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Beiträge von pkracer

    Spiegel sind Pflicht, mindestens einer links. Wenn du keinen hast, wirst du aber nicht zwingend sofort an der nächsten Ecke angehalten, fahre selbst etliche Roller ohne Spiegel, nur zum TÜV kommt dann eben einer dran. Mit einer 50ccm Vespa musst du aber nicht regelmäßig zum TÜV - höchstens einmal, wenn du keine Papiere dazu hast.

    Ansonsten könnte es helfen, wenn du verraten würdest, welches Modell du hast, da es durchaus verschiedene Spiegel und genauso viele verschiedene Befestigungsmöglichkeiten gibt. Ebenso kann man deshalb keine allgemeine Preisansage machen. Die Montage der allermeisten Spiegel ist aber einfachst, nur 1-3 Schrauben, dafür braucht niemand eine Werkstatt aufzusuchen.

    Das Öl ist der Rückstand aus dem Benzin-Öl-Gemisch, womit der Motor betrieben wird. Benzin ist flüchtig, Öl nicht, weshalb der Ölanteil zurückbleibt. Es kommt auch sicher nicht aus der Gemischeinstellschraube, sondern sammelt sich in der Vergaserwanne und tritt aus deren Öffnung für die Einstellschraube aus. In gewissem Maße ist das normal und auch sogar bei Vespa-Neufahrzeugen zu beobachten. Grund hierfür ist das sog. Blowback, d. h. dass das Gemisch teilweise unverbrannt aus dem Ansaugtrakt zurückgeblasen wird, sich im Luftfilter sammelt und von dort der Schwerkraft folgend in die Vergaserwanne suppt, deren tiefster Punkt zufällig das Loch für den Zugang zur Gemischeinstellschraube ist, wo es dann austritt und über den Motorblock läuft.

    Solange keine Sturzbäche da raus kommen und dein Motor ansonsten keine Auffälligkeiten wie unmotiviertes Hochdrehen oder Neigung zum Absaufen beim Anfahren zeigt, ist das normal und kein Grund zur Besorgnis, weil es quasi ein systemimmanenter Fehler ist. Am besten reinigst du den Motor mal gründlich und beobachtest das Problem, wie gesagt ist eine gewisser "Feuchtigkeitsnebel" auf dem Motorgehäuse normal, erst wenn das Öl schon kurze Zeit nach der Reinigung wieder in deutlich sichtbaren Mengen läuft, solltest du weitere Maßnahmen in Erwägung ziehen.

    Benzinhahnhebel nach dem Motorabstellen ganz nach links drehen ("C" Markierung oben), falls noch nicht geschehen. Ansonsten Schwimmernadel im Vergaser auf Abnutzung der Gummispitze kontrollieren und ggf. erneuern. Vorher Benzinschlauch auf Undichtigkeiten (Haarrisse) prüfen.

    Der 75er DR ist extrem unauffällig, weil er wie alle Vespazylinder unter der Zylinderhaube sitzt, wo garantiert kein Polizist hinschaut. Geschwindigkeitsrekorde wirst du damit in Verbindung mit Originalauspuff sowieso nicht brechen, vielleicht 60-65 km/h. Das liegt im allgemeinen noch innerhalb der Toleranz der Partyveranstalter. Beim Originalzylinder schlafen dir während der Fahrt die Füße ein, der DR ermöglicht wenigstens einigermaßen normales Mitschwimmen im Stadtverkehr.

    Würde daher nicht zurückrüsten und im übrigen versuchen, deine grundlosen Angstattacken ggf. mit professioneller Hilfe in den Griff zu bekommen.

    PK 80 Originalzylinder benötigt die Langhubkurbelwelle, aber sowas gabs in Österreich nicht, weil es da keine Führerscheinklasse bis 80 ccm gab.

    Der Vergleich dürfte bis auf die Optik (PK 80 hat eine größere Zylinderhaube als die 50er, aber kleiner als 125er) minimal zu Gunsten des PK 80 Originalsetups ausgehen, musst du aber selbst wissen, ob du dafür Geld und Arbeit investieren willst. Eingetragene Höchstgeschwindigkeit sind 77 km/h. Die PK 80 hat original einen 19.19 SHB Vergaser, eine 2.86er Primärübersetzung sowie den gleichen Auspuff wie die PK 125 S.

    Wie Rita schon schrieb, sieh dir vor allem den Rahmentunnel im Bereich Höhe Bremspedal bis Höhe Blinker an (Handschuhfach muss ab). Wenn du da einen Knick (auch nur leicht) -evtl. inklusive Lackabplatzer- erkennen kannst, stehen die Chancen nicht schlecht, dass der Rahmen Schrott ist. Auch solltest du den Bereich des Rahmens außen am Beinschild hinter dem Kotflügel (innerhalb der eingeprägten Kante) betrachten -wenn da Wellen sind, siehe oben.

    Du musst genau NULL Züge lösen, um den Kickstarter zu befestigen. Eine einzige Schraube festzuziehen reicht. Falls dabei Züge im Weg sein sollten, kannst du diese einfach zur Seite drücken - sieht vielleicht so aus, als ob da Züge im Weg wären, ist aber eigentlich nicht der Fall.

    Fotos sind dafür auch nicht nötig.

    Um ergänzend klugzuscheißen: Du kannst bei der gegnerischen Versicherung pauschal 25,56 € (ehedem 50 DM) für deine Aufwendungen für Telefonate, Porto etc. ohne Nachweis der tatsächlichen Aufwendungen zusätzlich zum Schaden geltend machen, die dann auch ersetzt werden müssen.

    Wie gesagt ohne Nachweis über die tatsächlichen Kosten, sondern einfach pauschal.

    Edith sagt, dass Rita dafür bereits 30 Euro erwähnte, keine Ahnung, ob das bereits zugunsten des Geschädigten aufgerundet wurde, aber die 25,56 Euro sind definitiv sicher. Gut, wenn man einen Kumpel hat, der bei einem großen deutschen Versicherungskonzern in der KFZ-Schadenabteilung arbeitet und einem sowas steckt, weil man normalerweise gar nicht darauf kommt. :D

    Wie Rita ebenfalls schon sinngemäß schrieb: Du hast als Geschädigter die freie Wahl eines Sachverständigen, Kosten dafür trägt die gegnerische Versicherung! Lass dich bloss nicht auf einen Gesandten der gegnerischen Versicherung ein, denn "Wes´ Brot ich ess´, des´ Lied ich sing" oder so...

    Ist ziemlich sicher eine 3-Gang-Version, siehe Baujahr und auch die Schriftzüge deuten darauf hin, dass es eine deutsche 3-Gang-Version ist.

    (Auf den Schriftzügen steht zwar nichts von 3-Gang, aber Special mit "Antikschriftzügen" war m. W. immer 3-Gang.)

    Bilder? Ansonsten würde ich mal pauschal 100-150 Euro schätzen. Das Alter alleine macht einen Motor nicht zwingend begehrter, zumindest nicht wenn die Motornummer nicht zufällig mit V5SS1M, V5SS2M oder V9SS1M bzw. V9SS2M anfängt... :rolleyes:

    Mit dem falschen Forum könntest du recht haben, da es hier eher nicht um die plastikverkleideten Automatikroller aus dem Hause Piaggio geht. Eine Sfera ist keine Vespa. Dennoch glaube ich nicht, dass das Gerät frisiert ist Ich habe noch einen Testbericht von ca. 1992, als die Sfera 80 erschienen ist, da wurde auch die erstaunliche Höchstgeschwindigkeit erwähnt. Fraglich ist nur, inwieweit die Tachoanzeige sich von der Realität unterscheidet...

    Du solltest vielleicht auch schonmal anfangen, die Marktpreise für PK 50 S zu dokumentieren. Ansonsten kann es dir passieren, dass nur der Restwert des Fahrzeugs zum Unfallzeitpunkt ersetzt wird, der vermutlich in den Augen der Versicherung bei einem symbolischen Euro liegt, weil das Fahrzeug in keiner Liste wie Schwacke o. ä. mehr auftaucht.

    Dazu würde ich z. B. bei egay in der erweiterten Suche nach beendeten Angeboten zum Suchbegriff Vespa PK 50 S suchen und die ausgelaufenen Auktionen ausdrucken. Die kannst du dann ggf. auch dem Gutachter vorlegen, damit er einen Eindruck vom Marktwert bekommt. Gleichzeitig natürlich einen Reparaturkostenvoranschlag vom Händler machen lassen, wobei die Karre vermutlich nicht mehr zu retten sein wird und nagelneue Austauschrahmen dürften nur noch äußerst schwer aufzutreiben sein. Aber so 500-600 Euro wären vielleicht noch rauszuholen.

    Anwalt ist sicher nicht die schlechteste Idee, aber vor allem nicht von der gegnerischen Versicherung einschüchtern lassen. Wenn die Unfallgegnerin im Unfallprotokoll die 01 (Verursacher) trägt und du die 02 (Geschädigter), ist das zwar keine Garantie für 100%igen Gewinn des Verfahrens, aber zumindest eine sehr gute Basis.

    Hatte ich auch schon in ähnlicher Form, allerdings mit dem Auto. Nach einigen Zickereien der gegnerischen Versicherung habe ich eine Beschwerde direkt an den unten auf deren Kopfbogen genannten Vorstandsvorsitzenden persönlich gerichtet - nach 3 Tagen war die Kohle da. Ist zwar grundsätzlich albern, aber mit Vorstandsbeschwerden kann man den kleinen Sachbearbeiter schon mal ordentlich pieksen bzw. Bewegung in die Sache bringen.

    Unter Umständen kann es auch hilfreich sein, wenn du bei Telefonaten mit der gegnerischen Versicherung Uhrzeit, Datum, Namen des Gesprächspartners und Gesprächsinhalt (insbesondere Leistungszusagen oder Versagungen) kurz protokollierst.

    Hast du beim Anfahren Probleme damit, dass der Motor schlecht Gas annimmt und sich "verschluckt" oder ausgeht bzw. Anfahren nur mit hohen Drehzahlen möglich ist, dafür aber auch manchmal die Drehzahl nach dem Gaswegnehmen nicht wieder abfällt sondern konstant oben bleibt oder sogar ansteigt?

    Dann hast du sehr wahrscheinlich ein Falschluftproblem, vermutlich bzw. hoffentlich nur durch einen defekten limaseitigen Kurbelwellensimmerring verursacht. Besorg dir am besten einen passenden Polradabzieher (ca. 7 Euro), aber nimm bitte keinen 3-Arm-Universalabzieher weil so einer vielleicht gerade herumliegt, damit beschädigst du u. U. nur das Polrad. Nach Demontage der Polradabdeckung nimmst du das Polrad nach Lösen der Mutter unter Zuhilfenahme des Abziehers runter. Wenn du dann schon Ölspuren siehst, die aus Richtung Kurbelwelle herunterlaufen, hast du den Grund für die Probleme gefunden. Wenn nicht, wird es aufwendiger...

    Am besten besorgst du dir auch das Reparaturhandbuch von H. J. Schneider ("[lexicon='Vespa Bibel',''][/lexicon]", findet sich auch unter dem Suchbegriff für ca. 15 Euro bei egay), das wirst du in Zukunft vermutlich öfter brauchen können.

    Fahren im momentanen Zustand ist übrigens nicht ganz risikolos, weil durch die falschluftbedingte Gemischabmagerung bei längerer Vollgasfahrt ein Kolbenklemmer oder -fresser droht, was dann auch zusätzliche Kosten bedeutet.

    Wenn der Kupplungshebel schlaff hängt, bleibt nicht viel anderes als ein gerissener Zug übrig. Ist eigentlich überhaupt kein Problem. Besorg einen neuen Zug, dann löst du zuerst die Mutter unten an der Hebelbefestigungsschraube am Lenker, dann drehst du die Schraube heraus. Dabei ist zu beachten, dass ein Gewinde im Lenker ist, d. h. die Schraube steckt nach Lösen der Mutter nicht lose im Lenker, also nicht rein oder rausklopfen.

    Dann löst du unten am Motor den Schraubnippel vom Zug und ziehst den Zug heraus. Oben fädelst du den neuen Zug ein, ggf. leicht einfetten, hängst den Nippel im Hebel ein und schraubst diesen wieder fest.. Wenn das Zugende unten ankommt, musst du darauf achten, den Zug auch mit durch die am Motorgehäuse sitzende Einstellschraube zu ziehen. Die Außenhülle muss richtig in der Einstellschraube sitzen. Dann spannst du den Zug bzw. den Hebelarm am Kupplungsdeckel bis zum Druckpunkt vor, d. h. bis der anfänglich leichte Widerstand merklich höher wird. Jetzt noch den Schraubnippel in dieser Position direkt am Hebelarm festschrauben und prüfen, ob alles funktioniert. Hilfreich ist bei der Befestigung des Schraubnippels eine Gripzange, um den Zug auf Vorspannung zu halten, während du den Nippel festziehst.

    Sollte selbst für Ungeübte in 10 Minuten erledigt sein.

    Meiner Meinung nach müsste nur die 3-kabelige Nicht-Elestart-Zündgrundplatte im neuen Motor gegen die 5-kabelige aus dem alten Motor ausgetauscht werden, dann sollte auch die Batterie wieder geladen werden bzw. die Elektrik dann einwandfrei funktionieren. Die ZGP müsste bei dem erwähnten Schaden eigentlich heil geblieben sein, also eigentlich alles unproblematisch.

    Die Motornummer bzw. deren Präfix wird nur bei Umrüstung auf einen anderen Motortyp eingetragen, z. B. wenn man in einen 80er Rahmen einen 200er Motor einbaut. Wenn du aber in einen 200er Rahmen einen anderen 200er Motor einbaust und dieser die gleiche Leistung wie der ursprünglich verbaute Motor hat, muss da nichts eingetragen werden. Da können auch übereifrige Polizisten nicht dran rütteln.