1: Das Kürzen der PK Gabel bei Montage in einer V50 hat überwiegend optische Gründe, da die Gabel wie erkannt im unteren Bereich etwas länger ist als die V50 Gabel und daher bei ungekürzter Gabel ein leichter Choppereffekt entsteht.
2: Der Vorteil des Membraneinlasses ist, dass man den Einlass viel größer machen kann, als bei Drehschiebersteuerung. Beim Drehschiebereinlass muss die Kurbelwelle den Einlasskanal noch abdichten, beim Membraneinlass ist das egal, weil da die Gemischzufuhr durch die Druckverhältnisse im Kurbelgehäuse (Auf- und Abwärtsbewegung des Kolbens) und die im entsprechenden Takt öffnenden Membranplättchen gesteuert wird.
3: Die heutzutage erhältlichen Vespa-Tuningzylinder mit Direkteinlass verwenden alle eine Membran. Zwingend notwendig ist das aber nicht bei Direkteinlass, siehe z. B. viele Mofas oder auch Lambrettas, bei denen der Ansaugstutzen ohne Membran direkt am Zylinder sitzt. Das nennt man dann kolbengesteuert. Die Überströmer werden auch bei Direkteinlass noch benötigt, da das Gemisch quasi unter dem Kolben her ins Kurbelgehäuse angesaugt wird und dann durch die Überströmer neben dem Kolben vorbei nach oben über den Kolben gedrückt wird, wo es dann zündet.
4: Bringt erwiesenermaßen keinen Vorteil gegenüber normaler Montage. Außer dass der Vergaser dann in der Regel nach rechts aus der Backe hängt und so leichter erreichbar ist für Abstimmarbeiten. Sieht außerdem wichtig aus. Man nahm früher an, dass bei gedrehtem Zylinder die Spülung des Zylinders (speziell die Abfuhr des verbrannten Gemischs) durch die Schwerkraftunterstützung besser wäre, was sich aber eher als nicht messbar herausstellte. Natürlich kann man auch bei gedrehtem Zylinder weiterhin den Gehäuseeinlass nutzen, nur kombiniert man dann eigentlich nur Nachteile: Der Auslass käme dann dem Ansaugstutzen ziemlich nahe, ggf. muss da angepasst werden, damit der Krümmer passt. Der Vergaser ist weiterhin schlecht zu erreichen. Entscheidender Nachteil des Zylinderdrehens ist aber, dass der Auslass als heißester Punkt des Zylinders nicht mehr direkt im Luftstrom des Polrades steht, wie es serienmäßig der Fall ist.