Moin
Eine Vespa mit 30.000 km zu kaufen ist ok. Man muss nur auf einige Sachen achten.
Blechkleid:
- da wo das Trittblech rund wird, also nach hinten umbiegt, ein wenig höher als die Fussbremse, mittig. Dort sollte keine Welle oder ein Knick zu sehen sein. Musst dich schonmal drunter legen. Wenn doch, war es ein Auffahrunfall oder ein dicker Bürgerstein der mitgenommen wurde.
- allgemeiner Zustand, ruhig unter die Fußmatten gucken
- bei Riffelblechen wäre ich ganz vorsichtig, dass ist eine herliche Stelle vor Wasser und Rost. Aber Riffelblech willst eh nicht fahren, oder?
Motor:
- bei der Probefahrt testen wie gut die Gänge drin bleiben. Springen sie raus ist das Schaltkreuz am Ende. Und lass dir nicht erzählen die Schaltzüge müssen eingestellt werden. Massnahme bei verschliessenen Schaltkreuz = Motor spalten, ist aber auch nicht die Welt
- drauf achten, ob die Kiste von alleine hochdreht. Wenn ja = Falschluft. Dann sich die Zeit nehmen und mal ein, mit einem Taschentuch ein wenig Getrieböl "rausholen" und mal schnüffeln, riecht es nach Sprit, ist ein Simmering hin. Maßnahme = Motor spalten. Man kann natürlich auch etwas Getriebeöl ablassen.. Sollte das Öl ok riechen, kann es irgendwas anderes hinüber. Die entsprechenden Maßnahen zur Abhilfe sind dann aber nicht mehr so aufwendig.
- wie sieht der Motor aus. Nicht abschrecken lassen von leicht Öligen Motoren. Aufgrund von Papierdichtungen wird Öl zwngsläufig nach aussen gefördert. Das ist normal. Tropfen sollte er nicht.
- wie alt sind die Reifen. DOT Nummer kontrollieren.
- elektrische Anlage. Funktioniert alles so wie es soll?
- Beim Bremsen darf der Lenker nicht ruckeln. Wenn doch. Lenkkopflager im Eimer.
- Wie schauen die Züge aus, allgemeiner Zustand
Wenn mir noch was ein fällt, hänge ich es dran. Am besten ausdrucken und mitnehmen.
Grüße von der Küste
Holger
Nebenbei. Frag doch mal hier im Forum "Dickesmensch" der verkauft vieleicht immer noch eine PX 200 zum fairen Preis. Und von dem bekommst du keinen Mist angedreht.