bin zwar dafür das niemand in armut leben soll
- das argument der armut wird gerne herangezogen. allerdings muss man sich auchmal damit beschäftigen was armut in ueropa bedeutet. so ist hier die armut eine relative armut, die bei weiniger als 60% des durchschnittseinkommens (im median, nicht im arith.Mittel) liegt. somit das das level der armut hier in deutschland schon ein doch eher hohes. ich will das thema nicht schön reden, allerdings weiß ich auch aus eigner stuidenerfahrung mit wie wenig geld man bei einem vernünfitgen haushalt wie gut leben kann.
Zitat von sylle
Aber wen man das mal so überlegt währe das mit der Finanz Krise mit dem Grundgehalt nennen wir es mal so nicht passiert.
- das ist eher ein symptom und nicht die ursache. denn das hauptproblem, der finanzkrise ist nicht das die leute (vor allem in den usa und england) ihre gemachten schulden nicht bezahlen können. das problem ist das sie den kredit überhaupt bekommen haben.
und das ist eher geschuldet in der kurzsichtigen gier der finanzinstitute, wo zB aufrgund von vollkommen überzogenen erfolgsboni sehr viel gezockt wurde und wenig hinterfragt. man muss sich schonmal die frage stellen wie die ziele erreicht werden bzw. werden sollen die sich die banken selbst stecken bzw. woher die eigenkapitalrenditen von - als beispiel sei hier die deutsche bank genannt - herkommen. 24,3% im jahre 2007 bzw. 28% im jahre 2006. - durch "normale" bankgeschäfte wohl kaum. oder würde hier einer ca. 30% zinsen p.a. auf geliehens geld zahlen?
zum bürgergeld: wie gesagt der grundgedanke liest sich nett und verführerisch, allerdings werden m.m. nach grund legenden antworten nicht gegeben.
es stellt sich die frage wie die "niedereren", wer die "langweiligen", wer die "unerfüllenden" arbeiten erledigt, die einfach nötig sind um das system am laufen zu halten. die antwort die von den vertretern d. bürgergeldes gegeben werden sind einfach unzureichend.
sie lauten entweder:
- die fortschreitende automatisierung und der technische fortschritt werden das schon regeln.
- da das aber nicht der fall ist führt dieses argument doch das ganze in ein szenario der zukunft, bzw. in eine utopie.
oder:
- dann muss "niedere" arbeit eben besser bezahlt werden.
- und da liegt der dickere hund begraben. wenn ich nun "niedere"oder "unangenehmere" arbeit, die nunmal die grundlage des täglichen lebens ist, zB müllabfuhr, fließbandproduktion von alltagsgütern, bäcker, strassenfeger, politessen (auch die braucht man) wesentlich besser bezahle um sie gegenüber attraktiv zu machen erhöhe ich die kosten für den benötigten grundbedarf extrem, die frei verfügbare geldmasse sinkt entsprechend und schon "muss" ich mir um meinen lebensstandart halten zu können wieder eine arbeit suchen die auch so bezahlt wird das ich in der realtion mir wieder das leisten kann bzw. die waage zw. arbeit/konsum/freizeit erreiche die ich fuer mich selbst vertreten kann bzw. mir wünsche.
d.h. in der folge würde das ganze am ende wieder verpuffen bzw. das system sich m.m. selbst wieder soweit entwickeln bis man auf dem stand einer marktwirtschaft ist. lediglich das vernünftige, vereinfachte steuersystem bleibt.
ich bleibe dabei das dieses modell das bleiben wird was es ist, ein modell und sich die politik, oder die die das ganze anstreben lieber andere wenn auch unangenehmere dinge durchsetzten, die aber am ende m.m. nach zu einer wesentlich höheren zufriedenheit führen zB.
- radikalere vereinfachung d. steuersystem, denn momentan kann nur der davon profitieren der genug geld hat sich experten zu holen die da überhaupt durchblicken.
- mehr tranzparenz. d.h. mit sienem einkommenssteuerbescheid gibts eine auflistung wofür das geld anteilig draufgeht, dann haben nämlich auch mal die ganzen rufe nach der staat soll doch das machen, wir brauchen ein eigenes bürgerhaus dort ein ende. dann schafft man vielleicht auch mal ein bewusstsein dafür das eigentlich alles geld was vom staat ausgegeben wird auch zum teil sein eigenes ist.
- abschaffung der nebenerwerbstätigkeiten von bundestagsabgeordneten, gerne auch gegen ein höheres grundgehalt.
- schaffung einer rechtfertigungspflicht für große ausgaben und von mir aus auch ein bonus für nachhaltigkeit, verbunden mit einem veto-recht für kämmerer.
- ein einheitliches krankenkassensystem. warum braucht man in einem land der "ersten" welt zwei krankenkassensysteme um einen standart für alle zu halten?
- bindung der staatsbürgerschaft an den lebensmittelpunkt.
könnte noch tausend punkte aufführen, aber das führt hier zu weit.