Wieder bisschen was geschafft:
1. Lager auf die Welle montiert und nach einer gewissen Abkühlzeit die Breite gemessen. Mit ein bisschen Mathematik und Schleifen passt das Axialspiel jetzt. Dafür auch ein Werkzeug gedruckt. Wen das interessiert, wie genau man das macht, dem kann ich das gerne erklären. Ich hab das auch von jemandem erklärt bekommen, der schon ein paar Motoren gebaut hat.







2. Getriebe passend ausdistanziert. Vorher war ein 2-mm-Ring verbaut, eingebaut hab ich jetzt 2,3 mm. War also doch relativ viel Luft dazwischen.


3. Den kompletten Unterboden soweit von Flugrost gereinigt und Grundierung sowie Rostumwandler aufgetragen. Dafür eine Aufnahme gebaut damit die Stehbolzen nicht auf der Bühne rum kratzen. Ich bin noch am Überlegen, was ich da drauf mache. Ich hab zwar eine Farbe gekauft, aber die passt nicht ganz. Ist eher grau, und ich hab irgendwie mehr Oliv. So sehr kann man sich täuschen.








4. Ich hab mir dann auch schon mal Gedanken zum Motorständer gemacht. Ich hab nämlich nur einen für Large- und Smallframe, aber noch keinen für Wideframe. Das, was ich haben wollte, kostet um die 350 €, was ich ein bisschen übertrieben finde. Ich hab mir schon ein paar Materialien bestellt. Säge und Schweißgerät hab ich da, also baue ich mir einfach selber einen. Dafür hab ich auch ein bisschen gemessen und alles in CAD übertragen. Außerdem hab ich schon mal ein paar Testteile gedruckt, um zu schauen, ob ich die Abstandsmaße richtig gemessen habe. Das sieht alles soweit gut aus aber ich noch nicht fertig, muss noch ein paar Maße ermitteln.




5. Mir hat ein Kollege gesagt, dass ich das Lenkradschloss vor den Lagerschalen einbauen muss. Gut, dass mir das nochmal eingefallen ist. Ich wollte schon ansetzen, und dann ist mir das wieder eingefallen.



6. Ich bin ein großer Freund davon, erst mal alles probezustecken. Das hab ich mit dem Hauptständer mal gemacht. Und siehe da: Der klemmt. Also muss der noch passend gemacht werden. Leider wurde die Reparatur vom Trittblech nicht so gut gemacht. Die Auflagen für die Füße sind relativ gerade, aber der Mitteltunnel ist total verbeult. Schade drum, aber die Funktion ist noch gegeben. Heißt aber auch, dass die Dame nach so vielen Jahren endlich wieder auf eigenem Ständer steht. Eine Primäre.



7. Ich hab mich heute noch an die Trittleisten gemacht. Die habe ich vorher teilweise gerichtet, mit einem Werkzeug, das ich mir aus dem 3D-Drucker gemacht habe. Wenn ich überlege, wie krumm und schief die Leisten waren, bin ich total zufrieden, wie die jetzt aussehen. Fast schon zu gut — muss ich noch nachpatinieren. Die waren aber auch vollgeschmiert mit dieser grauen Grundierung, weshalb ich sie gut reinigen und schrubben musste. Ich bin ja kein Fan davon, Leisten zu nieten. Die muss man jedes Mal wieder rausbohren, wenn man da was machen muss. Daher schraube ich die schon seit Jahren mit kleinen M3-Schrauben. Die eine Leiste war gebrochen. Diese habe ich dann bündig geschliffen und mit einer Hülse verspannt/verklemmt so das die beiden zusammen bleiben und ausgerichtet sind. So ein Sammelsurium an Schrauben ist immer gut 





8. Die Leisten auf dem Mitteltunnel sind so konzipiert, dass man da keine Mutter von hinten dranbekommt. Ich hab die Löcher auf 3,3 mm aufgebohrt und M4-Gewinde reingeschnitten. Nichts für Puristen, aber das ist mir so was von latte. So kann ich jetzt alle Leisten demontieren, wenn ich will. Was ich vielleicht mache: die erste Reihe, die man von vorne sieht, nieten. Aber das überlege ich mir noch. Wenn die Schrauben drin bleiben, dann werden die vorher patiniert. Es soll so wenig wie möglich neu aussehen, auch wenn es vorher neu war.
9. Ich weiß nicht, ob einige diese Zange kennen, aber damit kann man Schrauben richtig gut kürzen, solange das keine ultrafesten sind. Die werden abgeschert und dann wieder rausgedreht. Danach kann man die direkt nutzen, man muss die nicht beischleifen oder sonst was. Megateil, um Schrauben schnell zu kürzen.


Es gilt das "Hornbach" Prinzip bei diesem Roller:
"Es gibt immer was zu tun" ja, ja, jippie jippie yeah 