Wie du richtig gesehen hast, ist das O-Lack Topic im GSF sehr umfangreich und es ist da nur mit anschauen nicht getan, das gehört halt auch
wirklich gelesen um sich für seinen Roller eine Vorgangsweise zurecht zu legen.
Im Prinzip solltest du Dir mal im Klaren sein, wie wird der Roller schlussendlich im Alltag bewegt wird und dementsprechend würde ich die weiteren Maßnahmen
setzen. Es macht bei der Konservierung einen großen Unterschied, ob Sammlerfahrzeug mit geschützten Garagenstellplatz oder wirkliches Alltagsfahrzeug,
welches bei Wind und Wetter draußen steht.
...wie du gegen den Rost vorgehst, ist reine Geschmackssache, wobei ich den bei deinem Roller jetzt mal als dezenten "Flugrost" bezeichne.
Pelox ist in der Regel mein Favorit, hat nur den Nachteil,relativ dünnflüssig und kann bei hellen Lacken Verfärbungen verursachen. Wichtig
wäre halt auch zu erwähnen, dass nach einer Pelox Behandlung die Teile gründlichst mit Wasser zu spülen sind (bzw. mit einem Dampfstrahler
gereinigt werden sollten). Rost Delete haftet besser, dafür muss der Vorgang ggf. öfters wiederholt werden. Bei beiden Produkten sollte der
Kontakt mit dem Lack vermieden werden, also wirklich punktuell arbeiten. Beide Produkte dürfen in der Anwendungsphase nicht unbedingt
austrocknen, daher sind sonnige Arbeitsplätze zu meiden. Du hast dann eine metallisch graue Oberfläche, auch nicht jedermanns Sache.
Danach würde ich Lackreiniger anwenden und Hochglanzpolitur (Rot-Weiß), Owatrol, Oxyblock etc. kommen bei mir nur in den Spritzwasserbereichen
zur Anwendung. Speziell bei Oxyblock sind die extrem langen Austrocknungszeiten (6-8 Wochen keine Seltenheit) und die ins gelblich-braune Verfärbungen
zu beachten. Von Fertan bin ich jetzt nicht ganz so ein Freund, ist eigentlich ein Rostumwandler und hebt farblich in der Regel schon stark ab.
Beide Produkte werden aber bei mir nur angewendet, wenn ich die Patina erhalten möchte, daher gehe ich da über den Restrost drüber und auch eins
sollte dir klar sein, behandelte Flächen bei Bedarf wieder zu säubern ist mit wirklichen Arbeitsaufwand verbunden. Ich für meinen Teil
konservieren da in der Regel lieber mit Elaskon.
Vielleicht im Vorfeld zu beachten, wenn was aus probiert wird, immer an nicht sichtbaren Stellen beginnen (z.B. Seitendeckel innen etc.)
bzw. mal ein Grobkonzept festlegen und dann erst die Produkte ordern (die Teile gehen wirklich ins Geld)
...und bei nur einem Roller ,sind Maßnahmen zum Rostschutz die ggf. periodisch wiederholt werden müssten, in einem überschaubaren Zeitrahmen,
da kannst dich nach dem Leitsatz richten "weniger ist oft mehr"!
