Beiträge von pkracer

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:tues(klick mich) Wähle jetzt oder Blech wird zu Plastik !

    Welches PX Sondermodell soll das jetzt genau sein? Die hellblaumetallic-farbene 200er, die auch den dunkelblauen Lederkoffer und die nummerierte Plakette auf dem Handschuhfach hat ("Time 2000")?


    Falls ja, kannst du hier mal lesen:


    Meiner persönlichen Meinung nach überschätzen die Besitzer derartiger Modelle den Wert massiv - Sondermodell hin oder her... bleibt halt eine PX, und ein Aufpreis von 1.500 bis 2.000 Euro gegenüber vergleichbaren Nicht-Sondermodellen scheint mir doch arg weit hergeholt bzw. Wunschdenken der "Geldanleger" zu sein...

    Die Horrorvisionen von infolge verschlissener Schwimmernadel mit Sprit vollgelaufenem Kurbelgehäuse halte ich hier für unrealistisch. Dann würde höchstwahrscheinlich Sprit aus dem Auspuff tropfen. Dessen Öffnung liegt aber auf der anderen Seite des Motors. Klar wird hier irgendein Vollkaskokandidat direkt internettypische Panik verbreiten und deshalb empfehlen, den Motor erstmal komplett zu zerlegen und natürlich auch die Lager neu zu machen.


    Ich bleibe trotzdem bei meiner Ansicht, dass es ein übliches und zu vernachlässigendes PX "Problem" ist, Ursache siehe mein letzter Beitrag weiter oben. Zur Sicherheit den Motorblock mal von außen mit Bremsenreinigerdusche säubern, um die Austrittsquelle zu lokalisieren. Es wird aber voraussichtlich auf die Öffnung der Vergaserwanne für die Gemischeinstellschraube (verdeckt durch den Elestarter) hinauslaufen.

    Richtig aussagekräftig bezüglich Austrittsstelle sind die Fotos nicht. Sieht für mich auf den ersten Blick aber nach dem Ölanteil im Sprit aus, kein Getriebeöl. Also eigentlich ein PX-Klassiker: Sprayback aus dem Vergaser sammelt sich hinten am tiefsten Punkt der Vergaserwanne, läuft dort aus der Öffnung für die Gemischeinstellschraube am Motorgehäuse entlang nach unten und tropft dann am tiefsten Punkt des Gehäuses ab.


    Kann man nicht viel dran machen, da beim Drehschiebereinlass quasi systemimmanent. Außer vielleicht regelmäßig die angesammelte Suppe aus der Vergaserwanne entfernen, z. B. mit einem saugfähigen Papier eine Art Tampon drehen und damit aufsaugen.

    Repros der an älteren deutschen Smallframes original verwendeten Kennzeichenhalter im Leichtkraftradformat gibts bei (Direktlink zum Artikel klappt am Handy nicht, auf deren Seite links im Menü auf "Ersatzteile-parts", dann ganz nach unten scrollen).

    Das kleine PK 50 (ohne S) Sparmodell-Rücklicht ist ohne Bremslicht und hat meines Wissens auch einen anderen Lochabstand für die Befestigung, d. h. neue Löcher wären wahrscheinlich erforderlich. Müsste ich aber für eine defintive Aussage im Keller nachschauen bzw. vergleichen.

    Ich fürchte, es wird schon nicht leicht werden, einen brauchbaren originalen Zylinder für die PK 80 Automatik zu finden, weil diese mit weitem Abstand das Modell mit den geringsten produzierten Stückzahlen ist, ich glaube noch nichtmal 400 Exemplare.


    Evtl. könnte ein PK 125 Automatik Zylinder passen, dazu müssten sich aber Automatik-Spezialisten äußern. Auch diese Zylinder sind extrem dünn gesät, mit Glück vielleicht in der Schweiz zu finden, weil dort 125er Automatikmodelle weiter verbreitet waren.


    Die reichlich erhältlichen Zylinder aller Art für Schaltmodelle passen nicht auf die Automatikmotoren.

    Ohn mich je intensiv mit Cosas beschäftigt zu haben, könnte es aus Erzählungen aber so sein, dass Kippen des Mopeds nach rechts vor dem Startversuch Abhilfe schafft, weil dann wohl die Schwimmerkammer des Vergasers erst ausreichend mit Sprit gefüllt wird.


    Woran das liegt, weiß ich auch nicht so genau - an PXen mit weitgehend baugleichem Motor tritt dieses Problem üblicherweise nämlich nicht auf. Deshalb würde ich die Ursache mal in dem -im Unterschied zur PX- elektrischen Benzinhahn der Cosa suchen, der vielleicht nicht mehr ausreichend weit öffnet.


    Ansonsten könnte es bei ausreichender Spritzufuhr auch sein, dass der Zündfunke nicht zum richtigen Zeitpunkt kommt, weil z. B. das Polrad nicht in der richtigen Position auf der Kurbelwelle sitzt (Polrad lose und positionsbestimmender Keil abgeschert).

    Klingt aber schon merkwürdig, dass die Stadt Bäume auf Privatgrundstücken komplett fällt, aber die Wurzeln stehen lässt. So wie ich das verstanden habe, ging die Gefahr ja von den Baumwurzeln aus, die den Gehweg uneben gemacht haben. Daran scheint sich aber nichts geändert zu haben, wenn die Wurzeln noch im Boden sind. Falls es darum ging, dass der Baum von oben mit Ästen in den Gehwegbereich gewuchert ist, wäre ein Rückschnitt sicher verhältnismäßiger gewesen, als Fällen.


    Wenn ich mich an diverse Vorlesungen erinnere, müsste da der Grundstückseigentümer als sog. Zustandsstörer durch Ordnungsverfügung aufgefordert worden sein, den Baum zu entfernen, wenn davon eine Gefahr ausging. Erst wenn er das auch nach Zwangsgeldandrohung usw. nicht tut, kann die Stadt bei akuter Gefahr im Wege der Ersatzvornahme selbst tätig werden bzw. ein Unternehmen beauftragen und die Kosten dem Eigentümer in Rechnung stellen.


    Würde diesbezüglich -wenn möglich und für dich wirklich wichtig (weil der Baum ja jetzt sowieso unwiederbringlich weg ist)- mal Kontakt mit dem bisherigen Grundstückseigentümer aufnehmen. Makler können viel erzählen bzw. gehört Geschichtenerzählen wohl zu deren Kernkompetenzen...

    Bei dem 2. Rahmen handelt es sich diesmal aber tatsächlich um eine PK XL 2 in teils übergejauchtem Originallack türkismetallic 646. Reste davon sind an der Innenseite des Beinschilds erkennbar. XL 2 ist erkennbar an dem längeren Rohr für das Zünd-/Lenkschloss, mit dem bei diesem Modell auch der Handschuhfachdeckel durch Drücken auf das Schloss entriegelt wird.

    Das sieht in der Gesamtansicht tatsächlich nach O-Lack petrol aus, evtl. wurde rostbedingt im Bereich des Trittbretts mehr oder weniger professionell (mit Dose) ausgebessert.


    Der Schriftzug am Beinschild ist nicht original, die kursive "antike" Schrift wurde nur bis in die frühen 70er Jahre original verwendet. Zudem fehlt der originale Kantenschutz am Beinschild. Da wollte wohl jemand ein wenig auf retro trimmen. Vom Handy aus ist es mir momentan zu mühsam, die Links für die korrekten Teile rauszusuchen, kann ich aber morgen am PC nachholen.


    Wie eine unverbastelte PK 50 XL in petrol aussehen sollte, kannst du ansonsten dem schon von mir geposteten Link ins GSF entnehmen.

    Zu Spiegeln und Schriftzügen: Serienmäßig dürfte ein Spiegel links mit Befestigung durch die Lenkkopfabdeckung vorhanden gewesen sein. Schwarz gepulverte Stange mit annähernd quadratischem Kunststoffspiegelgehäuse.


    Schriftzüge waren das geclipte blaue Piaggiosechseck aus Plastik mit silbergrauer Farbe des Randes, Logos und Schriftzugs in der Kaskade, dazu ein schwarzer Plastikschriftzug "vespa", ebenfalls silbergrau bedruckter erhabener Schriftzug am Beinschild, dazu 2 "PK 50 XL" Schriftzüge aus schwarzem Plastik, ebenfalls der erhabene Teil silbergrau mit rotem "XL" an Handschuhfachdeckel und linker Seitenklappe. Frühe PK XL hatten noch Schriftzüge aus Metall, optisch aber ansonsten gleich. M. W. bei Originallack petrol schon aus Plastik, da dieser erst später (so um 89 herum) angeboten wurde.

    Fotos vom kompletten Fahrzeug wären hilfreich. "Geburtsurkunden" mit Ausstattungsdetails bei Erstauslieferung wie bei diversen Autoherstellern gibt es von Piaggio nicht. Soziusfußrasten waren keine Serienausstattung.


    Zeitweise hatte Piaggio auch im eigenen Katalog reichlich Zubehör im Angebot, das allerdings von Drittanbietern, meist italienischer Provenienz wie z. B. Faco, Utah usw., stammte und in den allermeisten Fällen deshalb auch (in der Regel günstiger) über einschlägige Zubehörhändler bezogen werden konnte, in den 80/90ern für Deutschland namentlich Krüger und Rollershop.

    646 wurde definitiv nicht 1988 aus dem Programm genommen, sondern war Anfang der 90er Jahre auf diversen Piaggio-Fahrzeugen erhältlich. Könnte ich auch mit Katalogen belegen, wenn ich Lust hätte, die im Keller rauszukramen. Deshalb ja auch der Hinweis mit der Google-Bildersuche zum Begriff "piaggio 646", dann würdest du diverse Beispiele finden, die den gleichen Lack zeigen, wie auf deinem Bild.


    Petrol 666 hingegen sieht völlig anders aus (kein metallic) und gab es auch nicht an der PK XL 2.


    Die DGM-Nummer ist in Italien in etwa das gleiche, wie hierzulande die KBA-Nummer. Was die anderen Nummern genau bedeuten, weiß ich auch nicht. Sicher ist aber mal, dass man mit keiner der Nummern genaueres über den Originallack in Erfahrung bringen kann.


    Edit: Kommando zurück - Dein Bild zeigt keine PK XL2, sondern eine PK XL, erkennbar daran, dass das Typenschild vorne rechts über der Plastikmatte ist. Bei der PK XL2 wäre es hinten rechts über der Matte. Deshalb könnte Petrol 666 doch hinkommen. Halte ich aber für unwahrscheinlich, weil der auf dem Bild zu sehende Lack nicht mehr nach Originallack aussieht. Die an den Kratzerstellen durchscheinende, helle Grundierung (bzw. evtl. Originallack) deutet darauf hin. So helle Grundierung gab es nicht bei Originallack, die war bei PK Modellen immer dunkelgrau bzw. später schwarz.

    Auch wenn es hier um die Schweiz geht (und es die ET3 nie offiziell in Deutschland zu kaufen gab), so gibt es auch in Deutschland keine Probleme ohne Blinker, solange das Fahrzeug die Kriterien eines Leichtkraftrads erfüllt (max. 125 ccm, max. 11 kw und irgendwas mit Leistungsgewicht war da auch noch). Kann man auch in § 54 Abs. 5 Nr. 4 FZV nachlesen.


    Erst über 125 ccm und EZ ab 01.01.1962 sind Blinker an Zweirädern Pflicht. In der Vergangenheit war man seitens der Zulassungsstellen auch relativ großzügig hinsichtlich der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen "für mit ohne Blinker" bei später erstzugelassenen Fahrzeugen, wenn der TÜV diese befürwortete, weil die Nachrüstung einen unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet hätte. Heute sind die Zulassungsstellen da sehr restriktiv geworden.

    So richtig aussagekräftig sind die Bilder jetzt nicht in Bezug auf mögliche Problemstellen. Bilder von der Unterseite des Trittbretts würden da z. B. deutlich weiterhelfen.


    Ist sicher kein völlig schlechtes Fahrzeug, aber nach über 15 Jahren Standzeit und damit möglicherweise verbundenen Schäden am Motor (wird halt durch Rumstehen nicht besser), halte ich die Preisvorstellung von knapp 2k in deinem Verkaufstopic für reichlich optimistisch. Wenn du 500-800 Euro runtergehen würdest, käme das einem reellen Marktpreis vermutlich näher - vorbehaltlich Detailbildern neuralgischer Stellen.

    Andersherum wäre einfacher, also du postest hier Links zu den für dich in Frage kommenden, zum Verkauf stehenden Fahrzeugen, und dann lässt du diese beurteilen. Und keine Sorge, dass du damit konkurrierende Interssenten auf den Plan rufst - die würden nicht erst durch deinen Link auf die Fahrzeuge aufmerksam. Wirklich gute und günstige Fahrzeuge sind meist innerhalb von Minuten nach Einstellen des Inserats weg.


    Von vorneherein wäre aber schonmal anzumerken, dass "vollrestaurierte" 150 ccm Modelle in der Preisklasse 2.500 - 3.500 Euro eher häufig als selten in oftmals zweifelhafter Qualität und mit sehr variablem Anspruch an Originalität in Südostasien "restauriert" wurden. Davon ist eher Abstand zu nehmen. Auch und insbesondere dann, wenn sie angeblich "aus Sammlungsauflösung eines deutschen Kfz-Meisters" oder so ähnlich stammen.

    Müsste eine gerade verzahnte 2.60er Polini Aluprimärübersetzung sein (23/60 Zähne). Ein eher seltenes und nicht besonders beliebtes Teil, da spezielle Alukupplungsbeläge verwendet werden, die besser mit dem ebenfalls aus Alu gefertigten Primärkorb harmonieren. Scheiben aus Stahl wie ansonsten üblich arbeiten sich in den Korb ein, wodurch die Kupplung nicht mehr trennt. Bei höherer Leistung passiert das aber u. U. auch schon mit den Alubelägen.


    Ist denn tatsächlich auch noch ein 50 ccm Zylinder verbaut? Dann kann ich mir vorstellen, dass das Moped nicht mehr die Wurst vom Teller zieht.