Hallo Kollegen,
kein Bild zur Hand, war aber trotzdem abends fleißig. Hab Montag zwei Kunststoffbolzen gedreht, die in die beiden Nadellager des Getriebedeckels satt reingehen.
Damit ausgestattet wird mir ein Kollege auf einem KMG die Positionen zueinander messen.
Wenn ich die Koordinaten zueinander dann habe ausgerichtet zur Dichtebene, habe ich alles, um die Koordinaten des gestorbenen Lagersitzes der Zwischenwelle im Gehäuse zu ermitteln.
Ich muß halt einen der noch vorhanden Sitze auffangen auf der Fräsmaschine, abnullen und dann den anderen erhalten gebliebenen.
Mit den Koordinaten und CAD kann ich dann die Koordinaten des Lagersitzes der Zwischenwelle rekonstruieren.
Dann wäre das mal geklärt.
Parallel dazu habe ich nahezu alle relevanten Bauteile im CAD positioniert (von Wandler über Kupplung, Aluglocke bis zur Abtriebswelle).
Mit den Meßdaten dann wird das ganze Zeug dann richtig im Raum positioniert.
Dann kann ich Getriebegehäuse und Deckel ebenfalls stilisieren mit den wesentlichen Geometrien.
Dann sieht man automatisch, wo noch etwas bearbeitet werden muß und wo alles zum Liegen kommt.
Damit wird die Konstruktion der neuen Drehteile relativ einfach, weil man ja alles direkt im CAD vor der Nase hat.
Die Zeichnungen kann ich dann direkt ableiten, dann wird das nicht so ein Gebastel, wo garantiert irgendwas schiefläuft.
Immerhin tauchen die ganzen Teile ja jeweils in die eine und andere Gehäusehälfte ein, da vergißt man schnell mal was.
Hört sich jetzt vielleicht für einen außenstehenden etwas kompliziert an, aber ist nur etwas Fleiß, der sich auszahlt. Ich mach morgen abend mal ein zwei Bilder vom Bildschirm, dann dürfte man grob erkennen, wie ich das meine. Der Getriebedeckel wird bis dahin noch nicht vermessen sein, aber die Achsabstände habe ich grob rausgeschätzt und das mal so übernommen.
Die drei Achsen hängen halt im Raum und können dann per Doppelklick an die finale Position geschoben werden. Die Bauteile ziehen dann mit und alles ist wie in der Realität.
Ich muß also nicht warten, bis ich die Meßergebnisse habe, um vorzuarbeiten.
Ende nächster Woche dürften dann die fehlenden Teile fertig konstruiert sein, hoffe ich mal.
Das Zeug ist dann konventionell herstellbar und ich bin nicht mehr abhängig von der CNC-Drehbank.
Was ich dann am Wochenende mache, werde ich dann sehen. Die Platte von der Vorrichtung ist noch nicht ausgefräst, damit ich den Getriebedeckel aufnehmen kann, vielleicht mach ich ja das. Oder verblödel mein restliches Argon mit Schweißen, damit ich die nächste Flasche holen kann. Im Prinzip ist es egal, was ich mache, habe einiges zur Auswahl, das mich weiterbringt...:-)
Gruß Paddy.
