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Beiträge von Scharnhorst

    CosaTom

    Ich muß zurück rudern, zumindest bezüglich deutscher XL2.

    Ich richte gerade eine für meinen Schwager und die nimmt sich tatsächlich nur die Hupe und den Anlasser von der Batterie.

    Alles andere über die Wechselspannung bei laufendem Motor. War mir neu diese Variante.

    Problem bleibt das "einmal"...


    Gruß Paddy.

    Das wird der nächste Schritt, lieber Kollege! Sie bastelt gerne mit...:)

    Gestern war nicht mein Tag. Mach ewig rum, bis am Lenker alles dran ist und wollte das letzte Teil des Kabelbaums anmontieren, das Zündschloß.

    Tja, es ist schon 16 Jahre her, als ich eine PK zusammengebaut hatte. Man sollte bei den neuen Kisten dieses Sinterteil, das das Steuerrohr blockiert, wenn das Schloß aktiviert wird, vor dem Steuerrohr montieren.

    Den Lenker wieder ab, das Ding rein, alles wieder zusammen.

    Dann will ich das Schloß provisorisch drauf stecken und entdecke dabei noch ein Teil, was da rein muß...:-1

    Also nochmal, ich wurde immer schneller...

    Als dann alles dran war mal das Labornetzteil an die Gleichspannungseite und erst mal gewundert, daß nix ging. Mal mit dem Meßgerät von hinten nach vorne, siehe da, es kommt kein Zündungsplus an.

    Das passiert, wenn man den Stecker vom Zündschloß trotz Kodierung falsch einsteckt...lmao

    Dann gemerkt, daß nur Hupe und Anlasser mit Gleichspannung von der Batterie gehen.

    Mir fiel dann zum ersten mal das grüne Wechselspannungsblinkrelais auf (warum auch immer ich das nicht hinterfragt hatte bis jetzt) mit drei Kabeln, sprich diese Schaltung, bei der der hintere Blinker sich mit dem vorderen Blinker abwechselt, wenn man keinen Batteriestrom für die Blinker benutzt.

    Dann habe ich im Netz den Schaltplan zu der Kiste gesucht, tatsächlich. Im Gegensatz zu meiner PK XL(1) Automatik, die neben Hupe auch die Blinker und das Bremslicht von der Batterie nimmt, geht die XL2 sehr sparsam mit der Batterie um.

    Bis auf die Hupe alles vom Wechselspannungskreis der Beleuchtung.

    Weil ich mich wegen dem Ape-Umbau einen Spaß an der Vielfalt der Piaggio-Elektriken habe und mich in das Zeug einigermaßen reingedacht habe, hatte ich diese Variante nicht erwartet. Das war mir neu.

    Na gut, Labornetzteil auf den Wechselspannungskreis und die restlichen Funktionen durch getestet, alles geht, nur die Blinker leuchten halt nur wegen dem grünen Relais.

    Also war das mal alles soweit in Ordnung.

    Heute ging es weiter.

    Nach einer kleinen Enttäuschung, daß der Gaszug aus dem BGM-Zug-Set etwas zu kurz ist und ich Feder am Zuganschlag gaserseitig weglassen mußte damit der nicht schon durch die Zuglänge Gas gibt, habe ich den neuen Benzinhahn montiert und Sprit eingefüllt.

    Tank nur lose drin und dann mal versucht zu starten. Tatsächlich nach dem zweiten Kick kam die Kiste.

    Auf dem Tank sitzend die Straße zweimal rauf und runter.

    Nach dieser Freude wieder in den Stall und mal ein paar wesentliche Dinge montiert, damit ich nicht sofort ins Gefängnis komme am Sonntag.

    Neue Sitzbank drauf Rücklicht provisorisch montiert und mit Tesa gesichert (die richtigen Schrauben fehlen noch) und das Nummernschild.

    Knackig zu Fahren mit dem Malossi, BGM-Welle und Sito. Die Schaltdrahtschaltung ist schön direkt.

    Dann wieder zurück und mal noch mehr montiert:

    Mit der Tochter und dieser Baustelle alle Klischees erfüllt und im Nachbarort zum Eisessen...lmao

    Dann wurde die Schaltung etwas komisch. Zuhause gemerkt, daß die Mutter, die das Ding auf der Schaltwelle hält, an dem der Zug eingehängt ist, vernudelt war:

    Das ist mir bei der Montage nicht aufgefallen. Morgen geht es weiter.

    Der Schaltdraht ist recht kurz, der ist gerade so noch im Nippel, viel Überstand ist da nicht, aber gut.

    Die O-Lacknase ist auch irgendwie etwas eigen. An der Kiste hat jedes Teil ein eigenes Weiß irgendwie...

    Das Emblem ist übrigens ein altes mit Tesa hingeklebt, das Neue liegt schon da.

    Morgen muß ich noch einen neuen Bolzen machen für das Handschuhfach, der alte hält nicht mehr und Kleben will ich nicht.

    Dann habe ich irgendwie die Bolzen verschlampt, an denen die Züge eingehängt werden, um die Seitendeckel zu entriegeln. Das werden wohl M3-Schrauben mit einer kleinen Messinghülse darüber.

    Dann sollte ich den Rest montieren können und mal noch 100-200 km fahren. Dann sollten die kleinen Krankheiten so langsam zu Tage kommen und ich kann sie dann übergeben.

    Die Schürze der Sitzbank wird noch lackiert, den Originallack in 2K habe ich bereits da.

    Das mache ich zum Schluß oder über den Winter, mal sehen.

    Ansonsten ist es ein schönes Mädel wieder geworden, mit ein paar Macken aber sehr gut erhalten.

    Ich bin zufrieden.

    Was man halt leider anerkennen muß, die XL2 ist echt schön zu fahren. Da ist eine V50 schon echt angestaubt von vorne bis hinten, was das Fahrgefühl angeht im direkten Vergleich...

    Ich kann verstehen, wenn jemand seine XL2 schätzt, das gebe ich ehrlich zu.

    Ich berichte wieder, wenn sie hoffentlich die nächsten Tage komplettiert ist.


    Gruß Paddy.

    Das mit der Probefahrt war mehr auf die restlichen Arbeiten bezogen, Jörg...:)

    Ist ja schon noch was zu tun, kennst das ja, manchmal können Kleinigkeiten aufhalten.

    Aber wir werden sehen. Bin gespannt, bin noch nie XL2 gefahren.

    Und ich bin gespannt, wie der Malossi auf der Wespe mit dem Sito Plus läuft.

    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,


    war fleißig, nur zu faul zum Schreiben. Es hat sich etwas angesammelt, nun etwas Schnelldurchgang:

    Ich liebe ihn einfach, den Malossi 112:

    Motoraufbau lief ohne weitere Probleme, an der alten CDI war das Massekabel sehr stark korrodiert. Für das Abblitzen war es OK, aber mit den hoffentlich letzten Resten wie Sitzbank, Blinker, Rücklicht und etwas Kleinscheiß habe ich noch eine neue CDI bestellt.

    Der Rahmen von meinem Schwager geputzt und poliert (wie alle Lack- und Kunststoffteile) kam auf die Matratze und ich habe den Kabelbaum wieder eingezogen.

    Das war leichter, als ihn rauszubekommen.

    Das ganze Geraffel auf der linken Seite wieder eingebaut und verkabelt (Regler, Anlasserrelais, etc.).

    Zwischendurch mal die Ori-Felgen, deren Zustand echt gut ist, neu besohlt:

    Rücklicht und Blinker kommen neu, aber den Scheinwerfer wollte ich richten. Eine Halterung war gebrochen, eine angeknackst.

    Alles sauber entfettet und etwas angeschliffen und mit Sekundenkleber fixiert.

    Die beiden Vierkantmuttern habe ich mit Schrauben fixiert, die ich zuvor mit Trennmittel benetzt habe.

    Im Anschluß habe ich mir aus einer alten Blisterverpackung eine Art Schalung gebaut und im Anschluß mit Delo AD840 vergossen und bei 60 Grad im Ofen ausgehärtet:

    Hält vermutlich besser als original...lmao

    Während des Zerlegens des Lenker habe ich Gottseidank viele Bilder gemacht, das hat sehr geholfen, diesen Strauß hier wieder so zu gestalten, wie er war.

    Züge natürlich neu, Kabelbaum gereinigt:

    Der Sito Plus läßt sich im Ständer bei mir nicht montieren, als das Ding auf den Boden und die Hochzeit vorbereiten:

    Bremspedal und Ständer bequem auf der Matratze bereits montiert:

    Und dann des Puff und die Haube an den Motor gemacht:

    Am Sito mußte ich etwas dengeln, der hat an der Schwinge angestoßen, deshalb der Karosseriehammer auf der Matratze.

    Meine Tochter hat dann die Räder montiert und ich die Züge eingefädelt:

    Und dann konnten wir sie wieder auf die Füße stellen, zum ersten Mal seit über zwei Jahren auf ihren beiden wieder:

    Als ich letzten Herbst angefangen habe, sie bis auf die letzte Schraube zu zerlegen, stand sie ja schon auf einem Montagegestell, weil der Motor schon viel länger draußen war.

    Zum Demontagestart stand sie an der gleichen Stelle:

    Morgen kommt der Schwager. Er hat bei Kleinanzeigen eine Kaskade und die hintere Verkleidung im O-Lack gekauft, die bringt er mit.

    Die Kaskade war ja nicht mehr Ori vorhanden und an der hinteren Verkleidung hat ihn irgendwas gestört und er hat sie überlackiert mit irgendeinem Weiß...lmao

    Ich habe ihm gesagt, daß er nach O-Lack-Teilen schauen soll, hat er gemacht. Bin gespannt, wie die sind.

    Ich hoffe, daß es morgen für eine Probefahrt reicht.

    Gruß Paddy.

    Wenn sie eine Batterie hat, bin ich mir ziemlich sicher, daß das Bremslicht über die Batterie geht.

    CosaTom Was haben die denn so geschrieben über dieses Modell und seine Abweichungen.

    Die Elektrik einer deutschen XL2 ist zwar im Vergleich zu den alten Kisten doch recht umfangreich, aber ich kann mir nicht so richtig vorstellen, daß sich ein Abspecken damals sooo gelohnt hat, aber ich weiß es tatsächlich nicht.

    Und es wäre ja nichts Neues, daß Piaggio bei der Elektrik manchmal komische Varianten fabriziert haben, die man nicht immer nachvollziehen kann.

    Ich habe tatsächlich überlesen, daß das ein besonderes Modell ist.


    Aber zuerst sollte der TE unsere Frage beantworten.


    Gruß Paddy.

    Ja, der Plan der deutschen PV müsste dem am nächsten kommen. Schnarre und Blinker.

    Handstart 3T ist praktisch wie die Vorgänger.

    Aber das es kein Blinkrelais geben soll, kann ich mir nicht vorstellen. Was soll den da das Ein/Aus für den Blinker machen?

    Selbst die 1T hat eins, siehe auf einer der ersten Seiten:

    manuale-stazioni-servizio-ape-50-TL1.pdf

    Schnarre wird glaub in Reihe geschaltet mit dem Licht, wenn man auf den Hupknopf drückt, irgendwie so, wenn ich es noch recht weiß.

    Eine Spule für Licht und Schnarre, eine für Blinker und eine für Zündung.

    Die ersten Api hatten auch nur ein Rücklicht, also eine Vespa mit Blinker.

    Schau mal nach dem Bremslichtschalter und dem Bremslicht. Eventuell ist da diese besondere Schaltung aktiv, die dir die Zündung killt, wenn der Bremslichtschalter (Öffner) nicht angeschlossen ist und die Bremslichtbirne kaputt.

    Gruß Paddy.

    Das Strahlergebnis ist echt der Hammer.

    Ich habe halt ganz profane Glaskugeln zur Hand. Bei mir bleibt es immer etwas fleckig im Detail und ich schiebe das immer auf den ungleichmäßigen Guß.

    Aber ich weiß auch, daß die professionellen Strahler eine Unmenge an verschiedenem Strahlgut haben und genau wissen, was für was zu verwenden ist.

    Deine Teile sehen aus wie silber lackiert....Wahnsinn...

    Gruß Paddy.

    Erkläre das mal genauer mit "einmal".

    Das Fahrlicht funktioniert eigentlich nur über den Wechselstromkreis, heißt bei laufendem Motor.

    Bremslicht, Blinker und Hupe über die Batterie.

    Ohne laufenden Motor ist es normal, daß Abblendlicht und Fernlicht inklusive Tachobeleuchtung nicht gehen.

    Blinker und Hupe schon. Zumindest kenne ich das so.

    Gruß Paddy.

    Ich habe es gefunden!!!:

    Scharnhorst
    May 31, 2022 at 21:34

    Jetzt ist es klar, woher die neue 50er kommt. Die war im Motor der Olive drin, die einen zusammengewürfelten Radsatz hat.

    Und die hat dann von mir eine 51er DRT bekommen.

    Jetzt paßt alles zusammen, was ich auf der Werkbank liegen habe...Zumindest mal die ganzen 50er Klauen, die ja eigentlich zu keiner meiner eigenen Wespen passen. Die alte 50er aus der Ape liegt bei dem Ape-Zeug.

    Das einzige, was fehlt, ist quasi die relativ 51er Klaue, die nur für kurze Zeit in der Orange gewerkelt hat, bis sie zugunsten meiner ersten DRT mit 51mm getauscht wurde.

    Wo auch immer die gelandet ist, vielleicht im Geschäft, als ich die Vorrichtung zum Schaltklauenwechsel gebaut habe 2022. Ist aber auch egal.

    Also wäre das mal soweit geklärt. Auch wenn ihr jetzt vermutlich den Überblick verloren habt bei meinem Saustall...lmao

    Manchmal frage ich mich, was denn jetzt besser ist. Immer genau und auf das Hundertstel zu arbeiten oder vielleicht mal etwas Ordnung halten und auch mal was beschriften...

    Ich bin so ein Riesenschlamper...

    Gruß Paddy.

    Vielen Dank, Kollegen!


    Aber ich stehe gerade auf dem Schlauch bei mir zuhause...

    Ich habe ja eine so gut wie Neue (50mm rund) aus meinem Fundus jetzt in das XL2 Getriebe eingebaut. Von der dachte ich, das sei die damals neu gekaufte für die Orange, die ich nur ein paar Kilometer gefahren habe und dann zu Gunsten einer DRT (Tip von Volker) getauscht hatte.

    Jetzt liegen bei mir aber zwei Tüten DRT rum, auf denen 51 mm steht. Das würde sowohl zum Baujahr der beiden Specials (DRT und Olive) passen.

    Dazu eine komplett ausgenudelte 51 (vermutlich die Originale aus der Orange) und nun eine nagelneu 51, nämlich die, die ich gerade falsch bestellt habe.

    Weiter stehen jetzt rum 2 mäßig gebrauchte 50er. Eine ist die aus der XL2 und die andere weiß ich nicht.

    Im XL2-Getriebe ist ja jetzt die fast Neue 50er....

    Eigentlich habe ich vor mir eine gebrauchte 51er zu wenig (ich habe ja zwei Specials, Olive und Orange, auf 51er DRT umgerüstet) und eine gebrauchte 50er zuviel...

    Woher zum Geier kommt dann die relativ neue 50er her, die ich jetzt in das XL2 Getriebe eingebaut habe...?

    Ich glaube, ich muß mal meinen Beitrag von der Olive durchforsten, ob ich da beim Zerlegen auf der Hauptwelle eine falsche Schaltklaue entdeckt habe...Das wäre eventuell eine Erklärung.

    Komplett seltsam...

    Ich kann mich aber noch daran erinnern, daß ich nach dem Hinweis von Volker damals, mir ein neues Gangrad zu kaufen für die Orange, mich mit diesen Nummernkreisen für die Gangräder befaßt hatte und es damals kein Neues zu kaufen gab.

    Zumindest damals schien ich etwas tiefer drin gewesen zu sein in der Materie als heute, habe Vieles vergessen wieder...

    Was soll's...

    Gruß Paddy.

    P.S.: Den Trick mit der alten Schaltklaue und dem gekürzten Arm habe ich auch schon im Netz gesehen. Irgendwo bei einem der Online-Händler habe ich auch ein Werkzeug dafür gesehen mal.

    Bei der Ape damals vor 5 Jahren habe ich das irgendwie mit den Fingern gemacht, irgendwie geht es immer..:-) und jedes Mal wird man etwas schlauer.

    Vielen Dank, liebe Kollegen!

    Den Kaffee gibt es auf der schwäbischen Alb...klatschen-)

    Übrigens hatte ich die Maschine und die Mühle über 5 Jahre und hatte nie etwas hinterfragt.

    Weder der stark schwankende Geschmack von Bezug zu Bezug, noch die Sauerei um die Mühle drum herum.

    Das Ganze ging dieses Frühjahr los, als ein Kollege sich einen ganz einfachen Siebträger gekauft hatte und damit zuspielen begann.

    Dann kam das eine zum anderen. Ich wollte endlich konstanten Druck (das geht einfach, dafür kann man ein Nachrüst-Überdruckventil kaufen für glaube ich 26 Euro, das habe ich in Holland gefunden.

    Irgendwann landest du bei einer PID-Steuerung für konstante Brühtemperatur. Dadurch bin ich auf die "CleverCoffee"-Jungs gestoßen im Netz. Zuerst wollte ich einfach eine Industrielösung einbauen, die hat aber Nachteile, weil der Bezugsstart nicht erfaßt wird, sondern die erst anfängt zu regeln, wenn sie einen Temperaturabfall bemerkt.

    Bei CleverCoffee wird über den Optokoppler der Bezugsschalter abgefragt und die Regelung fängt sofort mit Bezugsstart an.

    Und man kann die Maschine noch weiter umbauen. Die Software kann auch Bezug nach Gewicht steuern.

    Dazu muß man sich kleine Wägezellen einbauen, die dann nach eingestelltem Kaffeegewicht den Bezug beenden.

    Aber das lasse ich, mir reicht der Shot-Timer auf dem Display, wenn man startet. Ich beende dann, wenn meine gewünschte Shot-Zeit erreicht ist.

    Die Jungs sind echt lustig. Die sind jeden Tag online auf dem Discord-Chat und machen Troubleshooting oder sonstigen Support, wenn was beim Einrichten nicht klappt.

    Cool finde ich, daß sie auf Wünsche eingehen.

    Mir ging es irgendwie auf den Wecker, daß die Temperatur im Display angefangen hat zu blinken, wenn der Regelbereich nahe der Zieltemperatur erreicht war.

    Das war explizit so programmiert, aber bei einem blinkenden Display muß ich immer an meine Mikrowelle denken, wenn der mal der Strom gefehlt hat und man die Uhr wieder einstellen muß...

    Ich habe nachgefragt und typisch IT-ler haben sie gemeint, schreib ein Ticket auf Github (dort liegt die Firmware für den Umbau).

    Ich glaube 4 Tage später war dann ganz offiziell auf Github das abgearbeitet und ich konnte ein Firmware-Update für die Kaffeemaschine runterladen (Firmware-Update für eine Edelstahlblechkiste aus Italien, die Kaffee macht, ich muß immer noch grinsen bei dem Gedanken).

    Das Update habe ich dann (!) per WLAN vom Laptop auf der Werkbank auf die Maschine gespielt und das Blinken war weg), total kaputt...Die vollen Nerds...

    Ja und nochmal wegen dem 5 Jahre dauernden Nicht-Hinterfragen der Espresso-Geschichte. Fünf Jahre lang habe ich im Stall Espresso gemacht, an Wespen und der Ape geschraubt und die Sauerei um die Mühle war halt so.

    Dann habe ich mir einen passenden Trichter gemacht aus Edelsstahl, der zum Siebträger und der Mühle paßt. Euch gefallen ja so Basteleien:

    Jeder mit einem Siebträger kennt das, wenn man direkt in den Siebträger mahlt, fällt etwas daneben.

    Dann habe ich diesen Trichter auf Maß gefertigt. Die Innenseite in vielen Stufen mit verschiedenen Winkeln ausgedreht und im Anschluß mit Schleifpaper an der Drehbank verschliffen.

    Unten habe ich eine kleine Lippe stehen lassen und kleine Neodym-Magnete umlaufend auf dem Teilapparat der Fräsmaschine gesetzt, damit er auf dem Sieb hält:

    So Teile kann man kaufen, meist aus Plastik. Aber halt nicht passend zu der Eureka-Mühle mit ihrem Auswurf:

    Jetzt bleibt es einigermaßen sauber um die Mühle.


    Also, wenn jemand auch seine Maschine mit einer PID-Regelung nachrüsten will, lest euch auf CleverCoffee die Anleitung durch und entscheidet selbst. Es sieht auf meinen Bildern komplizierter aus, als es ist und es lohnt sich.

    Die eigentliche Verdrahtung in der Maschine ist recht simpel (und steckbar reversibel) und neben der Hilfestellung bei den Jungs kann ich ja auch noch Tips geben hier.

    In der Anleitung wird man an die Hand genommen und es ist gut erklärt. Die Einkaufsliste ist idiotensicher gestaltet.

    Die machen das unentgeltlich und aus Hobby. Das sind Kaffee-Psychos mit IT-und Elektronik-Backround.


    Viele Grüße,

    Paddy.

    P.S.: Menzinger Florian, mein Kumpel hat eine Rocket sehr ähnlich zu deiner, auch Zweikreiser und die sieht auch fast gleich aus. Wobei die Rockets in der Klasse mit der E61 Baugruppe sich immer irgendwie ähneln glaub. Und die hat ab Werk eine PID.

    Mit dem großen Boiler, wenn der exakt auf Temperatur gehalten wird, ist das halt echt nochmal eine andere Hausnummer als mit einem Thermoblock wie bei meiner.

    Wobei eine Rocket glaube ich noch nicht umgebaut wurde mit CleverCoffee. Das ist aber wurscht, die elektrischen Komponenten in der Maschine sind ja alle die gleichen. Es gibt einen Thermostat und einen Bezugsschalter in jeder Maschine. Und das sind genau die beiden Elemente, an denen die Regelung angeschlossen wird.

    Und vom Hauptschalter wird das 5V Netzteil versorgt. Den Rest macht die Software und der Controller.

    Es gibt im Prinzip nur 3 Schnittstellen mit jeweils zwei Kabeln zur Originalmaschine.


    Viele Grüße,


    Paddy.

    Vielen Dank, liebe Kollegen!


    Jörg, da habe ich Freude dran, das schützt aber nicht davor, ein Depp zu sein...lmao Dazu gleich mehr.

    Bei der Orange hatte ich ja einen sprungfreudigen 2. Gang. Volker hat mir damals neben einer DRT-Schaltklaue auch empfohlen, einfach das Gangrad zu wechseln. Hätte ich tun sollen, bei langer Fahrt unter viel Last im 2. passiert es noch manchmal, im Winter kriegt sie endlich mal etwas Liebe wieder, hoffentlich, wenn die XL2 weg ist.

    Damals, hatte ich ja eine etwas andere Art das Getriebe auszudistanzieren ausprobiert, was ich seit da immer so mache, also auch bei der XL2.

    Ich schleife mir einen dickeren Seegerring mit 1,8 Stärke auf der Diskus solange runter, bis ich knapp unter einem Zehntel Luft zwischen den Gangrädern habe. Damit kriege ich ohne Sonderscheiben jedes Getriebe sehr eng.

    Also wie Jörg schon geschrieben hat, aus Spaß daran genauer als ab Werk:

    Das habe ich schon vor zwei Wochen gemacht, bevor die neue Schaltklaue kam.

    So, jetzt hat man ein penibelst ausdistanziertes Getriebe und ist zu blöd, die richtige Schaltklaue zu bestellen...:-1lmao

    Links die, die drin war, rechts die Neue für (wie ich dann aus der Bestellung ersehen habe) die alten Primavera und V50 und Ähnliche...

    Hab es erst gemerkt, als ich die Gänge durchgeschaltet hatte und im Leerlauf das Rad des 2. Gangs leicht an der Klaue gerattert hat.

    Dann wieder ausgebaut und dabei entstand das obige Bild...

    Tja, meine Blödheit wurde dann aber doch noch belohnt. Volker hatte mir ja die DRT empfohlen und ich hatte den Motor der Orange dann nach wenigen Kilometern wieder geöffnet und die damals ebenfalls neue Schaltklaue wieder raus und auf Lager gelegt.

    Die ist eine für die späteren V50 und paßt auch in die PKs:

    Jetzt habe ich eine nagelneue Schaltklaue 4-Gang für die ganz alten Smallframe auf Lager....

    Wenigstens hat sich jetzt meine für die Olive gefertigte Vorrichtung für die Montage der Klaue gelohnt. Ich habe das heute bestimmt 5 mal hin und her getauscht, weil ich meine eigene Blödheit nicht fassen konnte...^^

    Du steckst die Hauptwelle rein, schmeißt durch das Loch Kugel-Feder-Kugel und drückst den Pimpel auf Anschlag rein. Dann die Klaue über die Hauptwelle, festhalten und Hauptwelle rausziehen, fertig. Demontage umgekehrt.


    Mein Ex-Schwager hat lange damit gehadert, daß die Kleine ihre Macken behalten soll und nur aufbereitet wird. Der hat ständig mit Spraydosen gedroht.

    Er findet es mittlerweile auch gut, nur heute hatte er wieder einen Rückfall. Ich schicke ihm ein Bild vom fertig montierten Steuerrohr.

    Da kam er wieder mit der Idee mit Silberlack ums Eck. Meine Antwort war Oxyblock...lmao

    Naja, muß man mal sehen, von der anderen Seite sieht es gut aus:

    Er kämpft halt manchmal mit sich selber. Jetzt fließen da runde 1500-1600 Euro rein und das Steuerrohr hat Rostflecken. Das paßt nicht so in sein Weltbild.

    Vielleicht mache ich ja einen Kompromiß, träufel etwas Rostumwandler auf die Stellen, sprühe etwas Felgensilber auf einen kleinen Schwamm und tupfe damit auf die behandelten Stellen so als "Smart-Repair-O-Lack-Minimallösung" oder so ähnlich. Also quasi etwas Kaschierung auf den braunen Stellen, sonst bleibt es bei seiner Patina. Das wäre jetzt für mich denkbar...

    Bis auf weiteres bleibe ich bei dem Ansatz, nur die Technik zu erneuern. Den Motor habe ich auch nur deshalb gestrahlt, weil ich keinen Bock hatte, wie bei der Orange alle Aluteile bis in die letzte Ecke nur zu schrubben mit vielen Zahnbürsten, um die Originaloberfläche zu erhalten.

    Das war damals ein echt übler Aufwand...

    Wir werden sehen.


    Gruß Paddy.

    Vielen Dank, liebe Kollegen.

    Ein Schmankerl habe ich noch. Jeder, der einen Siebträger hat, kennt das Problem, daß man die Dusche reinigen muß.

    Nach dem Bezug spülen und ab und zu muß alles runter und sauber gemacht werden. Ich weiß jetzt nicht, ob jemand von euch eine Quickmill Orione hat, bzw. einen anderen Thermoblock von Quickmill.

    Da ist das Duschsystem etwas speziell, aber eigentlich kein schlechtes Konzept.

    Nur das Sieb ist scheiße. Es landet viel Dreck relativ schnell zwischen Duschsieb und Duschplatte. Durch das Quickmill-spezifische Rückschlagventil kommt zwar nix an Dreck ins System, aber alleine beim Spülen bleiben die Kaffeekrümel am Sieb hängen, weil die Dusche nur punktuell durch die Oberflächenspannung Wasser raus lässt.

    Jetzt gibt es tolle Präzisionssiebe für so ziemlich jede Maschine, nur für die Orione nicht.

    Dann habe ich mal nach IMS-Sieben geschaut und aufgrund der Maße mich für ein Sieb für eine Rancilio Silvia entschieden.

    Irgendwo im Netz habe ich mal was gesehen, aber das fande ich etwas laienhaft ausgeführt...:P

    Ich habe dann mal die Original-Garnitur abgemalt und ins 3-D genommen. Dann das IMS-Sieb und eine neue Garnitur konstruiert.

    Die bekam ein zusätzliches Teil, das das Wasser, das durch die Hohlschraube kommt, durch 8 Zinnen mit glaube ich 0,7 mm Tiefe in einen 0,5 mm breiten, Kegelförmigen Spalt über das Duschsieb schickt, damit die Löcher so gleichmäßig wie möglich durchströmt werden, damit bei der Spülung die meisten anhaftenden Kaffeereste abgespült werden.

    Dann das Ganze aus VA gefertigt, ich hoffe, man kapiert, wie das funktioniert. Daneben ein Bild der Originalgarnitur.

    Nach oben hin zur Maschine mußte geometrisch alles gleich bleiben, damit der gleiche Gegendruck vom Rückschlagventil erhalten bleibt.

    Das komplizierteste war die neue Schraube. Die wurde etwas länger und bekam anstatt 4 2mm Bohrungen 8 mit 1,6.

    Man beachte, daß zum Schluss der Kopf noch den Schlitz gefräst bekam.

    Der Duschteller hat an der Fläche eine Neigung von 3°.

    Es funktioniert, kurz Spülen und das Sieb ist abgewaschen...

    Anbei ein paar Bilder, ich habe einfach Spaß am Drehen und Fräsen von komplexeren Sachen...

    Die neue Schraube mit doppelt soviel Bohrungen. Zur Orientierung, das Gewinde ist M6. Der kleine Schlitz glaube ich 1,6 mm, wenn ich mich nicht irre. In der Hohlschraube ist eine abgesetzte Bohrung, damit die Feder des Rückschlagventils anstehen kann.

    Links neue Garnitur, rechts Originalgarnitur.

    Die neue Garnitur, Duschsieb, Duschteller, neue Schraube, mein spezieller Wasserverteilkonus und das Rückschlagventil und der O-Ring, die original Neuteile sind.

    Der Konus in Einbaulage, Zinnen zur Innenseite des Konus im Teller.

    Konus nochmal mit Zinnen nach oben und die Schraube aus anderer Perspektive.

    Konus im Duschteller, umlaufen der 0,5 mm Wasserspalt erkennbar, Schraube in Konus.

    Die Garnitur zusammengesteckt, so sieht es quasi aus, wenn man von unten an der Kaffeemaschine nach oben gegen das Sieb schauen würde.

    Wenn man das jetzt auf den Kopf stellt, kommt dann die Feder, der Pimpel und der O-Ring noch drauf und man schraubt es von unten in den Thermoblock.

    Komplett bescheuerter Aufwand, aber es hat tierisch Spaß gemacht und es gibt auf der Welt nur eine Orione mit so einer Dusche...klatschen-)

    Gruß Paddy.

    Vielen Dank für die Rückmeldungen.

    Ich lese mal so 50/50 raus. Aber wenn ihr es verwendet habt, dann ohne zusätzliche Dichtmasse.

    Ich teste das jetzt mal einfach. Wenn es rausquill, sehe ich es ja auf der Werkbank.

    Wenn ich es wieder öffnen muß, waren meine bisherigen Dichtungen eigentlich immer am Arsch, weil ich zusätzlich einen Hauch Dirko schwarz genommen habe.

    Was da rausquillt, kannste nach einer Stunde mit dem Finger wegrubbeln. Was innen rausquillt, wird eh geschreddert oder hängt in einer Ecke.

    Ich teste es einfach mal. Wenn irgendwas komisch wird, muß der Ex-Schwager das Ding eh wieder bringen. Der schraubt nicht am Straßenrand...:-).

    Ich weiß nicht, ob ich es erwähnt habe, der Vorbesitzer hatte die Kleine mal bei einem Piaggiohändler, weil sie nicht richtig lief.

    Laut Aussage des Vorbesitzers (der Bruder meiner Frau) hat der dann den Motor "abgedichtet".

    Ich habe ihm damals gesagt, daß es nicht viel von außen zu wechseln gibt.

    Naja, der Typ hatte den Wedi am Polrad gewechselt. Es kam eine Kerbe von einem Schraubenzieher und eindeutige Spuren eines Spiralbohrers am Sitz des Wedis zum Vorschein.

    Ich habe einen Teflonstopfen mit leichte Überdeckung gedreht, die Kerben etwas angefeilt und dann mit Delo AD840 ausgegossen. In den Ofen bei 80 Grad für eine halbe Stunde und am nächsten Tag den Teflonkorken gezogen:

    Ein kleiner Lufteinschluß ist geblieben, aber viel besser als vorher. Die größere Wunde war von dem Spiralbohrer. Da erkennt man, daß nicht mehr viel Dichtfläche über blieb. Je nach dem, wie weit der Außendurchmesser des Wedis ging, war da nicht mehr viel Dichtfläche...

    Piaggio- und Kawasaki-Werkstatt...Ohne Worte...

    Der eine oder andere von uns geht je nach Gusto die Schrauberei mal mehr, mal weniger robust an, aber wir haben das ja nicht gelernt.

    Aber vermutlich die wenigsten von uns bohren an der Stelle mit einem Spiralbohrer rum, um den Wedi zu tauschen...

    Naja, aus Langeweile (mein neuer Wedi für die Schaltwelle wird erst Montag da sein), habe ich noch den neuen Lagersatz in die vordere Bremstrommel eingesetzt.

    Wenig spektakulär, aber ich habe gerade nichts zu berichten...lmao

    Für das mußte ich ja sowohl zum Auspressen, als auch zum Einpressen wieder Dorne drehen. Ich mache das halt gerne auf einer Spindelpresse. Dann fluchtet das sauber und es verkantet nix.

    Wenn die hier fertig ist, schmeiße ich mal alle Dorne und Vorrichtungen in eine Kiste. Furchtbar, ich habe mittlerweile so viele und kein einziges Teil davon ist irgendwie beschriftet. Garantiert habe ich von einigen mindestens zwei, weil ich den Dorn nicht mehr sofort gefunden habe.

    Zuhause liegen etliche rum, im Geschäft auch, teilweise in den Kartons, die den einzelnen Wespen zugeordnet sind, ein Teil in den Ape-Kisten. Viele Werkzeuge für die Ape sind ja gleich zur Smallframe mit ein paar Ausnahmen...

    Wenn ein Projekt beendet ist, interessiert das Hilfswerkzeug nicht mehr und wandert in eine Schachtel...:D


    Jetzt muß ich aber beichten, die Schwinge zerlege ich nicht.

    Bei den beiden Special Orange und Olive habe ich ja die Lager und Dichtungen getauscht, aber als ich mal bei Youtube geschaut habe, wie man diese Schwinge zerlegt, habe ich beschlossen es zu lassen.

    Ich habe nur Zugriff auf unsere hydraulische Presse im Geschäft. Unterlagen und Dorn wäre alles kein Problem, aber die macht halt Rumms. Wenn da was verrutscht beim Pressen, ist da sicher was am Arsch.

    Wenn ich so eine Portalpresse zum Handpumpen hätte, würde ich es machen. Da kann man langsam pressen und hat es unter Kontrolle.

    Das Ding hat eine leichte Patina, die O-Ringe haben keine Risse und sie läuft sehr leicht und spielfrei.

    Das kann in 20 Jahren oder so machen wer will, ich lasse es und es werden an der Kiste die einzigen Dichtungen und Lager sein, die alt bleiben...

    Mein Ex-Schwager wird sie ohnehin nur bei schönem Wetter bewegen, das wird noch eine Weile halten...

    Nächste Woche kriege ich die Lack-teile vom Ex-Schwager zurück, mal sehen, wieviel Spaß er am Polieren gehabt hat.

    Ich werde bebildert berichten...

    Gruß Paddy.

    OK, ich glaube, ihr wollt sehen, was ich da bei dem Umbau gemacht habe.

    Wirklich dokumentiert habe ich das nicht so genau, halt ein paar Bilder geschossen.

    Aber wen es hilft, jemand dazu zu motivieren, seinen kleinen Siebträger auch aufzurüsten, zeige ich ein paar Bilder und schreibe ein paar Sätze dazu.

    Also das Kit zum Selbstkostenpreis von 8,90 Euro kommt wie folgt:

    Alles dabei für das Board, das mit dem ESP32 Mikrocontroller, den man selber bestellen muß, alles steuert.

    Keine Bange, auf der Homepage von Clevercoffee gibt es die komplette Einkaufsliste mit Links zu Shops wie Conrad oder so, alles Idiotensicher gemacht.

    Zusammengelötet sieht das dann so aus, habe vielleicht eine 3/4 Stunde gebraucht:

    Dann mußt du dir Software runterladen, die Firmware von CleverCoffee und das beamst du dann mit einem USB-Kabel auf den Controller:

    Die Software, die ja eine Entwicklungsumgebung ist, ist zunächst mal für einen Laien wie mich etwas undurchsichtig, aber irgendwann kapiert man es.

    Außerdem sind die Jungs praktisch jeden Abend auf dem Chat und beantworten Fragen.

    Irgendwann verbindet sich der ESP dann mit deinem Netzwerk, der Name meines Netzwerks ist logischerweise:

    Wer hätte das gedacht...:-)

    Dann halt mal fliegend auf dem Tisch das Zeug verkabeln und durchspielen. Etwas Vorsicht ist geboten bei dem SSR (das Relais, das anstatt des Thermostats dazwischen geschaltet wird), das läuft mit 230V. Das muß man entsprechend isolieren auf dem Tisch.

    In der Software sieht das dann so aus, es gibt eine User-Konfig, wo deine spezifischen Sachen gesetzt werden, hier heißt die Maschine noch Silvia (Rancilio).

    Dann taucht deine Maschine auch in deinem Netzwerk auf, bei mir Unify mit Accesspoints in meinem Bauernhaus verteilt:

    "Halle1" ist der Accesspoint in der Scheune...lmao

    Ein zentrales Element ist das SSR, das vom Controller aus stufenlos die Heizleistung regelt. Das gehört isoliert sauber in der Maschine befestigt. Ich habe mir dazu einen Kühlkörper noch umgefräst, es reicht wohl auch ein Wärmeleitpad zum Blechgehäuse:

    Dann heißt es Platz in der Maschine suchen:

    Da die Kühlung über den Kühlkörper kommt, habe ich es einfach mit so Tesa-Irgendwas-Doppelklebefummels befestigt.

    Links das SSR, geradeaus das Netzteil für den ESP, rechts die Platine mit dem ESP. Das Board mit dem ESP habe ich in einen gefrästen Becher gepackt und es kann mit Rändelschrauben gelöst werden. So verdrahtet es sich einfacher:

    Ich habe gleich noch etwas erweitert. Für die Brüherkennung braucht es noch ein Optokopplerboard. Dann startet die Temperaturregelung ab Schalterbetätigung und nicht erst, wenn der ESP merkt, daß die Temperatur fällt:

    Die Platine habe ich noch in einen gefrästen Becher vergossen und hinten an die Wand geklebt. Das Netzteil ist etwas nach links gerutscht:

    Vom Temperaturfühler habe ich kein Bild, der wird in meinem Falle an eine geeignete Stelle auf dem Thermoblock befestigt mit Wärmeleitpaste.

    Die mechanische Seite habe ich recht solide ausgeführt, daran hatte ich ja Spaß.

    Dann war es halt noch das Display, das integriert werden muß.

    Wenn alles verbaut und eingerichtet ist, braucht man garnix mehr. Einfach einschalten und die Kiste heizt auf die eingestellte Temperatur und hält sie plus minus ein paar Zehntel Grad, sehr wichtig für Espresso.

    Die Temperatur und die anderen Parameter kann man bei Bedarf über den Rechner oder das Telefon einstellen, einfach die IP-Adresse eingeben.

    Aber ich verstell da nix mehr. Ich schalte bloß ein und nach dem Kaffee wieder aus.

    Die Oberfläche braucht man nur, wenn man Parameter ändern will. Hab neulich mal an der Temperatur gespielt, weil ich eine hellere Bohne gekauft hatte.

    Aber sonst läuft das völlig ohne irgendwas, wie eine Kiste, die das schon immer gehabt hätte.

    Ich nutze nur meine Kippschalter an der Orione, sonst nix.


    Wie gesagt, mein Beitrag soll eigentlich nur dazu animieren, sich mal das anzuschauen auf der verlinkten Seite.

    Es wird relativ genau beschrieben, was man machen muß und man wird aufgefordert, selber abzuschätzen, ob man es sich zutraut.

    Wenn jemand Spaß am Basteln hat und gerne Espresso trinkt, lest es durch und schätzt ab, ob es interessant ist.

    Mein Espresso ist deutlich besser geworden und ich habe praktisch keine Schwankungen mehr von Bezug zu Bezug.

    Der Beitrag ist eher so etwas wie ein "Netzfund", den ich weiter empfehle, wenn man so will.


    Viele Grüße,


    Paddy.

    Liebe Kollegen,


    ich habe mir eine schöne Vorrichtung gemacht, damit ich das Nadellager und den Wedi an der Schaltwelle einpressen kann.

    Wegen der Durchmesserverhältnisse besteht sie halt aus 5 Teilen, ohne Worte...

    Ich stütze durch die obere Bohrung mit dem Gewinde innen ab und drücke dann von der Unterseite des Gehäuses mit zwei verschiedenen Druckstücken einmal Lager und einmal Wedi:

    So, und jetzt kommt es...

    Ich Depp vergesse vor lauter Presse einstellen die Schmierung am Wedi...:-1

    Feinfühlig, wie man mit so einer Handhebelpresse unterwegs ist, habe ich mir dann Gummi vom Wedi runtergeschält...

    Kurz die Augen verdreht und dann beides umgekehrt wieder ausgepreßt. Dann sehe ich, daß ich zu allem Überfluß das alte Lager wieder eingepreßt hatte, das ich zum Druckstück anfertigen mit an die Drehbank genommen hatte...

    Naja, heißt erstmal am Wochenende keine Motormontage, sondern erstmal wieder Material bestellen. Fehlt ohnehin noch einiges. Naja...

    Was sollst, die Hälften in den Ofen und die anderen Lager montiert.

    Da die Kiste mal bei einem (!) Piaggiohändler war, der sie repariert (!) hat, mußte ich einen kleinen Schaden am Wedisitz auf der Limaseite ausgießen. Da hat der Händler beim Tauschen des Wedis in den Sitz gebohrt.

    Mit einem gedrehten Teflonstopfen habe ich die Form gesichert. Danach die Hälfte wieder bei 80 Grad im Ofen zum Aushärten.

    Morgen ziehe ich den Stopfen und bin gespannt auf das Ergebnis.

    Jetzt mache ich halt ein paar Kleinigkeiten, die ich noch vorab machen kann, und dann ist Pause bis zum nächsten Wochenende.

    Kennt jemand von euch diese Dichtungen?

    In dem Revisionssatz von BGM sind die große Dichtung und die vom Kupplungsdeckel mit so einer Gummiwurst ausgestattet.

    Ich hätte jetzt mal ganz mutig auf das Geschmiere mit zusätzlicher Dichtmasse an diesen beiden Stellen verzichtet, wenn ihr damit gute Erfahrungen gemacht habt.

    Ich finde das eine gute Variante, wenn es funktioniert.

    Viele Grüße,


    Paddy.

    Uii, das ist ein Klopper mit einem großen Kessel. Sehr schöne Maschine.

    Aber ohne PID, so wie ich das gelesen habe.

    Bei dem Kessel hast du auf jeden Fall mal keine Probleme mit Absacken der Temperatur beim Bezug.

    Da wäre lediglich der Ansatz, wie groß ist die Hysterese deines Thermostaten und bringt es etwas, da nachzurüsten...

    Der Ansatz von CleverCoffee ist eher bei Einsteigergeräten mit kleinerem Kessel und Thermoblock.

    Mit reinlesen meinte ich übrigens auf der Seite https://clevercoffee.de/, weniger mein Beitrag.

    Die Jungs sind echt der Hammer und der Support ist absolut top, wenn was nicht funktioniert.

    Die machen das alles so aus Hobby unentgeltlich.

    Wer Espresso mag und technikaffin ist, sollte da einfach mal etwas stöbern.

    Wenn man natürlich es jetzt nicht sooo mit Elektronikgebastel hat, dann ist es schwierig.

    Wobei deine wunderschöne Maschine ohnehin nicht die Probleme meiner kleinen Orione mit Thermoblock im Originalzustand hat....

    Gruß Paddy.