SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Scharnhorst

    So Mädels,

    was hat nun der SC geschickt?

    Neben Werkzeug, um die Gegendruckfeder bzw. die Kupplung zu wechseln, noch ein bißchen Kram:

    2 Mutter für den Wandler, die dermaßen kacke gefertigt sind, Sicherungsblech und Mutter für die Seite, die bei der Schaltvespa Primärseite heißt und das Lager und Wedi dazu (als Druckstück mache ich ja das alte 14er Primärritzel von der Ape auf die Seite drauf, das walkt dann das Fett im Viereck rum an der Stelle), Vergaserfummelgummi und die Schellen dazu.

    Und, ganz wichtig, das geräumige limaseitige Lager aus der PX mit dem dazugehörigen Wedi. Das verträgt dann auch ordentlich radiale Last, weil auf der Seite ja mein Spezialpolrad und die Malossi Vario sitzt.

    Zur Erinnerung, in der originalen PK Automatik sitzt an der Stelle ebenfalls ein Nadellager, aber etwas kleiner.

    Um dieses große Nadellager zu fahren, habe ich ja meine Speziallagerhülse gemacht mit der Sickerbohrungsverlängerung und extra eine 105er-Vollwange rausgesucht, die auf der Limaseite den dicken Stumpf hat.

    Dann wird das solide und hat Hand und Fuß. Dann brauche ich mir keine Sorgen um die Lagerung machen, das sollte dann kein Problem werden, auch wenn der DR und mein Konstrukt dort etwas herumzerren... klatschen-)

    Ja, das Paket von SIP ist auch unterwegs, dann schauen wir weiter. Ich hatte ja geplant, am Samstag den Krümmer anzufertigen. Mal sehen, vielleicht mache ich auch etwas anderes. Ich habe jetzt genug Auswahl.

    Krümmer wäre auch ein schönes Geschäft gegen Ende, wir werden sehen.

    Ich bin auf jeden Fall in Summe diese kurze Woche ein ganzes Stück weiter gekommen, weil an viele kleine Sachen ein Haken dran gemacht werden kann.

    Es wird immer überschaubarer... top-) Die Endmontage rückt näher mit großen Schritten....

    Gruß Paddy.

    Vielen Dank, liebe Kollegen, mußte gerade schmunzeln wegen dem "Kieferwinkel"....:-)

    Zum Thema Kühlung, ich bin da wirklich entspannt. Erstens fahre ich, wie schon öfters erwähnt, HD-mäßig eher einen Tick zu fett und reize die Vorzündung nicht aus. Die Verdichtung des DRs ist ebenfalls human.

    Das braucht meine Motorauslegung und die dazu gehörige Intention gar nicht.

    Zweitens nur mal so am Rande, was für CNC-gefräste Köpfe für Hochleistungsmotoren mit der wahrscheinlich der dreifachen Literleistung vercheckt werden:

    https://www.luxury-for-your-scooter.de/p/zylinderkopf-simonini-wiseco

    Ich denke, das sollte erklären, warum ich so tiefenentspannt bin wegen der Kühlung am Kopf...

    Das Ding hat nachher vielleicht 7 PS oder so, laßt es 8 sein.


    So, ich fasse die kurze Woche mal in Bilder zusammen, was ich so ein Kleinarbeiten abends gemacht habe, den Kopf mit der wiederhergestellten Rippentiefe habe ich ja schon erwähnt.

    Die selber gemachte Wandlerwelle hat ihre Paßfedernut bekommen und ein paar Distanzscheiben, mit denen ich den Wandler axial positionieren kann:

    Den aufgepreßten Mitnehmer für das Abtriebsrad hat ein netter Kollege verschweißt. Da kommt ja schließlich das Moment drauf:

    Das kleine Zylinderchen aus Alu, das ich in die von mir gemachte Ausnehmung im Kopf noch einlassen und verlöten muß. Dann kann ich die Zylinderhaube dort festschrauben.

    Der gleiche liebe Kollege hat mir den ausgedrehten Kranz des Kupplungskorbes auf meinen selber gemachten Adapterring geschweißt:

    Ich habe mir ein Hilfswerkzeug aus Schweißdraht gebogen, damit ich die Restwandstärke des Überströmers auf der Polradseite messen kann, wenn ich den außen abflache.

    Ich spreize auf und fahre rein, messe weiter hinten mit dem Meßschieber und stelle dann das gemessene Maß mit den Endmaßen im Zehntelschritten ein. Dann weiß ich, was an Wandung noch da ist. Mit einem normalen AUßentaster kommt man nicht ran.

    Habe mal das Eingangsrad mit der angeschraubten Glocke auf die Wandlerwelle geschoben:

    Jetzt kann man sehen, wo ich meinen Wedi einpressen will. Nämlich in den von mir eingeklebten Adapterring:

    Dann kommt die harte und geschliffene Hülse auf die Wandlerwelle und kommt genau konzentrisch zum Adapterring für den Wedi zum Liegen:

    Ja und dann halt der Wedi selber, hier natürlich nur aufgelegt:

    Ich denke, jetzt dürfte klar sein, wie ich meine Wandlerwelle Marke Eigenkonstruktion gegen das Eingangsrad des Sekündärgetriebes dichten will. Das Eingangsrad gegen das Gehäuse selber hat die originale Lagerung und Dichtung, halt axial an anderer Stelle wie bisher.

    Mal den Wandler mit der Fliehkraftkupplung aufgesteckt mit der Paßfeder, halt hier ohne Gegendruckfeder und zweiter Riemenscheibenhälfte:

    Und zum Schluß das Konstrukt mal von der Getriebeseite aus gesehen:

    Also: Wandler wird vom Motor über die Malossi-Multivar und den Riemen angtrieben und dreht frei innerhalb des Eingangsrades mit meinem selber gemachten Bronzelager auf der Wandlerwelle.

    Erreicht er die Drezahl, ab wann die Fliehkraftkupplung greift und die Kupplungsglocke mitnimmt, geht es los im Getriebe und der DR hat über den Riemen Kraftschluß zum Hinterrad.

    Kommt jeder mit, der noch nie einen Scooter zerlegt hat? Eigentlich ganz einfach, nur hier etwas kompliziert und aufwendig ausgeführt, weil ich halt einen Scooterwandler mit dem Sekundärgetriebe einer PK Automatik verknüpfen muß und der Scheiß auch noch dicht sein soll... lmao

    Oh Mann, was ein Aufwand, aber ich finde, es ist schön und solide geworden. Und der ganze Scheiß hat wahrscheinlich einen deutlich besseren Rundlauf als jeder Scooter oder die PK Automatik an der Stelle. Genauer konnte ich den ganzen Käse nicht fertigen, wie ich das gemacht habe.

    Ich hoffe, das zahlt sich aus...

    Liebe Grüße,

    Paddy.

    So Männer,

    am Kopf stand noch eine Arbeit aus. Ich bin eigentlich ziemlich entspannt wegen der verringerten Kühlfläche, aber den Luftstrom will ich nicht allzu sehr abwürgen.

    Durch das Anfräsen der Fläche an den Kopf war von der Rippentiefe an der Stelle nicht mehr soviel übrig.

    Also eine Platte gemacht mit zwei Gewinden. Das Bohrbild geneigt in dem Winkel der Kühlrippen (18°) und dann unter verschiedenen Winkeln die Nuten wieder tiefer gefräst. Auch um die Kerze war nichts mehr übrig.

    Alles sicher nicht so optimal, aber jetzt sieht es wieder einigermaßen nach etwas aus und die Luft hat deutlich mehr Querschnitt.

    Im Prinzip fehlt jetzt noch ein kleiner Aluzylinder mit einem Gewinde, den ich einlöten muß (für die Befestigungsschraube der Zylinderhaube), dann ist der Kopf fertig.

    Noch etwas entgraten und nach dem Löten strahlen, dann sieht das wieder etwas gleich.

    Die Kupplungsglocke und die Hauptwelle liegen gerade beim Hartschweißen bei einem lieben Kollegen, der das kann und das Material dazu hat und dann wäre das auch fertig zum Einbau ins Getriebe.

    Ein paar Scheiben habe ich noch für das Ausdistanzieren des Wandlers (die muß ich aber noch plan schleifen auf der Diskus), Paßfedernut in die Wandlerwelle ist gefräst und in den Wandler habe ich die Hülsen eingeklebt.

    Langsam wird es auch mit dem Kleinscheiß...Ich mache morgen mal ein paar Bilder...

    Gruß Paddy.

    Ist wirklich nicht so ideal.

    Fantine war es doch glaub, der eine gelippte Welle angesprochen hat.

    Es bleibt einfach technisch eine Krücke, einen Membranansaugstutzen zu fahren, egal wie.

    Man kann das zwar als Umgehungslösung für einen kaputten Drehschieber irgendwie machen, aber es bleibt eine Krücke. Nicht Fisch, nicht Fleisch.

    Gruß Paddy.

    Die Damen,

    jetzt kommt der Kleinscheiß immer mal so abends.

    Heute den Adapterring für den Wedi zwischen Eingangsrad und der neuen Wandlerwelle gemacht.

    An der Stelle sitzt ja normalerweise diese Teil, das die Freilaufrollen führt und federbelastet.

    Das hate ich ja entfernt, damit ich an der Stelle einen Wedi einbringen kann.

    Die Konstrukteure damals hatten damals zwischen dem Eingangshohlrad und dem ich nenne es mal "Freilaufträger" neben dem leichten Preßsitz noch eine Lagerwalze eingesetzt als Drehmomentmitnahme. Übrigens die gleiche wie die Lagerwalzen im Freilauf.

    Den Adapterring habe ich als Übergangspassung ausgeführt, vorher aber auf dem Teilapparat eine entsprechende "halbe Bohrung" gesetzt, damit ich dort wieder etwas einsetzen kann.

    Dann habe ich mit ein Stück Stahl passend heruntergedreht, bis das satt rein ging.

    Abgestochen, beide Teile auf der Diskus überschliffen.

    Jetzt kann ich das einkleben und dieses Detail wäre dann auch fertig.

    Drehmoment muß ich keines übertragen, aber ich wollte die Lücke ausgefüllt haben, damit ich keine Unwucht einbringe, die ich auch vermeiden kann.

    Etwas aufwendig, aber so ist das jetzt solide.

    Wedi ist außen 40, innen 28. Für die 28 hatte ich mir ja schon einen harte und geschliffene Hülse gemacht, die dann als erstes auf die Wandlerwelle gesteckt wird, bevor das andere Zeug kommt.

    Jetzt ist also diese neu geschaffene Lagerstelle im Getriebe wieder dicht.

    Gruß Paddy.

    Ich habe doch neulich den 16.13 rausgekramt und geschrieben, welche Düsen drin waren.

    War ein Beitrag von Vespinho, wenn ich nicht irre. Dem ist ja leider seine Wespe gestohlen worden, nachdem sie lief...

    Aber welche Einstellungen weiß ich nicht mehr, da ich den Vergaser ausgebaut habe und ins Lager gelegt. Da kann man nicht mehr davon ausgehen, daß das die letzte Einstellung war..

    Vespistinho
    April 18, 2021 at 22:51

    Da im unteren Drittel.

    Wenn deine Kiste mit einem neuen 16.12 nicht richtig läuft, stimmt irgendetwas anderes nicht, denke ich.

    Gruß Paddy.

    Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen, liebe Kollegen!

    Toni: Ich habe nicht vor, mit der Kiste zum TÜV zu gehen. Mein heimlich angepeiltes Ziel von so ca. 70 Sachen max. und Scub aus dem Keller gelten noch.

    Ich erhoffe mir von der etwas anderen Primärübersetzung durch die Scooterteile eine etwas längere Gesamtübersetzung. Wenn das alles aufgeht, sollte dann mit etwas schwereren Variorollen die Vario recht früh offen sein und das Ding ist angenehmer zu fahren bei 55 oder so.

    Ich will nicht rumheizen, sondern nur genug Dampf. Im Prinzip wie in meiner Ape. Die läuft auch 60, fahr aber meistens nur um die 45 bei moderater Drehzahl. Dafür dann die Steige hoch praktisch gleich.

    Ich muß einfach mal abwarten, wie der Motor zu fahren ist. Ich habe dank Mario ja noch die längere Sekundär aus der PK 125 Automatik und mein Getriebe ist jetzt so umgebaut, daß das durch stecken zu wechseln ist.

    Die ist zwar deutlich länger als die 50er Übersetzung, aber da kann man wieder mit der Vario was machen.

    Ich starte mal mit der 50er Übersetzung und schau mal, was passiert. Momentan läuft die Kleine so wie ich sie gemacht habe 60 oder so, aber mit einigermaßen Dremoment unten mit dem Sinalco 75 und meinem selber geöffneten FHBB.

    Für das, was ich eigentlich haben wollte, ist der DR zu groß. Aber den kenne ich in und auswendig und ich mag ihn.

    Mein Problem war ja, daß ich kein 97er Pleuel hätte nehmen können, sonst wäre der Zylinder zu tief gesessen. Das Polrad versuchte ich ja mit viel Aufwand an Ort und Stelle zu halten, damit ich nachher wieder alles nach außen unverändert habe (siehe oben die Originale Optik). Und längere Pleuel mit 105 gibt es nur mit Langhub (länger dürfte es übrigens auch nicht sein, wer meinen Kopf angeschaut hat, die 105 sind absoluter Glüchsfall).

    Es wird jetzt schon knapp mit den verhältnismäßig kleinen Übertrömern des DR.

    Für meine angetrebte Charakteristik hätte ein DR 102 gereicht oder mein unbearbeiteter Malossi 112, der auch von unten kommt wie Stier, wenn man in original läßt.

    Jetzt ist es halt der große DR Traktor. 133 Kubik und 51 Hub ist ohnehin viel ausgewogener als das ganze Zeug mit 43 Hub und den großen Löchern für den Kolben.

    Aber Tuning auf Speed war wirklich nie im Vordergrund des Projekt. Und wenn ich nachher so schnell fahre wie jetzt, mache ich da keinen Aufstand mit TÜV. Ich fahre meine 60 zur Zeit auch fast nie aus, ich liebe das Understatement. Und ich kann mich zusammenreißen.

    Und es bleibt das schöne "Outlaw"-Gefühl wie damals mit dem Mofa... lmao

    Jetzt schaun wir mal, wie gesagt, nächste Woche der Abgastrakt und dann kommt halt die axiale Verschieberei der Komponenten im 1/2 mm Bereich, um alles auszudistanzieren. Ist ja trotzdem alles knapp geblieben und immerhin ist mein Sekundärgetriebe ja zwar von den Zahnrädern her original, aber axial doch etwas auf den Kopf gestellt....:-)

    Bißchen Überströmer noch an den DR angleichen, den Gaser so einbauen, daß Gaszug funktioniert, kleine Änderungen am Lufi, die zuvor an dem alten Gehäuse getestet werden.

    Die alte Originalkerzenbohrung an der Haube muß zu, eine andere rein.

    Ich brauche noch eine schöne Lösung für eine starre Schaltwippe, damit ich die Schaltzüge dort einhängen kann. Bißchen Flüssigalu noch an ein paar Stellen.

    Das ist so das, was mir spontan einfällt zur Finalisierung.

    Ein paar Wochen gehen da wahrscheinlich noch ins Land, bis ich ihn laufen lassen kann. Ich mach mal keine Hektik und lasse mir Zeit.

    Aber gespannt bin ich unwahrscheinlich, was die Wundertüte so an Überraschungen bringt. Es gibt ja nichts Vergleichbares in dieser Kombination....:-)

    Gruß Paddy.

    Genau, Bernd! So sieht's aus!

    Zum Motor, es war dann doch noch ein langes Gesuche, wo bei der Haube der Schuh noch drückt. Mit Knet und allem Möglichen konnte ich dann endlich irgendwannmal das Ding montieren.

    Aber gut, so ist es halt, wenn man nicht hinsieht.

    Wäre diese wertvolle Zylinderhaube der PK 125 Automatik ein Massenartikel, wie die 13,50 Euro Hauben für einen Schalter, hätte man noch eine kaufen können und mit Löchern zum Kucken versehen.

    Dann wäre das in einem Bruchteil der Zeit passiert...

    Danach habe ich mir den Zylinder vorgenommen. Ich mußte glaube ich in 6 verschiedenen Aufspannungen das Ding bearbeiten, bis alles weg war, was stört:

    Das Endergebnis:

    So, und nun, Trommelwirbel.....i proudly present:

    Der vermutlich erste Automatikmotor mit einem DR 133 und sämtlichen originalen Abdeckungen:

    Schön zu sehen auch der neue Luftfilter. Mario hatte mir noch ein NOS Teil. Wunderschön finde ich den Motor jetzt.

    Und in dem Zustand geht er auch mit Sicherheit unter die Haube und ist schön unauffällig.

    Ich bin sehr zufrieden!

    Ist er nicht herrlich! klatschen-)

    So, jetzt kann es weiter gehen. In dem Paket von meinem heimlichen Mentor Mario, der mich immer unterstützt, waren auch eine gebrauchte Abdeckung für die Züge unten am Motor in einem wunderschönen Zustand, weil meine an der Wespe hat schon etwas gelitten unter den Vorgängern und ganz wichtig:

    zwei Krümmer von einer normalen SF. Aus den beiden kann ich dann nächste Woche einen Krümmer machen, der die Lücke zwischen dem Sito plus für die Automatik und dem völlig anders plazierten Auslass des DRs.

    Das wäre dann die letzte größere Bastelarbeit und der Abschluß an speziellen Anpassungen für diesen Motor.

    Dann kommen "nur" noch ein Haufen kleinere Anpassungen.

    Unterschlagen habe ich heute die Fläche am Zylinder eben fräsen, daß das Polrad nicht streift. Dazu habe ich keine Lust mehr, weil es eine knappe Kiste ist, nicht in den Überströmer durchzubrechen.

    Da muß ich mir erst eine Hilfsmittel basteln, um die verbleibenden Wandstärke messen zu können. Wegen dem Zylinderfuß kommt man mit einem normalen Außentaster nicht wirklich ran, aber da fällt mir schon etwas ein.

    Ohne dieses Hilfsmittel traue ich mich nicht an die Arbeit, das wäre Kacke jetzt zum Schluß, da noch durchzubrechen.

    Ansonsten ist soweit mal mein Traum heute in Erfüllung gegangen, diesen Motor optisch so original wie möglich zu halten.

    Dran bleiben, es geht immer mehr dem Ende zu... lmao

    Gruß Paddy.

    Ich mache keine Schlußabrechnung, auch nicht das Material.

    Ich habe wahnsinnig Spaß an der Sache, das genügt.

    Und wenn der Motor läuft, umso mehr!

    Ich mache gerade Pause, Haube ist endlich drauf. Mit Knet und allen Finessen die letzten Hindernisse ermittelt.

    Jetzt kommt die Aussparung am Zylinder für den Lufi. Ich bin guter Dinge, daß alle Anbauteile heute abend drauf passen!

    Gruß Paddy.

    Mädels,

    gerade noch zwei Bestellungen abgesetzt. Bei SIP war der Sito Plus für die Automatik wieder auf Lager.

    Dann halt neuer Bremsbelag für hinten und lauter Kleinscheiß, was sich auch summiert.

    Dann bei SC mal Werkzeug für das Wechseln der Gegendruckfeder. Da habe ich bisher immer etwas laienhaft improvisiert und das macht keinen Spaß. Das machst du als 16 Jähriger...:-)

    Dann Vergasergummi, Seilzugkrümmer, mal die Lager und Wedis für das Kurbelgehäuse. Ich will die Sickerbohrung finalisieren, da hätte ich gerne das Zeug zur Hand, dieses Nadellager und der Wedi.

    Da dazwischen leite ich ja das Öl um über meine Spezielle Lagerhülse mit Ausnehmung.

    Außerdem muß ich vielleicht die KW noch etwas ausdistanzieren, da wären die finalen Lager mal kein Fehler.

    So summiert sich halt der ganze Käse, aber ein Ende kommt langsam in Sicht.

    Ich denke mal, ich kriege morgen den Zylinder und Kopf soweit fertig. Dann gibt es mal ein Bild vom Motor mit allen Hauben und dem Luftfilter.

    Wenn nächste Woche der Sito kommt, dann das darauffolgende Wochenende mal so den Abgastrakt ins Auge gefaßt.

    Dann wäre Mitte Mai und alle großen Brocken sind weg.

    Dann bin ich jetzt schon gespannt, wie lange der ganze Kleinkäse aufhält. Da braucht man da mal ein kleines Drehteil, da ein Scheibchen usw.

    Aber ich bin guter Dinge, daß der Motor zum Geburtstag Anfang Juli läuft. Das halte ich für realistisch stand heute.

    Naja, jetzt freue ich mich auf morgen, wenn dann hoffentlich der Zylinder und Kopf drauf sind und Lufi und Haube montierbar sind.

    Viele Grüße,

    Paddy.

    So Männer,

    nachdem Fantine mal wieder über diesen genialen Motor gelästert hat, ich war heute noch etwas fleißig.

    Den ASS in der finalen Geometrie habe ich vor meiner 4 Stunden Marathon-Videokonferenz noch kurz gestartet in ABS in FDM zur Kontrolle

    Der war dann nach dem Mittag fertig und ich habe ihn dann kurz lackiert, damit man sich das besser vorstellen kann, wie das mal in Alu aussieht.

    Weiter habe ich noch ein Rohr in den Hauptabmaßen der BGM-Muffe hochgezogen und in TPE gedruckt (85 Shore, haut ganz gut hin), schön weich. Allerdings weiß.

    Während das lief, habe ich den Flansch gefräst aus Alu und ein Aluröhrchen gedreht, wie später das VA-Röhrchen werden soll:

    Der Flansch kommt dann folgendermaßen auf die Membran:

    Dann der ASS auf die entsprechenden M6 Gewinde:

    Innen dann mein BGM-Dummy aus TPE in weich:

    Und der Gaser mal gesteckt:

    Am Lufi muß ich noch ein klein wenig aussparen, damit die Gummimuffe bis ganz zum ASS geht, aber das mache ich erst mit der finalen BGM-Gummiröhre.

    Den Innendurchmesser habe ich mit 28,5 gedruckt wie der BGM, allerdings fehlen noch der Hinterschnitt und die runde Nut in dem Röhrchen.

    Jetzt kann man sich das besser vorstellen, wie das wird. Mario schaut mir gerade nach einem neuen Lufi, dann kann ich mal weitestgehend an den ASS und Gaser geistig einen Haken machen.

    Morgen geht es weiter,

    Gruß Paddy.

    Hallo Kollegen,

    weiß einer auswendig, welchen Gasweg/Gashub die originale Konstruktion der PK XL 1 hergibt?

    Ich verwende in meinem Spezialumbau eines Automatikmotors einen PHVB 22 und habe absolut nicht im Kopf, was der Griff hergibt.

    Der Gasgriff meiner Ape kommt beim SHB 19.19 an seine Grenze.

    Für meinen umgearbeiteten 18.16 auf 21.21 mußte ich einen Gasgriff bauen.

    Geschätzt sollte der ovalisierte PHVB min 25 mm Gashub haben, gemessen habe ich noch nicht.

    Danke,

    Gruß Paddy.

    Danke Toni!

    Aber auch wenn Fantine den Automatikmotor immer belächelt, der ist tatsächlich mit mehr Hirnschmalz konstruiert als der Schaltmotor.

    Das sehe ich mit dem Konstrukteursauge in jedem Detail dieses Motors, seit ich den seziert und neu zusammengebaut habe.

    Das mögen die Schalterfans nicht gerne hören, aber der Schaltmotor ist geradezu plump gegen viele Details in dem Automatikmotor.

    Was diesen Umbau nicht einfacher macht, wenn er nach außen gleich aussehen soll.

    Im Getriebe blieb jetzt von dem durchdachten Zusammenspiel auf engsten Raum nicht mehr viel übrig, da habe ich ja knallhart auf simple Scootertechnik reduziert ohne die ganzen Finessen, aber alleine das Zusammenspiel aller Komponenten im Bereich um den Zylinder zur Kühlung, da ist alles im Raum gekrümmt und die Einzelteile fügen einen dreidimensionalen Kanal zusammen.

    Mich fasziniert dieser Motor bereits im Original.

    Alles um 1980 rum wohlgemerkt. Die hatten noch kein 3D-CAD-System wie ich, da habe ich es gerade zu leicht.

    Und jetzt komme ich und stell das alles auf den Kopf, nur um dann mit großem Aufwand dieses Zusammenspiel vom Lüfterrad angefangen wieder herzustellen mit ganz anderen Innereien.

    So ein krankes Projekt.... lmao

    Gruß Paddy.

    Mädels,

    der provisorische ASS aus ABS im FDM Druck ermöglicht übrigens auch, die noch notwendigen Ausspaarungen an den Kühlrippen am Zylinder zu ermitteln.

    Damit wollte ich ja warten, bis der Beweis erbracht ist, daß ich den PHVB in einem originalen Lufi-Gehäuse plazieren kann.

    Der Beweis ist nun für mich durch und ich kann am Samstag nicht nur die letzten Ecken am Zylinderkopf holen, sondern auch das finalisieren.

    Sehr schön!

    Es werden bis auf die oberen beiden Rippen am Zylinder alle darunter liegenden betroffen sein, wobei das nicht so jämmerlich viel ist. Ist aber am Originalzylinder genau gleich.

    Aber, jetzt kommt es. Es hat sich gelohnt, viel Recherche in Bilder und Abmessungen des PHVB zu stecken.

    Nach meinen Recherchen wußte ich, daß es knapp wird, aber ich war mir einigermaßen sicher, daß ich den gaser unterbringen werde.

    Was nicht ganz klar war, daß es tatsächlich möglich sein wird, ihn technisch gesehen so zu platzieren wie der original FHBB. Und zwar axial wie auch in der Ebene.

    Den positiven Effekt werden die Automatikfahrer unter euch sofort erkennen.

    Der Gaser schließt axial ungefähr so ab wie der FHBB, Heißt ich kann mir eine Filtermatte schneiden, die richtig drin liegt und den Ansaugtrichter sauber umschließt wie im Original:

    Weiter liegt er gerade so in der Ebene (was eine knappe Kiste war und nur durch das Abziehen des Witterungschutzes des elektrischen Choke geht), daß der Trichter nahezu konzentrisch unter dem Dom im Lufideckel sitzt.

    Das heißt, ich habe wirklich nahezu die originalen Ansaug- und Filterverhältnisse, die ich technisch mit der großen Filterfläche als sehr gelungen finde.

    Und natürlich die absolut originale Optik nach außen!

    Scheiße, ich krieg den Motor echt noch so hin, daß man ihn im Original echt wirklich kennen muß, um zu sehen, daß das ein Einzelstück ist... lmao

    Gruß Paddy.

    Kollegen,

    im dritten Anlauf paßt es ganz gut!

    Das ganze ist dann später wie folgt:

    Der rote Adapterflansch (später Alu gefräst) stellt die Verbindung zwischen dem Membranlochbild und dem ASS her.

    Der ASS wird dann über zwei Schrauben in die zugehörigen Gewinde des Adapters geschraubt (hier auf den Realbildern ist das nur ein Quick and Dirty ASS)

    An dem widerum ist auch ein Flansch, der an den Flansch des original-ASS angelehnt ist und an dem der Luftfilter befestigt wird.

    Vom ASS her kragt dann ein zylindrischer Durchmesser in den Luftfilter, der den gleichen Durchmesser wie der Gaser hat. So können Gaser und ASS über eine Standard-Gummimuffe verbunden werden.

    Denn schnellen ASS habe ich dann nach Feierabend verfeinert, den schnellen Zwischenstand zwischenzeitlich ausgedruckt in ABS.

    Hier noch ein Bild, wie er später gesinter werden soll:

    Ohne den Rohransatz. Den werde ich aus VA drehen mit einer Nut außen und verkleben.

    Die Quick and Dirty Geometrie ist gerade parallel zur Anfrage in ALU-Lasersintern. Da bin ich mal auf den Preis gespannt. Der Preis bei solchen Teilen richtet sich eigentlich im großen und ganzen nach dem Gewicht und der verfeinerte (siehe CAD-Bilder) kommt nach der Volumenmessung auf ca. 150 g.

    Billig wird das sicher nicht, auch wenn ich die gesamte Nachbearbeitung selber mache.

    Gewinde ja sowieso, aber auch das ganze Verputzen und die Oberflächenbehandlung.

    Mal sehen.

    Als Rückzugsoption habe ich noch die Variante, das Ding aus Polyamid mit Glaskugeln sintern zu lassen. Dann wäre er aus robustem technischen Kunststoff mit Verstärkung und er müßte halt noch lackiert werden.

    Alu wäre mir aber lieber natürlich, obwohl festigkeitsmäßig das Polyamid bei meiner Wandstärke ausreicht.

    Bin gespannt auf den Preis.

    Herrlich so eine Konstruktion im 3D, wenn man damit diese vielfältigen Komponenten sauber zusammenführen kann.

    Gruß Paddy.

    P.S. Der Luftfilterkasten wird die eine oder andere Bohrung bekommen, die mit Gummistöpseln entweder verschlossen werden kann oder einen Durchlaß haben.

    Der Gaszug wird einen Durchlaß brauchen und das Standgas bzw. für die Rohrschellen an der Muffe braucht es einen verschließbaren Deckel für einen Schraubenzieher.