Es gibt durchaus andere Methoden, eine Kurbelwelle zu bestimmen als Meistergewicht und auf wieviel Uhr blabla... GLaubt mir, das Teil rennt im Verbund mit einem Kolben runder als eine Vollwangenwelle.
Einer der Hauptaufgaben einer Kurbelwange ist es, die durch die translatorischen (Kolben, Kolbenbolzen, Kolbenbolzenlager) und die radial umlaufenden Massen (Kurbelwelle mit Pleuelzapfen) sowie die gemischt erzeugten (Pleuel, welches sowohl tranlatorisch als auch radial Massenkräfte erzeugt) Massenkräfte auszugleichen. Das kann man durch das auf den Massenschwerpunkt reduzierte Gewicht der Kurbelwelle (Man hat somit einen Abstand zur Drehachse samt dem dazugehörigen Gewicht) ziemlich gut berechnen.
Wenn jetzt das gut gemacht wurde, treten in den beiden Totpunkten sowie dazwischen wesentlich kleinere Kräfte auf. Und wenn hier kleinere Kräfte auftreten, wirkt weniger der Stoffkraft entgegen = Der Motor dreht schneller und höher.
Ich kann ja bei Gelegenheit meine Berechnungsgrundlagen auch hier posten. Im Prinzip geht aber alles wie hier:
Ich will niemand bekehren, ich habs halt so gelernt. Und es ist mein Lieblingsthema wenn´s um Motoren im allgemeinen geht.
In meinem eigenen 75 Polini Motor hab ich mein Erstlingswerk drin. Und obwohl ich bei der Fertigung ein wenig gepatzt habe und somit sicher nicht den super genauen Massenausgleich habe, drehte der 75 Polini mindestens gleich gut wie der 75 Malossi vom Gandi. Bei einem schwächeren Resonanzauspuff als bei ihm.