Es ist sicherlich Niemandem verwehrt, sich mit dem Gedanken einer künftigen Selbständigkeit zu tragen. Aber dann sollte man auch konkret wissen, was man eigentlich kann und will. Sonst ist das Ganze ziemlich blauäugig und wird später mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit direkt in die Pleite laufen, schlimmstenfalls in ein Insolvenzverfahren.
Du musst dabrei bedenken, wie hier ja auch schon gesagt wurde, dass Du davon später auch leben können musst. Und davor hält das Finanzamt ab einer bestimmten Einkommenshöhe erstmal die Hand auf und auch die Krankenkasse und je nachdem auch der Rentenversicherungsträger. Von den laufenden verbrauchsabhängigen- und unabhängigen Kosten für den Laden mal abgesehen. Das will genau durchkalkuliert sein. Ohne Eigenkapital will die Bank für einen etwaigen Kredit auch eine genaue Rentabilitätsvorschau (am besten von einem StB) sehen, sonst geht da gar nichts.
Und wenn Du mit dem Gedanken spielst einen Vespa-Laden/Werkstatt aufzumachen, solltest Du wirklich ein Schrauberprofi in allen Bereichen der Vespa sein (WF,LF und SF) und musst auch einen Zweiradmechanikermeister haben oder einstellen, da Du sonst an fahrsicherheitsrelevanten Teilen keine Arbeiten/Reparaturen (z.B. Bremsen etc.) durchführen darfst. Das würde ich mir nochmal gut überlegen.
Und wieso nicht mal erst ein paar Jahre in einem Betrieb Deiner Neigung arbeiten, Geld beiseite legen, berufliche Erfahrung sammeln und dann weitersehen?
Will Dir eine angedachte Selbständigkeit ja nicht madig machen, aber ich habe im Laufe er Jahre schon zu viele Leute vor meinem Schreibtisch gehabt, die total blauäugig in ihre Selbständigkeit und danach direkt in die Verbraucher-oder Regelinsolvenz gegangen sind.
