SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von pkracer

    Ich bin total locker, so gesehen tiefenentspannt. :-3

    Wie gesagt war das alles nicht böse oder gar persönlich gemeint, sondern mir schien es alleine aufgrund der Art der Fragestellung so, als ob du im Vespabereich noch keine besondere Erfahrung hast, aber dennoch meintest, eine Top-Geschäftsidee zu haben.

    Es ist nun mal ein Unterschied, ob man sich mit einer PX beschäftigt, für die sämtliche Teile noch neu oder in rauen Mengen gebraucht in gutem Zustand zu bekommen sind, oder mit einem wesentlich älteren oder selteneren Modell. Wenn man eine "Restauration" eines solchen Fahrzeugs mit hohem Anspruch an das Ergebnis durchführen will (was man zumindest anstreben sollte, wenn man Hoffnung auf Rendite beim anschließenden Verkauf hegt), reicht es eben nicht, sich in einem 3-Buchstaben-Shop Reproteile in den Warenkorb zu klicken. Derart her- bzw. zugerichtete Fahrzeuge kann man auch schon komplett aus asiatischen Quellen beziehen zu Preisen, die man bei deutschen Stundenlöhnen aus wirtschaftlichen Gründen einfach nicht halten kann.

    An deinen Fähigkeiten wollte ich nicht zweifeln, es ist aber trotz des allgemeinen Vespahypes immer noch so, dass man die Investitionen beim Verkauf eines -wohlgemerkt ordentlich- restaurierten Fahrzeugs nicht mehr herausholen, geschweige denn Gewinn machen kann, weil kein Mensch 5.000 Euro für eine VNB hinlegt. Es mögen zwar Fahrzeuge zu solchen Preisen angeboten werden, aber ob die dann auch tatsächlich dafür verkauft werden, sei mal dahin gestellt. Aktuell bietet auch jemand bei ebay eine "restaurierte" Cosa für über 4.000 Euro an - ich bin mir aber sehr sicher, dass er nicht mal die Hälfte dafür bekommen wird, selbst wenn er tatsächlich all inclusive 4.000 Euro reingesteckt haben mag.

    Manchmal muss man halt auf Reproteile zurückgreifen, wenn neue Originalteile nicht mehr verfügbar sind. Oder nach gebrauchten Originalteilen Ausschau halten und diese aufarbeiten. Oder gleich mit definitiv verfügbaren neuen Originalteilen auf 10" umbauen. Jeder wie er mag... :rolleyes:

    Zitat


    389 klingen erstmal günstig, das Ding ist aber eine absolute Vollgrotte - bis man da mit den notwendigen Karosseriearbeiten durch ist, hat das längst nichts mehr mit günstig zu tun.

    Nicht ohne Grund war der Haufen schon längere Zeit erfolglos im GSF inseriert. Demnach wollte der Verkäufer nur seine Aufwendungen wieder raus haben - schätze mal, dass er sich bei der Anschaffung selbst verkalkuliert hatte.

    Ed.: Und jetzt hat sie scheinbar vor ein paar Minuten jemand gekauft? Naja, früher hat man Schrott im Wald vergraben, heute gibts immer noch Trottel, die einem bei ebay Geld dafür zahlen. :rolleyes:

    Ed. 2: Komisch, jetzt funktioniert der Link auch bei mir wieder.

    Aus finanzieller Sicht wird so ein Projekt ziemlich sicher ein Reinfall.

    Entweder "restaurierst" du den Roller sach- und fachgerecht, dann müsstest du aber am Ende in Anbetracht der notwendigerweise investierten Menge an Zeit und Geld mindestens 5.000 Euro dafür verlangen, um auf deine Kosten zu kommen (es sei denn, du bist Karosseriebauer und/oder Lackierer und kannst nach Feierabend an deinem Arbeitsplatz private Dinge erledigen). Den Betrag zahlt aber wie gesagt für Brot- und Butter Modelle kein Mensch. Da müsstest du schon irgendein begehrteres Modell an Land ziehen, was aber auch in der Anschaffung des Basisfahrzeugs meist schon sehr teuer wird.

    Oder du machst ein Pfuschprojekt daraus, was nur oberflächlich gut aussieht, um deine Gewinnspanne möglichst groß zu halten. Da kannst du aber auch ganz gewaltig mit auf die Schnauze fliegen, weil du dann Gefahr läufst, darauf sitzen zu bleiben bzw. du den Fahrzeugwert durch eine Pfusch"restauration" schon stark gemindert hast.

    Nicht böse gemeint, aber mir scheint es fast so, als wären deine Vespakenntnisse noch nicht so besonders vertieft - mal eine PX ans Laufen gebracht zu haben, qualifiziert nicht unbedingt auch für eine sicher wesentlich anspruchsvollere (wenn es ordentlich gemacht wird) Oldtimerrestauration.

    Keine Ahnung, wo und wann der Roller schon mal inseriert war. Ich erkenne keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass irgendetwas in welcher Art auch immer faul sein könnte. Schließlich steht der Roller in Österreich und nicht in England und der Anbieter ist scheinbar auch der deutschen Sprache mächtig sowie als reale Person in der "Szene" bekannt. :-3

    Aufgrund des direkt gesaugten Zylinders und des deshalb nicht vorhandenen Einlasskanals am Motorgehäuse wie bei späteren Modellen, gibt es m. W. keine käufliche Tuninglösung für diesen Motortyp. Klassisches Zweitaktuning durch Überarbeitung der Originalteile wäre aber sicher machbar, wenn auch vermutlich nicht mit besonders durchschlagendem Erfolg.

    Du könntest aber auch einfach einen Motor der PX Baureihe (80 - 200 ccm) benutzen, dafür sind Tuningteile in allen möglichen Leistungsstufen verfügbar, falls die originale Leistung nicht schon ausreichen sollte. Zudem hättest du den Vorteil einer wartungsfreien elektronischen 12V Zündanlage.

    Die Dinger scheinen nur nicht beim Piaggio-Partner anzukommen!

    Nicht so richtig verwunderlich, da es sich nicht um Piaggio-Produkte handelt. :-3

    Im Gegenteil, lt. Scootering Magazine wurden Piaggio-Vertragshändler in GB kürzlich in durchaus strengem Ton schriftlich angewiesen, LML Fahrzeuge aus dem Sortiment zu nehmen, soweit sie diese neben dem Piaggio-Programm im Angebot hatten, weil sie auch "klassische" Schaltroller neben der derzeit ausschließlich automatischen Piaggio-Produktpalette anbieten wollten. Hellseher mögen darin evtl. die Rückkehr der Piaggio-PX in welcher Motorisierung (2 oder 4T) auch immer erahnen können... ?(

    Edith bringt ein Foto des Artikels aus Scootering August 2010 (lesbare Größe, wenn man das Foto anklickt):

    Die meisten Vespas für den deutschen Markt haben wenn überhaupt nur einen Bremslichtschalter für die Hinterradbremse. Erst mit Einführung der vorderen Scheibenbremse bei der PX gabs auch vorne einen Bremslichtschalter - abgesehen von diversen ausländischen Modellen wie z. B. für den dänischen Markt, wo es sowas auch schon vorher in Verbindung mit Trommelbremse gab.

    Da muss der TÜV-Prüfer mit den Tatsachen klar kommen - ist ein altbekanntes Diskussionsthema beim TÜV, was die meisten Prüfer nach Erläuterung dann aber akzeptieren.

    Hat der Vorbesitzer evtl. auch am Einlaß gefräst, so dass die Kurbelwelle das Loch nicht mehr vollständig abdichten kann? Evtl. ist auch die Drehschieberdichtfläche anderweitig beschädigt. Schon mal den "Öltest" gemacht? D. h. einen kleinen Schluck Öl in den durch die Kurbelwelle verschlossenen Einlasskanal geben und schauen, wie schnell das Öl abläuft. Eine wirkliche Zeitvorgabe gibt es da nicht, aber es sollte schon eine ganze Weile dauern, bis es vollständig abgelaufen ist. Wenn es hingegen quasi zusehends abläuft, hast du ein Problem mit der Drehschieberdichtfläche.