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Beiträge von Käpt'n

    Danke, gute Hinweise. Werde ich mal im Hinterkopf behalten und bei der nächsten "Bastel-Session" prüfen und ggfs. ändern. Da schließt sich aber gleich eine Frage an: Wenn das wirklich so ist, wie so wird an jeder Straßenecke empfohlen, den kurzen vierten in Verbindung mit dem Malossi zu fahren?

    Dein Setup ist aus Sicht von jemand, der seit Jahren genauso unterwegs ist, stimmig. Einen Punkt habe ich aber anders gelöst als Du und ich vermute, dass er Teil Deines Problems ist: die Übersetzung.

    Der Malossi hat Drehmoment. Ich achte also darauf, dass er bei meiner gewünschten Reisegeschwindigkeit (bei mir zwischen 110 und 120 km/h) nicht unter Volllast im höchsten Drehzahlbereich läuft. Originaler vierter Gang und 24er Kupplungsritzel. Der Malossi läuft selbst mit dieser langen Übersetzung bei normalen Bedingungen schön, dreht bei 120 km/h gerade mal 6.000 Umdrehungen und ich habe ihn bereits mit GPS bei 136 km/h gemessen. Klar, bei stärkerem Gegenwind oder leicht bergauf komme ich nicht über echte 120 km/h hinaus, aber unter normalen Bedingungen fahre ich 110 km/h gefühlt im Standgas.

    Hält das? Ja. München nach Salzburg mit Dauerfeuer schon mehrfach.

    Interessant! Also du hast den originalen 4. Gang? Weißt du, wie viel Zähne das hat? Ein 24er-Ritzel habe ich auch auf der Kupplung. Meine Drehzahl bei Vollgas habe ich jetzt nicht im Kopf, muss ich mal beobachten.

    Hi Volker,

    danke, das sind ja schon mal gute Erkenntnisse! Ich habe den Luftfilter mit zwei Bohrungen über den Düsen (5 und 8 mm). Die Megadella lässt den Motor bestimmt etwas besser ausatmen, oder? Das "Problem" bei mir ist, dass der Zylinder mit dem Auspuff eingetragen ist und ich das Ganze auch gerne möglichst legal betreiben möchte. Aber wenn der Karren nicht ordentlich läuft, hilft es ja auch nichts ... 🫣

    Die 20 KM Vollgas waren nur hypothetisch - habe ich noch nicht getestet. Das Längste waren mal etwa 4-5 KM - da war alles gut. Ich habe mir das Kerzenbild offen gestanden noch nicht dediziert nach einer bestimmten Lastsitution angesehen. Ich habe das früher versucht, aber musste immer wieder feststellen, dass ich nichts sehe oder zu viel reininterpretiere. Ich hatte gehofft, durch die Zylinderkopftemperatur klarere Aussagen treffen zu können, aber nun bin ich nur noch mehr verunsichert.

    Wenn ich die HD fetter mache (aktuelle 145er, also zum Beispiel auf 148 oder 150 gehe), fängt sie unten und im Teillastbereich an zu rotzen, bei Vollgas merkt man keinen Unterschied - das ist ja das Merkwürdige.

    Sorry, ich meinte den Kopf, der beim Malossi Sport beiliegt. Zylinder, Kolben, Kopf sind nicht bearbeitet, sondern komplett original. Selbstverständlich ist alles penibelst montiert mit Anzugsmoment etc.

    Eine BigBox habe ich natürlich auch schon im Kopf gehabt. Doch bevor ich jetzt wieder 200 Euro in die Kiste buttere, würde ich gerne sehr sicher sein, dass das Abhilfe schafft. Lässt sich das irgendwie verifizieren? Was sind denn typische Symptome, wenn der Auspuff den Motor "abschnürt"?

    Hallo Vespa-Freunde,

    ich habe ein Problem bei der Abstimmung meiner PX.


    Mein Setup:


    -Original Piaggio Lusso Gehäuse, Überströmer bearbeitet, Drehschieber tadellos (Gehäuse hat erst wenige Tausend KM gelaufen und ist 2015 neu gekauft worden)

    -Kurbelwelle SIP Premium Langhub 60 mm (

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    )

    -Drehschieberspalt ist gemessen und im Toleranzbereich (0,05-0,08 mm)

    -Malossi 210 Sport MKII mit original Kopf, Quetschspalt ist 1,3 mm (1,5 mm Kopf-Spacer und 0, 6 mm Fußdichtung)

    -Vergaser SI 26-26 R (Pinasco), alles spritflussoptimiert nach diversen Vergaser-"Bibeln"

    -Übergang Vergaser - Wanne - Motor ist "ovalisiert" bzw. eher sauber geglättet, sodass es keine Kanten gibt.

    -SIP Vape Road Zündung, mindestens 5 x kontrolliert (gemessen, abgeblitzt), Zündzeitpunkt 17° (18° auch oft getestet) mit Classic-Lüfterrad (Guss)

    -Spritversorgung ist sichergestellt (SIP Fast Flow Hahn, Schlauch ohne Knicke, durchgängiger, dicker Spritstahl)

    -SIP Road 2 Auspuff

    -NGK B9ES


    Aktuelles Vergasersetup:


    -Gasschieber mit Cutout

    -ND 62-160

    -HLKD 160

    -MR BE3

    -HD 145

    -Originalluftfilter rahmengesaugt

    Grundsätzliches zum Motor:

    -Ich habe ihn kürzlich komplett überholt (Lager, Simmeringe, Dichtungen, etc.)

    -Motor wurde abgedrückt und verliert 8 mbar in 10 Minuten (bis 20 mbar soll es ja unbedenklich sein)

    -Auch optisch keine Undichtigkeiten

    -Ich habe einen Koso-Temperatur-Sensor im Kopf, etwa 20 mm neben der Kerzenbohrung versenkt (mit Wärmeleitpaste etwa 10 mm tief im Kopf), da ich von der Messung unter der Zündkerze nicht viel halte.


    Status Quo:

    Nach langem Testen läuft der Motor mit dem genannten Setup perfekt. Er rotzt nicht, dreht jederzeit willig und sauber hoch, selbst bei wildem "Heizen" im Hochsommer kein Klingeln oder Ähnliches. Drehmoment ist ordentlich vorhanden, macht viel Spaß.

    Ich habe neben unendlichen Düsen-"Orgien" zwei Vergaser getestet (SI24-24 und der oben genannte 26er-Pinasco). Außerdem habe ich neben dem original Kopf auch einen MRP-Kopf mit 1,5 mm QS getestet. Neben den Standard-Luftfilter habe ich auch einen Polini-Venturi mit Polini Vergaserwannendeckel und MRP-Luftfilter im Faltenbalg getestet. Auch einen Gasschieber ohne Cutout hatte ich mal drin. Mit dem oben genannten Setup läuft er aber mit Abstand am sauersten und kraftvollsten.

    Nun zum Problem:

    Etwas Sorge bereitet mir die Vollgasfahrt. Ich erreiche eine Topspeed von etwa 110 laut GPS, wobei ich einen kürzeren 4. Gang habe. Ich finde das im Vergleich zu anderen Malossis etwas wenig. Ich kann zwar damit leben, halte es aber für ein erstes Indiz, dass etwas nicht stimmen könnte. Größere Bauchschmerzen habe ich mit der Temperatur. Bei normaler Überlandfahrt mit maximal 80 km/h geht die Temperatur auf 165 Grad hoch. Das ist nicht wenig, aber durch die Messung im Kopf halte ich es für verkraftbar. Fährt man jedoch mehrere KM Vollgas, steigt die Temperatur recht schnell auf 185 und klettert dann zwar langsam aber stetig weiter. Ich war schon über 200 Grad, bin dann aber vom Gas gegangen. Gefühlt würde ich sagen, wenn man 20 km Vollgas auf der Autobahn fährt, kriegt der Kopf irgendwann 220 Grad ...

    Ich habe nun schon so viel getestet, ich kriege die Temperatur nicht in den Griff. Selbst eine HLKD 140, ein BE2 Mischrohr und eine 152er HD haben nur im Teillastbereich etwas gebracht (aber dann wird die Kiste unfahrbar). Bei Volllast sind die Symptome immer gleich und der Motor dreht perfekt aus (nur leichte Unterschiede bei der Topspeed).

    Erstaunlich ist auch, dass es egal ist, ob ich eine 140er HD oder eine 150er HD fahre, der Motor drosselt nicht und reagiert bei voller Gasschieberöffnung (auch bei langsamer Fahrt) nicht auf den Choke!

    Für mich spricht alles dafür, dass der Motor bei Vollgas einfach nicht genug Sprit bekommt. Allerdings habe ich alle Vorkehrungen getroffen, damit es ausreichend "Saft" geben sollte. Oder habe ich etwas übersehen?

    Wenn ich das Thermometer nicht hätte, würde mich das wahrscheinlich nicht jucken. Der Motor läuft so gut, hat selbst nach 5 KM Vollgas kein Klingeln und keine Leistungseinbußen, klingt nicht anders - eigentlich alles im grünen Bereich - aber diese Temperatur macht mich echt verrückt!

    Inzwischen glaube ich fast, dass der Auspuff vielleicht einfach zu wenig Durchsatz hat? Kann es daran liegen? Abgasstau, der zu steigenden Temperaturen führt? Aber warum kriege ich die Kiste nicht zum Drosseln, egal wie fett ich sie mache?

    Ich bin mit meinem Latein am Ende. Ich fummele seit drei Monaten fast jede freie Minute an dem Bock rum und kriege das Problem nicht in den Griff ...

    Danke für jeden Rat!

    Jan

    Ich will nicht unhöflich klingen, aber per Ferndiagnose wird dir niemand helfen können.

    Aber da so ein Vespa-Tank ja nur einfachsten physikalischen Gesetzen unterliegt, solltest du es auch selbst mit wenigen Test rauskriegen. Es kann nur am Benzinhahn oder am Schlauch liegen. Tank-Entlüftung hast du ja schon ausgeschlossen. Also erstmal den Schlauch abnehmen und den Tank über einen Kanister halten. Wenn du den Hahn öffnest, sollte der Sprit fließen. Wenn nicht, stimmt was mit dem Hahn nicht. Wenn ja, testest du das Ganze eben mit Schlauch. Wenn es dann geht und nach dem Einbau Probleme gibt, kann es nur an der Schlauchführung liegen (wie schon mehrfach geschrieben abgeknickt oder gequetscht).

    Ich gehe mal davon aus, dass der Tank von innen sauber und mindestens halb voll ist und es sich beim Hahn und korrekt eingebaute Neuware handelt.

    Hi,

    witzigerweise stehe ich derzeit vor demselben Problem mit einer weißen PX - allerdings von 1982. Der laut Vespa-Farben-Seiten eigentliche passende Farbton ist viel zu dunkel und zu gelblich. Ich bin darauf hin zu einem Farbenhändler gefahren, der so ziemlich alle gängigen KFZ-Farben im Regal stehen hat als 400 ml Spraydosen. Ich glaube es waren alleine 30 Weißtöne. Ich habe eine Seitenbacke mitgenommen und so lange verglichen, bis ich eine passende Farbe gefunden habe (nach Farbmuster auf dem Deckel). Nun habe ich festgestellt, dass diese Farbe immer noch einen Hauch zu dunkel ist (ist bei weiß wirklich sehr schwer). Darum fahre ich morgen noch mal hin und nehme eine Nuance heller und hoffe, dass es dann zu 99 Prozent passt. Die Dose hat 15 Euro gekostet.

    Vielleicht findest du bei dir in der Nähe auch einen Händler, der so ein Sortiment hat. Wäre einfacher als sich im Internet tot zu suchen, angemischten Lack zu bestellen und dann hinterher festzustellen, dass er doch nicht passt.

    Gruß,
    Jan

    Hi Mike,

    die Nummern von Motor und Rahmen müssen nicht übereinstimmen. Aber die Nummer auf dem Typenschild am Tunnel und die eingeschlagene Nummer hinten unter der Backe im Blech sollten schon gleich sein. Das ist die Fahrgestellnummer, die erstmal nix mit dem Motor zu tun hat. Interessiert auch niemanden soweit ich weiß, solange Hubraum, Leistung etc. den im Fahrzeugschein eingetragenen Daten entsprechen.

    Dass die Gänge schwer reingehen, kann mehrere Ursachen haben. Wie du schon sagst, können es die Seilzüge sein. Wenn du die erneuert hast, müssen sie sauber eingestellt sein. Also nicht zu viel und nicht zu wenig Spannung. Das musste du ein wenig nach Gefühl machen. Wenn du eh schon dabei bist, kannst du auch gleich die Schaltraste (wo die Seilzüge unten am Motor enden) ordentlich fetten. Wenn das erstmal keine Besserung bringt, solltest du mal die Schaltraste wechseln. Ist nicht teuer und schnell gemacht. Sollte es immer noch nicht gut sein, wird wohl das Schaltkreuz ausgenudelt sein. Das sitzt allerdings im Motor und dafür muss er raus und geteilt werden. Das wäre dann eine größere Operation, weil man in dem Zuge sinvollerweise auch die Simmeringe und alle Dichtungen sowie je nach Laufleistung auch andere Verschleißteile (Lager) wechselt.

    Gruß,
    Jan

    Moin Sandstein,
    ich habe bei meinen bisher drei Vespas noch nie erlebt, dass da im kalten Zustand (selbst kurz nach Motorüberholung) absolut kein Spiel vorhanden ist. Bei deinem Modell ist ein C4-Lager verbaut, also ist eine gewisse Lagerluft gewollt, damit das Ganze bei Betriebstemperatur optimal läuft. Google mal nach "Lagerluft" oder "Kugellager C4", dann findest du, was das bedeutet.

    Aber mal eine andere Frage: Ist das deine erste Vespa? Du darfst nicht vergessen, dass das uralte italienische Konstruktionen sind - die können vieles nicht besser und sind nicht mit modernen Rollern vergleichbar. Die kleinen Räder, die Schwinge vorne - das arbeitet alles während der Fahrt und dann kann es schon mal etwas "eierig" werden. Ich persönlich würde mir da überhaupt keine Gedanken machen.

    Gruß,
    Jan

    Hi Fynn,

    Edit: hab mich verlesen. Wenn du jetzt einen Zündfunken hast, wird es an meiner Vermutung nicht liegen... Dann bleibt wohl nur Vergaser abnehmen und mal reinigen, gucken ob genug Sprit aus dem Tank kommt (das Sieb im Tank kann verdreckt sein) und so weiter.

    Gruß,
    Jan

    Ganz ehrlich: Willst du allen Ernstes erzählen, dass du nicht weißt, was die beiden Schrauben bewirken, nachdem du den kompletten Motor zerlegt hast? Das ergibt sich mit etwas Nachdenken doch schon von ganz alleine, wenn man den Vergaser in der Hand hält. Abgesehen davon gibt es bereits zig sehr gute Themen zu diesem Thema im Forum und überall anders.

    Naja ich sag mal so. Etwas Uneingetragenes zu fahren, ist kein Problem. Damit kontrolliert zu werden in den meisten Fällen sicherlich auch nicht, weil es (gerade bei Tuning-Kurbelwellen, anderen Zylindern oder größeren Vergasern) kaum einer merkt. Aber was macht man denn, wenn man einen Unfall verschuldet. Mit großem Blech- und vielleicht sogar Personenschaden? Dann liegt man womöglich im Krankenhaus und der Gutachter kontrolliert in aller Ruhe, womit man da eigentlich unterwegs war. Und dann? Also ich denke, die Versicherung zahlt nicht mehr. Daher sollte jeder selber wissen, ob er seine Tuningmaßnahmen einträgt oder nicht. Faktisch erlischt bei jeder Art von Tuning sofort die Betriebserlaubnis des Rollers. Das weiß man doch oder?

    Aber davon abgesehen: Warum fragst du nicht einfach mal bei deinem Tüv nach? Was man so liest, wird das eh nicht überall gleich gehandhabt.

    Ist es so ein drehzahlabhängiges, aber nicht Kupplungs- oder Gang-abhängiges, relativ hochfrequentes Rasseln? Dann tippe ich mal auch leichtes Kolbenkippeln. Ist zumindest beim 135er DR bekannt. Hatte ich auch. Testweise anderen DR drauf - weg wars.

    Bei mir klang es übrigens so:


    Soll angeblich unbedenklich sein!

    Du kannst bei fast keinem Fahrzeug schalten, wenn das Getriebe nicht dreht (durch Motor oder drehen der Räder)

    Ob die Kupplung richtig trennt, findest du raus, indem du einen Gang einlegst, dann das Hinterrad drehst und die Kupplung währenddessen langsam loslässt, bis der Punkt kommt, an dem du das Rad mit der gleichen Kraft nicht mehr drehen kannst. An diesem Punkt ist eingekuppelt und der Punkt sollte grob in der Mitte des Hebelwegs liegen. Die Feineinstellung kommt dann erst während der Fahrt je nach deinen Vorlieben. Wenn die Kupplung zu früh trennt, musst du die Anschlagshülse rein schrauben.

    Die Schaltzüge stelle ich zunächst im Leerlauf "handlocker" so ein, dass die beiden Leerlaufmarkierungen am Lenker übereinstimmen. Danach drehe ich die Anschlagshülsen an der Schaltraste langsam beide gleichmäßig raus, bis die Gänge schön knackig einrasten. Ist aber auch Geschmackssache ein bisschen.