SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von pkracer

    Ich würde sagen, dass die Übersetzung für den 85er DR zu lang gewählt ist. Da fehlt dann einfach im 4. Gang die Kraft, um mit der langen Übersetzung klar zu kommen. Besonders, wenn die Einstellung noch nicht so 100% stimmt. Die 3.00er Übersetzung ist beim 85er DR meiner Meinung nach grenzwertig, kann bei ordentlicher Abstimmung und entsprechender Peripherie funktionieren, muss aber nicht - siehe deinen Fall. 3.72er Übersetzung fände ich deshalb passender.

    Ich persönlich glaube ja noch nicht so recht daran, dass die diversen Tuningvorhaben in absehbarer Zeit über das virtuelle Beratungsstadium hinaus in irgendeiner Form konkret werden könnten, daher dürften die Finanzen auch eine eher untergeordnete Rolle spielen. :rolleyes:

    Dass die Zylinderfußbohrung des 80er Gehäuses nicht zu den 125er Zylindern passt, ist sicher bekannt. Entweder muss also das Gehäuse ausgespindelt werden oder der 125er Zylinder am Fuß abgedreht werden.

    Des weiteren ist das 80er Getriebe auch ein wenig kurz, ließe sich aber mit einem 21 oder 22 Z Kupplungsritzel beheben.

    Fraglich ist, ob es insgesamt nicht günstiger wäre, einen kompletten 125er Motor zu kaufen. Der wäre fertig und man müsste sich nicht mit eventuell halbgaren Kompromisslösungen rumschlagen. Ganz abgesehen von der Unbedenklichkeitsbescheinigung, die Piaggio nur für den Austausch eines kompletten Motors ausstellt, und mit deren Hilfe die Eintragung kein Problem ist. Mag sein, dass es auch TÜV-Prüfer gibt, die selbst umgestrickte 80er Motoren akzeptieren und abnehmen, aber die sind m. E. schwerer zu finden als 125er Motoren.

    Braun ist das neue weiß. :D

    Blinker sind bis 125 ccm nicht erforderlich (§ 54 Abs. 5 StVZO), auch wenn über die gesetzlichen Erfordernisse hinaus original mal welche dran waren. Würde mir deshalb gut überlegen, ob ich mir den Streß mit den Lenkerendenblinkern antun wollte.

    Was ist motormäßig geplant - der übliche 75er DR oder ausnahmsweise mal was mit Druck?

    Die Abkürzung DGM hat mehrere Bedeutungen. Da es sich um ein Fahrzeug aus italienischer Produktion handelt, ist kasonovas Angabe nicht so ganz zutreffend.

    An der Vespa steht DGM mit nachfolgender Nummer dafür, dass die entsprechenden Bauteile von der Direzione Generale per la Motorizzazione Civile geprüft und freigegeben wurden. Die Aufgaben der Direzione Generale per la Motorizzazione Civile dürften in etwa denen des deutschen Kraftfahrtbundesamtes entsprechen und auch die Erteilung von Betriebserlaubnissen/Homologationen beinhalten. Es handelt sich also nicht um eine einzigartige Nummer, wie es Fahrgestellnummern sind, sondern alle gleichartigen Fahrzeuge tragen diese Nummer.

    Wie schon richtig erkannt wurde, haben die in Deutschland ausgelieferten Fahrzeuge teilweise abweichende Nummern am Rahmen und der angenieteten Plakette. Wenn die Plakette und die Papiere weg sind, kann also niemand mehr wissen, was für eine "deutsche" Fahrgestellnummer das Fahrzeug mal hatte. Wenn Piaggio deshalb keine Papiere ausstellen will schätze ich, dass der einzige Weg zu deutschen Papieren daher wohl oder übel über den TÜV führen muss - also gleiche Prozedur, als wenn das Fahrzeug aus dem Ausland gekommen wäre.

    Das Motorgehäuse silbern zu lackieren ist zumindest für mich ein optisches Gräuel. Erinnert ein wenig an die mit Felgensilber und Stoßstangenschwarz schöngefönten Ge(Ver)brauchtwagen beim Schotterplatzhändler mit den Flatterfähnchen, vor allem wenn über die Schrauben usw. lackiert wird. Dann wird sowas als "restauriert" verkauft... :-1

    Glasperlstrahlen und das Motorgehäuse sieht aus wie neu.

    Setup Smallframe

    Die auf Nachkommastellen genauen Angaben im SIP Katalog kannst du so ziemlich vergessen. Dafür hängt die erreichbare Leistung von zu vielen Faktoren ab, als dass man eine derart pauschale Angabe machen könnte. Im übrigen halte ich die Leistungsdaten auch für recht optimistisch bzw. Leistung an der Kurbelwelle (d. h. ohne Verluste durch Kupplung und Getriebe) und nicht am Hinterrad.

    Im Stand kann man unabhängig von der Kupplung keinen Vespamotor richtig schalten. Das liegt an der Konstruktion des Getriebes. Zum Schalten ist es erforderlich, dass die Getrieberitzel in Bewegung sind, d. h. du musst mindestens leicht vor- und zurückrollen.

    Da die 4-Scheiben Kupplungen dazu neigen schlecht zu trennen, solltest du mindestens die Rillen in den Korkbelägen komplett bis auf Metall freischleifen. Das ist zwar ziemlich zeitaufwendig, aber lohnt sich. Wenn das auch nicht helfen sollte, reicht höchstwahrscheinlich bei so einem Höllen-102er auch eine 3-Scheiben Kupplung mit härterer Feder.

    Anhand der vagen Beschreibung würde ich das mal für absolut normal halten. Der Choke wird für den Kaltstart benötigt, dadurch wird das Gemisch fetter, was zu Stottern im oberen Drehzahlbereich bzw. auf dem Weg dorthin führt. Wenn der Motor ein paar Meter (warm)gelaufen ist, wird der Choke nicht mehr benötigt und der Roller sollte sauber hochdrehen.

    Wir reden hier über ein ca. 50 Jahre altes Motorkonzept, da sollten die Erwartungen sich nicht an aktuellen Fahrzeugen orientieren.

    Wichtigstes Kriterium für eine "deutsche" 50er Vespa ist das Vorhandensein eines Herstellerschildes rechts am Rahmentunnel, meist über den Befestigungsschrauben des Hauptständers, bei PK 50 XL auch weiter vorne unter dem Handschuhfach, bei PK 50 XL 2 weiter hinten über der Gummimatte. Wenn die Plakette fehlt, sollten zumindest 2 kleine Löcher auf ihr früheres Vorhandensein hindeuten. Ohne Plakette ist es kein deutsches Fahrzeug.

    Deutsche 50er Vespas hatten IMMER 10" Bereifung, während es in Italien auch 9" gab.

    Blinddeckel statt Tacho deutet ebenfalls auf ein nicht-deutsches Fahrzeug hin.

    Dann gibt es noch diverse kleinere Unterschiede zwischen den Ausführungen für verschiedene Länder, die aber hier den Rahmen sprengen würden.

    Da dieser Bereich nicht für Diskussionen mißbraucht werden soll, sondern nur Informationen liefern soll, schließe ich das Topic an dieser Stelle.