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Beiträge von 125vnb6

    Scheiß Wetter, also dann.....

    .....ich fange gerne was an und lass mir dann immer sehr Zeit, aber die Dame ist mir letztes Jahr recht
    günstig beschienen worden und so habe ich momentan neben den 2 Vjatkas eben auch das LU Projekt
    laufen.
    Die Vorgeschichte ist vielleicht bekannt: Fahrzeug kommt aus Nizza und wurde in einer Hauruck-Partie
    von mir und einen Freund nach Wien und anschließend nach München geholt. Das Fahrzeug ist das letzte
    LU-Modell und man merkt es an der schlichten Ausführung. Die VN2 gilt als das Sparmodell dieser Baureihe.
    Piaggio war halt zum damaligen Zeitpunkt schon mehr in Richtung der 150ccm³ Modelle orientiert.

    Zum Fahrzeug selbst: Die LU stand für ihr Alter ganz gut da, wurde aber in typischer italienischer Manier vor
    Jahren überpinselt und natürlich auch ohne den Rost vorher zu entfernen ;)
    Motor war fest, allerdings nicht der klassische feste Kolben, sondern das Polrad war mit dem Lüfterkanal
    korrodiert. Links beim Herausholen aus dem Schuppen von Giovanni (gebürtiger Italiener in Nizza lebend)
    Gepäckbrücke von einer anderen LU, nicht mehr der originale Lichtschalter (Zubehörschalter von CEV)
    und der komplette Scheinwerfer vom damaligen Zubehör der Fa. Zenith. Abmeldebescheinigung und
    Kaufvertrag auf den letzten Fahrzeughalter und Besitzers lautend sind ebenfalls vorhanden.


    Für mich war eigentlich von Anfang an klar die bleibt wie sie ist!
    Heißt : wird zerlegt, alle Teile aufgearbeitet und ggf. schadhafte Teile durch Originalteile getauscht.
    Karosserie: der Ü-Lack so gut es geht entfernt und extreme Roststelle beseitigen, anschließend
    dauerhaft konservieren
    Motor: bleibt der original Motor unter Einbeziehung von Teilen aus der Schweitzer Edelschmiede "Bollag"

    Ein typischer Vorgeschmack, was einen erwarten muss wenn man so wie ich, ein Fahrzeug ohne genauere
    Inspektion, einfach blindlings kauft.


    ...so werden in Italien Satteln repariert! Die gebrochener Sattelfeder wurde einfach belassen.
    Man kann sich gut vorstellen, wie angenehm die letzten Ausfahrten waren ;)
    .....es sollte aber noch schlimmer kommen!
    vorderes Federbein hat auch schon deutlich bessere Zeiten erlebt, na ja beim Motor könnte man jetzt streiten, der
    soll ja eigentlich nur laufen, aber schön schaut auch anders aus......
    Man darf aber nicht meckern, hätte ich mich bezüglich Fahrzeugkauf ein wenig mehr eingelesen, dann wäre mir das
    alles nicht passiert bzw. hätte ich sicherlich den Fahrzeugpreis um € 3,50 runterhandeln können..

    und das schlimmste Fo´pa, dass mir passieren konnte. Ich habe was gekauft, mit verpönten braunen Sattel, somit
    muss ich mich jetzt auch in die Reihe der Eisdielenfahrer einreihen :+5

    Bei den Wideframes ist die Rahmennummer, in der Regel im Bereich der Vergaserklappe eingeschlagen.
    Leider war bei meiner VN2 dieser Bereich komplett verrostet und auch überlackiert. Meistens reicht
    es ja den Lack bzw. den Rost zu entfernen und die Rahmennummer wird wieder erkenntlich. In meinem Fall
    waren die Rostnarben aber so tief, dass ich sehr vorsichtig ans Werk gehen musste, um noch etwas zu retten
    bzw. sichtbar zu machen.

    Als Erstes habe ich mit Aceton den Ü-Lack entfernt und mit Rostdelete den Bereich der Rahmennummer
    eingestrichen und 24 Std. einwirken lassen. Rostdelete deswegen, weil es besser haftet als das dünnflüssige
    Pelox. Allerdings war das Ergebnis nach 24 Std. äußerst ernüchternd. Rostdelete hat bei weiten nicht die
    Kraft von Pelox und so bin ich am nächsten Tag umgeschwenkt und habe im halben Stunden Takt Pelox
    aufgetragen und Schichtweise den umgewandelten Rost abgetragen. Mittels Messingbürste bzw. Nassschleifpapier
    in der Körnung 800-1200. Dadurch kam ich schlußendlich dann doch noch zu den Zahlen

    nach ca. einem halben Tag Spielerei mit Pelox. Abwaschen und die Stellen polieren, dann Gott sei Dank die ersten Erfolge
    die Rahmennummer wird sichtbar. Man muss allerdings dazu sagen, wenn ich nicht die original Papiere hätte, würde man
    sich trotz allem schwer tun, die Fragmente noch zu entziffern. Aber nachdem die Rahmennummer bekannt ist, kann man
    es meiner Meinung nach doch ganz gut entziffern (ich hoffe der Tüv Prüfer auch). Auf dem Foto kommt es nicht so rüber,
    aber Buchstaben und Zahlen und auch der Stern sind strukturell erkennbar.

    Die Nummern von innen erkenntlich zu mach scheiterte leider auch, dafür sind die
    Zahlen anscheinend wenig stark eingeschlagen gewesen. Normalerweise sollte aufgrund der
    Stauchung des Materials die Rahmennummer spiegelverkehrt sichtbar werden beim Anschleifen.
    In meinem Fall leider nur blankes Metall. Wie gesagt, mit äußerster Vorsicht ans Werk gehen, sonst
    sind die Nummern schnell komplett unkenntlich. Daher auf maschinellen Einsatz besser verzichten.

    Es bestünde jetzt noch die Möglichkeit die Zahlen nach der Frey´schen Methode mittels Kupferchlorid erkennbarer zu machen,
    den Spaß hebe ich mir allerdings auf, wenn mir der Tüv die rote Karte geben sollte. Da das Zeug eigentlich im Handel offiziell
    nicht zu bekommen ist.

    na klar, gab´s die ohne Zündschloß!


    links deutsche Variante ohne Zündschloß und Blinker
    rechts österr. Variante ohne Zündschloß, ohne Blinker aber mit Lichthupe und Killschalter am Lenker (Lichtschalter)

    Der Tacho wird mittels dieses Bleches fixiert. Geklemmt (bzw. der Gegenanschlag) wird der Tacho lediglich über die Überwurfmutter der Tachowelle. Also als erstes Tacho "klemmen" und anschließend das Halteblech mit dem Lenkkopf verschrauben. Wenn es dann doch noch locker ist, musst halt die Überwurfmutter nochmals nachjustieren.

    @ptuser....du hast mal geschrieben, du hast Dir alte Rundkopf- Schlitzschrauben bestellt, da ist nicht zufällig
    eine für die Scheinwerferbefestigung dabei (DIN 86 M6*15)?

    na ja, die sollten schon halbwegs auf die richtige Länge abgelängt sein, damit alles reibungslos funktioniert!


    auch das Anbringen der Metallhülsen oder der Metallkabelbinder an den Bowdenzügen hat durchaus seine Berechtigung.

    ...die gleiche Einstellung hatte meine Frau bei all meinen Anschaffung, mit dem Ziel die Garage für
    ihre Karre zurück zu erobern. Mach das ja nicht! Das Schrauben an Fahrzeugen, ist in der Ehe der
    gelebte "offene Strafvollzug" !!!!

    .....daher tendiere auch ich zu "blue marina"

    Mama meint noch, schaut alles jetzt nicht so wild aus! Wozu gibt es denn sonst Fußmatten und
    Gepäcksträger im Zubehör

    ..kommt mir so verdächtig nach Blinkerkontrollleuchten vor, hatten die amerikanischen nicht ggf. solche
    Aussparungen, wobei mir die alle ein wenig selbst fabriziert ausschauen.

    Edith meint: die hatten zwar 4 fach Blinker, Getrenntschmierung mit Schauglas und anderes Bremslicht, aber keine
    Kontrollleuchten im Lenker.....also eher Eigenbau