..das ist aus der Distanz, alles nicht so einfach zu beantworten, denn man weiß nicht wie sorgfältig im Vorfeld
gearbeitet wurde.
..im ausgehängten Zustand der Seile muss sich der Schaltgriff fast widerstandslos drehen lassen, sollte das nicht der Fall
sein, musst du der Sache nachgehen und ggf. nochmals zerlegen. Danach werden die Seile am Motorblock fixiert. Entweder
du fixierst Dir dabei den Schaltgriff selbst auf 0-Stellung mittels Klebeband oder machst das mit einem Zweiten der dir den
Griff in Stellung hält. Wenn diese Arbeiten das erste Mal getätigt werden, sind hilfreiche Hände mal generell nicht schlecht.
Es geht aber auch ohne Probleme alleine. Danach werden die Seile an der Schaltwippe am Motorblock befestigt. Auch da wieder
wichtig, dass der "wirkliche" Leerlauf drinnen ist, sonst wiederholt sich die Prozedur. Die Seile werden gespannt und
fixiert und mittels Einstellschraube auf "Zug" eingestellt. Man sagt an der Schaltrolle sollte ein Spiel von 1-2mm sein. Ich habe
da meistens ein geringeres Spiel, weil mir lange Wege beim Schalten nicht so zusagen und ich es gerne direkter habe.
Wenn allerdings Seile zu sehr auf Zug eingestellt sind, erschwert sich logischerweise auch das Schalten und das Drehen des
Schaltgriffes wird schwergängiger. Nebenbei haben zu starke Vorspannungen auch noch den Nachteil, dass ggf. der O-Ring
der Schaltgabel schneller im Arsch ist bzw. sich die Bohrung am Motorblock ovalisiert (Getriebeölverlust an der Schaltwippe)
...und leider wie immer bei solchen Sachen,kommt eine hackelige Schaltung nicht nur von schlecht eingestellten Zügen, es
kann auch daran liegen, dass bei der Motorüberholung nicht sorgfältig genug gearbeitet wurde (Schaltklaue, Schaltklötze,
nicht ausdistanziertes Getriebe bzw. falsch zusammengesteckt, Dämpfungsfedern Kupplung, Kupplung generell etc etc.)
bzw. Verschleißteile nicht gewechselt wurden.
