Also zunächst nochmals vielen Dank für die hilfreichen Tips !! Ich habe gestern wie vorgeschlagen weiter gebohrt, d.h. ich habe auf der linken Seite schräg mit nem dünnen Bohrer vorgebohrt und hatte dann ausreichend Platz für nen 5mm Bohrer und dabei sind sodann die Clipse des Schließzylinders rausgefallen. Dann konnte ich das Schloss nach links drehen und das Handschuhfach öffnen. Damit war der Weg frei zu den beiden Schrauben der Kaskade, so dass ich mich an das Zündschloss ranmachen konnte.
Gemäß der an anderer Stelle geposteten Original-Vespa-Aufbohranleitung konnte ich nun von der Vorderseite aus den Haltestift des Schließzylinders reinzudrücken, was ein ziemliches Gefummel war. Vorher aber musste ich noch das Schloß nach rechts drehen auf Stellung Off, was gemäß Original-Vespa-Aufbohranleitung ein Aufbohren auch des Zündschlosses erforderte. Gemäß dem Tip von kasonova (Danke!!) habe ich diesmal in der Mitte gebohrt: Vorgebohrt mit 3mm Bohrer in das Abdeckblech des Schließzylinders, quasi als eine Art Führung für den Bohrer, dann mit 5 mm Bohrer, was nicht gereicht hat und schließlich gemäß Original-Vespa-Aufbohranleitung mit 8 mm Bohrer, insgesamt nicht tiefer als 3 cm. Trotz des 8mm Bohrers musste ich den Bohrer noch ein wenig zu den Seiten hin drücken, so dass der Schließzylinder noch ein klein wenig weiter aufgebohrt wurde. Dann schließlich konnte ich das Schloss drehen (aber noch nicht herausziehen). Ich habe dann eine fette 8 mm Schraube zwangsweise etwa 5 mm tief in das Loch geschraubt, so dass ich die Schraube wie einen Schlüssel verwenden und dass Schloss in die gewünschten Positionen stellen konnte. Ich war zunächst in Versuchung, den Kickstarter zu betätigen und zu testen ob der Motor anspringt aber habe mir dann gedacht, ich sollte erstmal nach dem Getriebeöl schauen und einen neuen Schließzylinder einbauen ...
Jedenfalls konnte ich mit einigem Gefummel von der Vorderseite her gemäß Original-Vespa-Aufbohranleitung in Schlüsselstellung Off den Sicherungsstift des Schließzylinders drücken und schließlich das gesamte Schloss (also Schließzylinder samt der diesen umgebenden Halterung) mit meiner Schraube rausziehen. Dabei aufpassen kommt einem ein kleines gebogenes Metallplättchen entgegengesprungen, wohl eine Art Federstahl als Sicherung damit die Halterung, in dem der Schließzylinder gedreht wird, nicht aus der Karrosserie rausfallen kann.
Nächste Aufgabe ist das Einsetzen des neuen Schließzylinders am Zündschloss (sollte nicht allzu schwierig sein, hatte aber gestern keine Zeit mehr) und dann müssen noch die Schließzylinder am Handschuhfachschloss, Helmschloss und Sitzbankschloss ausgetauscht werden damit alle Schlösser wieder mit einem Schlüssel funktionsfähig sind. Da bin ich noch am Rätseln wie ich die alten Schließzylinder an Handschuhfach, Sitzbank und Helmschloss ausbauen kann. Mir ist klar, vermutlich muss ich auch bei diesen Schlössern den Schließzylinder so drehen, dass ich an den Sicherungsstift komme, den ich irgendwo reindrücken kann. Dafür muss ich vermutlich schon wieder bohren? Und: kann es sein, dass das Helmschloss einen anderen, längeren Schließzylinder hat? Das habe ich irgendwo gelesen aber bin mir nicht sicher. Die im Handel angebotenen Austauschsets (habe ein 5er-Set gekauft falls eines kaputt geht) haben jedenfalls nur gleich lange Schließzylinder soweit ich dies sehen konnte.
Jedenfalls freut es mich, dass ihr an dem Thema Interesse habt !!
kasonova: Die Betriebserlaubnis ist leider noch nicht aufgetaucht. Wir machen jetzt wohl eine KBA-Anfrage und besorgen uns Ersatz anstatt weiter zu suchen, das geht vermutlich schneller.