Also Jungs,
erwähnt habe ich glaube ich kurz gestern, daß das Getriebe einen Tick leichter laufen könnte, als ich alles zusammengestöpselt hatte und mir das aufgefallen ist.
Heute habe ich den Motor wieder zurückgebaut, ich habe ja alles gesehen und final abgeändert, was noch zu tun war. Dann bin ich hinter das Getriebe.
Als ich die Ursache neulich für die schwer laufende Wandlerwelle gesucht habe und meine Fräsmaschine als Meßmaschine mißbraucht hatte, ist mir ja aufgefallen, daß die Achsabstände etwas kleiner geworden sind.
Korrigiert für die Wandlerwele hatte ich ja die Schiefstellung des Eingangslagers durch verstetzen der Nadelhülse der Wandlerwelle im Deckel. Dann lief das prima.
Jetzt kommt's! Daß ich weniger Flankenspiel hatte, wußte ich ja. Aber folgendes. Es fiel nicht auf, daß die Verzahnung zwischen Eingangslager und Zwischenwelle, die ja beide relativ nahe an ihren Lagerstellen laufen, tatsächlich an einer Stelle reiten, heißt Flankenspiel null und minus.
Warum fiel es nicht auf? Das Eingangsrad ist einfach weggekippt leicht mit seiner Lagerluft.
Kommt nun die Wandlerwelle dazu, konnte es nicht mehr wegkippen und das Getriebe lief schwer.
Das habe ich nach der Korrektur an der Nadelhülse der Wandlerwelle nicht mehr getestet.
Erst wollte ich den DR die ARbeit machen lassen und alles mal durchkneten, bis sich das frei arbeitet, aber das ging mir dann doch gegen den Strich irgendwie, nachdem der Rest so schön paßt.
Also den Entschluß gefaßt, das Kugellager der Zwischenwelle so zu versetzen, daß jede Verzahnung 0,3 mm mehr Achsabstand bekommt. Also in x und y um 0,3 verschieben.
Blöd nur, daß die Lagerhülse und das Lager eingeklebt sind. Fragt nicht, was das jetzt für ein Scheiß war.
Käfig zerdeppert, Außenring aufgedremelt...die anderen Lager sauber abgeklebt und zwei Neodymagneten dran gemacht, damit der Schleifstaub gebunden wird und nicht herumvagabundiert.
Dann auf die Fräsmachine, auf einem Bild sieht man den Außenring, den habe ich dazu gelegt.
Also Lagersitz aufgefangen, die Stahlhülse bis auf den Kleber ausgespindelt und dann verfahren in x und y.
Neuen Sitz für eine neue Stahlhülse ausgespindelt, damit gerade so exzentrisch der Rest des alten Sitzes mit weggespindelt wird.
Abgespannt und neue Lagerhülse aufgemessen.





So. Wie gesagt, ich drehe mir morgen eine neue Lagerhülse und dann bauen wir das mal ein ohne zu kleben. Wenn es nicht sauber läuft, versetze ich halt nochmal und mache nochmal eine Hülse.
Ich werde beide Flankenspiele getrennt bewerten, falls ich nur einer Verzahnung mehr Luft geben muß.
Die Nadelbüchse am anderen Ende der Zwischenwelle macht die Schiefstellung um Null-komma-irgendwas Grad ohne Probleme mit.
Gruß Paddy.
P.S.: Also das Getriebe ist obwohl es so simpel ist, echt eine Geburt. Hätte nicht gedacht, daß das Versetzen der Verzahnungsebenen um 38 mm und die ganze Schweißerei soviel Probleme macht.
Man lernt nie aus. Aber irgendwie kriegt man das schon hin....