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Beiträge von pkracer

    An 170 ccm in diesem Roller glaube ich nicht. Da wurde ziemlich sicher unter Ignorierung sämtlicher mathematischer Regeln aufgerundet, so gesehen läuft die Kiste dann auch mindestens 150 km/h.

    Würde mich nicht wundern, wenn der Verkäufer Italiener wäre, so vom Stil des Umbaus her. Und in jeder anständigen italienischen Familie gibt es mindestens einen Bruder/Onkel/Cousin, der eine 150 km/h schnelle 50er Vespa hat oder in den 80ern mal hatte. :thumbup:

    Vorsicht bei Einstellversuchen am Vergaser, laienhafte Einstellversuche führen höchstens zur Verschlimmbesserung. Die Gemischeinstellschraube ist federbelastet und verstellt sich deshalb NICHT von selbst, eine Falscheinstellung bei unvebastelten Fahrzeugen ist daher ziemlich unwahrscheinlich.

    Ich vermute eher Dreck als Ursache für die mangelnde Beschleunigung. Einerseits könnte der Auspuff verkokt sein, da würde ich einfach mal ein paar Euros in einen neuen investieren - ausbrennen und ähnliche Mofatuningweisheiten funktionieren bei Vespa Auspuffen konstruktionsbedingt eher schlecht bis gar nicht.

    Andererseits den Siebeinsatz im Luftfilterkasten mal ordentlich mit Bremsenreiniger durchspülen und auch das Siebchen unter dem Anschlussnippel für den Benzinschlauch am Vergaser in gleicher Weise behandeln. Auch ist der zusätzliche Benzinfilter, der am Schlauch angebracht wurde, nicht original und könnte den Durchfluss negativ beeinflussen. Solche zusätzlichen Filter sind überflüssig, weil bereits ein Filter im Tank und einer am Vergaser vorhanden und völlig ausreichend sind.

    Das wäre mir sehr neu, dass nur aufgrund von Freigaben des Reifenherstellers andere Reifengrößen nicht mehr eingetragen werden müssen bzw. diese Freigabe als ABE gilt.

    Hatte das in ähnlicher Form schon mal beim Auto, aber da diente diese Freigabe des Reifenherstellers nur der Erleichterung der Eintragung im Wege der Einzelabnahme und war keineswegs einer ABE gleichzusetzen. Inhalt war die Bescheinigung der Tachoabweichung im zulässigen Umfang durch die geänderte Reifengröße sowie die Unbedenklichkeit der Verwendung des Reifentyps auf einer bestimmten Felgenbreite und die Traglast des Reifens - im Ergebnis sei der Reifen zur Verwendung mit einer bestimmten Felgengröße auf meinem Fahrzeugtyp aus Herstellersicht nicht bedenklich.

    Wenn überhaupt, kann meiner Ansicht nach so eine ABE-artige Freigabe sowieso nur durch den Fahrzeug-, nicht aber durch den Reifenhersteller erteilt werden, z. B. wenn bestimmte andere Reifendimensionen als Zubehör ab Werk erhältlich waren. Piaggio wird aber ganz sicher keine Freigabe für 3.50-10er Reifen auf der Cosa erteilen, z. B. wegen der anderen Getriebeübersetzung (s. o.).

    Um sicher zu gehen, solltest du die Angelegenheit nochmal mit dem TÜV besprechen.

    Die Chromteile sind rückstandslos abbaubar. Also keine Löcher oder so. Könnte höchstens sein, dass es Roststellen an den Befestigungspunkten der Teile gibt. Backen sind offensichtlich nachlackiert, evtl. zur Verdeckung von Sturzschäden. Müsstest du halt live sehen und prüfen. Ansonsten auf die üblichen rostverdächtigen Stellen achten.

    Mofas, Mopeds und Mockicks werden wie gesagt in Deutschland nicht an- oder abgemeldet, da sie nicht zulassungspflichtig (= Anmeldung beim Straßenverkehrsamt und Zuteilung eines "richtigen" Kennzeichens inkl. regelmäßiger TÜV-Pflicht) sind.

    Man schließt lediglich eine Versicherung ab und bekommt ein Kennzeichen vom Versicherungsunternehmen. Diese Kennzeichen haben im jährlichen Wechsel eine andere Schriftfarbe (blau, grün schwarz), außerdem steht das Jahr der Gültigkeit unten drauf. Die Versicherungen laufen automatisch zum 28. oder 29.02. des Folgejahres ab und die Kennzeichen werden ungültig. Deshalb ist eine Abmeldung nicht nötig, dementsprechend gibt es auch keine Bescheinigung.

    Der Reifen scheint dem Profil nach ein Sava MC 12 zu sein - war klar, dass ATU sowas verkauft. ^^

    Dennoch dürfte der Reifen in 3.00-10 nicht so stark schleifen, dass derartige Spuren entstehen. Wie schon erwähnt, gibt es keinen Unterschied in den Federbeinen und deren Aufnahmen bei den einzelnen PK Baureihen. Die Feder scheint zylindrisch und nicht ballig geformt und die Felge richtig montiert zu sein. Damit sind "normale" Problemursachen eigentlich ausgeschlossen. Mir würde jetzt als Lösung noch einfallen, dass evtl. die obere Federbeinaufnahme im Rahmen so weggegammelt ist, dass das Federbein schon leicht schräg steht. Nach 28 Jahren ist an dieser Stelle fortgeschrittener Rost nicht auszuschließen.

    Dort nachzusehen (dafür Sitzbank abbauen, Tank rausnehmen) könnte aber evtl. angesichts der mangelnden Schrauberfahrung des Topiceröffners ein ernstes Problem werden, wenn nicht wieder die Fachleute von ATU mit der Aufgabe betraut werden sollen.

    @ Topiceröffner: Warum meinst du, eine verstärkte Kupplungsfeder zu benötigen? D. h. welche Motorkonfiguration macht bei dir eine solche Feder erforderlich?

    @ doadro: Durch die härtere Feder werden die Beläge der Kupplung stärker zusammengepresst, weshalb die Kupplung bei tuningbedingter Mehrleistung beim Beschleunigen nicht zu rutschen beginnt. Beim hier weit verbreiteten 75er DR Tuning und der damit verbundenen ziemlich moderaten Leistungssteigerung aber eher überflüssig.

    Wie gesagt, wenn die Gänge nur beim Einlegen Klacken, aber nicht unter Last herausspringen, würde ich das grundsätzlich erstmal für normal halten. Getriebeöl ist aber schon drin, oder? :rolleyes: