SIP Scootershop | Vespa Tuning & Scooter Parts

Beiträge von Menzinger

    Ich würde versuchen eine Vespa zu kaufen, die beim Vorbesitzer viele Jahre in Gebrauch war. Wie viele Vorbesitzer das dann sind, ist eher egal. Von „Sammlerstücken“ würde ich die Finger lassen.

    Ein Vespamotor ist eine simple und funktionale Konstruktion. Es gibt zwei abgetrennte Räume - das Kurbelgehäuse, das mit Gemisch und Luft gespült wird und den Getrieberaum samt Kupplung, der von Öl gespült und geschmiert wird. Damit sich beides nicht mischt, werden die Motorhälften von einer Dichtung und dem Simmerring an der Kurbelwelle auf der Kupplungsseite getrennt. Diese Dichtungen bzw. Simmerringe leben davon, dass sie von Flüssigkeiten benetzt werden. Ist das nicht der Fall, dann werden sie schnell hart und undicht.

    Vespas im Originallack verbergen selten irgendwelche Rostprobleme. Unter neu lackierten „restaurierten“ Vespas schlummert oft das Grauen. Es wird mit Spachtel gearbeitet. Der hat an einer Vespa nichts verloren. Das ist ein fahrender Vibrator. Der Spachtel bekommt Risse, Feuchtigkeit dringt ein und im Verborgenen bildet sich Rost. Originallack hat natürlich nicht das makellose Lackbild, ist aus den beschriebenen Gründen aber viel ehrlicher.

    Ob Lusso oder Alt ist Geschmacksache, wie so vieles. Ich würde mir aber trotz A1 eine mit Baujahr vor 1989 suchen. Ich habe das schon zu oft erlebt, dass Menschen sagten, dass das egal ist und dann hat es sie doch gepackt und sie müssen dann eine Vespa, die sie von vorne bis hinten durchrepariert haben, tauschen.

    Laufleistung ist eher auch nicht so interessant. So alle 10 Jahre muss man wahrscheinlich den Motor einmal revidieren.

    Ich würde keine der drei nehmen, sondern Heinz vom Rollershop fragen, ob er nicht eine hat, die er da in der Gegend von einem älteren Herrn, der sie gefahren hat, mal in Zahlung genommen hat. Die nimmst Du dann. Da ist wahrscheinlich viel Schutzbügelzeugs dran, das baust Du einfach runter.

    Nur meine ganz subjektive Meinung.

    Guten Morgen,

    um mit Deiner zweiten Frage zu beginnen: eine PX kann ein hervorragendes Alltagsfahrzeug sein. Ich bin viele Jahre mit meiner PX täglich in die Schule gefahren oder zum gemeinsam Lernen zu meinen Freundinnen. Täglich 20 bis 30 Kilometer sind für die Vespa viel viel besser als jährlich 200.

    Die PX kann man grob in vier Epochen einteilen:

    PX alt 1977 bis 1982

    PX Lusso ab 1982 bis 1988 ohne AU

    PX Lusso 1989 bis 2010 mit AU

    PX 2011 bis 2016 mit Kat

    Ab 1989 mit Scheibenbremse vorne.

    Bei vielen kommt früher oder später der Wunsch nach etwas mehr Leistung, um besser im Verkehr mitschwimmen zu können. Dafür ist es praktisch, wenn sie vor 1989 gebaut worden ist, weil dann keine AU ansteht und Eintragungen gut möglich sind.

    Ich empfehle Originallack, gerne patinös, zu kaufen. Sie sollte in Gebrauch sein. 10 Jahre gestanden und dann schnell TÜV ist die Garantie für ein paar tausend Euro für Motorrevision.

    Der 125er Markt ist teurer als 150er wegen des B196. Wenn Du kannst, dann schau Dir 150er an.

    Italienerinnen sind kein Problem, wenn sie deutsche Papiere haben. Für einen Anfänger ist eine Vollabnahme für deutsche Papiere etwas anstrengend, aber natürlich auch machbar.

    Die Adresse, wo Du die Angebote her hast, ist eine gute.

    Zum Abschluss noch ein dringender Appell: eine Vespa kann immer mal ein paar hundert oder auch tausend Euro kosten. Das beste ist, dass Du Dich gedanklich bereit machst auch mal den Motor selbst zu revidieren. Das ist für einen Anfänger bei entsprechender Bereitschaft zu lesen absolut machbar.

    Wenn Du im Bekanntenkreis jemand hast, der seit vielen Jahren selbst an einer Vespa schraubt, dann nimm ihn mit. Aber bitte nicht Luigi, der mal eine Katze hatte, deren Schwester bei jemand wohnte, dessen Tante eine Vespa hatte. Da kommen dann Ideen wie doppelt Öl hilft usw. raus :-4

    Danke für Deine ganze Arbeit und Dein unermüdliches Werben für Engagement, Volker. Es gibt nämlich vor allem diesen einen User, der Abend für Abend nach der Arbeit stundenlang das Projekt vorangetrieben und fertiggestellt hat. Mein allergrößter Respekt und Dank für diese Deine Energieleistung.

    Die Beschädigungen, die Du auf den Fotos zeigst, sind in meinen Augen klassische Owatrolfälle. Ich würde, wie geschrieben, vorher den Lack komplett auf Vordermann bringen und dann die ganze Vespa mit einer hauchdünnen Schicht Owatrol versiegeln. Wenn man zuviel verwendet, gibt es einen leichten Gelbstich, was in Deinem Fall auch kein Beinbruch wäre.

    Hatte ich. Ich bin letzte Woche auf der Veloce von München nach Regensburg mit etwas ambitioniertem Tempo über einen Bahnübergang :-4

    Der User unter mir hat auch schon seine ersten hundert Kilometer auf der Vespa in der jungen Saison zurückgelegt.

    Der 144er VMC macht schon Freude. Einmal bisher für einen Motor im Bekanntenkreis verbaut. Der Kolben ist sehr leicht und er macht gewaltig Druck untenrum. Ich habe ihn mit der SIP Banane und dem kleinen Smartcarb ausgestattet. Gefühlt, nicht gemessen 18-20 Pferde. Also out of the box eine ganz andere Liga als der Pinasco.


    Aber zur Wahrheit gehört auch, dass der Pinasco ein leiser, unauffälliger Geselle ist, der ohne Probleme als ET3-Motor durchgeht und aufgrund Alu halt wesentlich leidensfähiger als der originale Zylinder ist. Der VMC ist laut und präsent und erfordert auch andere Komponenten. Kurbelwelle und Kupplung wollen gut gewählt sein, um dem Drehmoment zuverlässig standzuhalten.

    ok, Danke erstmal

    ich werde mit dem Roller da mal hinfahren, und mal nachfragen, was die verschiedenen Sachen kosten würden und was er mir empfiehlt

    selber restaurieren, da hab ich die Nerven nicht und auch keine Erfahrung 8)


    https://rollerladen.com/

    Das ist eine sehr gute Adresse für saubere Arbeit. Du solltest aber darauf achten, dass ein Stuhl in der Nähe ist, wenn Dir Heinz den Preis sagt.

    Ich würde an Deiner Stelle den Tag Arbeit investieren, um die Vespa selbst zu zerlegen und dann den Rahmen zum Strahlen geben. Oder aber Du machst das, was TomV50 Dir vorgeschlagen hat. An ein paar Stellen mittels Aceton schauen, was an Olack drunter ist. Ist auch Arbeit, aber kann auch was schönes zum Vorschein kommen.

    Moin

    Ich musste mit meiner trotzdem zur Zulassungsstelle. War auch ein Stempel drauf . Die Zulassungsstelle stellt dir eine offizielle aus. Frag mal vorsichtshalber nach.

    Vielleicht isses auch von Bundesland zu Bundesland anders. Wie bei so vielen Dingen


    Gruß Marco

    In Bayern wäre es so, wie tonitest beschrieben hat. Der Stempel macht das Gutachten zum Dokument.

    Ich finde es auch sehr schön, dass hier Papiere gemacht worden sind - egal, ob der Prüfer über das Fehlen des Tachos hinweggesehen hat oder nicht. Es ist gut, dass es noch Prüfer gibt, die sich auch ein Stück Individualität trauen. Ich bin meinem auch dankbar, wenn er unbenommen von Vorgaben sich selbst ein Bild macht und dann entscheidet.

    Der Tacho ist ja auch in gewisser Weise überflüssig. 50 km/h sind erreicht, wenn die Vespa nicht mehr schneller fährt und 30 im dritten Gang.