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Beiträge von Scharnhorst

    Hallo Mädels,

    wie schon erwartet, hat es nicht viel gereicht heute. Ich habe mal etwas Alu noch rausgefräst aus dem Gehäuse, damit es etwas Luft gibt.

    War mehr so aus Verlegenheit und weil ich mal wieder von der Seite etwas machen wollte. Außen auch noch ein paar Reste weggefräst. Man sieht wo, weil darunter nicht gestrahlt ist.

    Während dem Verlegenheitsfräsen dachte ich, wenn der dreieckige Aluklotz da rein kommt und verschweiß wird, könnte es vielleicht doch etwas werden mit dem Dichtschweißen.

    Ich werde es also probieren, Kaw...:-)

    Dann habe ich außen mal etwas gefräst und verschliffen, damit es etwas finaler aussieht und ich wollte noch nach Lunker schauen, damit ich eventuell nachschweißen kann.

    Wenn es dicht werden soll, bietet sich das an:

    Als ich vorher mit den Innereien des Getriebes etwas gespielt habe, bin ich zu dem Schluß gekommen, die Lagerung der Eingangswelle auch mit einer VA-Lagerbuchse zu machen. Den ca. 70 mm großen Bund, den ich auf der Innenseite gelassen habe, der stört da etwas. Zu hoch ist er sowieso, also werde ich ihn einebnen bis auf den Boden der Glocke.

    Dazu gleich mal meine Spannpratzen aufgefahren, herrlich! Einfach so in die Kiste greifen und für fast jede Spannsituation ist etwas da:

    Ich drücke die Glocke von außen nach unten auf den Dom der Vorrichtung. Jetzt kann ich nächste Woche den Bund mit dem Ausdrehkopf einebnen. Diese konzentrische Rippe wird dabei auch entfallen. Ungefähr auf deren Außendurchmesser werde ich das wegspindeln.

    Jetzt muß ich mal schauen. Die Zwischenwelle kommt in ihrer neuen axialen Position ungefähr so zum Liegen, daß ihr Lagerzapfen auf der Glocke aufsteht.

    Ich werde also auf den Glockenboden nach dem Einebnen des Bundes eine wahrscheinlich 20 mm dicke Aluplatte aufschweißen, in die dann der neue Lagersitz der Zwischenwelle kommt.

    Ich habe mal ein Bild gemacht, damit man sich die neue axiale Position der Zwischenwelle einigermaßen vorstellen kann:

    Dadurch muß sich natürlich gegenüber im Deckel die Positin ebenfalls ändern. Für die meisten hier sind diese Gehäuseteile ja eher fremd, deshalb auch hiervon ein Bild, wie die Zwischenwelle normalerweise sitzt:

    Auf dem Bild ohne Zwischenwelle sieht man dann besser, was das bedeutet:

    Der sehr weit auskragende Lagerdom der Zwischenwelle muß entsprechend gekürzt werden. Und zwar nach ersten Messungen bis ca 20 mm über der Gehäusewand.

    Glücklicherweise haut das einigermaßen so hin, daß die Zwischenwelle noch innerhalb der Gehäuseaußenhaut bleibt. Sonst müßte ich sie kürzen, aber ich habe wie es aussieht, Glück.

    Auf dem Bild gerade sieht man auch diese hohe Wand im Hintergrund. Die beherbergt normalerweise die Schaltwelle, mit der man die Automatik in Leerlauf schalten kann und das Abtriebsrad auf der Abtriebswelle dann hohl läuft.

    Diese Schaltwelle habe ich ja auch wegrationalisiert und mein Motor hat einfach ein zweifach untersetztes Stirnradgetriebe ohne Leerlauf und Freilauf wie ein normaler Scooter auch.

    Ergo kann die zum Teil weg, was auch geboten ist:

    Das Abtriebsrad wird nämlich so ungefähr axial zum Liegen kommen und mamit ist die Wand im Weg. Also wird die ebenfalls gegen später abgefräst werden. Aber erst, wenn klar ist, wie tief.

    So, ich hoffe, das war einigermaßen verständlich. Wie man sieht, sind noch einige Maßnahmen notwendig. Das Abtriebsrad wird eine neue Position auf der Abtriebswelle bekommen.

    Wenn es klappt, so daß es abnehmbar ist.

    Die Zwischenwelle will ich im Idealfall einfach ungeändert steckbar zum Tauschen einbauen.

    Damit wäre die Frage, welches Sekundärgetriebe die richtige Wahl ist, nahezu wurscht. Ich kann es einfach tauschen, wenn alles klappt. Mit welchem ich anfange, sieht man dann, hab ja jetzt alles dank Mario zur Hand.

    Nächste Schritte wären dann eine Edelstahl-Lagerhülse für die Eingangswelle drehen, die das große Lager und den Dichtring aufnimmt, die beide aus dem Originalgetriebe dann stammen werden in ihren Dimensionen.

    Wenn die fertig ist, kann ich an der praktisch die Aluplatte für das neue Lager der Zwischenwelle einhängen und an die richtige Position schwenken und festschweißen.

    Dann werde ich nicht um eine Änderung an der zweistöckigen Vorrichtung herumkommen.

    Ich werde wohl die obere Platte ausfräsen müssen, damit ich den Getriebedeckel von unten dagegen schrauben kann, um ihn zu bearbeiten.

    Ich werde die Platte wohl einfach mal abschrauben, grob mit dem Edding das Loch anzeichnen und dem Lehrlich zum rauskurbeln geben.

    Dann habe ich immer beide Möglichkeiten, Getriebegehäuse oder den Deckel bearbeiten.

    Das ganze Thema Dichtschweißen, Kupplungsglockenbefestigung und die Welle, auf der der Wandler nachher fest sitzen wird und die dann drehbar im ersten Sekundärrad läuft, schiebe ich mal nach hinten.

    Die Welle für den Wandler und die Lagerung dazu ist eher Fleißarbeit.

    Jetzt muß erstmal die Verzahnung wieder laufen im Getriebe in Lagerdummies, das wäre mal so das Ziel.

    Zumindest gerade im Moment, wer weiß, was mir so zwischendurch einfällt. Es kann sein, daß ich die größeren Schweißnähte vor dem exakten Setzen der Lagersitze mache, damit etwaiger Verzug davor stattfindet.

    Es bleibt spannend, dranbleiben Leute...:-)

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Keine Angst, ich werde kein Fahrrad kaufen wollen, hat keinen Motor...:-)

    Das ist eine tolle Geschichte und ja, ich kenne Sperrmüll noch. Kam bei uns früher alle 4 oder 8 Wochen glaube ich, dann nur noch halbjährlich und dann wie jetzt nur noch auf Abruf.

    Als Kind war es das Paradies schlechthin, die Haufen abzuklappern und Zeug mit nachhause zu bringen. Wohlwissend, daß die Eltern Schnappatmung bekommen. Ich kenne noch das Gesicht der Mutter, wenn ich sagte: Wir gehen mal kucken...Abenteuer pur und immer im Kopf: "Was kann ich maximal meinen Eltern zumuten, mit nach hause zu bringen.."

    Das Fahrrad meines Opas steht in "Halle 3" (Lager, 2.ter Barn), weil ich den Drahtesel niemals hergeben werde. So perfekt wie du es gemacht hast zu restaurieren wird eher flachfallen wegen der Zeit, aber die Bilder haben etwas in mir geweckt.

    Bei deiner Erwähnung von "Sperrmüll" mußte ich schmunzeln, das war immer ein Highlight, worauf wir Kinder uns gefreut haben...

    Aber nochmals, sehr gelungene Restauration und die Geschichte um das Fahrrad sind zumindest für mich fast noch besser...:-)

    Liebe Grüße,

    Paddy.

    Danke Schanzer!

    Gut, die 2000 N wären interessant bei meiner Nachbausitzbank...:-).

    Aber jetzt macht das Sinn.

    Ich vermute aber mal, meine fehlenden Spiegel erregen mehr Aufmerksamkeit bei der Rennleitung als die zweifelhafte Fähigkeit des Sitzbankgurts, 2000 N zu ertragen...:-)

    Viele Grüße,

    Paddy.

    Ja aber man kann schon feststellen, daß auch die XL2, die ja auch lange so ein ähnliches Dasein wie die Automatik gefristet haben und für ein paar Mark den Besitzer wechselten, einfach nicht mehr unter 1000 zu haben sind.

    Mittlerweile sind auch 1500 mit ein paar Macken in Ordnung, wie der Markt zeigt. Mal egal, was der eine oder andere hier darüber denkt.

    Die Zeiten sind einfach vorbei und Preßblech wird wertvoller...Es wird nicht mehr lange dauern, da gibt es auch keine Sfera mehr in vernünftigem Zustand unter einem gewissen Preis, da bin ich mir sicher.

    Das Zeug ist jetzt halt mittlerweile einfach 30 Jahre alt und läuft immer noch...

    Meine Tochter wird dieses Jahr 10. Besser ich schau jetzt schon nach einer Sfera wie erst in 6 Jahren...

    Meine Wespe kriegt sie besser nicht...

    Gruß Paddy.

    Dann paßt es. Meine hat noch den Riemen.

    Ich hatte mal vor 20 jahren eine Sfera, die hatte keinen Riemen, dafür tatsächlich so zwei Griffe an der Sitzbank, wenn ich nicht irre.

    Danke,

    gruß Paddy.

    OK, danke!

    Hängt das vielleicht auch damit zusammen, ob der Griffriemen auf der Sitzbank entfallen ist? Könnte ja sein, daß die Zusatzgriffe als Ersatz dafür dienen sollen.

    Ich meine, mir ist das egal, ich fahre ja sogar ohne Spiegel, weil ich finde, das sieht doof aus bei meiner Wespe.

    Mich hat das nur echt interessiert.

    Gruß Paddy.

    Ich habe den Hype um leichte Polräder bei Vespas ohnehin noch nie so richtig verstanden.

    Ein Vespamotor ist einfach ein Klotz mit einem annehmbaren Leerlauf dank Gullydeckel und Drehschieber.

    Er wird auch nicht zum Rennmotor, wenn man ein bißchen andere Komponenten draufstöpselt.

    Und einen Motor, der Dampf von unten bringt, interessiert den Gullydeckel eh nicht.

    Wenig Schwungmasse auf der KW macht nur Sinn, wenn sich die Drehzahlen der KW sehr schnell ändern sollen. Und zwar wirklich schnell. Ich rede da von richtigen Rennmotoren in Motorrädern und nicht von Steckgetunten Wespen.

    Vergiß es einfach mit dem leichteren Polrad. Insbesondere, wenn du einen Traktormotor bauen willst.

    Glaub mir, mit Traktoren bei SF habe ich etwas Erfahrung...

    Gruß Paddy.

    Kurze Zwischenfrage:

    Nicht, daß ich jetzt sooo den 100%-Anspruch an meine Kleine habe bezüglich der StVZO, aber wie war das mit den Griffen und Pflicht?

    Ist das so? Ab einem bestimmten Baujahr oder wie?

    Gruß Paddy.

    Ich habe keine blassen Schimmer, ob Sinalco oder Malossi-Räder mit der normalen Zündung gehen.

    Warum genau soll denn eigentlich dein Polrad leichter werden?

    Bist du so getuned unterwegs, daß es praktisch unabdingbar ist, den Gullydeckel abzuspecken?

    Und abdrehen mit anschließendem Wuchten halte ich für so eine Sache. Das ist natürlich technisch machbar, aber weiß man auf welche Restunwucht das gemacht werden soll? Oder paßt die Aufnahme der Bearbeitung bzw. der Wuchtmaschine genau zum Konus?

    Für meinen Polradbau habe ich einen konischen Dorn gefertigt und auch da aufgenommen. Wie das der "Überdreher" und "Wuchter" macht, keine Ahnung.

    Gruß Paddy.

    Der Polradtopf ist im Wesentlichen der Gleiche, der Konus ein ganz anderer.

    Es gibt das HP4-Polrad als Nachbau, aber daran scheiden sich wohl die Geister.

    Manche loben das Ding, manche halten den Motor für zu nervös wegen dem fehlenden Gewicht.

    Auf der Automatik bietet es sich deshalb an, weil auf der Kurbelwelle noch mehr Geraffel mit Gewicht ist (Vario) und der Riemen die KW dämpft. Die entwickelt dann schonmal keine solche Eigendynamik.

    Such mal nach HP4 Polrad, bevor du generell über solch eine Alternative nachdenkst.

    Eben wegen der unterschiedlichen Meinungen.

    Im Zubehör gabe es das HP4 mal als Nachbau (vielleicht heute noch) mit zwei Paßfedernuten. Eine für PK, eine für PX.

    Wenn, dann probier das aus. Ein Ori HP4 ist denke ich rar.

    Gruß Paddy.

    Na ja,

    nicht viel gemacht und da meinen beiden Mädels etwas angeschlagen sind, werde ich wohl morgen auch keine Gipfel stürmen.

    Dafür habe ich endlich mal etwas in chinesisches Eisen investiert. Für knappe 50 Euronen bekommt man dieses Pratzenset:

    Nicht so toll wie das Zeug im Geschäft, dafür habe ich alles da jetzt, was man normalerweise so braucht.

    Solche Pratzen mußte ich immer ausleihen, das hat nun ein Ende.

    Die Vorrichtung ist jetzt auch wieder aktiv, vorher hatte ich noch nach Feierabend zwei neue Scheiben gedreht, jetzt kann ich die andere Seite wieder bearbeiten.

    Mal sehen, was morgen so geht. Eigentlich wollte ich noch einen Aluklotz machen, der in das 3-eckige Loch da neben der Glocke reinpaßt, damit ich ihn verschweißen kann und es dort dicht ist, aber es hat nicht gereicht.

    Viel Gas hat es ohnehin nicht mehr.

    Gruß Paddy.

    So theoretisch finde ich das nicht mal, Mario.

    Im Prinzip vergleiche ich die jeweiligen Durchmesser von meiner Ori-50er Vario mit der neuen Vario.

    Und da kommt eine um 25% längere geometrische Übersetzung raus.

    Gut, dein Argument, daß sich da ein größerer Schlupf einstellen könnte, da ist natürlich was dran.

    Aber viel schlimmer als der 125er Sfera-Motor wird der DR auch nicht dran rupfen und dessen Vario/Wandler-Kombis ist nahezu identisch von den Maßen her.

    Schwerere Gewichte sind aber ein gutes Stichwort, die werde ich mal bestellen, damit ich Auswahl habe.

    Die Malossi-Gewichte werden wohl schon etwas leicht sein.

    Jetzt kommt der Vorteil der Standardkomponenten zum tragen, ich sollte Auswahl haben hoffentlich und muß nicht an die Drehbank.

    Gruß Paddy.

    Hat der Sachs nicht so einen Bing, bei dem der Schwimmerkasten an der Seite hängt?

    Hört sich jetzt doof an, aber schau mal, ob es dafür einen Überholsatz mit neuem Schwimmer und Dichtungen gibt.

    Der Gaser hängt ohne Isolierglied direkt am Motor und wenn der Gaser warm wird, passieren da lustige Dinge, wenn da nicht mehr alles so ist, wie es sein soll. Da kann der Gaser vermeintlich im Stand machen, was er soll.

    Nur mal so als Tip.

    Andere Welt, die alten deutschen Motoren und ihre Gaser, besonders wenn die thermische Kopplung zum Zylinder so hervorragend ist.

    Gruß Paddy.