SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von 125vnb6

    ..sei mir nicht böse, aber wenn ich dein Alter richtig interpretiere, frage ich mich schon wie man
    sich auf ein solches Geschäft, so blauäugig und planlos einlassen kann.
    Irgendwie kommt mir das Ganze vor wie früher bei den "Time sharing" Partien, da haben sich die Käufer
    auf ähnlich Art und Weise legen lassen.

    Ich kann auch schön langsam mit dem überstrapazierten Begriff "Restauration" nichts mehr anfangen, da
    es sich in der Regel meistens um den größten Pfusch handelt. Noch schlimmer wenn man dabei, vermeintlich
    seriösen (gewerblichen) Händlern auf den Leim geht.

    Man bekommt bei solchen Geschichten, dann in der Regel postwendend die Rechnung präsentiert und
    ich kann mir zusammen rechnen, was du schlussendlich für diesen Roller gelöhnt hast....

    ...du sagst es!

    Daher gilt gleiches auch für den Motorblock

    auch ein oftmalig unterschätztes Kriterium bei den Bremsen. Die 8" Bremstrommeln sind zugegeben nicht wirklich das Gelbe
    vom Ei. Meistens hapert´s aber dann noch, dass mit riffigen und verrosteten Trommeln und eventuell verglasten Belägen gefahren wird.
    Wenn man da ein wenig sorgfältiger ans Werk geht, die Trommeln bearbeitet (am Besten leicht ausdrehen lässt) und sich
    ordentliche Beläge gönnt dann bremst das Teil trotz originaler Bremsen um vieles besser.


    Gerne wird auch erklärt, dass der Stoßdämpfer für die Tonne ist, weil die Federwirkung nachlässt.
    Das mag im Einzelfall durchaus mal stimmen, in der Regel ist es aber eine undichte Dämpferpatrone,
    eine eingelaufene Kolbenstange und ein ausgehärteter Silentgummi schuld an verminderter Dämpferwirkung.
    Wer sich da ein wenig Mühe gibt, der hat nach einer Überholung des Dämpfers, wieder einen bestens
    funktionierenden Stoßdämpfer.
    Ich spekuliere bei dem Roller mit einem Pinasco - Dämpfer und Bollag Adapter, da die Teile
    aber keine Straßenzulassung haben, habe ich den Alten für die TÜV- Abnahme wieder frisch gemacht.

    Motor:
    Wie immer bei solchen Projekten, ist ein Hauptaugenmerk der Motor. Alte Motoren benötigen aufgrund ihres Alters
    ein wenig mehr Zuneigung. Daher mache ich auch immer eine penible Bestandsaufnahme. Davor wird der Motor
    allerdings ordentlich gereinigt und alle Anbauteile in einem brauchbaren Zustand versetzt. Ich halte auch absolut
    wenig von der oft zelebrierten Methode die Motorgehäuse zu strahlen um sie rein zu bekommen. Würde anschließend
    eine optische Veredelung anstehen, wäre es etwas anderes.

    Ich habe sicherlich schon einige Methoden probiert, aber momentan bin ich schwersten begeistert von der Backofen-
    spray Methode. Wie ich schon mal geschrieben habe, fällt da die extreme Geruchsbelästigung des Reinigungsmittels
    weg. Somit kann ich die Arbeiten getrost im Küchenbereich machen ohne großartigen Ärger zu bekommen ;) .
    Das Reinigen eines Motors dauert je nach Verschmutzungsgrad bei mir ca. 2-4 Std.
    Damit ist eigentlich auch erklärt, warum eine Motorüberholung in einer Werkstätte ggf. ein wenig mehr kostet!
    Einer der Hauptkosten der Arbeitszeit ist nun mal das Reinigen der Teile, auch wenn es dort deutlich professioneller
    und rascher passiert. Daher sollte man sich im vorhinein überlegen, in welchem Zustand man den Motor der Werkstätte
    übergibt.

    Das Demontieren der Schwinge war ein wenig mühsamer. Mit Wärme und Gewalt lies sie sich aber dann doch lösen.

    wichtiges Detail: Die Bremsnocke kann nur ausgebaut werden, wenn auch die Schwinge komplett demontiert ist. Ist aber
    meistens notwendig, weil dieses Teil aufgrund von Verschmutzungen bzw. Verrostungen sehr schwergängig ist.

    Teile welche vom Motor demontiere, werden eigentlich gleich gesäubert und wieder startklar gemacht. Beim Zerlegen ist mir
    aufgefallen, dass das Luftleitblech zw. Zylinder und Ansaugstutzen fehlt. War aber leicht aufzutreiben (gibt es auch im Nachbau).
    Allerdings aufpassen, die 125er unterscheiden sich von den 150er in den Abmessungen, daher genau schauen beim Suchen!

    Unabhängig ob ich so Teile wie Zündung dann auch verbaue, wird sie trotzdem gleich mal überholt. In der
    Regel trenne ich mich von original Teilen meiner Roller nicht. Wenn doch, sollte auch klar sein, dass eine
    überholte Zündung mehr kostet, als eine die direkt vom Gehäuse runter geschraubt wird ohne Funktionskontrolle!

    Ein ganz intressantes Detail kam in Innsbruck, als ich mich mit @TomsRusse unterhalten habe, auch zu Tage.

    Während ich in der Annahme war (bin), dass es sich bei der 2. ten Vjatka, die bei mir steht um eines der ersten
    in Deutschland typisierten Fahrzeuge handeln sollte, habe ich eigentlich die damalige historische Teilung in Ost und West
    nicht wirklich berücksichtigt. Thomas hat mir dann erzählt, dass auch er ostdeutsche Fahrzeugpapiere für sein
    Fahrzeug besitzt, welche als Zulassung 1961 eingetragen haben sollte (beim Datum war er sich nicht ganz sicher)
    Somit wäre eigentlich klar, dass die ersten Vjatkas logischerweise auf ostdeutschen Straßen liefen.

    Auch die Fahrzeughistorie ist bei ihm ganz interessant: russischer Offizier hat das Fahrzeug in die damalige DDR ein
    geführt und an einen Ostdeutschen verkauft (oder getauscht?). Bei mir war es ein Vietnamese der das Fahrzeug nach
    Deutschland brachte und dort einem Lehrer verkaufte.

    Auch nochmals erwähnt, weil es ein Gesprächsthema war!
    Die Finne am Kotflügel mit dem Stern, war nicht an allen Vjatkas serienmässig verbaut. Das hing vom Baujahr ab!

    soweit mir bekannt ist, wird dieser Gefahrenschriftzug nur auf Spiegelflächen geätzt, welche für den
    amerikanischen Markt bestimmt sind, oder von Herstellern welche hauptsächlich für diesen Markt produzieren.

    Ich hatte mal einen LML Spiegel mit dem schwachsinnigen Hinweis der Weitenverzerrung, wusste nicht was
    störender ist, die Verzerrung oder der Schriftzug im kompletten unteren Betrachtungsfeld.

    ...gestern in Innsbruck, war einiges los!
    Ein dickes Lob an die Veranstalter, war wirklich eine tolle Veranstaltung.
    Ptuser hatte einen Verkaufstisch erobert, den wir uns dann bezüglich Präsentation von
    verschiedenen Kleinteilen und Literatur teilten. Insgesamt hatte ich 6 Vjatkas gezählt.
    ...und ich konnte auch den einen oder anderen aus dem VO kennen lernen.

    Meine Highlights waren neben den zahlreichen Modellen der 50er Jahre (Hoffmann, Faro basso, Motovespa, Acma), wie letztes
    Jahr der Verkaufsstand von Bollag Motos

    Bei Mr. Bollag hat sich das letzte Jahr einiges getan und sein Artikelsortiment ist ggü. dem Vorjahr deutlich gewachsen.
    Viele Teile kannte ich bereits, aber es waren auch einiges Neues dabei.
    Folgende Teile sind in Kürze wieder verfügbar (ca. 4 Wochen)
    *......150ccm Zylinder für WF (kleiner Wemutstropfen, die zweite Charge der Zylinder wird leider teurer)

    *......neu im Programm die Bollag Big Box für WF (gelungenes Teil) und das Leistungsdiagramm kann sich auch sehen lassen.
    Sie schnitt im Vergleich zu den anderen am Markt befindlichen Anlagen für die WF´s am Besten ab. Optik ebenfalls stark, allerdings nicht mehr ganz unauffällig das Teil ;)
    *......auch beide Vjatka Ansaugstutzen sind ab jetzt im Verkauf
    passend für Bollag Zylinder 150ccm und die zweite Variante für den original Zylinder der Vjatka

    Abschließend sei noch gesagt, der Mountainmen Vespa Club hat ganze Arbeit geleistet es war eine mehr als gelungene Veranstaltung
    (vielen Dank nochmals an @ptuser für die Möglichkeit ein paar Teile zu präsentieren)

    Leider habe ich verabsäumt @il mechanico in der Funktion des Gastwirtes, Konditors und Bar Keeper abzulichten,
    man hätte fast glauben können, es ist sein erlernter Beruf ;) ....Achtung! Der Mann trägt jetzt Vollbart und langes
    Haar, wirkt aber damit noch sympatischer bzw. entspannter als bei der letzten Show.

    Ebenfalls eine große Freude hat mir das kurze Zusammentreffen mit dem Bullen aus Rosenheim Holgi ( old N°7) bereitet.
    der im Außenbereich dafür gesorgt hatte, dass keiner bei der Veranstaltung verdursten muss!....Danke für´s Flötzinger!!

    ...macht Dir sicherlich der Glaserer, da die Spiegelfläche nicht konvex ist. Ich würde mal mit
    € 5-10 rechnen. Sollte auch relativ leicht zum Ausbauen sein, wenn die Einfassung nicht ausschließlich
    gebördelt ist. Meist sitzt da noch eine Randdichtung in schwarz. Ob sich der Aufwand für Dich lohnt
    musst du selbst entscheiden.

    ....wenn es ein rechter Spiegel ist kannst Dich rühren, hätte ich zwei Originale!

    Lass Dir mal einen unverbindlichen KV fürs Verchromen machen, dann kommst du recht rasch darauf, dass
    der aufgerufene Preis, den Kaufpreis deines Gepäcksträgers um ein Vielfaches übersteigt.

    als kleinen Anhaltspunkt bezüglich Kostenfaktor

    ...und beachte da, den Kostenfaktor "Aufpolieren" des Chromes !!


    Gerade Gepäcksträger, Sturzcrasher etc. sind einer ständigen mechanischen Beanspruchung bzw. natürlich auch
    Steinschlägen ausgesetzt und somit ist die Chance recht groß, dass es hierbei wieder zu Beschädigungen an neu
    verchromten Teilen kommt und wenn´s dabei auf das Metall geht, hast in kürzerster Zeit wieder Rost

    Nachdem ich selbst mal in einem Laden mitgeholfen habe, eine Lieferung Gepäcksträger auszupacken, kann ich Dir
    sagen, dass der Großteil der Beschädigungen bereits durch schlampige Endmontage oder unmotiviertes Verpacken
    erfolgt. Von den damals gelieferten 15 Stk, war ein Drittel zum Retounieren (mal abgesehen von der Qualität des
    Chromes)

    Nachdem aber die Vespa jetzt überschaubare verchromten Teile aufweist, bin ich da gleicher Meinung wie
    pk racer......mit ein wenig Pflege ist der Rost eigentlich kein Thema. Notfalls die Teile halt auch mal komplett
    zerlegen....

    kleines Beispiel (Spiegel 60 Jahre alt, ital. Herkunft)

    zerlegen, ein Kur mit Pelox und 10 Minuten mit Polierwatte bearbeiten und schaut fast aus wie neu
    wenn ich mit 60 nach einmal aufpolieren auch so ausschau, bin ich mehr als zufrieden

    Nachdem meine zwei Mädels auch mitfahren wollen, habe ich jetzt noch Fußrasten für sie geordert.
    Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass sie die bis zur Fertigstellung dann gar nicht mehr benötigen.
    Kommen aus Rimini und eigentlich war das Porto teurer als das Teil selbst.

    und der originale "Pirelli" Reifen wartet auch bereits darauf als "optischer" Reservereifen montiert zu
    werden.


    stimmige Kleinteile liegen auch schon parat und werden verbaut

    ...aber weil wir gerade beim Thema Zündung sind!

    Ein Artikel, den ich seit über einem Jahr beobachte .......im Jänner 2015 wurde in Landsberg am Lech
    die Vespatronic für die Vjatka angekündigt. Danach wurde auf März, Mai und September 2015 der
    Auslieferungstermin verschoben.

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    Jetzt in Innsbruck wäre mal die Gelegenheit, das Teil der Vjatka Runde zu präsentieren ;)

    Die ersten VN Modelle waren noch ohne Bremslicht. Ab (ich glaube 56) wurde in Italien das verpflichtende Brems-
    licht bei den Hubraum stärkeren Maschinen eingeführt. Somit mussten bei der letzten Serie, dann nach bzw. umgerüstet
    werden. Bremslichtschalter wurde installiert und auch beim Bremslicht wurde zumindest die einfache Soffitehalterung
    gegen eine doppelte ausgetauscht.
    Es wurde aber vom Hauptzulieferer auch ein Rücklicht angeboten, mit abnehmbaren Rücklichtdeckel somit musste beim
    Soffite wechseln, nicht das komplette Gehäuse demontiert werden.

    Dieses originale Bremslicht von Siem (NOS) hat mich auch nicht mehr gekostet, als der selbige Nachbau aus der Garbor-Siem
    Repro-Serie. Eins kann ich aber mit Sicherheit sagen, qualitativ sind die originalen Leuchten der 50er Jahre mit der Nachbau-
    serie nicht zu vergleichen. Gleiches gilt auch für den Bremslichtschalter. Die billige und schwache Halterung des Reproteils allein, spricht schon Bände und nach dreimal Bremsen hast keine Funktion mehr des Schalters!

    Grundsätzlich solltest du einen regelmäßigen und kräftigen "blauen" Funken haben. Der auch die lackierten
    Rahmenteile durchschlägt. Wenn der Funke eher ins "rötliche" tendiert, dann ist in der Regel der Kondensator
    hinüber. Hast du die Verschleißteile der Zündung vor dem Einbau auch getauscht ? Mit Starterpilot tut sich auch
    nichts bzw. beim Anlaufen des Motors macht sie auch keinen Huster? Welche Zündkerze fährst du?

    Ich würde folgender Massen vorgehen:

    Voraussetzung ist aber, dass der [lexicon='Zündzeitpunkt',''][/lexicon] und auch der eingestellte Unterbrecherkontakt halbwegs passt
    bzw. natürlich auch die Vergasereinstellungen. Wenn Dir aber der Motor gnadenlos absäuft, sobald du den Benzinhahn
    öffnest, nützt Dir der beste Zündfunken in der Regel nichts! Hauptmanko bei diesen Vergasertypen, sind in der Regel
    ausgeschlagenen Schwimmernadelsitze.

    Wenn jetzt nach wie vor kein Starten möglich ist, würde ich mich ein wenig mit dem Unterbrecherkontakt und
    der Zündkerze spielen. Wenn du den Abstand am Unterbrecher geringfügig verkleinerst bzw. den Elektroden-
    abstand an der Zündkerze, erzielst du einen besseren Funken. Nachteil der Geschichte, du hast an diesen Bauteilen
    dann einen höheren Verschleiß. In der Regel reicht es den Abstand der Elektrode an der Zündkerze zu verringern.
    An das Teil kommt man am schnellsten ran. Die Spielerei am Unterbrecher würde ich aber nur machen, wenn der
    Kondensator auch ordentlich funktioniert, da dieser das entstehende Kontaktfeuer am Unterbrecher löschen sollte,

    Vielleicht auch mal was zur Ersatzteilversorgung dieser Modelle.
    Während sich bei der Vjatka die Ersatzteilversorgund mehr oder weniger auf eine Person aus Lettland fokussiert und einzelene
    Kontakte im In- und Ausland, so kannst bei der Vespa wirklich aus dem Vollen schöpfen. Es besteht meines Erachtens über-
    haupt nicht die Notwendigkeit, da billigsten Nachbauschrott aus Fernost an den Roller zu klatschen, außer man steht halt darauf.

    Soziusbanker´l (Brötchen) konnte ich auch bereits auftreiben. Ist zwar von einer VM1 (andere Gepäckbrücke und
    somit Befestigungspunkte anders). Damit dem Original ähnlich und auch so verschraubt werden kann,habe ich dann
    in die relativ starke Grundplatte 4 Gewindemuffen Rampa M5 eingedreht und zusätzlich eingeharzt. Somit kann ich die Bank mit Flügelschrauben schön fixieren. Das sie nicht braun ist, stört mich nicht weiters, es muss nicht alles in einer Linie sein.

    auch etwas Nettes, aber eher selten aufzutreibendes Teil, ein originaler LU Spiegel aus dem Zubehörprogramm
    in rechteckiger Form (erinnerte mich stark an die Brillen vom Style Council Frontman P. Weller)

    ...der kam aus Dänemark

    ein wenig Zuneigung und es passt schon