Grad unseren Zweitwagen aus der Inspektion abgeholt, auch so ein weißblaues Produkt.
Weil wir ja wissen, dass der Freundliche für einen Liter Scheibenklar ähnliche Summen aufruft wie die Nachtbar an der Reeperbahn für eine halbe Flasche Sekt, haben wir gestern noch das Scheibenwaschwasser randvoll aufgefüllt.
Und was findet sich auf der Rechnung? Ein Liter Scheibenklar. Was ich leider erst zuhause gesehen habe. Bei der telefonischen Rückfrage will der Meister mir doch glatt erzählen, dass sie die Waschanlage ja testen mussten und dann halt wieder auffüllen mussten. Ich glaube, das meinte der noch ernst. Vermutlich musste ich die 3 Stunden, die es braucht um einen Liter durch die Düse zu pumpen auch noch zahlen.
Womit die Entscheidung gefallen ist, dass auch der Zweitwagen künftig kein Premiumprodukt mehr sein wird. War für das Autohaus ein teurer Liter Scheibenklar. Wir sind dort mit einem Auto seit 23 Jahren und mit 2 Autos seit 17 Jahren Kunden. Gewesen.
Bleiben die Motorräder. Mit denen fahren wir mittlerweile in eine 40km entfernte Werkstatt zur Wartung, weil alle auf dem Weg liegenden Werkstätten entweder indiskutabel sind oder zu fein, einen Werkstatttermin zu machen. Es ist einfach unglaublich, aber die machen sich selbst überflüssig
Es gehört leider mittlerweile überall „zum guten Ton“. Ein japanischer Premiumhersteller, den ich zwischendurch mal beehrt hatte, hatte mir anlässlich einer Inspektion einen Liter mehr Öl berechnet, als das Fahrzeug fassen konnte (sollte
).
Ich habe also nachgefragt, welcher Fehler nun vorliegt - ein Liter Motoröl zuviel drin oder/und einer zuviel auf der Rechnung
. Ich erzähle die Geschichte nicht weiter, weil der weitere „Gedankenaustausch“ ähnlich zielführend war wie Deiner.
Nicht, dass ich Deine Motive nicht zu hundert Prozent verstehen würde, aber es wird auch anderswo nicht besser
.
