooter an. Außen ein abgedichtetes Lager, dann Seegerring und dan Wellendichtring zwischen Gehäuse und Welle.
Dieser komplette axiale Aufbau in Richtung Hinterrad ist praktisch unumstößlich. Wenn endlich nach Fertigstellung des Varioadapters sich das alles ergibt, erst dann kann ich das Innere fertig konstruieren.
Im Prinzip kann auch die Rückbesinnung auf die Originalverzahnung der PK letztlich wieder kippen, wenn ich mit den Komponenten im verbliebenen Raum keine vertretbare Lösung finde.
Dann wird wieder ein raumsparendes modernes und einfaches Scootergetriebe von der Stange aktuell mit all seinen Konsequenzen.
Dadurch, daß die Lagerstelle der Ori-Zwischenwelle auf der Motorgehäuseseite ohnehin in ihrer jetztigen Form stirbt, weil meine Aluglocke sie durchdringen wird, wäre das auch nicht mehr sooo tragisch.
Die Lagerung der Zwischenwelle würde in dem Fall halt komplett an anderer Stelle landen und das letzte Rad auf der Antriebswelle müßte teuer mit der Verzahnung der Abtriebswelle der PK versehen werden.
Das geht nur mit Drahterodieren und würde eine paar Mark kosten. Aber so weit ist es ja noch nicht.
Mich beruhigt es immer, wenn ich bis zum Einschweißen der Aluglocke praktisch nichts falsch machen kann und ich dann halt mit dem Ergebnis leben muß.
Blöder wäre eine Rückkopplung vom Getriebe zu den aktuell anstehenden Arbeiten, da würde man in einer Abhängigkeitsschleife hängen und ständig denken, man macht etwas falsch mit Konsequenzen...
Gruß Paddy.